Zen ist gegen Anstrengung
Juli 30, 2008
Es gibt viele Wege zur Wahrheit. Die meisten Wege oder Religionen legen Wert auf Disziplin im Sinne von intensivst an sich zu arbeiten. Zen ist da ganz anders, da geht es darum, sich zutiefst zu feiern und zu entspannen …
Tiefe Entspannung
Zen ist gegen Anstrengung.
Zen ist Loslassen.
Alle Religionen in der Welt sind für Anstrengung.
Zen ist keine Anstrengung.
Anstrengung ist Anspannung,
Anstrengung ist Arbeit,
Anstrengung ist, etwas erreichen zu wollen.
Zen ist nicht etwas, das man erreichen kann.
Du bist es schon.
Entspanne dich einfach.
Entspanne so tief, dass du dich dir selbst enthüllst.
Osho, The Original Man #5
Achten, was anderen wertvoll ist
Juli 28, 2008
Es passiert mir manchmal, dass ich abwerte, was anderen Menschen wertvoll ist. Jemand erzählt vielleicht, wie er sich sein Glück durch gute Gedanken herbeizaubern wird und ich schnaube darüber. Eine deutliche Aussage von Osho dazu.
Selbst, wenn es Sumpf ist …
Wenn manche Leute denken, dass ihr Denken Gold sei, dann respektiere das, selbst wenn es der reine Sumpf ist.
Das sollte der Ansatz einer wirklich humanen Person sein. Wenn es ihr eigener Sumpf ist und sie denken, es ist Gold, warum sollten sie darüber beunruhigt werden? Es ist IHR Sumpf. Sie achten ihn und denken, es sei Gold. Lasse sie glücklich sein, was immer sie denken. Bringe sie nicht unnötig durcheinander. Und:
DU BIST NICHT IHR LEHRER!
Nur ein Master darf die Leute durcheinander bringen, sonst niemand. Warum? Weil wenn jemand sonst die Leute beunruhigt, wird er sie NUR in Unruhe versetzen und nicht dazu fähig sein, sie wieder zurückzusetzen. Es wird ihm nicht gelingen, die Harmonie wieder herzustellen.
Er wird zunächst beunruhigen und dann nicht fähig sein, etwas Anderes an dessen Stelle zu setzen. Er wird das alte Gebäude auseinander nehmen … Es mag eine alte Ruine gewesen sein, doch die Leute haben darin gelebt. Jetzt werden sie unter dem offenen Himmel leben müssen, mit dem Regen und unter der heißen Sonne. Zerstöre kein altes Gebäude, außer du kannst ein neues, besseres konstruieren.
Denke daran: Wenn du den Leuten keine Wahrheit geben kannst, nimm ihnen nicht ihre Lügen weg. Ansonsten werden sie in tiefem Schmerz zurückgelassen, ihr Leben wird unmöglich sein. Zumindest lebten sie – mit ihren Lügen. Sie hofften auf bessere Zeiten. Zerstöre nicht den Glauben der Leute, wenn du ihnen keine Wahrheit und Vertrauen geben kannst. Nur Meister, nur Buddhas dürfen aufrütteln, schockieren, zerstören, denn sie können auch wieder neu erschaffen.
Osho, The Perfect Master #9
Schutzschild Langeweile
Juli 26, 2008
Manche Leute sagen, sie seien gelangweilt — auch in der Arbeit. Hinter Langeweile versteckt sich oft Furcht – die Angst vor Veränderung. Meditation im Alltag bedeutet, sich ständig zu verändern und dazuzulernen – trotz Angst vor dem Unbekannten.
Trotz Angst – Neue Schritte wagen
Langeweile ist nicht das Problem, denn Langweile ist nur ein Nebenprodukt. Tief drinnen steckt das wirkliche Problem: Bist du bereit, das Neue zu erforschen? Bist du bereit, dich auf ein neues Abenteuer einzulassen? Abenteuer bedeutet Risiko. Man weiß nie, wie es ausgeht. Vielleicht wird dein Leben besser werden, vielleicht wird es schlechter als zuvor. Darüber gibt es keine Sicherheit.
Die einzige Sicherheit im Leben ist die Unsicherheit. Man kann sich nur über die Unsicherheit sicher sein, sonst über nichts. Das Neue macht die Menschen ängstlich. Sie halten sich an dem Alten fest. Deshalb sind die konventionellen Leute in der Welt wie eine tote Last. Wegen ihnen passiert keine Veränderung, denn sie bestehen darauf, die alten Mustern beizubehalten.
Diese Tendenz hat so gut wie jeder Mensch. Niemand möchte Veränderung. Du fürchtest dich vor Veränderung, denn damit kommen neue Verantwortlichkeiten, neue Herausforderungen auf dich zu. Und du fragst dich, ob du damit fertig werden wirst oder nicht. So ist es besser beim Alten zu bleiben, denn mit dem Alten bist zu effektiv. Beim Alten, da bist du der Herr im Haus. Mit dem Neuen, wer weiß das schon? Du magst alles bewältigen, doch vielleicht auch nicht.
Wenn du ein Sucher bist, dann wirst du ständig dazu lernen müssen. Das Leben ist Lernen. Das Lernen hört niemals auf. Selbst im Moment des Todes lernt der Sucher noch. Er lernt, was Tod ist. Ein Sucher ist immer für Veränderung bereit.
Osho, The Secret of Secrets Vol.2 #7
—> Der nächste Urlaub ist für mich – Meditationsferien Tipps
Feiere, wenn du krank bist
Juli 24, 2008
Sich zu feiern macht Spaß und ist toll, wenn alles gut läuft. Doch was, wenn der Körper krank ist, wenn Schmerzen nach Linderung rufen und einem wirklich nicht nach feiern zumute ist. Was dann? Feiern natürlich!
Jeden Moment feiern
Selbst wenn du krank wirst und du im Bett liegen musst, kannst du dich selbst feiern. Du kannst diese Zeit im Bett in Momente von Schönheit und Freude verwandeln, in Entspannung und Ruhe, in meditative stille Momente. In eine Zeit für Musik und Gedichte.
Du musst nicht traurig sein, wenn du krank bist. Du solltest dich glücklich schätzen! Jeder andere sitzt im Büro, während du wie ein König im Bett liegst. Du kannst dich entspannen, jemand macht dir einen Tee, die Thermoskanne singt dir ein Lied, ein Freund hat sich angeboten zu kommen und dir auf der Flöte vorzuspielen. All das ist viel wichtiger als jede Medizin.
Wenn du krank bist, hole einen Doktor. Viel wichtiger ist es jedoch, die zu rufen, die dich lieben. Denn es gibt keine bessere Medizin als Liebe. Rufe die zu dir, die Schönheit erschaffen können, die Musik machen, oder dir Gedichte vorlesen. Nichts heilt mehr als eine feierliche Stimmung. Medizin ist die niederste Form von Behandlung.
Sei kreativ, mache das Beste aus dem Schlechtesten – das nenne ich Kunst.
Wenn ein Mensch sein ganzes Leben damit verbracht hat, jeden Moment und jede Phase in Schönheit, in Liebe und Freude zu verwandeln, dann wird auch der Tod zum letzten freudigen Höhepunkt.
Osho, Beyond Enlightenment
Selbstverantwortlich sein
Juli 22, 2008
Wenn ich mich mies fühle, dann liegt das an meinem Kollegen, der (beliebiges einsetzen) getan hat, am Chef, an den wirtschaftlichen Umständen und der ganzen Situation in Deutschland … Wir lieben es, andere für unsere eigene Welt verantwortlich zu machen. Dabei verlieren wir das Wichtigste in unserem Leben — das Zentrum in uns selbst.
Die Anderen haben KEINE Schuld!
Jemand, dessen Verstand unreif ist, wirft die Verantwortung immer auf die Anderen. Er fühlt sich unglücklich und denkt, die Anderen würden ihm diese Hölle verursachen. Wenn du gereift bist, dann wird der Andere für dich zum Himmel. Der Andere ist genau das, was du bist. Er spiegelt dich wider.
Wenn ich Reife sage, dann meine ich damit eine innere Integrität. Diese Integrität kommt nur, wenn du aufhörst, andere für dich verantwortlich zu machen. Wenn du zu erkennen beginnst, dass du selbst dir dein Leid erschaffst. Du fühlst dich traurig und fragst dich, habe ich das wirklich selbst verursacht? Du bist verantwortlich dafür. Nicht die Gesellschaft ist es oder deine Eltern oder die ökonomische Lage … Wirf die Verantwortung nicht auf jemanden anders. DU bist verantwortlich.
Am Anfang sieht das wie eine Belastung aus, denn nun kannst du die Last der Verantwortung nicht mehr weitergeben. Unser Denken möchte sich beklagen. Das fühlt sich gut an, denn wenn wir nicht verantwortlich sind, dann meinen wir frei zu sein. Aber diese Freiheit ist teuer erkauft. Die Wahrheit ist, dass du dich durch das Wegschieben von Verantwortung mehr und mehr belastest, du merkst es nur nicht. Die Leute leben 70 Jahre lang und wissen nicht, was es heißt, wirklich zu leben. Sie lebten nicht aufrichtig, nicht reif, nicht zentriert. Sie lebten nur an der Peripherie.
Wenn du einmal erkennst „Ich bin für mein Sein selbst verantwortlich. Was immer auch geschehen ist, ich bin der Grund dafür, ich habe es mir so erschaffen“, dann verschiebt sich die Bewusstheit von der Peripherie zum Zentrum. Jetzt wirst du zum ersten Mal zum Zentrum deiner Welt. Jetzt kann vieles verändert werden, denn was immer du nicht magst, das kannst du sein lassen. Was immer du magst, kannst du unterstützen. Was du als wahr erkennst, dem kannst du folgen und was unwahr ist, dem brauchst du nicht mehr zu nach zu rennen. Jetzt bist du zentriert und in dir selbst verwurzelt.
Osho, The Empty Boat #7
Zen glaubt an nichts
Juli 20, 2008
Glaube an Gott, an dich selbst, an die Liebe, an das Gute im Menschen ..! Vieler Art Glauben wird uns eingeimpft, doch wissen wir wirklich, was wir glauben? Kennen wir das Gute in uns und in anderen? Zen ist einzigartig, Zen zweifelt jeden Glauben an. Im Zen wird nichts geglaubt, die Wahrheit wird erforscht.
Wahrheit muss erfahren werden
Zen ist die einzige revolutionäre Religion in der Welt. Alle anderen Religionen sind traditionell, orthodox, mit Aberglauben, oder auf Glaubenssätzen beruhend. Jede Religion, die auf Glauben beruht, ist unwirklich, denn Glauben bedeutet lediglich, die Zweifel zu unterdrücken.
Zen ist eine Ausnahme: Zen glaubt an nichts. Noch nicht einmal an Heilige Schriften. Noch nicht einmal an Buddhas Worte. Glauben als solches wird abgelehnt.
Die Wahrheit muss erfahren werden und nicht geglaubt. Wenn du erst einmal an sie glaubst, wirst du sie niemals erfahren können. Die Wahrheit muss gesucht werden. Es ist notwendig, dass du allen Theorien und Ideologien, die aus den Schriften und Lehren von anderen kommen, misstraust. Wenn du nicht an ihnen zweifelst, dann wirst du völlig verwirrt werden. Wenn du etwas glaubst, dann hörst du genau da auf – bei deinem Glauben. Dein Gott wird ein Glaube sein, nicht eine Wahrheit. Dein eigenes Wesen wird nur ein Glaube sein, nicht etwas, das du gelebt hast, etwas, das du getanzt hast, etwas, das du berührt hast. Alle Glaubenssätze führen dich von dir weg.
Um die Wahrheit herauszufinden, muss die Kunst erlernt werden, nicht zu glauben.
In dieser Weise nimmt Zen eine besondere Stellung ein. Atheisten glauben auch nicht, aber sie hören dort auf. Genauso, wie Menschen, die glauben. Der Unglaube der Atheisten ist nur ein negativer Glaubensssatz. Da ist kein Unterschied.
Wenn Zen von Hinterfragen und Zweifeln spricht, dann ist damit gemeint, die Herausforderung zu forschen anzunehmen. Sich nicht mit Glauben oder Nicht Glauben zufrieden zu geben, sondern von dort aus die Suche zu beginnen. Du hast alle Glaubenssätze und auch den Unglauben ausgelöscht und vernichtet … Dann zeigt sich von selbst dein reines Bewusstsein. Die Schönheit eines spontanen Erblühens ist die einzige Schönheit in der Welt.
Osho, Turning In #6
Du siehst, was du sehen willst
Juli 18, 2008
Meditation im Alltag bedeutet auch, sich der Mechanismen von Emotionen bewusst zu werden. Beim Lieben zum Beispiel. Wenn du glaubst, es ist der andere, der dich verzückt, dann irrst du.
Über den verliebten Magier
Du verliebst dich in jemanden und wenn dich jemand fragt, „Warum?“, dann antwortest du: „Weil die Person so schön ist. Sie hat ein feines Gesicht …“ In Wirklichkeit ist es genau anders herum. Nicht etwa wegen einer schönen Person hast du dich verliebt. Die gleiche Person kann am nächsten Tag hässlich aussehen. Sie bleibt die selbe, mit dem selben Gesicht, aber alles hat sich verändert. Das passiert so oft und doch ist dir der wahre Mechanismus nicht bewusst. Du suchst jemanden, auf den du deine Sehnsüchte übertragen kannst und dann glaubst du daran. Du sagst zum Beispiel: „Ich kann ohne dich nicht leben!“ Und bald kommt der Moment, in dem du MIT ihr oder ihm nicht leben kannst. Warum ist das so? Weil du die Dinge in der falschen Reihenfolge siehst.
Du verliebst dich. Das bedeutet in Wirklichkeit, du beginnst deine Wünsche auf jemanden anders zu übertragen. Du projizierst. Liebe ist hypnotisch. Liebe ist ein sehr feiner Zustand, in dem alles auf den anderen übertragen werden kann – alles! Der oder die Geliebte ist also nicht wirklich im Außen, er oder sie sitzt innen. Die geliebte Person ist lediglich eine Projektionsfläche, eine Leinwand. Du hast viel auf sie übertragen, viel in sie hineingesteckt. In dem Moment, wo du nichts mehr auf sie legst, wird die Person ganz gewöhnlich. Dann gibt es keinen Schein mehr um sie herum. Alles ist weg. Die Person ist einfach nur noch gewöhnlich, sogar weniger als gewöhnlich, denn jetzt ist sie ohne Glanz.
Es ist dein eigenes Denken, das dich glücklich oder leidend macht — es hängt von dir ab. Wenn du dieses Geheimnis einmal kennst, dann kannst du alles in Gold verwandeln. Wenn du einmal beginnst, Leiden in Glück zu verwandeln, dann gibt es keinen Zustand mehr, der besser als der andere ist. Du kannst alles verwandeln und dann weißt du aus Erfahrung, dass so, wie du den anderen siehst, nur eine Übertragung von dir selbst ist. Dein Denken verursacht den ganzen Trick.
Aber man muss viel tun, um sich dieser Tatsache bewusst zu werden. Man muss den Mechanismus in der Tiefe verstehen und tief eintauchen in das Phänomen des Wünschens und Verlangens, des Vermeidens, des sich Sehnens und des Flüchtens … Man muss tief in seine Sehnsüchte hinein sehen. Und damit ist keine intellektuelle Auseinandersetzung gemeint, sondern die fast wissenschaftliche Erforschung des Denkens. Zuerst projizierst du und dann fühlst du dich schlecht oder glücklich und bist dir dabei nie bewusst, dass du selbst der Schöpfer deiner Stimmungen bist. Jeder ist ein Magier. Und jeder trickst sich selbst aus. Dann werden diese Tricks zur Gewohnheit, sie werden mechanisch. Du kannst sie bis in die Unendlichkeit wiederholen.
Osho, That Art Thou, #8
Leidvolles, schwieriges Sterben?
Juli 16, 2008
Ohne Zweifel, es ist nicht leicht, zu sterben. Doch Sterben ist nicht nur Leiden, es birgt die Gelegenheit, zu erkennen, wer wir wirklich sind. Manchmal haben wir im Leben die Angewohnheit übernommen, Leiden in den Vordergrund der Aufmerksamkeit zu stellen – und verpassen dabei das Wesentliche (auch im Leben)…
Nimm’ dich nicht so wichtig!
Die Schülerin eines Zen-Meisters lag im Sterben und wollte unbedingt, dass Ihr Freund den Meister anrief und ihm über ihr leidvolles, schwieriges Sterben berichtete.
Der Freund rief den Meister an und sagte ihm alles, was sie ihm aufgetragen hatte. Der Meister hörte sich alles an. Dann fragte der Freund, was er ihr als letzte Botschaft von ihm sagen sollte. Der Meister antwortete und legte auf. Der Freund ging zurück an ihr Sterbebett. Sie fragte ihn, was der Meister gesagt hatte. „Ja, also, äh… Ich weiß nicht, ob ich ihn richtig verstanden habe…“ Er sammelte seinen ganzen Mut zusammen und sagte:
„Also gut, wenn du es wirklich wissen willst… Seine Botschaft ist:
„Nimm dich nicht so wichtig!“
Sie brach in schallendes Gelächter aus und lachte und lachte…
Später konnte sie entspannt sterben.
Der Schlag vom Meister kam im richtigen Moment.
Buddhas rebellischer Ansatz
Juli 14, 2008
Wir kennen unseren Körper, unser Denken und unser Herz, vielleicht auch noch unser Selbst … Buddha geht über alles hinaus, zum Nicht-Selbst …
Über die menschlichen Kreise hinausgehen
Die Persönlichkeit des Menschen ist in konzentrische Kreise aufgeteilt. Der erste Kreis ist der Körper. Innerhalb davon, der zweite Kreis – das Denken. Darin liegt ein weiterer Kreis, das Herz. Und innerhalb des dritten Kreises liegt das Selbst. Buddha geht darüber hinaus.
Atheisten glauben nur an den ersten Kreis. Sie verneinen die anderen Kreise als reine Vorstellung. Das Denken ist ihrer Meinung nach auch nur eine Funktion des Körpers. Die Theisten glauben an alle vier Kreise: den Körper, das Denken, das Herz und das Selbst. Sie bestehen darauf, dass die ersten drei Kreise unbedeutend und illusorisch sind, dass sie nicht deine wahre Realität ausmachen. Deine echte Wirklichkeit ist ihrer Meinung nach nur das vierte Zentrum.
Buddha geht völlig neue Wege. Er geht über den vierten Kreis hinaus, er geht über das Selbst hinaus zum Nicht-Selbst, „Anatta“. Das ist deine wahre Existenz. Wenn du nicht bist, dann bist du. Natürlich nicht in der gleichen Form, wie du dich selbst kennen gelernt hast. Du bist über den ganzen Kosmos verteilt.
Das ist etwas Einzigartiges, für das Buddha 42 Jahre lang gekämpft hat, denn jede Religion hält beim Selbst an, dem „Atma“. Buddha steht alleine, wenn er sagt, dass du nur ins Universelle, in den Kosmos eintreten kannst, wenn du über das Selbst hinaus gehst. Sonst kannst du nicht zum Regen werden, nicht zum Bambus und nicht zu Wolken und Wind …
Warum solltest du dich nur in dieser kleinen Hülle aufhalten? Warum nicht zum Ganzen werden? Nach Buddha bedeutet ganz zu sein, heilig zu sein.
Osho, The Emptiness of the Heart #4









