Nicht mehr Sklave sein
Juni 27, 2008
Im Berufsleben lassen wir uns manchmal wie Sklaven behandeln, nicht so sehr von den Anderen, vielmehr von uns selbst. Von unserem eigenen Denken, das scheinbar zwingend vorgibt, was noch alles erledigt werden muss, in noch schnellerer und effizienterer Art. Es gibt eine Möglichkeit, das Sklaventum zu verlassen – den ganzen Verkehrsstrom an Gedanken unbeteiligt vorbeifließen zu lassen.
Am Straßenrand stehen und zuschauen

Versuche ein kleines Experiment:
Lege deine Uhr vor dich hin und beobachte den Sekundenzeiger. Du wirst erstaunt feststellen, dass du schon nach 15 Sekunden das Beobachten vergessen haben wirst. Du findest dich in Gedanken über alles mögliche wieder. Nach ein paar Sekunden wachst du auf und sagst: „Oh Gott, das waren noch nicht einmal 15 Sekunden!“ Keine 60 Sekunden kannst du durchgehend wach beobachten. Der Druck und der ständige Strom der Gedanken sind zu mächtig.
Deshalb erschaffen Meister komische Hilfsmittel, damit du das Denken auf die Seite stellst, ohne ihm feindlich gesinnt zu sein. Beginne, still zu beobachten, ohne die Gedanken direkt anzugreifen. Das Denken wird dich auf eine Weltreise führen und dich versuchen zu überreden: „Was machst du hier? Was soll da schon innen drinnen sein? Draußen tobt das Leben und du sitzt hier und tust nichts?“
Das Denken wird dir viele Gründe geben, nicht zu meditieren und du musst es liebevoll und vorsichtig auf die Seite stellen. Erinnere dich daran, es muss liebevoll und vorsichtig sein. Erwecke den inneren Meister, denn sobald das Denken das Licht des Meisters in dir sieht, wird es ganz spontan in Harmonie mit ihm fallen. Dann gibt es keinen Kampf mehr…..
—->> Hier weiterlesen, wie man aus dem Sklaventum in der Arbeit herausrutschen kann
Osho, Isan: No Footprints in the Blue Sky #3