Frei sein – Begrenzungen auflösen
Januar 30, 2009
Wir halten daran fest, das Leben zu kontrollieren, es sicher zu machen und überschaubar, ohne zu verstehen, dass wir damit das Gegenteil erschaffen: Angst, Sorge, Druck – das bringen sichere Grenzen mit sich. Die folgende Meditationstechnik löst alle Begrenzungen auf.
Breite Dich in alle Richtungen aus
Fühle, wie du dich in alle Richtungen ausbreitest,
weit entfernt, nah.
“Erinnere dich an ein grundsätzliches Gesetz; Leben bedeutet Unsicherheit. Nur wenn du bereit bist, in Unsicherheit zu leben, wirst du lebendig sein. Unsicherheit bedeutet Freiheit. Wenn du bereit bist, dich unsicher zu fühlen und ständig unsicher zu sein, dann wirst du frei sein.”
Osho, Auszug aus dem Buch der Geheimnisse
Anleitung zur Meditation
Erste Phase: Löse Begrenzungen auf
Fühle, dass das Leben unsicher ist. Sitze mit geschlossenen Augen. Fühle, wie sich deine Mauern und Begrenzungen, die du um dich geschaffen hast, auflösen. Erlaube dir zu fühlen, dass das Leben unsicher und unbekannt ist, dass es sich ständig verändert und unvorhersagbar ist. Dass der Tod zu uns allen kommen wird.
Zweite Phase: Ausdehnung des Herzens
Wenn du diese Unsicherheit tief in dir wahrnehmen kannst, dann stehe auf und erlaube ein Gefühl von Ausdehnung hochkommen. Die Augen sind geschlossen. Du kannst die Arme sanft bewegen. Beginne die Ausdehnung im Herzen und durchdringe alle Richtungen. Bis ins Universum.
Wenn du Musik möchtest, lege sanfte Musik auf. Georg Deuters Musik eignet sich gut, oder auch jede andere, die dein Herz berührt.
Dritte Phase: Durchdringe dich selbst
Nach der Übung sitze oder liege still, entspanne in dich selbst. Durchdringe dich selbst. Nah.
Du kannst diese Übung vor dem Schlafen gehen machen, aber auch zu jeder anderer Zeit. Wenn du sie ein paar Mal gemacht hast, kannst du dich jederzeit an diesen Zustand unbegrenzter Freiheit erinnern.
Musikempfehlung:
Sea & Silence
Selbst geschaffene Zwänge
„Tantra und Yoga sind sich beide darüber einig, dass deine Engstirnigkeit das Problem ist. Du hast dich selbst so eng gemacht, so richtig eng, dass du dich immer eingeengt fühlst. Die Unfreiheit kommt nicht von irgend woanders her: Die Gebundenheit kommt von deinem engen Verstand. Und er wird immer enger und enger, du fühlst dich sehr unter Zwang. Dieser Druck gibt dir das Gefühl von Einengung. Du hast eine unendliche Seele und ein unendliches Sein, doch das unendliche Sein fühlt sich eingesperrt. Was immer du tust, du wirst überall auf Einschränkungen stoßen. Wo immer du dich hinbewegst, du wirst in einer Sackgasse landen. Du kannst nicht über sie hinausgehen. Dort gibt es nur Beschränkung. Dort gibt es keinen offenen Himmel zum Fliegen. Aber diese einengenden Zwänge sind von dir selbst erschaffen — du hast sie dir selbst geschaffen aus ganz bestimmten Gründen heraus: um sicher und gefahrlos zu leben.
Wenn du Freiheit möchtest, wirst du Sicherheit und Absicherungen verlieren müssen — sowieso ist Sicherheit nur eine Illusion, es gibt sie nicht wirklich. Der Tod wird eintreten — was immer du auch tust, sterben wirst du auf jeden Fall. All deine Sicherheiten und Absicherungen sind nur Fassade, nichts wird helfen.“
Die Qualität des Lebens: Unsicherheit
„Wann immer du etwas sicher machst, verschwindet das Leben. Bleibe in Unsicherheit, das ist die wesentliche Qualität des Lebens selbst. Nichts kann dagegen getan werden. Und es ist wunderschön so!
Wenn es keine Mauern mehr um dich herum gibt, wird es einfach für dich sein, alles zu durchdringen. Dann gibt es keinen Punkt mehr, wo du endest. Du beginnst einfach im Herzen und endest nirgendwo. Du hast ein Zentrum im Herzen aber keine Umgebung. Die Umgebung dehnt sich aus — weiter und weiter. Der ganze Raum ist von ihr umgeben. Die Sterne bewegen sich mit ihr. Welten werden geboren und lösen sich auf. Planeten entstehen und vergehen. Der ganze Kosmos wird zu deiner Umgebung. Wo wird dein Ego in dieser Weite bleiben?“
Osho, Auszug aus dem „Buch der Geheimnisse“
Über das Buch der Geheimnisse
Das tantrische Buch der Geheimnisse (Book of Secrets), auch Vigyan Bhairav Tantra genannt, beinhaltet hinduistische Weisheiten, die über Jahrhunderte überliefert wurden. Osho hat sie für den modernen Menschen übersetzt. Die tiefgehenden Techniken aus dem Buch der Geheimnisse erlauben es, auf einfache Weise Meditation in den Alltag zu bringen.
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Zen Meister Basui beendet jedes Leid
Januar 28, 2009
Normalerweise sind wir uns darüber nicht bewusst, doch leiden wir an einem großen Schmerz: Nicht zu wissen, wer wir sind. Alles was wir tun, unsere Wünsche und das Sehnen nach Glück und Liebe kommen aus der Suche nach sich selbst. Um sich zu finden, muss man nicht um die Welt gehen. Augen zu und ich bin da.
Sehnen nach sich selbst
Du musst nicht die ganze Welt aufsuchen. Es ist genug, sich ein kleines bisschen umzudrehen und alles, wonach du dich immer zutiefst gesehnt hast, wird sich plötzlich deinem Selbst eröffnen. Du hast nach dir gesucht und das war dein ganzes Leiden, denn du konntest dich nicht finden.
Du hast dich nicht im Wohlstand gefunden und auch nicht in der Macht über Andere. Du konntest deine so genannte Liebe nicht finden. Du hast überall gesucht, du bist Tausende von Wegen gegangen in Tausenden von Leben, aber du hast dich nie erreicht. Das ist der grundlegende Schmerz: Nicht zu wissen, wer man ist. Sich nicht über die eigene Ewigkeit bewusst zu sein, das ist das einzige Leid. Alle anderen Leiden sind nur kleine Ausläufer davon.
Zen Meister Basui sagt, dass es einen direkten Weg zu sich gibt. Dieser ist die Augen zu schließen und sich nach Innen zu wenden. Vergiss die Welt. Betrachte sie wie einen Traum. Das soll nicht heißen, dass sie wirklich ein Traum ist, die Methode ist nur ein Mittel, seine ganze Lebensenergie nach Innen zu richten.
Vergiss die ganze Welt, so, als ob sie ein Traum ist, als ob sie nicht bestehen würde. Nur du bist. Dann beginnt die ganze Energie in dein Zentrum zu fließen.
Osho, The Original Man #7
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De-Automatisierung alltäglicher Handlungen
Januar 27, 2009
Die meiste Zeit des Alltags handeln wir wie ein Roboter – ganz mechanisch. Das Unterbewusstsein hat die Steuerung übernommen: beim Autofahren, beim Essen, Kochen, Gehen…. Meditation bedeutet, bewusst zu bleiben, auch wenn die Dinge ‘automatisch’ getan werden können.
Langsam, langsam!
Bringe ein wenig Bewusstheit in dein Leben. Jede Handlung sollte weniger automatisch als bisher ausgeführt werden. Du hast den Schlüssel für Bewusstheit in dir. Wenn du gehst, dann gehe nicht wie ein Roboter. Gehe nicht so, wie du schon immer gegangen bist, gehe nicht automatisch. Gehe ein wenig langsamer und sei aufmerksam, wenn du gehst. Lasse jeden Schritt mit voller Bewusstheit geschehen.
Versuche in kleinen Handlungen bewusst zu sein. Es brauchen keine großen Dinge zu sein: essen, sich waschen, schwimmen, gehen, sprechen, zuhören, kochen, die Wäsche erledigen… De-automatisiere jeden Vorgang. Erinnere dich an das Wort ‚De-Automatisieren’, es birgt das ganze Geheimnis, wie du bewusst werden kannst.
Wach, wie beim ersten Mal…
Das Denken ist ein Roboter, der auf seine eigene Weise nützlich ist. Er funktioniert so: Zum Beispiel lernst du etwas Neues. Am Anfang bist du total aufmerksam und bewusst. Nehmen wir einmal an, du lernst schwimmen. Dann bist du ganz wach und aufmerksam, denn es geht um dein Leben. Oder, wenn du deinen Führerschein machst, dann bist du hellwach. Du musst ganz gehörig aufpassen. Du musst dich um viele Dinge kümmern, das Steuer, die Straße, die Leute, die die Straße überqueren, das Gaspedal, die Bremse, die Kupplung… Du musst dir über alles zur gleichen Zeit bewusst sein. Es gibt da so viele Dinge, an die du denken musst. Deshalb wirst du nervös, denn es ist gefährlich, einen Fehler zu begehen. Weil es so gefährlich ist, deshalb musst du so aufmerksam sein. In dem Moment, in dem du das Autofahren gelernt hast, wird die Bewusstheit nicht mehr gebraucht. Dann übernimmt der roboterähnliche Teil deines Verstandes die Steuerung.
Können macht unbewusst
Diesen Vorgang nennen wir Lernen. Wenn man etwas gelernt hat, dann wird es vom Bewusstsein in den Roboter-Zustand überführt. Wenn etwas einmal gelernt wurde, dann ist es nicht mehr Teil von wachsamer Aufmerksamkeit. Dann wird es ins Unterbewusstsein gestellt. Jetzt steuert das Unterbewusstsein und das Bewusstsein ist frei, etwas Neues dazu zu lernen.
Es ist sehr wichtig, diesen Mechanismus zu verstehen. Erinnere dich daran, auch bewusst zu sein, wenn du etwas gelernt hast.
Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #14
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Beobachten stärkt das Ego
Januar 24, 2009
Überall kann man lesen, dass Meditation bedeutet, zu beobachten. Die Instanz, die beobachtet, ist jedoch oft nur eine neue Schicht des Egos oder Ichgefühls. Bewusstheit ist eine subtile Sache, die noch dazu nicht geübt oder ‘herbeimeditiert’ werden kann. Was bedeutet dann meditieren?
Bewusstsein bedeutet Verschmelzen
„Du kannst waches Wahrnehmen oder Bewusstsein nicht üben. Wenn du übst, aufmerksam wahrzunehmen, dann wirst du nur zu einem Beobachter. Zu beobachten ist nicht das gleiche, wie bewusst zu sein.
Was kannst du dann tun? Verschmelzen und sich total hingeben. Wenn du eine Rose ansiehst, dann vergiss völlig, dass du auf ein Objekt siehst und du das Subjekt bist, das sieht. Lasse die Schönheit dieses Moments, den Segen dieses Moments euch beide überwältigen, so dass du und die Rose nicht mehr getrennt voneinander seid. Ihr werdet zu einem gemeinsamen Rhythmus, zu einem Lied, zu einer einzigen Entzückung.
Verschmelzen so oft wie möglich erleben
Lieben, Musik zu hören, einem Sonnenuntergang zusehen…. lasse solche Situationen immer häufiger geschehen. Je öfter Verschmelzung passiert, desto besser. Bewusstsein ist keine Kunst, die man lernen kann, sondern mehr ein Kniff, den du herausfinden musst. Wenn du ihn einmal gefunden hast, dann kann alles Bewusstheit anregen, jeder Moment und ganz egal wo du gerade bist.
Wenn bewusstes Wahrnehmen geschieht, dann gibt es da niemanden, der wahrnimmt und nichts, was wahrzunehmen ist. Die Bewusstheit ist ein klarer Spiegel, der nichts widerspiegelt. Sogar Bewusstsein ‘Spiegel’ zu nennen, stimmt nicht. Es wäre besser, ‚spiegeln’ zu sagen. Bewusstsein ist eher ein dynamischer Prozess von verschmelzen und sich vereinigen. Es ist kein statisches Phänomen, sondern ein Fluss. Die Rose erreicht dich und du erreichst die Rose. Bewusstsein ist, sein Wesen zu teilen.
Der Beobachter verstärkt dein Ichgefühl
Vergiss die Vorstellung, dass Bewusstheit der Beobachter ist. Der Beobachter kann geübt werden, Bewusstheit geschieht. Der Beobachter ist eine Art Konzentration und der Beobachter hält dich abgetrennt. Der Beobachter wird dein Ichgefühl, dein Ego, stärken und vergrößern. Je mehr du zum Beobachter wirst, umso mehr wirst du dich wie eine Insel fühlen – abgetrennt, unnahbar, auf Distanz bedacht.
Über Jahrhunderte hinweg haben die Mönche in der ganzen Welt den Beobachter geübt. Sie mögen es Bewusstheit genannt haben, doch es ist keine Bewusstheit. Bewusstheit ist von ganz anderer Qualität.“
Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #23
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Die verwandten Artikel scheinen oberflächlich gesehen mit obigem Text in Konflikt zu stehen. Die folgenden Texte zeigen jedoch ebenso mit dem Finger auf das Unerklärliche…
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Der Zen-Meister und das Erdbeben
Januar 22, 2009
Gleichgültig, wie ausweglos eine Situation auch aussehen mag, der meditierende Mensch hat immer eine Zuflucht. So auch der Zen-Meister in der folgenden Geschichte. Während eines Erdbebens rennt er ebenso wie die anderen – zum immer bestehenden Zentrum der Stille.
„Ich flüchte auch – nach innen!“
Einmal wurde ein Zen Meister zu einem Treffen eingeladen. Ein paar Freunde saßen miteinander und aßen gemeinsam, als plötzlich ein Erdebeben geschah. Das Haus, in dem sie saßen, war sieben Stockwerke hoch und sie befanden sich im obersten Stock. Ihr Leben war in Gefahr. Jeder versuchte, zu fliehen. Während der Gastgeber entfloh, warf er noch einen schnellen Blick auf den Zen Meister. Der saß, ohne der geringsten Ängstlichkeit im Gesicht mit geschlossenen Augen auf seinem Stuhl, ganz genauso, wie er vorher dort gesessen hatte.
Der Gastgeber fühlte sich ein wenig schuldig und wie ein Feigling, denn es sah komisch für ihn aus, dass der Gast da blieb und der Gastgeber wegrannte. Die anderen zwanzig Gäste waren alle die Treppen hinunter gelaufen. Obwohl er vor Angst zitterte, hielt er an und setzte sich neben den Meister.
So, als ob nichts geschehen wäre…
Das Erdbeben kam und verschwand wieder. Der Meister öffnete die Augen und begann in seiner Unterhaltung fortzufahren, die er wegen des Erdbebens unterbrechen hatten müssen. Er fuhr genau mit dem gleichen Satz fort, so, als ob es das Erdbeben überhaupt nicht gegeben hätte.
Der Gastgeber war wirklich nicht in der Stimmung, ihm zuzuhören, denn sein ganzes Wesen war tief erschüttert und voller Angst. Obwohl das Erdbeben jetzt vorüber war, hatte er immer noch Angst. Er bat den Meister, mit dem Sprechen aufzuhören. „Ich kann dir nicht zuhören, ich bin nicht ich selbst. Das Erdbeben hat mich zu sehr erschüttert. Aber ich habe eine Frage an dich: Alle anderen Gäste sind geflüchtet, doch du bist, so ungestört und so gelassen hier gesessen, dass ich mir wie ein Feigling vorkam. Wir alle versuchten, dem Beben zu entkommen. Was war mit dir?“
Der Meister sagte: „Ich flüchtete auch, doch ihr seid nach außen gerannt, ich bin nach innen geflüchtet. Eure Flucht macht keinen Sinn, denn wo auch immer ihr hingeht, da ist das Erdbeben. Ihr mögt den 6. Stock erreichen oder den 5. oder den 4… Doch überall bebt die Erde. Ich bin dorthin geflüchtet, wo das Erdbeben niemals hinkommt, ja niemals hinkommen kann. Ich rannte in mein inneres Zentrum.
Halte dich an Stille fest
Das ist, worauf Laotse hinweist, wenn er sagt: „Halte dich am Urgrund der Stille fest.“ Wenn du passiv bist, dann wirst du dir nach und nach deines Zentrums bewusst werden. Du hast es schon immer mit dir getragen, es war immer da, du weißt es bloß nicht, du lenkst keine Aufmerksamkeit darauf. Wenn dir die Stille einmal bewusst wird, dann verändert sich dein ganzes Leben. Dann kannst du in der Welt sein und dabei immer in Kontakt mit deinem Zentrum bleiben. Du kannst dich in einem Erdbeben bewegen und völlig gelassen dabei sein, denn in deinem Zentrum bleibst du unberührt.
Osho, Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1
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Einfach leben, einfach sterben
Januar 20, 2009

Bewegungsloser Dunstschleier
Mond, Frühling, Schlaf.
„Kyorai beschreibt das Leben: „Bewegungsloser Dunstschleier. Mond, Frühling, Schlaf“ – das Leben ist einfach, ohne Komplikationen.
Jemand, der meditiert, lebt sein Leben in Einfachheit: der Mond, der Frühling, der Schlaf – und der Mensch ist vollkommen erfüllt. Ein kleiner bewegungsloser Dunstschleier und dann geht der Mond auf und der Frühling kommt – es gibt Blüten – und dann kommt der Schlaf.
Wenn du das Leben in so einer einfachen Art erfahren kannst, mit ein bisschen Tanzen, mit ein wenig Lieben, mit ein bisschen Spielen, mit ein wenig Lachen und ein wenig Musik, und dann kommt der ewige Schlaf… Dann wird das Leben zu einem einfachen Spiel. Bald wird es vorbei sein.
Das Leben wird einfach, wenn wir akzeptieren können, dass das Drama aufhören wird. Wir sind nur die Spieler eines Spiels, das nicht ewig andauern wird. Wir müssen den Platz für andere Spieler freimachen. Durch diese Akzeptanz wird das Leben sehr einfach, ohne Komplexität und ohne Wettstreit mit anderen Menschen. Man lebt still und friedlich und bereitet sich auf den ewigen Frieden vor, die ewige Stille, den ewigen Schlaf.“
Osho, Auszug aus The Zen Manifesto: Freedom from Oneself #6
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Gute Leute müssen sich ausdrücken
Januar 18, 2009
Es ist an der Zeit, dass meditative Leute, die ihr Leben verändert haben, aufstehen und ihre Erfahrungen weitergeben. Nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch ihre Präsenz. Menschen mit Meditation und Verständnis beweisen den neuen Morgen der Menschheit
Die Welt steht vor einem neuen Morgen
Die fortschrittlichsten Nationen in der Welt, diejenigen, die am mächtigsten, am weitesten wissenschaftlich und technologisch entwickelt sind, werden durch die dunkelste Zeit in der ganzen menschlichen Geschichte gehen. Diese Tendenz des Unterbewusstseins kann nur verhindert werden, wenn diejenigen, für die das Leben zu Meditation geworden ist und deren Leben Liebe und Mitgefühl ausstrahlt, wenn diese Menschen beginnen, andere schlafende Menschen wach zu rütteln. „Los, es ist Zeit. Mache dich bereit. Wenn die Nacht dunkler wird, dann kommt die Morgenröte näher. Wenn du aber weiter schläfst, dann ist es egal, ob der Morgen kommt oder nicht, deine Nacht wird einfach weiter bestehen bleiben.“
Ein neues goldenes Zeitalter ist möglich. Ein neuer Morgen für die gesamte Menschlichkeit, eine neue Unschuld… ein Zeitalter von Wahrheit ist möglich. Doch die positiven Menschen müssen einen deutlichen Schritt machen und sich ausdrücken. Das ist in der ganzen Menschheits-Geschichte nicht geschehen. Bisher genossen meditative Menschen einfach ihre Erfahrung und dachten, damit sei ihre Arbeit beendet.
Wenn du etwas mitzuteilen hast, dann behalte es nicht für dich. Teile es mit. Die ganze Menschheit braucht es so sehr, wie noch nie zuvor. Sie braucht Menschen, die eine neue Hoffnung für einen neuen Morgen erschaffen können.
Die Leute in der Welt brauchen einige ausdrucksfähige, positive und durchsetzungsfähige Menschen. Nicht nur deine Worte werden hilfreich sein, sondern deine ganze Präsenz. Denn deine Worte könne nur durch deine Präsenz, deine Handlungen, deine Antworten Bedeutung bekommen. Es gibt keinen anderen Beweis. Wenn die Menschen sehen, dass du wirklich im Frieden lebst und dein Leben ein Lied der Stille ist, das sich in jeder Aktion zeigt, dann ist es möglich, die ganze negative und kranke Psychologie der Menschen zu verändern.
Osho, Auszug aus The New Dawn #14
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Wie ein Fisch im Wasser
Januar 16, 2009
Wir leben wie die Fische im Wasser, die sich nicht über das Element bewusst sind, das sie trägt. Wir leben in Göttlichkeit, in Bewusstsein, ohne auch nur irgendetwas davon zu ahnen. Meditation hilft, wahrzunehmen und zu sehen.
In diesem Moment schwimmst du in Bewusstsein
Eine alte Geschichte:
Ein junger, sehr philosophisch angehauchter Fisch fragte einen anderen Fisch: „Ich habe soviel vom Meer gehört, wo ist das eigentlich? Ich möchte dem Meer begegnen.“ Alle Fische, die er fragte, zuckten mit den Schultern und antworteten das gleiche: “Wir haben auch schon vom Meer gehört, doch haben keine Ahnung, wo es ist.“
Ein alter Fisch zog den jungen auf seine Seite: „Es gibt kein anderes Meer als das, in dem wir sind. Wir sind im Meer. Wir werden darin geboren, wir leben darin, wir sterben darin. Das hier ist das Meer.“
Genauso geht es uns. Wir sind in Göttlichkeit geboren, wir leben in Göttlichkeit, wir sterben in Göttlichkeit. Bedenke nur eines: Du kannst durch diese unglaubliche Erfahrung des Lebens schlafend oder völlig wach hindurchgehen.
Meditation ist der Weg, dich bewusst und wach zu machen. Wenn du einmal vollkommen bewusst bist, dann ist jeder Boden das Meer von Göttlichkeit. Dieses kleine Leben, genau dieses Bewusstsein ist göttlich. Es drückt sich in allen Formen aus – in den Rosen und Lilien, in den Vögeln und den Bäumen. Wo auch immer das Leben ist, es ist nichts anderes als Göttlichkeit. Wir leben in einem Meer von Göttlichkeit. Suche also nicht irgendwo danach. Schaue einfach nach innen, denn dort ist der nächste Punkt, den du finden kannst.
Osho, Auszug aus Rinzai: Master of the Irrational, # 8
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Angestaute, sexuelle Energie entladen
Januar 14, 2009
Um Meditation zu erfahren und die gewohnten Muster loszulassen, braucht es normalerweise sehr viel Kraft und Lebensenergie. Wenn die sexuelle Energie unterdrückt wird, ist Meditation nahezu unmöglich. Im Folgenden eine einfache Methode, zu einem sexuellen Gleichgewicht zu gelangen.
Den Körper genussvoll schütteln
Wenn die sexuelle Energie nicht so fließt, wie sie sollte, dann bringt das im Leben viele Probleme mit sich. Wenn die sexuelle Energie dagegen fließt und alles im Körper summt und brummt, dann bleibt alles im Einklang. Dann bist du einfach in Harmonie und es entsteht ein natürliches Gleichgewicht. Wenn die sexuelle Energie irgendwo stecken bleibt, dann gibt es im ganzen Körper Rückwirkungen.
Zuerst wird es sich auf den Kopf auswirken, weil Sex und der Kopf zwei gegensätzliche Pole sind. Deshalb verlieren Menschen, die zu stark im Kopf sind, ihre Fähigkeit einen Orgasmus zu erlangen. Sie vergessen ihre sexuellen Energien, die entweder vernachlässigt oder unterdrückt werden. Sexuell unterdrückte Menschen bleiben im Kopf, ihre ganze Freude sitzt dort. Wenn der Kopf zu einer Art Diktator wird, dann leidet der ganze Körper darunter,.
Anleitung zum orgastischen Schütteln
Jeden Morgen, gleich nach dem Aufwachen, stelle dich in die Mitte des Raumes und beginne deinen ganzen Körper zu schütteln. Sei wie ein Mixbecher, ein Shaker – schüttle den ganzen Körper, von der Zehe bis zum Kopf und fühle, wie nahezu orgastisch sich das anfühlt… so, als ob du einen sexuellen Orgasmus bekommst. Genieße das Schütteln, unterstütze es, und wenn du magst, mache auch ein paar Töne dazu. Genieße einfach, dich 10 Minuten lang zu schütteln.
Dann rubble den ganzen Körper mit einem trockenen Handtuch ab und dusche dich. Mache das jeden Morgen und schon nach zwei oder drei Wochen, wird sich ein Gleichgewicht im Körper einstellen.
Osho, Auszug aus Far Beyond the Stars, #8
Sexuellen Ausgleich verschafft auch die OSHO Kundalini Meditation sowie die meisten der Aktiven OSHO Meditationstechniken
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Schockdämpfer gehen lassen
Januar 12, 2009
Wahrheit tut weh. Wir haben uns alle möglichen Schutzhüllen zugelegt, um uns vor dem Schmerz zu bewahren – ohne zu ahnen, dass hinter dem Schmerz das wahre Glück steckt. „Am Anfang ist die Wahrheit bitter, am Ende süß“, sagt Buddha. Meditation bedeutet, sich der Wahrheit in diesem Moment zu stellen.
Wahrheit befreit
„Der Mensch hat um sich herum viele Schockdämpfer geschaffen. Du wirst niemals frei sein, wenn du diese Schutzhüllen nicht fallen lässt. Nur die Wahrheit befreit. Am Anfang schockiert die Wahrheit sehr – doch das ist nun einmal so, so sind die Dinge. So funktioniert die Natur. Du musst dich für alle Schocks im Leben öffnen und verletzlich machen. Es wird weh tun, es wird dich verletzen und du wirst weinen. Du wirst das Leben verdammen. Aber nach und nach wirst du sehen, dass die Wahrheit die Wahrheit ist und dass es keinen Sinn hat, sich dagegen aufzulehnen. Wenn sich die Wut gegen das Leben einmal gelegt hat, enthüllt die Wahrheit ihre eigene Schönheit. Die Wahrheit befreit.
Es wird dich erschrecken, es macht Angst, doch das ist der einzige Weg, zu wachsen. Wachstum geschieht in Einklang mit der Realität und nicht gegen sie. Wenn du einmal die Wirklichkeit gespürt hast, wie sie ist, wirst du dir nie mehr Schockdämpfer um dich herum erschaffen.“
Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #12
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