Von der Achterbahn zur Liebe
Mai 17, 2008
Man tut wirklich alles, was getan werden kann, und trotzdem geht die Beziehung in die Brüche. Warum?
Das unlösbare Rätsel Beziehung

Der beste Koan den es gibt, ist eine Beziehung. Eine Beziehung ist ein Rätsel, das keine Lösung hat. Wie auch immer du dich anstrengst, es gut zu machen, du wirst es nie fertig bringen. Niemand hat es jemals geschafft.
Es ist ein besserer Koan als alle Koans, die von Zen Meistern an ihre Schüler weitergegeben wurden, denn deren Koans sind meditativ – man ist alleine mit der Lösung beschäftigt. Der Koan von Beziehung ist viel komplizierter, denn zwei Menschen sind eingebunden – sie sind völlig verschieden, mit unterschiedlichen Konditionierungen, sie sind biologische Gegensätze und ziehen in verschiedene Richtungen, sie manipulieren sich und versuchen, den anderen zu besitzen und zu beherrschen … Es gibt 1001 Probleme.
Wenn man meditiert, dann ist das einzige Problem, wie man still sein kann und nicht von Gedanken eingefangen wird. In einer Beziehung gibt es so viele weitere Probleme. Eine Beziehung ist eine unlösbare Aufgabe und außer, du hast etwas Grundlegendes für dich selbst gelöst, kann diese Aufgabe nicht erfüllt werden. Das Problem mit der Liebe kann nur gelöst werden, wenn die Schwierigkeiten mit der Meditation gelöst worden sind. Nicht vorher, denn das ganze Problem wird durch zwei nicht meditativen Menschen verursacht. Zwei Personen, die verwirrt sind und nicht wissen, wer sie sind. Natürlich werden sie die Verwirrung gegenseitig multiplizieren und vergrößern.
Nur wenn Meditation erreicht wird, ist Liebe kein Leiden mehr. Wenn du einmal gelernt hast, alleine zu leben, wenn du gelernt hast, wie du deine einfache Existenz aus keinem besonderen Grund heraus feiern kannst, dann erschafft sich die Möglichkeit, das zweite, kompliziertere Problem von zwei Menschen miteinander, zu lösen. Nur zwei meditierende Menschen können in Liebe miteinander leben. Und dann wird Liebe kein Koan sein. Dann wird es auch keine Beziehung mehr geben, so wie man sie normalerweise versteht. Dann wird es nur einen Zustand von Liebe geben, keine Beziehung.
Osho , Take It Easy, Vol 2, #13
Über die Gefahren von Sicherheit
Mai 14, 2008
Wem gefällt schon Veränderung? Wir wollen doch lieber sicher in die Zukunft schauen und Bewährtes wiederholen. Eines versäumen wir mit der Unbeweglichkeit allerdings ziemlich wahrscheinlich: das stille Zentrum in uns selbst. Denn Veränderung macht Meditation sichtbar.
Veränderung bringt Stille mit sich

Kümmere dich nicht um Veränderung, die ganze Existenz besteht daraus. Veränderung ist ständig da, sie passiert ohne dein Zutun. Fließe mit ihr mit, ohne dich um die Zukunft zu sorgen. Mitten im ständigen Wechsel wirst du dir dann plötzlich deines inneren Zentrums bewusst werden. Es verändert sich nicht, es bleibt immer still.
Warum ist das so? Wenn du entspannt mit der Veränderung mitgehst, dann bildet der sich verändernde Hintergrund einen Kontrast und dadurch kannst du das sehen, was sich niemals verändert. Wenn du dich in irgendeiner Weise bemühst, die Welt oder dich zu verändern, dann kannst du das kleine, unbewegte Zentrum in dir nicht mehr wahrnehmen. Die Sucht, die Welt zu verändern macht dich so besessen, dass du nicht mehr sehen kannst, dass in Wirklichkeit in deinem Zentrum alles unverändert bleibt.
Veränderung ist überall und dauernd um uns herum. Der ständige Wechsel kann zum Hintergrund, zu einem guten Kontrast werden und dich entspannen. Du fließt so entspannt mit der Veränderung mit, dass es keine Sorgen oder Gedanken um die Zukunft mehr gibt. Du bist nur hier und jetzt. Dieser Moment ist alles. Alles verändert sich, du gehst leichten Schrittes mit und plötzlich nimmst du diesen bestimmten Punkt in dir wahr, der sich niemals verändert.
Wenn du dein stilles Zentrum bewusst wahrgenommen hast, dann wird es möglich, die Schönheit des sich ständig verändernden Flusses zu sehen. Du wirst dich nicht mehr nach Sicherheit sehnen und auch nicht danach, dass die Dinge so bleiben sollen, wie sie sind. Du wirst dich mit dem Fluss mitbewegen. Du wirst Teil des Flusses der Existenz. Dann beginnst du, Veränderung zu lieben.
Osho, Secret of Secrets #23
Meditation heißt sich feiern
Mai 12, 2008
Das ganze Leben kann eine einzige große Feier sein, eine Freude an sich selbst.
Tee trinken - das tägliche Freudenfest

In Japan gibt es die Teezeremonie. In jedem Zenkloster und in jedem Haushalt, der es sich leisten kann, steht ein kleiner Tempel in dem Tee getrunken wird. Tee trinken ist dort keine alltägliche Sache.
Es ist nur ganz einfacher Tee, doch die Japaner haben eine wunderschöne religiöse Feierlichkeit daraus gemacht. Jeder kommt erfüllt, frisch, jung und voller Lebensfreude aus dem Tempel.
Was mit Tee gemacht werden kann, das geht mit allem, deinen Kleidern, deinem Essen. Jeder Stoff hat seine eigene Schönheit, seine eigene Empfindung. Wenn du einfühlsam bist, dann ist ein Kleidungsstück nicht nur etwas um den Körper zu bedecken. Dann ist es etwas, das deine Individualität ausdrückt, etwas, das deinen Geschmack, deine Kultur, dein Sein ausdrückt.
Alles, was du tust, sollte dich widerspiegeln. Es sollte deine Handschrift tragen. Dann wird das Leben zu einer ständigen Feier.
Osho, Beyond Enlightenment
Wahrheit ist kein Schnell Kaffee
Mai 9, 2008
Wahrheit ist kein Fast Food Artikel, es braucht ein wenig Zeit, den Boden vorzubereiten. Osho erzählt von Begegnungen auf seinen Reisen durch Indien.
Osho am Bahnhof

Ich bin mehr als 30 Jahre durch Indien gefahren und habe Menschen getroffen … Einmal war ich grade dabei, in einen Zug ein zu steigen. Der Zug hielt nur zehn Minuten lang im Bahnhof und jemand ergriff meine Hand und fragte: “Sag mir, was ist WAHRHEIT?”
Ich antwortete, dass es etwas Zeit benötigte und ich meinen Zug verpassen würde. “Das ist nichts, was ich dir in diesem Moment vermitteln kann. Es wird ein bestimmter Hintergrund in dir benötigt und selbst wenn dieser da ist, kann ich nur auf Wahrheit hinweisen. Das ist unmöglich zu tun, während mein Zug wegfährt. Lass mich bitte los.”
Ich habe Leute auf der Straße gefunden, die anhielten und zu mir sagten:”Wir haben keine Zeit zu meditieren aber kannst du uns nicht ganz kurz sagen, was Meditation ist?” Auf der ganzen Welt gibt es Leute, die es eilig haben und die die höchste Erfahrung erleben möchten, während sie von einem zum anderen rennen.
Osho , Hyakujo: The Everest of Zen, with Basho´s Haikus #8
Sag einfach: Großartig!
Mai 7, 2008
Heute gehen die Geschäfte schlecht, morgen wieder gut und dann wieder nicht. Heute vertragen wir uns gut mit den Kollegen, morgen nicht und dann wieder doch … Das Leben geht rauf und runter und wieder rauf. Meditation im Alltag bedeutet, den ständigen Wechsel zu genießen.
Gute Umstände - Schlechte Umstände

Ein Mann flog mit einem Flugzeug.
Unglücklicherweise fiel er aus dem Flugzeug.
Glücklicherweise trug er einen Fallschirm.
Unglücklicherweise war der Fallschirm nicht richtig gepackt worden und öffnete sich nicht.
Glücklicherweise war ein großer Heuballen in dem Feld unter ihm.
Unglücklicherweise stach eine spitze Heugabel genau nach oben aus dem Heu.
Glücklicherweise fiel der Mann nicht auf die Heugabel.
Unglücklicherweise fiel er auch nicht ins Heu!
So geht das Leben voran. Man muss sich keine Sorgen machen. Genieße deine Lebensenergie. Manchmal passieren Dinge, die dich glücklich machen und manchmal Dinge, die unangenehm sind. Akzeptiere beides. Wenn du immer nur glückliche Umstände suchst, dann verlangst du das Unmögliche. Das ist unmöglich in dieser Welt, die sich ständig verändert.
Alles geht immer wieder hoch und dann wieder hinunter. Wenn du also oben bist, dann genieße das. Wenn du unten bist, dann ruhe dich aus und warte, denn bald wirst du wieder oben sein. Die Phasen, wo du unten bist, sollten die Ruhe Phasen sein und die, wo du oben bist, sollten zum Tanzen genutzt werden. Dieses Tragik-Komik-Drama – einen Moment ist es eine Tragödie, den anderen Moment eine Komödie – dieses Auf und Ab macht das Leben erfüllter und gibt ihm mehr Lebendigkeit und Würze.
Sag einfach jedes Mal, wenn sich etwas ändert: „Großartig!“ Das ist das ganze Geheimnis.
Osho, The New Dawn, #8
Liebe vergeht
Mai 5, 2008
Liebe kommt und geht. Wenn sie kommt, dann ist das zutiefst befriedigend. Wenn sie geht, dann wollen wir es nicht wahrhaben.
Akzeptiere den Tod der romantischen Liebe

Wenn die Liebe stirbt, dann stirbt sie. Man muss den Tod ohne Bedauern und ohne Ärger akzeptieren. Was soll man schon machen können, wenn etwas Zuende ist?
Es ist die Natur der Dinge zu beginnen und zu enden. Buddha sagt: Alles, was in der Zeit entsteht wird auch vergehen.
Akzeptiere. Es ist der Lauf der DInge.
Osho, Guida Spirituale #15
Gibst du mir - dann gebe ich dir (nicht)
Mai 3, 2008
Wir kennen den Handel: Ich gebe dir meine Arbeitskraft und du gibst mir Geld dafür. Soweit so gut. Das Ganze hat nur einen kleinen Haken: Der Handel raubt uns die Kraft und bald haben wir nichts mehr zu geben. Durch Meditation im Alltag ist es möglich, die Energie zu halten und in Kreativität überfließen zu lassen.
Arbeiten aus Überfluss

Du arbeitest in einer Weise, die deine Kraft zerstreut und verbraucht. Dann musst du dich ausruhen, um wieder Energie zu gewinnen. Wenn du schließlich wieder genug Energie hast, dann ist es schon wieder Zeit, in die Arbeit zu gehen. Durch diesen Kreislauf wird deine Kreativität gelähmt, denn für Kreativität brauchst du einen Überschuss an Energie. Kreativität ist Überfließen.
Verändere dieses Lebensmuster. Beginne, Dinge zu tun, nur weil du sie tun willst. Ohne Ziel und Zweck oder Erwartung eines Gewinns. Verstehe, wie sich der Fluss der Energie verhält, wenn er nicht auf ein Ziel ausgerichtet wird. Energie fließt dann in einer Art Feierstimmung. Sie bewegt sich von selbst, weil sie so überfließend ist. Ein Kind tanzt und springt herum und wenn du es fragst „Wohin gehst du?“, dann hält es das für eine komische Frage. Der zielorientierte Verstand fragt „Aber warum rennst du dann?“, denn für uns ist nur etwas bedeutend, wenn es irgendwohin führt. Ziele sind ohne Realität, es ist alles jetzt hier.
Handle ohne Beweggrund und aus reinem Überfluss deiner Energie. Gib, was du geben kannst, aber mache keinen Handel daraus. Gib, weil du hast. Spiele nicht das Spiel „Gibst du mir, dann geb ich dir“, denn das wird dich unweigerlich unglücklich machen. Jeder, der sich auf diesen Handel einlässt, endet in der Hölle. Der Himmel ist für diejenigen, die sich feiern.
Osho, Tantra: The Supreme Understanding, #4
Sorglos und entspannt leben
Mai 1, 2008
Hast du für die nächsten zehn Tage zu Essen? Und ist es auch warm, da, wo du wohnst? Dann kannst du jetzt entspannen und brauchst dich nicht zu sorgen. Die nächsten zehn Tage wirst du überleben. Meditation im Alltag bedeutet, sich nicht unnötig zu sorgen und seiner Natur zu vertrauen.

Ein Gedicht des Zen Meisters Ryokan
Ohne dem kleinsten bisschen Ehrgeiz übrig
lasse ich meine Natur fließen
wo sie hin will.
Es gibt noch für zehn Tage Reis
in meiner Tasche
und neben dem Herd
ein Bund Feuerholz.
Wer plappert da von Illusion oder Nirvana?
Ich vergesse den gleichen nichts sagenden Staub
von Namen und Reichtum,
und während ich auf den nächtlichen Regen höre,
wie er auf das Dach meiner Hütte prasselt,
sitze ich entspannt,
beide Beine ausgestreckt.
Zen Meister Ryokan ist ein ausgesprochen klarer und scharfsinniger Mensch, der die Dinge sagt, wie sie sind ..
Osho, The Original Man #1
Wahrheit ist leicht zu erkennen
April 29, 2008
Was ist die Wahrheit? Schwer zu sagen? Überhaupt nicht. Das Herz fühlt sie sofort.
Wenn das Herz hoch fliegt ….

Das Schöne an der Wahrheit ist, dass das Herz vor Freude in die Luft springt, wenn sie dich erreicht. Das Herz erkennt Wahrheit sofort! Wahrheit schwingt mit dem Herzen in einer Einheit. Sie haben beide den gleichen Rhythmus.
Wenn Wahrheit in der Umgebung ist, beginnt plötzlich das Herz zu tanzen. Dieser Tanz ist der Beweis, dass sie dich erreicht hat.
Wahrheit ist keine Frage einer logischen Entscheidung oder Abwägung. Wenn etwas nicht wahr ist, dann bleibt das Herz unbewegt. So kannst du Wahrheit erkennen.
Osho, The Fish in the Sea is not Thirsty #4
Der größte Fehler in der Liebe
April 26, 2008
Eigentlich wollen sich zwei, die sich lieben, ja gar nicht dominieren. Und trotzdem kommt es immer wieder dazu. Ein verbreitetes Spiel geht so: Ich habe alles für dich aufgegeben und das musst du jetzt auch tun …
Hingabe nicht an den Partner, sondern an die Liebe

Ihr könnt euch beide der Liebe hingeben, doch nicht für einander aufgeben. Und wenn du das möchtest, dich deinem Geliebten oder deiner Geliebten völlig hinzugeben, dann steuerst du auf Schwierigkeiten zu. Das ist einer der größten Fehler, die Liebende begehen – und fast alle Liebenden begehen ihn. Sie denken, dass man sich für einander aufgeben muss. Dann passiert im Namen von Hingabe eine subtile Dominierung.
Die Hingabe soll an den Gott der Liebe geschehen, und sonst niemanden…
Osho, For Madman Only, #4
Meditation ist Erblühen
April 24, 2008
Meditation ist eine nie endende Abenteuerreise. Es braucht ein wenig Mut dazu und einen Sprung aus dem Gewohnten heraus. Was dann passiert, ist ein großes Geheimnis …

Meditation ist keine indische Methode oder nur eine Technik. Du kannst den Zustand der Meditation nicht lernen. Meditation bedeutet Wachstum. Meditation wächst aus deinem gesamten Leben heraus.
Meditation ist nicht etwa nur ein kleiner Zusatz zu deinem bisherigen Leben. Sie kommt zu dir nur über eine grundlegende Transformation, eine totale Veränderung. Meditation ist das Aufblühen deines Wesens.
Genauso ist es mit der Liebe. Wenn du liebst, bleibt nichts mehr beim Alten. Liebe ist kein Zusatz zum Alten, sondern verändert dich total. Sie wächst aus dir heraus, und verändert alles in dir.
Das Gleiche passiert in Meditation.
Osho, Meditation, The Last Freedom
Fortsetzung: Orgasmus - mehr als nur ein Nieser
April 21, 2008
Orgasmus ist keine Erleichterung, Orgasmus ist ein Fest.
Orgasmus ist immer göttlich. Orgasmus ist eine Begegnung von dir selbst mit dem Universum. Der andere hilft dir dabei. Der andere wird zur Tür und du trittst in das Göttliche ein.
Orgasmus ist immer spirituell, niemals sexuell. Diejenigen, die Orgasmus für etwas Sexuelles halten, verstehen nichts davon. Sie wissen nichts über Sex und verstehen überhaupt nichts von orgiastischen Erfahrungen.
Orgasmus ist der höchste Zustand, er ist die reine Ekstase. Aber die Leute wissen das nicht, denn sie begegnen sich aus einer Notwendigkeit heraus und nicht, weil ihre Energien überfließen.
Osho, The Fish in the Sea is not Thirsty #2
Orgasmus - mehr als nur ein Nieser
April 20, 2008
Man geht zusammen ins Bett und hat einen schnellen Orgasmus. Der ist wie ein Nieser. Ein gutes Hatschi ist eine Erleichterung, doch mit Orgasmus hat das nichts zu tun. Orgasmus ist die Tür zu einer viel größeren Erfahrung.
Begegnung mit dem Universum

Viele Leute schlafen miteinander und haben keine Ahnung davon, was Orgasmus wirklich ist, denn sie haben sich schon vor dem Lieben verausgabt. Sie sind innerlich leer und können nichts mehr mit dem anderen teilen. Während sie miteinander schlafen haben sie keine Energie, die überfließen könnte.
Bei den meisten Menschen passiert der Orgasmus nur in den Genitalien, was eine sehr unbedeutende und mittelmäßige Erfahrung ist. So hat er keine spirituelle Bedeutung. Solch ein Orgasmus ist wie Nieser — nach dem Niesen fühlt man sich auch besser. Oder wenn man seinen Rücken von jemandem gekratzt bekommt, das fühlt sich auch gut an. Man ist erleichtert.
Osho, The Fish in the Sea is not Thirsty #2
Meditation auf Reisen
April 18, 2008
Im Auto fahren, in der schaukelnden Bahn sitzen, im ruckelnden Flugzeug … — das sind gute Gelegenheiten für Meditation. Ohne Widerstand gehe mit den Bewegungen des Fahrzeugs mit. Eine Weisheit aus dem Tantra.
Zentrierung beim Fahren und Warten

Während du in einem Fahrzeug fährst, wiege dich rhythmisch mit - und erfahre!
Wenn du diese Technik machen willst, leiste keinen Widerstand, sondern gehe mit den Fahrbewegungen mit, wiege dich mit. Werde Teil des Zuges oder des Autos, gehe nicht dagegen an. Was immer das Fahrzeug für Bewegungen macht, werde eins mit ihm.
Leiste keinen Widerstand. Gehe rhythmisch mit und mache aus der Bewegung eine Musik, einen Tanz. „Wiege dich rhythmisch, wenn du in einem Fahrzeug fährst – und erfahre!“ Die Weisheit sagt, dass die Erfahrung von Meditation dann zu dir kommt.
Osho, Das Buch der Geheimnisse
Liebe kann man nicht machen
April 15, 2008
Vertraue. Für die Liebe kann man nichts tun, Liebe kommt und geht. Vertraue dem Partner, dir selbst, dem Leben.

Wenn du vertraust, dann sagt dir dein misstrauisches Denken: Vertraue lieber nicht, sonst wirst du ganz blind werden. Halte die Augen offen. Denke über alles genau nach, nimm dir Zeit und dann treffe eine Entscheidung. Du musst dich in allem entscheiden. Auch in der Liebe.
Hast du jemals darüber nachgedacht, dass deine Geburt auch nicht deine Entscheidung war? Du bist aus dem Nichts geboren. Eines Tages, wenn du stirbst, wirst du wieder ins Unbekannte zurück verschwinden. Auch das wird nicht deine Entscheidung sein.
Zwischen Geburt und Tod wird Liebe erfahren werden. Genau wie Geburt und Tod ist auch Liebe etwas, was wir nicht wählen können. Es gibt Dinge, die von dir entschieden werden können. Und es gibt Dinge, die nur passieren, wenn du dich raushältst. Es gibt Dinge, die nur in einem tiefen Gefühl von Nicht-Tun passieren: Geburt, Tod, Liebe, Meditation. Alles was schön ist kommt ohne dein Zutun. Erinnere dich daran: Du kannst solche Erfahrungen nicht herbei organisieren. Vertraue.
Osho, The Search
Mache NUR, was dich erfreut
April 13, 2008
Die folgende Meditationstechnik ist das Höchste an Rebellion was mir begegnet ist – nichts ist gefährlicher und lebendiger als diese Technik. Probiere die Meditation aus und keine freien Tage werden langweilig, das ist garantiert!

Anfangs sieht diese Meditationstechnik sehr schwierig aus. Aber sie wird einfach, wenn du sie einmal ausprobierst. Mache nur das, was dich erfreut. Wenn du etwas nicht genießt, dann mache es nicht. Probiere es aus. Freude kommt aus deinem Zentrum. Wenn du etwas machst, was dich nicht befriedigt, dann bist du von deinem Zentrum abgetrennt. Freude kommt aus dem Zentrum und von nirgendswo sonst. Lege diese Technik deinem Leben zugrunde und sei richtig fanatisch damit.
Du gehst über die Straße und plötzlich bemerkst du, dass dir das Gehen keinen Spaß mehr macht. Halte an. Schluss damit! Es ist keine Freude dabei, also wird es nicht gemacht. Ich habe diese Übung in meinen Tagen in der Universität praktiziert und die Leute dachten, ich sei verrückt. Plötzlich hörte ich auf zu gehen und stand mehr als eine halbe Stunde an der gleichen Stelle, solange, bis es mir wieder Freude machte, weiter zu gehen. Nach und nach wurde diese Technik zum Schlüssel. Ich erkannte, dass, wann immer ich etwas mit Freude machte, ich auch gleichzeitig zentriert dabei wurde. Vergnügen hat den gleichen Ton wie zentriert sein. Dagegen ist man aus dem Zentrum gefallen, wenn etwas aus Pflicht und Gewohnheit gemacht wird.
Osho, The Discipline of Transcendence, Vol.4 #4
Ein Haiku von Basho
April 12, 2008
Haikus, das sind japanische Gedichte, die zwar Worte benutzen, in Wirklichkeit aber Bilder malen. Sie malen das Unmögliche: Stille, Bewusstheit, Meditation.
In vollkommener Stille

Für seinen Morgentee setzt sich ein Mönch in vollkommener Stille hin … Tee wird mit Bodhidharma assoziiert, der Zen nach China brachte. Er liebte Tee und seltsamerweise hilft Tee tatsächlich, wach zu bleiben. Oft, wenn man still sitzt, passiert es, dass man einschläft. So ist Tee etwas Besonderes für die Zen Meditation geworden.
Bereit für seinen Morgentee
setzt sich ein Mönch ganz still hin –
und nimmt die Chrysanthemen wahr.
Basho malt mit diesem Haiku ein Bild. Unter einem Chrysanthemen Baum sitzt ein Sucher in vollkommener Stille, bereit, seinen morgendlichen Tee einzunehmen. Nichts wird gesagt — nur ein stiller Mönch, der auf seinen Tee wartet.
Osho, Hyakujo: The Everest of Zen, with Basho´s Haikus #2
Ein meditatives Nachspiel im Sex heilt
April 9, 2008
Ein tiefer, meditativer und ekstatischer Orgasmus kommt zustande, wenn das Vor- und das Nachspiel im Sex ausbalanciert sind. Im Nachspiel zeigt sich die Dankbarkeit für den erreichten Höhepunkt.
Dankbarkeit für den Partner

Sexologen haben über das Vorspiel im Sex aufgeklärt. Obwohl das Vorspiel und auch das Nachspiel nicht erlernt werden können, haben die Wissenschaftler zumindest die Tatsache erkannt, dass ohne Vorspiel der Sex keinen Höhepunkt erreicht. Sie wissen jedoch nichts über das Nachspiel, denn wenn eine Person normalerweise den Höhepunkt erreicht hat, ist er oder sie nicht mehr an irgendetwas Weiteren interessiert. Die Romanze ist vorbei und der Job erledigt.
Um weiterzugehen, braucht es ein poetisches Wesen, einen Menschen, der weiß, wie er dankbar sein kann.
Die Person, der Mann oder die Frau, die dich zu einem ekstatischen Höhepunkt gebracht hat, braucht deine Dankbarkeit. Das Nachspiel besteht aus Dankbarkeit. Und nur wenn es ein solches Nachspiel gibt, ist der Sex vollkommen. Unvollkommener, unbefriedigender Sex ist der Grund für die meisten Probleme, die ein Mensch im Leben hat. Sex kann nur ekstatisch sein, wenn das Vorspiel und das Nachspiel vollständig ausbalanciert sind. Genau in der Mitte des Gleichgewichts wendet sich der sexuelle Höhepunkt in einen Orgasmus. Das Wort „Orgasmus“ muss verstanden werden: Es bedeutet, dass dein ganzes Wesen, der Körper, das Denken, die Seele, alles total mitbeteiligt ist, mit jeder Zelle dabei. Dann wird Sex zu einem Moment von Meditation.
Meiner Meinung nach weißt du erst was Sex ist, wenn Sex zu einem Moment von Meditation wird. Sonst hast du nur von Sex gehört, über ihn gelesen. Die meisten Leute, die über Sex schreiben, wissen absolut nichts darüber.
Osho, From Darkness to Light, #3
Wie erkennt man einen Meister?
April 5, 2008
Die Suche nach Erleuchtung, beziehungsweise nach dem, wer wir wirklich sind, ist nicht ohne Gefahren. Ein Meister ist notwendig, der den Weg durch den Dschungel bahnt. Wie aber einen wahren Meister von einem falschen unterscheiden?
Der Meister zeigt den Weg
Es ist wichtig, Lehrer zu vermeiden, die falsche Meister sind. Man kann den einen vom anderen schlecht unterscheiden, denn sie sprechen beide die gleiche Sprache. Du darfst also nicht auf die Worte hören, du musst auf das Herz des Menschen hören. Höre nicht auf dessen Theorien, dessen Logik und Argumente. Stattdessen höre auf seine Anmut, auf seine Schönheit, auf seine Augen. Du musst die Aura wahrnehmen, die einen Meister umgibt und auf sie hören. Seine Aura berührt dich so fein wie eine kühle Brise.
Einen Meister zu finden ist einfach, wenn du dich nicht nur für Worte öffnest, sondern auch für Stille. Die Wahrheit kommt niemals durch Worte, sondern steht zwischen den Worten, zwischen den Zeilen, in den stillen Zwischenräumen.
Osho, Dogen the Zen Master: A Search and A Fulfillment #4
Meditation ist eine sexuelle Angelegenheit
April 3, 2008
Die ganze Welt bewegt sich durch Sex. Die Suche nach dem anderen Geschlecht macht das Leben schwer. Man fühlt sich abhängig vom anderen, was weh tut. Die Anziehung der Polaritäten ist natürlich, sie erschafft das Leben und ist unvermeidbar. Anstatt dem Sex zu entfliehen, versuche es mal mit Meditation. Durch Meditation bekommen wir ein neues Verhältnis zu Sex. Denn…
Ohne Abhängigkeit lieben
Buddha, der unter dem Bodhi-Baum sitzt, befindet sich in einem tiefen inneren Orgasmus. Die inneren Kräfte haben sich getroffen und sind ineinander verschmolzen. Nun ist es nicht mehr nötig, außen eine Frau zu suchen, weil die Begegnung mit der inneren Frau stattgefunden hat. Buddha ist nicht abhängig von einer Frau im Außen, er ist lösgelöst von ihr. Nicht deshalb, weil er gegen die Frau ist, sondern weil sich das Höchste in ihm selbst ereignet hat. Jetzt braucht er nichts mehr. Ein innerer Kreis hat sich geschlossen, jetzt ist er vollendet.
Darum tritt solche Anmut in Buddhas Gesicht, die Anmut der Vollendung. Jetzt fehlt nichts mehr, eine tiefe Erfüllung ist eingetreten, jetzt geht die Reise nicht mehr weiter. Er hat das letztmögliche Ziel erreicht. Die inneren Kräfte sind zur Begegnung gekommen – jetzt gibt es keinen Konflikt mehr. Das ist ein sexuelles Phänomen.
Meditation ist ein sexuelles Phänomen, darum sagt man, dass Tantra auf Sex beruht, sich am Sex orientiert. Tatsächlich kann keine Meditationstechnik unsexuell sein.
Osho, Das Buch der Geheimnisse
“Ich liebe dich, Schatz!”
April 1, 2008
Wer hört es nicht gerne, wenn jemand “Ich liebe dich” sagt? Die Worte werden nur zu gerne als Realität genommen. Worte sind eins, Liebe das andere. Liebe lässt sich nicht in Worte ausdrücken, denn sie hat keine Worte. Liebe ist zu sehen, zu fühlen, zu hören…
Liebe im Zen
Zen erwähnt Liebe niemals. Der Mensch des Zen liebt einfach, genauso wie er atmet. Liebe ist nicht besonders und muss auch nicht extra erwähnt werden.
Zen spricht nicht über Liebe. Das ist der Beweis, dass Zen Liebe verstanden hat. Liebe besteht nicht aus Worten, sondern wird in jeder Handbewegung gezeigt – durch die Augen, die Hände, die Stille. Liebe sollte um dich herum strahlen.
Zen wurde nicht in Amerika geboren, wo es große Denker wie Dale Carnegie und Napoleon Hill gibt, die nur in Amerika groß sind …
Bevor du aus dem Haus gehst, empfiehlt Dale Carnegie, küsse deine Frau und sage: „Ich liebe dich, mein Schatz. Ich werde dich so sehr vermissen!.“ Vielleicht hast du innen ganz andere Gedanken wie „Jetzt werde ich endlich frei haben“ oder du denkst an deine Geliebte. Aber all das passiert innen und deine Frau kann keine Gedanken lesen. Deshalb sprich zu ihr einfach von Liebe. Es kostet auch nichts, sie dreimal am Tag zu küssen. Wenn du von der Arbeit nach Hause kommst, küsse deine Frau wieder und sage ihr „Ich liebe dich, meine Süße“. Und dann noch einmal bevor du ins Bett gehst.
Diese Idioten wie Dale Carnegie werden als große Philosophen hingestellt, die den Leuten in ihren Beziehungen helfen. Wirkliche Liebe hat keine Worte, um sich auszudrücken. Wirkliche Liebe ist eine Präsenz, du kannst sie fühlen. Sie umgibt dich wie der Wind, sie regnet auf dich wie ein Blütenregen.
Zen ist Liebe, doch es muss darüber keine Erklärung abgeben. Die Erklärung überträgt sich in äußerster Stille.
Osho , The Original Man #7
Hingabe an die Realität
März 29, 2008
Ich habe ungefähr 30 Websites zu dem Thema Meditation und Sterben befragt, und keine zündet mich an. Ich habe köstliche Weisheiten gelesen, wunderbare Worte, auch aus Erfahrung, doch nichts erreicht mich wirklich. Den ganzen Tag über warte ich darauf, dass Klarheit zum Thema für den heutigen Noseletter entsteht. Ich habe soviel meditiert in meinem Leben, ich werde doch wohl beschreiben können, was es heißt, in der Meditation zu sterben! Ich habe es doch selbst erlebt.Ich stehe auf, gehe zum Kühlschrank, dann zur Schokolade, dann zum Bett, dann zu eingehenden Emails, dann zu den Fischen und wieder zurück zum Noseletter. Ich lese, verarbeite… und lese wieder Einsichten über den Tod des Egos, über Dharma, über Tao, über All Eins Sein, über loslassen, über da sein lassen, über nichts tun können und nichts tun, beobachten, wahrnehmen, sich hingeben, sich auflösen… über bewusste Dankbarkeit, über die innere Natur, über spirituelle Krisen, über Gier und Hass als Urgrund des Nicht Verstehens, über die Illusion des ICH …
Doch was ich auch lese, es bleiben Worte. Ich schaue bei mir: Viele Vorstellungen sind auf meinem Weg durch den Prozess von Meditation gestorben. Viele Pläne, Wünsche, Träume. Auch wenn ich meist dabei erzitterte, so vertiefte sich das Vertrauen ins Leben.
Lernen, zu sterben und zu vertrauen
In diesem Moment stirbt mein Anspruch einen klaren, leichten, wissenschaftlichen und erfreuenden Noseletter zu schreiben. Ein unangenehmes Gefühl. Ich bleibe ein paar Momente dabei, mit dem Gefühl von Misserfolg im Magen, dem dumpfen Schmerz und sterbe. Lasse los. Okay. Der Schmerz ist immer noch da, aber er wird schwächer. Die Wahrnehmung von Vertrauen dehnt sich aus. Es ist, wie es ist.
So kann ich aus meiner eigenen, gegenwärtigen, momentanen Erfahrung sagen, dass Sterben zunächst unangenehm ist. Hingabe an das, was ist, befreit.
Ein Haiku -Schmetterlinge folgen liebevoll
dem Blumengebinde
auf dem Sarg.
Aus einem Noseletter von FindYourNose.com
Hungrig nach Liebe
März 27, 2008
Von unserer Mama haben wir es mit der Muttermilch gelernt: Liebe und Essen sind eins. Beides kommt von der gleichen Quelle außerhalb von uns. Wenn später im Leben die Liebe fehlt, dann versuchen wir sie mit Essen zu ersetzen. Oder mit etwas Anderem, das aufzufüllen scheint. Auf die Idee, dass die Nahrung womöglich nicht Außen ist, kommen wir normalerweise nicht. Was für ein Missverständnis!
Die gute Nachricht: Liebe gibt´s Innen!
Esssüchtigen Menschen fehlt Liebe. Sie ersetzen Liebe mit Essen. Wenn du dich wirklich geliebt fühlst, kannst du nicht zuviel essen. Menschen, die niemanden lieben, essen zuviel, denn Essen füllt und vermittelt das Gefühl, voll zu sein. Ohne Liebe fühlen sich diese Menschen sehr leer.
Es gibt einen grundlegenden Zusammenhang von Essen und Lieben. Des Kindes erste Erfahrung war, dass beides zusammen zu ihm kommt und beides von der selben Quelle. Dadurch werden sie in der Psyche miteinander verbunden. Das ist ein Fall von konditioniertem Reflex.
Wenn das Kind die Brust der Mutter sucht, dann beginnt die Reise ins Außen. Das Kind hat nun eine Sache erfahren: Die Quelle seines Lebens ist außerhalb von ihm. Das ist das allem zugrunde liegende Missverständnis. Von nun an wird der Mensch versuchen, mehr Geld zu bekommen, mehr Macht und Ansehen … er wird versuchen, mehr Aufmerksamkeit von Leuten zu bekommen, denn er denkt, die Quelle seines Lebens ist außerhalb von ihm.
Tatsächlich ist die Quelle des Lebens Innen.
Osho, Philosophia Perennis, Vol. 2, #5
Meditations Techniken fürs meditative Lieben auf FindYourNose.com
Konfuzius trifft auf Lao Tse
März 25, 2008
Konfuzius war ein berühmter chinesischer Denker, der unendlich viele Regeln aufstellte, wie sich ein guter Mensch zu verhalten hat. Lao Tse, der chinesische Mystiker und Zeitgenosse von Konfuzius, war das genaue Gegenteil von ihm. Wenn sich ein Konfuzius und ein Lao Tse begegnen, dann ist das so, als ob ein Hündchen auf einen Drachen trifft. Da kommt das Hundle schon mal ins Schwitzen …
Lao Tse – ein feuerspeiender Drache
„Sie haben bestimmt schon etwas von Lao Tse gehört,” fragte ein Schüler seinen Lehrer Konfuzius. “Er spricht von einem inneren Zustand, in dem es nur Frieden, vollkommene Stille und Ungestörtsein gibt. Werden Sie mir auch beibringen, wie ich nach Innen gehen kann?“
Konfuzius wurde zornig. „Hören Sie mit diesem Unsinn auf. Lernen Sie lieber, was es bedeutet, tugendhaft zu sein und Sünden zu vermeiden. Benehmen Sie sich wie ein Gentleman. Lernen Sie die Manieren der Gesellschaft. Was die innere Welt anbelangt, die werden Sie noch früh genug erfahren: Dann, wenn Sie im Grab liegen. Dort können Sie sich bis in alle Ewigkeit damit beschäftigen. Dort können Sie forschen und meditieren und herausfinden, was Innen ist. Aber jetzt verschwenden Sie nicht Ihre Zeit damit.“ Das war seine Einstellung.
Über die Zeit hinweg sprachen immer mehr Leute über Lao Tse. Endlich nahm Konfuzius seinen ganzen Mut zusammen und plante, ihn zu besuchen. Er hatte große Angst, denn die Geschichten, die er von Lao Tse gehört hatte, waren furchterregend: „Dieser Mann ist unberechenbar. Er reitet auf einem Büffel mit dem Gesicht nach hinten. Er ist ein gefährlicher Bursche.“
Je mehr Konfuzius versuchte, Lao Tse zu vermeiden, desto mehr wollte er über ihn wissen. So funktioniert das menschliche Denken. Was immer du vermeiden willst, das begegnet dir immer und immer wieder. Du wirst magisch davon angezogen. Also entschied sich Konfuzius eines Tages Lao Tse zu treffen.
Lao Tse lebte nicht weit weg in einer Höhle in den Bergen, außerhalb der Hauptstadt. Vor der Höhle hielt Konfuzius seine Schüler an, die mit ihm gekommen waren, weil er Angst hatte. „Dieser Mann ist zu allem fähig. Es kann sein, dass er mich schlägt und das möchte ich nicht vor den Augen meiner Schüler geschehen lassen. Deshalb lassen Sie mich zuerst alleine zu ihm gehen. Ich werde Sie dann später hinzu holen.“
Lao Tse saß sehr still in der tiefen, dunklen Höhle. Er blieb so auch nachdem Konfuzius herein gekommen war. Er sagte nicht „Guten Tag“ zu ihm oder „Setzen Sie sich doch bitte!“ Er beachtete ihn gar nicht. „Das ist kein sehr feines Verhalten,” sagte Konfuzius zu ihm. “Zumindest könnten Sie sich mir gegenüber wie ein guter Gastgeber benehmen.“ Lao Tse sagte: „Ich dachte, du würdest nicht den Mut besitzen in meine Höhle zu kommen. Hier lehren wir keine Moral oder was es bedeutet, Manieren zu haben. Hier lehren wir, wie wir sterben und wiedergeboren werden. Bist du dafür bereit?“ Dabei schaute er Konfuzius gerade in die Augen und zog sein Schwert.
Konfuzius sagte schwitzend: „Bitte verzeihen Sie mir, was ich gesagt habe. Ich werde niemals wieder Ihre Höhle betreten!“ Er verließ den Raum und sagte zu seinen Schülern: „Dieser Mensch ist höchst gefährlich. Er ist ein Drache. Er hätte mich fast umgebracht.“
Er hatte Lao Tse überhaupt nicht verstanden. Lao Tse hatte nicht über den gewöhnlichen Tod gesprochen, er bezog sich auf den Tod des Egos. Solange das Ego nicht stirbt, kannst du nicht dein authentisches Selbst sein und zu deinem ursprünglichen Gesicht werden. Konfuzius hatte einen falschen Schluß gezogen.
Osho, One Seed Makes the Whole Earth Green #3
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Eine Meditationstechnik für Liebende
März 24, 2008
Die folgendeTechnik ist für herzorientierte Menschen und Liebespaare. Der Kopf denkt dauernd darüber nach, wie er mehr bekommen kann. Das Herz sucht nur danach, wie es mehr geben kann. Das Herz ist warm, es kalkuliert nicht.
Den Anderen im Herzen empfangen
Die überlieferte Schrift dieser Meditationstechnik aus dem Tantra heißt:
“Du Glückliche, wenn alle Sinne im Herzen aufgelöst sind, erreiche das Zentrum des Lotus.”
Versuche zunächst, deine Sinne im Herzen zu empfangen. Stelle dir vor, dass jeder Sinn bis tief ins Herz eindringt und von ihm ganz aufgenommen und aufgelöst wird.
Das Herz ist wie ein Lotus. Jedes Sinnesorgan öffnet den Lotus, jeder Sinn ist ein Blütenblatt des Lotus.
Dieser Lotus des Herzens wird dich zentrieren. Wenn du wirklich total im Herzen aufgehst und der Verstand aufgehört hat zu arbeiten, dann falle hinunter zum Nabel.
Bist du erst einmal im Nabel aufgelöst, dann befindest du dich in einem Zustand jenseits des Herzens. Du bist nun im Hara, welches der Ursprung von Allem ist.
Osho, The Book of Secrets
Zur praktischen Anleitung der Meditations Technik für Liebende
Schwierigkeiten in der Meditation
März 22, 2008
In ihrem Buch “Ästhetisches Sterben mit Lachen und Meditation” hat Pakhi einige Schwierigkeiten beschrieben, die während der Meditation auftreten können. Aus Platzgründen kann ich leider nur die Überschriften ihrer Ausführungen aufzählen:
Unruhe, viele Gedanken wahrnehmen
Schmerzen im Körper
Bleiernde Müdigkeit
Langsamkeit, nicht mehr so gut funktionieren können
Selbstbezug, Ichzentrierung
Eine erhöhte Empfindlichkeit
Die Unlust zum Small Talk
Die Schwierigkeit, ein Nichts und Niemand zu sein
Eigenartige Erlebnisse in der Meditation und …
… Unsicherheit durch Nicht Wissen
Wenn man meditiert, dann befindet man sich früher oder später wie in einem Meer. Nirgendwo kann man sich festhalten, alles bewegt sich, es gibt keine Balken für die Sicherheit. Vieles passiert mit uns, Energien erheben sich in uns und andere rühren sich nicht. Wir verstehen und wissen nicht, warum. Wenn wir unser eigenes System beobachten, dann hätten wir manchmal gerne, dass dies und jenes geschieht, wie Liebe, Freundlichkeit, Anmut etc., doch manchmal kommt genau etwas anderes, von dem wir dachten, wir hätten es längst hinter uns gelassen. Es ist ein energetisches Kommen und Gehen und wir wissen nie, warum nun dies oder jenes da ist. Es ist ein Mysterium in uns.
Aus diesem Nicht Wissen heraus müssen wir leben. Wir verstehen die Zusammenhänge nicht, wir haben keine Ahnung, warum unser System so ist, wie es ist. Warum es sich in dieser Weise verändert und warum nicht. Alles was wir tun können, ist, spontan zu handeln. Das gibt uns gelegentlich eine Unsicherheit, wir können nichts fassen, nichts festhalten, nichts begreifen. Wir schwimmen in diesem Meer des Nicht Wissens. Anfangs ist das ungewöhnlich und vielleicht sogar angstmachend. Doch mit der Zeit, wenn wir uns an dieses Gefühl gewöhnt haben, dass wir nichts wissen, dann ist es eine Befreiung. Wir können uns treiben lassen von den Strömungen, die geschehen und vertrauen darauf, dass alles gut so ist, wie es ist. …
Auszug aus “Ästhetisches Sterben mit Lachen und Meditation”
Aus einem Noseletter von FindYourNose.com
Krank und Glücklich?!
März 20, 2008
Sich zu feiern macht Spaß und ist toll, wenn alles gut läuft. Doch was, wenn der Körper krank ist, wenn Schmerzen nach Linderung rufen und einem wirklich nicht nach feiern zumute ist. Was dann? Feiern natürlich!
Nichts heilt mehr als sich selbst zu feiern
Selbst wenn du krank wirst und du im Bett liegen musst, kannst du dich selbst feiern. Du kannst diese Zeit im Bett in Momente von Schönheit und Freude verwandeln, in Entspannung und Ruhe, in meditative stille Momente. In eine Zeit für Musik und Gedichte.
Du musst nicht traurig sein, wenn du krank bist. Du solltest dich glücklich schätzen! Jeder andere sitzt im Büro, während du wie ein König im Bett liegst. Du kannst dich entspannen, jemand macht dir einen Tee, die Thermoskanne singt dir ein Lied, ein Freund hat sich angeboten zu kommen und dir auf der Flöte vorzuspielen. All das ist viel wichtiger als jede Medizin.
Wenn du krank bist, hole einen Doktor. Viel wichtiger ist es jedoch, die zu rufen, die dich lieben. Denn es gibt keine bessere Medizin als Liebe. Rufe die zu dir, die Schönheit erschaffen können, die Musik machen, oder dir Gedichte vorlesen. Nichts heilt mehr als eine feierliche Stimmung. Medizin ist die niedrigste Form von Behandlung.
Sei kreativ, mache das Beste aus dem Schlechtesten – das nenne ich Kunst.
Wenn ein Mensch sein ganzes Leben damit verbracht hat, jeden Moment und jede Phase in Schönheit, in Liebe und Freude zu verwandeln, dann wird auch der Tod zum letzten freudigen Höhepunkt.
Osho, Beyond Enlightenment
Schreib mal einen Liebesbrief
März 18, 2008
Wenn du ein paar gute Anregungen für einen Liebesbrief an die Geliebte oder den Geliebten brauchst, dann lies die Bibel: Salomos Hohelied.
Liebevolles aus der Bibel
Das Hohelied Salomos ist ein Lied von der Liebe, dem Leben, dem Lachen. Es hebt die Liebe in den Himmel. Es ist reine Poesie. Lies das Hohelied Salomos — es wird deinem inneren Feuer helfen. Es ist eines der großartigsten Dokumente in der Welt, eines der schönsten. Es singt das Lied der Erde. Es erfreut sich am Gewöhnlichen. Und in dem Moment, wo du dich am Gewöhnlichen erfreust, verwandelst du es.
Osho, I Am That #12
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Denken verwirrt?!
März 15, 2008
Meditation im Berufsalltag bedeutet, sich Phänomenen bewusst zu werden, die zunächst schwer einsichtig erscheinen. Was wäre zum Beispiel, wenn es das Denken selbst ist, das zu Fehleinschätzungen führt?
Klarheit durch Entspannung
Die vielen falschen Einschätzungen des menschlichen Denkens kommen daher, dass das Denken nur ein schmaler Spalt ist. Durch das kleine Guckloch des Verstandes versuchen wir die Wirklichkeit zu erkennen. Die Wirklichkeit ist jedoch unendlich groß!
Wenn wir unser Denken auf einen Teil davon richten, dann versäumen wir die anderen Teile. Immer wenn du auf etwas durch deinen Verstand schaust, dann siehst du nur einen Teil davon. Das Ganze ist groß und besteht aus vielen Teilen, die völlig anders sein mögen, als das, was du wahrnimmst. Manchmal mag ein Teil völlig gegensätzlich zu dem sein, was du siehst. Wenn dir dann diese gegensätzlichen Teile begegnen, dann verwirrt dich das.
Mein Vorschlag ist, anders auf die Wirklichkeit zu schauen. Entspanne dich und lasse dein Bewusstsein ausdehnen. Mache es weit und fokussiere nicht. Entspanne dich! Mit deiner Entspannung wird sich der Nebel legen und mit ihm der Nebel der Verwirrung. Das Problem ist das Denken und das kann nicht durch Denken gelöst werden. Deshalb ist Meditation so bedeutsam.
Osho, The Buddha Disease #31
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Sex als Chance für Wachheit
März 12, 2008
Sex ist eine höchst angenehme und anregende Weise, Wachheit zu erfahren. Doch das Fieber der Leidenschaft reißt manchmal jede Wachheit mit sich. Es ist besser, in entspannter, freundlicher Stimmung zu lieben.
Sei liebevoll im Sex
Wenn du dich in dankbarer Stimmung fühlst und sehr liebevoll bist, dann gehe in den Sex. Lasse dich nicht von der Leidenschaft überwältigen. Bemerke den Unterschied: Wenn du liebevoll bist, dann hat der Sex eine ganz andere Qualität.
Wenn du glücklich bist und in feierlicher Stimmung, und du möchtest deine Energie mit jemandem austauschen, den du liebst, dann ist Sex genau das Richtige. Verzichte auf Momente der Leidenschaft. Dann hat der Sex eine unglaubliche Wärme. Dann ist er ein Moment der Liebe und des Miteinander Teilens.
Ist dir das schon mal aufgefallen? Ganz oft lieben sich die Leute, nachdem sie sich gestritten haben. Das wird zur Gewohnheit. Zuerst streiten sie sich, sie werden total wütend aufeinander und dann schießt plötzlich die Leidenschaft in ihnen hoch. Wut nährt die Leidenschaft.
Natürlicher Sex ist warm und meditativ. Da gibt es nur wenig Fieber darin. Leidenschaft ist ein Zustand von Verrücktheit, von Besessenheit. Wärme ist ein Zustand von Liebe.
Wenn du liebevoll, warm und ganz aufmerksam lieben kannst, dann wird der Sex dich unterstützen, auch im Leben wach und zentriert zu sein.
Osho, The Path of Love #3
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Gesundheit durch Achtsamkeit
März 11, 2008
Man wird wacher durch Meditationstechniken. Wacher, bewusster, aufmerksamer, gesünder, achtsamer. Vieles verändert sich dadurch, der Alltag, der Umgang mit Menschen und sich selbst und seinen Ängsten und vieles andere mehr. Im Buddhismus gibt es Methoden, die nur auf die Erhöhung der Achtsamkeit zielen. Die bekannte Vipassana Meditation ist eine von ihnen, bei ihr beobachtet man den Atem, wie er ein- und ausfließt. Das Universitätsklinikum Freiburg hat bei ihren Patienten derartige Methoden zu Erhöhung von Achtsamkeit eingesetzt. Mit Erfolg. Erhöhte Achtsamkeit half bei der Stressreduktion, bei chronischen Schmerzen, Angsterkrankungen, Essstörungen, Suchterkrankungen und anderen Krankheitsbildern.
Aus einem Noseletter von FindYourNose.com
Wut ist interessant, lebendig, klasse!
März 10, 2008
Meditation im Alltag bedeutet, alles, was einem im Leben begegnet, als Weg zur Stille zu nutzen. So zum Beispiel Ärger. Setze dich mal mitten in der größten Wut hin und schaue sie dir genau an. “So, das ist also Ärger?!” Als Belohnung gibts eine große Portion Stille.
Wut als Weg zum stillen Zentrum
Du kennst nur zwei Arten mit Ärger umzugehen: ihn auf jemanden anderen zu werfen oder ihn zu unterdrücken. Die beste Art mit Wut umzugehen ist keine von beiden. Wenn du deinen Ärger ausdrückst, dann erschaffst du wiederum Ärger in deinem Gegenüber und dann kommt es zur Kettenreaktion … Aus Angst vor der Reaktion des Gegenübers ist die andere Strategie, Wut zu unterdrücken entstanden. Wut macht dich hässlich, und dann musst du für alles, was du um dich herum angerichtet hast, auch noch bezahlen. So unterdrückst du deinen Ärger lieber. Doch damit häufst du Gift in dir an, das irgendwann explodieren wird.
Der dritte Ansatz ist der, den alle Erleuchteten in der Welt vorschlagen: Wirf deinen Ärger nicht auf den anderen und unterdrücke ihn nicht, sondern beobachte ihn. Wenn Ärger hochkommt, setze dich still hin, lasse den Ärger in dir und um dich herum brodeln, lasse die wütende Wolke, die dich umgibt zu und sei ein stiller Beobachter. Schau sie dir genau an: So also sieht Wut in mir aus!
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Noch erholsamer als Schlafen — Meditieren!
März 9, 2008
Ein 40 minütiges Schläfchen am Nachmittag tankt alle Energieressourcen auf und die geistige Schärfe regeneriert sich. Das ist längst erwiesen. Die amerikanischen Forscher aus Lexington wollten wissen, ob Meditation den gleichen Effekt hat. Sie ließen Testpersonen auf einen Bildschirm schauen und auftauchende Bilder mit einem Knopf melden. Normalerweise benötigen die Leute eine Reaktionszeit von 200 bis 300 Millisekunden. Wem Schlaf entzogen wird, der braucht wesentlich länger und manchmal verpasst er das auftauchende Bild ganz und gar.Zehn Freiwillige ließen in der Studie ihre Reaktionsfähigkeit testen. Es wurde geprüft, wie sich diese nach einem 40 minütigen Schläfchen, nach einer Meditation, nach Lesen oder leichter Unterhaltung verändert. Von dem Schläfchen wusste man bereits, dass es die Ergebnisse verbessert. Was die Forscher jedoch erstaunte, waren die Auswirkung von Meditation. Meditation war die einzige Entspannungstechnik, die zu sofortiger Verbesserung der Reaktion führte. Und das, obwohl keiner der Testpersonen Erfahrung im Meditieren hatte. “Jede einzelne Person zeigte eine Verbesserung,” sagt O´Hara. Warum genau, so gesteht er, ist nicht zu erklären. Das Team untersucht nun erfahrene Meditierer, die mehrere Stunden täglich praktizieren.
Artikel aus New Scientist, “Meditation builds up the Brain”
Aus einem Noseletter von FindYourNose.com
Entspanntes Handeln
März 8, 2008
Wenn eine Katze schläft, dann schläft sie wachsam. Wie entspannt sie auch daliegt, ihr ganzer Körper nimmt aufmerksam wahr, was in der Umgebung geschieht. Sie entspannt sich und ist gleichzeitig wach. Beides im gleichen Moment. Uns Menschen fällt das schwer, besonders im stressigen Arbeitsleben.
Gelassen und total wachsam arbeiten
Entspannte Wachsamkeit - diese beiden Worte sehen widersprüchlich aus, und sie sind es normalerweise auch. Denn immer wenn du entspannt bist, verlierst du die Wachsamkeit. Und immer wenn du wach bist, verlierst du die Entspannung.Wenn du nur wachsam bist, dann wirst du dich früher oder später total erschöpft fühlen. Du kannst keine 24 Stunden wachsam sein, du wirst einen Urlaub brauchen. Den bekommst du dann durch Alkohol oder Drogen. Du tust alles, um aus dieser anstrengenden Wachsamkeit herauszukommen.
Die Arbeitswelt ist geprägt von hartem Wettbewerb und wenn du Erfolg haben willst, dann musst du sehr wach sein. Aber das ermüdet dich auch. Dann lastet alle Anspannung auf dem Kopf. Das macht dich neurotisch.
Wenn du entspannt bist ohne wach zu sein, dann wirst du lethargisch. Du wirst passiv und abgestumpft. Aus diesem Grunde blieben die Menschen im Osten arm, ohne wissenschaftlichen Fortschritt, ohne Technologie, nahe am Verhungern.
Jedoch ist beides zur gleichen Zeit möglich. Du kannst völlig und total entspannt und dabei gleichzeitig aufmerksam sein. Und nur dieser Zustand wird dich zu einem ganzen Menschen machen, einem heilen Menschen. Ansonsten wirst du unvollständig bleiben. Ein unvollständiger Mensch ist immer in der einen oder anderen Art unglücklich.
Osho, Take it Easy
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Visualisierung ist nutzlos
März 7, 2008
Oft tauchen bei mir Bilder in der Meditation auf und verstärken das, was gerade da ist. Kann die Visualisierung von Bildern in der Meditation hilfreich sein, oder ist sie sinnlos, weil alles nur Einbildung ist?
Visualisierung ist total nutzlos. Nicht der Hauch einer Bewegung sollte während der Meditation erlaubt werden. Die Stille soll absolut rein sein. Jede Visualisierung ist eine Störung, jeder Gedanke lenkt dich von deinem Wesen ab. Deshalb sage ich kategorisch: Alles ist nutzlos in der Meditation.
Jede deiner Visualisierungen kommt aus einer Welt, die du kennst. Du kannst nichts visualisieren, was du nicht kennst. Und du kennst dein eigenes Selbst nicht, du kennst den inneren Himmel nicht, also kannst du ihn auch nicht visualisieren. Wenn du ihn einmal gesehen hast, dann brauchst du ihn dir nicht mehr vorzustellen, dann ist er in deinen Händen. Dann bist du nicht länger arm, dann bist du zur reichsten Person in der Welt geworden – und das alles ohne irgendetwas zu haben.
Meditation ist die einzige Alchemie, die einen Bettler in einen Kaiser verwandeln kann.
Osho, Dogen the Zen Master: A Search and a Fulfillment #7
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Gibt es eine Technik fürs Sterben?
März 6, 2008
Wenn wir Sterben, ist dann beobachten alles, was wir in diesem wichtigen Moment tun können, oder gibt es noch eine besondere Meditationstechnik dafür?

Nur beobachten
Wahrnehmen ist das Einzige, doch ist es keine Technik, es ist deine Natur, deine ganze Natur. Du bist nichts anderes als Wahrnehmen. Beobachten ist das reine Bewusstsein.
Nicht nur die Angst vor dem Sterben macht dich unbewusst. Überhaupt bist du zu unbewusst. Ein Zehntel von dir ist bewusst, der große Rest unbewusst. Die Angst vor dem Tod nimmt dir dieses eine Zehntel an Bewusstheit. Doch Angst hat nur einen geringen Effekt, denn generell sitzt Unbewusstheit sehr tief.
In der Meditation, wenn du wahrnimmst, dann zerstreust du nach und nach die Unbewusstheit, ohne dir darüber im Klaren zu sein. Du wirst nach und nach bewusster. Die dünne Schicht wird dicker und dicker und es kommt der Moment, wo dein ganzes Wesen voll von Bewusstsein ist. Bewusstsein ist das Selbe wie Wahrnehmen.
Osho, Yakusan: Straight to the Point of Enlightenment #2
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Vom Zusammenbruch zum Durchbruch
März 5, 2008
Jedem, der gerne und viel arbeitet, ist es schon passiert: Eines Tages bricht alles zusammen, der Körper, das Denken und die mühsam aufrechterhaltenen Strukturen in der Arbeit. Ein gefürchteter Zustand, der - wenn man ihn nur zu nehmen wüsste - zu einem echten Neuanfang werden könnte.
Neuanfang im Herzen
Wenn du unter Ar