Wut ist interessant, lebendig, klasse!
März 10, 2008
Meditation im Alltag bedeutet, alles, was einem im Leben begegnet, als Weg zur Stille zu nutzen. So zum Beispiel Ärger. Setze dich mal mitten in der größten Wut hin und schaue sie dir genau an. “So, das ist also Ärger?!” Als Belohnung gibts eine große Portion Stille.
Wut als Weg zum stillen Zentrum
Du kennst nur zwei Arten mit Ärger umzugehen: ihn auf jemanden anderen zu werfen oder ihn zu unterdrücken. Die beste Art mit Wut umzugehen ist keine von beiden. Wenn du deinen Ärger ausdrückst, dann erschaffst du wiederum Ärger in deinem Gegenüber und dann kommt es zur Kettenreaktion … Aus Angst vor der Reaktion des Gegenübers ist die andere Strategie, Wut zu unterdrücken entstanden. Wut macht dich hässlich, und dann musst du für alles, was du um dich herum angerichtet hast, auch noch bezahlen. So unterdrückst du deinen Ärger lieber. Doch damit häufst du Gift in dir an, das irgendwann explodieren wird.
Der dritte Ansatz ist der, den alle Erleuchteten in der Welt vorschlagen: Wirf deinen Ärger nicht auf den anderen und unterdrücke ihn nicht, sondern beobachte ihn. Wenn Ärger hochkommt, setze dich still hin, lasse den Ärger in dir und um dich herum brodeln, lasse die wütende Wolke, die dich umgibt zu und sei ein stiller Beobachter. Schau sie dir genau an: So also sieht Wut in mir aus!
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