Verstehen als Meditation
März 29, 2009
Unglück und Leiden sind nicht gottgegeben und auch nicht von dem Verhalten anderer abhängig, sondern Leiden hat eine Ursache, die in uns selbst liegt. Versuche zu verstehen – nicht nur das Leid, sondern auch das, was dich glücklich macht. Dann wird beides verschwinden. Was bleibt, ist eine völlig neue Art von Bewusstsein.
Tief in Leid und Glück schauen
„Versuche, deine Unzufriedenheit und Leiden zu verstehen. Lebe es, gehe tief ins Leiden hinein, finde die Ursache heraus, warum es da ist.
Versuche zu verstehen. Lasse das zu deiner ständigen Meditation werden.
Verstehen, was wirklich ist und was nicht
Versuche auch den Zustand zu verstehen, wenn du zufrieden und glücklich bist. Du wirst erkennen, wie oberflächlich Zufriedenheit und Glück eigentlich sind. Wenn du einmal in der Tiefe erkannt hast, dass dein Glück oberflächlich ist und du es auf jeden Fall verändern möchtest, dann kannst du bewusst anders leben. Es liegt in deiner Hand.
Zufriedenheit und Erfüllung kann zu deinem ganzen Wesen werden. Fürs Unglücklichsein bleibt dann nicht einmal ein kleiner Raum übrig. Deine Liebe wird zu deinem ganzen Leben. Und das bleibt so. Die Zeit verstreicht, aber was du erreicht hast, vertieft sich. Mehr und mehr Blüten entstehen und neue Lieder werden geboren.“
Osho, Zitat-Auszug aus Beyond Enlightenment #5
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Was Mystiker schon seit 2500 Jahren sagen…
März 25, 2009
… wurde in den letzten Jahren in der Wissenschaft entdeckt: Das universelle Leben besteht aus unerklärlichen Paradoxien, nichts ist sicher und bestimmt, alles ist im Fluss und in Bewegung. Ein Osho Zitat über die Wissenschaft der Buddhas.
Physiker entdecken Buddhas Weisheiten
„Die Menschheit geht in eine neue Phase, ein neues Bewusstsein wird kommen. Was Bewusstsein anbelangt, so ist in den letzten 10.000 Jahren nichts mehr Neues passiert. Es gab Buddhas und Albert Einsteins, doch wir warten immer noch auf einen Buddha, der auch ein Albert Einstein ist. Oder einen Albert Einstein, der auch ein Buddha ist. Dieser Tag rückt immer näher.
Albert Einstein war in seinen letzten Tagen sehr an Meditation interessiert, an Religion. Seine letzten Tage waren voller Wunder. Im Alter sagte er: „Ich dachte immer als ich jung war, dass früher oder später das Unbekannte im Universum erforscht sein wird und so arbeitete ich hart daran. Aber jetzt kann ich sagen, je mehr wir wissen, desto mysteriöser wird das gesamte Leben. Je mehr wir wissen, desto weniger wissen wir und umso mehr werden wir uns der unermesslichen Weite bewusst…“
Alles ist Energie
Die Wissenschaft hat es nicht geschafft, das universelle Leben zu entmystifizieren, sondern, im Gegenteil, sie hat die Dinge noch mysteriöser gemacht. Zum Beispiel war es vor nur einem Jahrhundert für Wissenschaftler so einfach zu sagen, dass alles Materie ist. In der heutigen Zeit ist die Materie verschwunden. In der Neo-Physik gibt es keine Einheit, die Materie heißt. Je tiefer der Physiker in die Welt der Materie eintauchte, umso weniger Materie wurde gefunden. Alles ist reine Energie.
Wie soll man Energie definieren? Ist sie aus Materie? Energie kann nicht materiell sein, Energie ist etwas ganz anderes als Materie. Materie ist statisch, Energie ist dynamisch. Materie ist ein Substantiv, Energie ein Verb. Materie ist messbar, Energie ist nicht zu messen. Als der Physiker in die Welt der Energie einstieg, wurde er mehr und mehr verwirrt. Niemals vorher war er so verwirrt.
Ein Kieselstein – Universum aus vielen Welten
Mystiker waren immer in Ehrfurcht vor dem universellen Leben. Der Physiker ist zum ersten Mal ehrfürchtig, denn er hat etwas sehr Wesentliches berührt. Bisher hatte er die Dinge nur von Außen erforscht. Ein Stein ist von außen gesehen einfach nur ein Stein. Heute weiß der Physiker, dass der Stein nicht einfach nur ein Stein ist. Er enthält viele Welten in sich. Ein kleiner Kieselstein, den du in der Hand hältst, enthält soviel Atomenergie, dass das gesamte Universum daraus entstehen kann. Ein Kieselstein enthält so viele Atomenergie, dass das gesamte Universum damit zerstört werden kann. Er ist nicht einfach nur ein Kieselstein, er ist kein fester Gegenstand. Du hältst ihn in der Hand und weißt, dass er ein Gegenstand ist, aber das ist nicht mehr wissenschaftlich. Der Kieselstein sieht nur so aus, als ob er kompakt wäre, er ist flüssig. Er sieht so aus, als ob du Dinge mit ihm machen könntest und er manipulierbar wäre. Doch du kennst sein Mysterium nicht, das nicht zu manipulieren ist. Die Mysterien eines Kieselsteins sind unermesslich gro0, fast so wie das Mysterium von Göttlichkeit selbst.
Verblüffte Wissenschaftler
Eher Bewusstsein als Materie
Zum ersten Mal benutzt der moderne Physiker die Sprache der Mystiker. Eddington sagte: „Das Universum sieht nicht mehr wie ein Ding aus, sondern eher wie ein Gedanke.“ Und das aus dem Munde eine Wissenschaftlers, eines Nobelpreis-Trägers. Das Universum sieht eher wie ein Gedanke als ein Ding aus? Das bedeutet, das Universum ist eher Bewusstsein als Materie. Materie wurde analysiert, wir drangen tiefer in die Materie ein. Wir entdeckten Atome, Elektronen, Neutronen… und wir sind völlig verblüfft und wissen nicht mehr, wie wir ausdrücken sollen, was uns begegnet. Wir haben keine Sprache dafür, denn wir haben das noch nie gesehen.
Die richtige Sprache wird in den Worten der Mystiker gefunden werden: Buddha wird hilfreich sein oder Laotse. Wissenschaftler schauen schon in den Worten Buddhas nach, um die richtige Sprache zu finden, denn die Mystiker sind diejenigen, die schon immer über Paradoxien und Mysterien gesprochen haben. Jetzt begegnet die Wissenschaft diesen Paradoxien.
Eine Welt von Paradoxien
Das größte Paradox ist, dass sich das Elektron in einer ganz unglaublichen Weise verhält, so unglaublich, dass es kaum ausgedrückt werden kann. Es verhält sich gleichzeitig wie ein Teilchen und wie eine Welle. Das ist unmöglich für den Verstand zu begreifen. Entweder, etwas ist ein Teilchen, oder, es ist eine Welle. Beides kann es nicht gleichzeitig sein.
Der Wissenschaftler steht vor einem Rätsel. Heute erkennt er, dass die Mystiker, die schon immer in Paradoxien gesprochen haben, aus ihrer Erfahrung erklärt haben. Mystiker sagen, Göttlichkeit ist weit entfernt und gleichzeitig ganz nahe. Leben und Tod sind eins, nicht zwei und das bekommt zum ersten Mal für den Verstand des Wissenschaftlers bedeutungsvoll. Es entsteht eine neue Art Wissenschaft, eine Wissenschaft der Unsicherheit. Keine Sicherheit mehr! Sichere Aussagen erscheinen zu grob zu sein.
Mahaviras Weisheit – ‘vielleicht…!’
Vor 25 Jahrhunderten begann der indische Mystiker Mahavira jede Aussage mit „vielleicht“. Wenn man ihn gefragt hat: „Gibt es Göttlichkeit?“, dann antwortete er mit „Vielleicht.“ Damals verstand das niemand, denn wie konnte er „vielleicht“ antworten? Entweder es gibt Göttlichkeit oder nicht. Was also soll das Vielleicht?
Heutzutage kann es verstanden werden. Mahavira benutzte die gleiche Sprache, die von Albert Einstein benutzt wurde. Albert Einstein nannte sie die Relativitätstheorie, genau wie Mahavira seine Philosophie nannte: Sapekshawad – die Theorie von Relativität. Nicht ist sicher, alles ist flexibel und flüssig. In dem Moment in dem du etwas gesagt hast, ist es nicht mehr das gleiche. Dinge gibt es nicht, sagt Mahavir, sondern nur Ereignisse.
Wissenschaft im ständigen Wandel
Genau das beschreibt die moderne Wissenschaft. Wir können nichts mehr absolut beschreiben und sagen: „So genau ist das!“ Wann immer jemand mit Bestimmtheit sagt: „Genau so ist es“ benimmt er sich dumm. Früher hat man von so einem Menschen gedacht, er sei ein Mensch der Bescheid weiß. Je sicherer jemand war, desto mehr dachte man, er sei kompetent. Ein unbestimmter Mensch, der zögerte, wurde für unwissend gehalten.
Mahavira kam zu früh in die Welt, er kam vor seiner Zeit an. Heute ist die Zeit reif, heute wird er von Wissenschaftlern verstanden werden, von der höchsten Intelligenz in der Welt. Versuche nicht, Dinge unter einen Hut zu bringen, das ist ein falscher Ansatz. Beobachte einfach und schaue tief in die Dinge, so wie sie sind. Sie sind schon unter einem Hut. Es gibt im Leben keinen Konflikt. Alle Gegensätze ergänzen sich.“
Osho, Zitat-Auszug aus Be Still and Know
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Der alte Meister im Himalaya
März 21, 2009
Meister arbeiten auf komische Weise, um die Suchenden zu Erkenntnissen zu bewegen. Ein alter Meister versteckt sich im Himalaya, bis der Schüler voller Erschöpfung die Suche nach ihm aufgibt. Der Hilfesuchende findet ihn nicht, er bekommt keine Hilfe. In dem Moment völligen Loslassens geschieht Erkenntnis, Meditation.
Erschöpfung und Meditation
„Ein Mann war sehr an Selbsterkenntnis und Meditation interessiert. Seine ganze Suche richtete sich darauf, einen Meister zu finden, der ihm Meditation lehren würde. Er ging von einem Meister zum nächsten, doch nichts passierte.
Jahre gingen vorbei, er war müde und zutiefst erschöpft. Dann sagte ihm eines Tages irgendjemand: „Wenn du einen wirklichen Meister finden willst, dann musst du in den Himalaya gehen. Dort lebt ein alter Meister in einem unbekannten Teil der Berge. Du wirst ihn suchen müssen. Eines ist sicher, es gibt ihn und er ist dort. Niemand weiß genau wo, denn er geht immer noch tiefer in die Berge hinein, wenn ihn jemand gefunden hat.“
Suche nach einem Meister ohne Adresse
Der Sucher wurde langsam alt, deshalb nahm er seinen ganzen Mut zusammen und bereitete sich auf den Weg vor. Um das Geld für die Reise zu verdienen, musste er zwei Jahre lang arbeiten. Dann ging es los. Er ritt auf Kamelen und Pferden und dann ging es zu Fuß weiter. Irgendwann erreichte er den Himalaya. Die Leute sagten: „Ja, wir haben von dem alten Mann gehört. Er ist sehr alt, man weiß nicht genau, wie alt er wirklich ist, vielleicht 300 Jahre oder sogar 500 Jahre alt. Keiner weiß es genau. Er lebt irgendwo, den Ort können wir dir nicht beschreiben. Keiner weiß genau, wo du ihn finden kannst, doch es gibt ihn. Wenn du ihn intensiv genug suchst, dann wirst du ihn finden.“
Erfolglose Suche, zu Tode erschöpft
Der Mann suchte und suchte und suchte. Zwei Jahre lang trieb er sich im Himalaya herum. Er war müde und erschöpft, zu Tode erschöpft. Er lebte von wilden Früchten, Gras und Blättern. Er war ganz abgemagert. Aber er war immer noch entschlossen, diesen Mann zu finden. Selbst wenn es ihn umbringen würde, das war es wert. Und tatsächlich: Eines Tages sah er eine kleine Grashütte. Er war so müde, dass er nicht einmal mehr fähig war, zu laufen. Er kroch zur Hütte. Es gab keine Tür. Er schaute hinein, es war niemand darin. Nicht nur, dass niemand in der Hütte war, sondern es sah auch noch so aus, als ob schon seit Jahren niemand mehr in der Hütte gelebt hatte.
Die Wendung: „Ich gebe auf!“
Du kannst dir vorstellen, was mit dem Mann passierte. Er fiel zu Boden. Aus tiefer Erschöpfung sagte er: „Ich gebe auf.“ So lag er da, er fühlte die Sonne und die kühle Brise, die vom Himalaya kam. Zum ersten Mal war er so glücklich, wie er sich noch nie vorher gefühlt hatte. Plötzlich fühlte er sich voller Licht. Plötzlich verschwanden alle Gedanken, plötzlich war er in eine andere Wahrnehmung getragen und das völlig ohne Grund, denn er hatte nichts getan.
Da wurde ihm plötzlich bewusst, dass sich jemand über ihn gebeugt hatte. Er öffnete die Augen. Es war ein sehr alter Mann.
Der alte Meister lächelte und sagte: „Du bist also gekommen. Willst du mich etwas fragen?“
Der Mann sagte: „Nein“.
Da lachte der alte Mann, es war ein tiefes Lachen aus dem Bauch heraus, das im ganzen Tal widerhallte. Er sagte: „Weißt du jetzt, was Meditation ist?“
„Ja.“
Aufgeben führt zum Grunde des Wesens
Was war geschehen? „Ich gebe auf“ – dieser Satz war aus dem tiefsten Grunde des Wesens gekommen. Genau durch dieses völlige Aufgeben verschwanden alle zielgerichteten Anstrengungen und Bemühungen. „Ich gebe auf.“ In diesem Moment war der Sucher nicht mehr die gleiche Person gewesen. Das Glück regnete auf auf ihn herab. Er war still, er war ein Niemand, und er berührte die letztendliche Schicht von Nicht-Sein in sich. Da wusste er, was Meditation ist.“
Osho, Zitat-Auszug aus The Book of Wisdom #9
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Wahre Stille passiert ohne Zutun
„Falsche Stille ist immer herbeigezwungen, sie wird durch Anstrengung erreicht. Sie ist nicht spontan oder ist dir passiert. Du hast sie gemacht. Du sitzt still und innen in dir ist jede Menge Lärm.
Du unterdrückst den ständigen Gedankenstrom, um still zu werden, doch dann kannst du nicht mehr lachen. Du wirst ein trauriges Gesicht machen, denn Lachen wird gefährlich – wenn du lachst, wirst du die erzwungene Stille verlieren, denn im Lachen kannst du nichts mehr unterdrücken. Wenn du etwas unterdrücken möchtest, dann darfst du nicht mehr lachen, denn mit Lachen kommt alles zum Vorschein. Ein trauriger Heiliger hat sich irgendwie still gemacht und hat die ganze Zeit Angst, die Stille zu verlieren. Dann stört ihn alles.
Echte Stille ist völlig ungestört von Lärm
Nichts kann stören, wenn die Stille von selbst passiert ist. Alles hilft dann ihrem Wachstum. Wenn du wirklich still bist, dann kannst du auf dem Marktplatz sitzen und nichts wird dich stören. Im Gegenteil, du nährst dich über den Lärm, der zu einer noch größeren Stille in dir wird. Du kannst die innere Stille vor dem Hintergrund des lauten Marktplatzes in dir hören. Wenn dir das Echte passiert ist, dann fürchtest du dich nicht mehr davor, es zu verlieren. Nichts kann es stören.
Wenn dich etwas in der Stille stört, dann ist sie erzwungen, dann hast du sie dir irgendwie zurechtgelegt. Doch eine solche Stille ist keine echte Stille, das ist ähnlich wie in der Liebe, diese kann auch nicht gemacht werden.
Kann man etwas tun?
Das richtige Klima erschaffen – Meditation!
Das ist der Schlüssel: Der innere Teil liegt in der Stille, der äußere im Lachen und Feiern. Sei in Feierstimmung und still. Schaffe dir immer mehr Möglichkeiten zu feiern und still zu sein. Erzwinge die Stille nicht, erschaffe dir einfach nur mehr Möglichkeiten, dass Stille in dir erblühen kann. Das ist alles, was wir tun können. Wir können den Samen in die Erde legen, doch wir können die Pflanze nicht dazu zwingen, herauszukommen. Wir können bestimmte Umstände erschaffen, wir können sie schützen und den Boden düngen, wir können nachsehen, ob sie Sonnenstrahlen abbekommt oder nicht und wie viele für die Pflanze gut sind. Wir können Gefahren vermeiden und in andachtsvoller Stimmung warten. Sonst gibt es nichts zu tun.
Das ist, was in der Meditation passiert. Meditation erschafft lediglich eine Situation, ein bestimmtes Klima. Stille ist keine Auswirkung von Meditation. Nein, Meditation bedeutet lediglich, den Boden und die Umstände vorzubereiten. Der Same ist da, er ist immer da, den trägst du immer in dir. Du bist der Same. Erschaffe einfach ein bestimmtes Klima und der Same wird lebendig werden. Er wird sprießen und eine Pflanze daraus geboren werden und du wirst zu wachsen beginnen.
Der Test: Fröhlichkeit!
Meditation führt nicht zu Stille. Meditation erschafft lediglich die Situation in der Stille passiert. Lasse das dein Kriterium sein: Wann immer Stille passiert, wird auch Lachen in dein Leben eintreten. Eine lebendige Festlichkeit wird um dich herum sein. Du wirst nicht etwa traurig und depressiv werden, und du wirst auch nicht vor der Welt davon laufen. Du wirst hier, in dieser Welt sein, doch das ganze wie ein Spiel betrachten, bei dem du gerne mitspielst. Die Welt ist ein großes Drama, das man nicht so ernst nehmen muss.“
Osho, Zitat-Auszug aus A Bird on the Wing
#10
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Passive Meditationstechnik bei Fieber
März 13, 2009
Eine passive Meditationstechnik, wenn man krank ist und im Bett liegt:
Wenn Fieber tobt oder sonst eine Krankheit den Körper schüttelt, schaue aufmerksam hin. Nimm wahr, was Fieber ist, wie es sich anfühlt und was mit dem Körper geschieht.
Wie Fieber kühl wird…
„Wenn du mit Fieber im Bett liegst und innerlich brennst, wenn der ganze Körper im Feuer steht, dann nimm diesen Zustand aufmerksam wahr. Wenn du beobachtest, dann zieht es dich gleichzeitig zu deiner inneren Quelle. Sonst brauchst du nichts zu tun, du nimmst einfach nur wahr.
Was kannst du auch sonst schon tun? Das Fieber tobt und du musst die Zeit überstehen. Es macht keinen Sinn, unnötigerweise gegen Fieber zu kämpfen. Wenn du gegen das Fieber ankämpfst, wirst du noch heißer werden. Du ruhst dich einfach aus und siehst aufmerksam zu. Indem du das Fieber beobachtest, wirst du kühl.
Nimm das Feuer noch ein wenig genauer wahr und du wirst noch kühler werden. Durch bloßes Wahrnehmen erreichst du einen derart kühlen Höhepunkt, dass sogar der Himalaya eifersüchtig sein könnte. Sogar die Gipfel des Himalayas sind nicht so kühl. Die Kühle im Beobachten ist der Gourishankar, der höchste Gipfel in dir.
Das Fieber ist an der Peripherie,
du bist der leere, kühle Raum
Das Fieber war eigentlich niemals wirklich da. Es besteht nur im Körper – der sehr weit weg ist. Ein riesiger Raum ist zwischen dir und deinem Körper. Es ist ein grenzenloser Zwischenraum, ein leerer Raum, der nicht zu überbrücken ist. Alles Leiden ist nur am Rande dieses Raumes. Wenn du Leiden beobachtest, dann bist zu plötzlich nicht mehr der, der leidet. Dann beginnst du, die Krankheit zu genießen. Wenn ich sage ‚Genieße deine Krankheit’, dann meine ich ‚Beobachte sie’. Gehe zurück zur inneren Quelle, werde zentriert. Dann gibt es plötzlich kein Leiden mehr, dann existiert nur noch Ekstase.
Im Zentrum gibt es dich nicht mehr, du bist nichts, nur ein großer Raum, der ewig kühl ist, still und glückselig. Wenn ich sage, genieße, dann meine ich, laufe nicht vor der Krankheit davon, sondern beobachte sie.“
Osho, Zitat-Auszug aus A Bird on the Wing, #1
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Sterben vor dem Tod
März 9, 2009
Im Leben noch die Liebe wählen
Im Zwischenraum der Türen von Geburt und Tod besteht noch eine andere Tür, die völlig unerklärlich ist.
Einer, der fähig ist, an der Türe des Todes neu geboren zu werden, verbringt sein ganzes Leben in Hingabe
„Zwischen den Türen von Geburt und Tod gibt es noch eine weitere Tür – die allumfassende Liebe. Ist dir das schon einmal aufgefallen? Zwischen Geburt und Tod passiert nur Liebe. Wenn du die Liebe verpasst, hast du die ganze Gelegenheit des Lebens versäumt.
Die erste Tür, die Geburt, ist nur eine Gelegenheit, durch die zweite zu gehen, die Türe der Liebe. Zwischen Geburt und Tod ist Liebe. Im Grunde kann man es so sehen: Das Leben besteht nur als einzige Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden. Wenn das versäumt ist, dann ist alles versäumt. Wenn du geliebt hast, dann hast du nichts verpasst in deinem Leben, selbst wenn du alles andere versäumt hast.
Liebe – der wahre Tod
Die Türe der Liebe ist ein wirklicher Tod. Der andere Tod, der am Ende des Lebens kommt, ist nicht wirklich, den wirst du überleben. Du wirst wieder neu geboren werden. So wie der Tod der Geburt folgt, so folgt die Geburt dem Tod. Das sind die zwei Seiten einer Münze. Aber, wenn du durch die Türe der Liebe gehst, dann stirbst du wirklich. Du stirbst ganz und gar, so sehr, dass es für dich keine Geburt mehr gibt und natürlich auch keinen Tod mehr. Liebe ist der wahre Tod, denn das Ego verschwindet völlig.
Im normalen Tod verschwindet der Körper, doch das Ego bleibt bestehen. Das Ego trägt dich in ein neues Leben. So funktioniert Wiedergeburt. Wenn du diese Verkettung des Egos aufgelöst hast, dann verschwindest du aus der materiellen Welt und gehst von der sichtbaren Welt in die unsichtbare, ins Jenseits.
Sich durch Liebe verwandeln
Das ist die wahre Tür des Todes: Stirb’ bevor du stirbst, sterbe während du noch lebst. Wenn du vor dem Tod sterben kannst, wenn du durch die Türe der Liebe gehen kannst, wenn du noch im Leben sterben kannst, dann gibt es keinen Tod für dich. Dann bist du unsterblich geworden, dann wirst du göttlich. Doch du wirst dich zuerst durch Liebe verwandeln müssen.“
Osho, Zitat Auszug aus The Beloved, Vol 2, #5
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Liebe – ein natürlicher Zustand von Meditation
März 5, 2009
Meditation wird häufig als egoloser Zustand beschrieben. Doch was bedeutet das genau? Jeder weiß im Grunde seines Herzens, wie sich ‘egolos’ anfühlt, denn jeder hat schon einmal eine Erfahrung von Liebe in seinem Leben gemacht. Liebe löst das Ich-Gefühl auf. Übrig bleibt ein natürlicher Zustand von Meditation.
Egos, die sich in der Liebe auflösen
„Liebe ist Meditation sehr ähnlich. Was passiert eigentlich wirklich, wenn du dich verliebst? Was ereignet sich zwischen den beiden, die sich ineinander verliebt haben?
Liebende lassen ihre Persönlichkeit, ihre Egos fallen – zumindest in Bezug zu einander. Sie lassen all ihre Scheinheiligkeit und ihre Masken fallen. Sie möchten sich so nahe sein, sie möchten zu einer Seele zu werden, die in zwei Körpern beheimatet ist. Das ist die Sehnsucht der Liebe.
Dieser Moment ist ein wunderschöner Moment, um ihn in Meditation zu verwandeln. Es ist den Liebenden nur noch niemals gesagt worden, dass dieser Zustand Meditation ist. Genau umgekehrt haben ihnen die Religionen das Gegenteil vorgemacht: Liebe sei gegen Meditation und Menschen, die sich verlieben, würden niemals meditieren können.
Meditation: Millionenfacher Orgasmus
Dabei verhält es sich ganz anders. Liebe hilft dir, zu entspannen und das ist ein Teil von Meditation. Liebe hilft dir – zumindest einen Moment lang – still zu sein, und auch das ist ein wesentlicher Teil von Meditation. Und schließlich gibt dir die sexuelle Vereinigung, wenn du einen Orgasmus erfährst, eine Ahnung von Meditation. Doch Meditation ist millionenfach größer als ein Orgasmus.
Liebe ist eine grundlegende Erfahrung, die dir dabei helfen kann, zu einem meditierenden Menschen zu werden. Liebe ist eine natürliche Art der Meditation. Und Meditation ist eine übernatürliche Art von Liebe.“
Osho, Auszug aus The Last Testament, Vol. 2, # 21
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Die Kunst des Zuhörens
März 2, 2009
Die Abend Meditation ist eine der vielen aktiven Meditationstechniken. Diese Meditation kann jeder Meditierende ganz einfach für sich selbst organisieren – erst tanzen, dann still sein und schließlich den Worten (s)eines Meisters in Stille zuhören. Mehr über die Abendmeditation.
„Mein Sprechen ist im Grunde eine Brücke zur Meditation. Niemals zuvor wurde das gesprochene Wort auf diese Weise gebraucht. Ich spreche nicht, um dir Informationen zu geben, sondern um deinen Verstand zur Ruhe zu bringen.“
Worte, um Stille zu erzeugen
„Ich gebrauche Worte, um Pausen der Stille zu erzeugen. Die Worte sind untergeordnet. Deshalb kann ich mir auch selbst widersprechen oder absurde und zusammenhanglose Dinge sagen, denn mein einziges Anliegen sind diese stillen Pausen. Das Wichtige ist die Stille zwischen den Worten, nicht die Worte selbst. Auf diese Art kannst du einen ersten Einblick in Meditation bekommen. Und wenn du einmal gemerkt hast, dass du dazu fähig bist, bist du schon auf dem Weg zu dir selbst.“
Der Verstand wird ausgetrickst…
„Ich rede zu dir und mitten im Satz, während du auf das nächste Wort wartest, kommt nichts als Stille. Dein Verstand hört zu, ist gespannt, wartet auf das nächste Wort. Ganz automatisch wird er still. Was kann der arme Verstand denn auch machen? Wenn du vorher wüsstest, an welchem Punkt ich still bin, wenn es von vornherein klar wäre, an dem und dem Punkt bin ich still, dann würdest du weiter denken und könntest nicht still sein. Dann wüsstest du genau: ‘An diesem Punkt wird er nichts sagen, aber jetzt kann ich ja noch ein bisschen denken und innere Selbstgespräche führen.’ Doch so läuft es nicht. Es kommt völlig unverhofft. Selbst ich weiß nicht, warum ich an einem bestimmten Punkt innehalte.“
Die Kunst lernen und im Alltag praktizieren
„Wenn du mit mir dorthin gelangen kannst, dann bist du auch alleine dazu fähig, denn ich bin nicht die Ursache. Du mußt nur verstehen, wie es funktioniert: Während du mir zuhörst, legst du deinen Verstand beiseite.“
Offen dem Leben zuhören
„Wenn du dem Rauschen des Meeres zuhörst, oder einem Gewitter oder dem Prasseln eines Regengusses, dann leg dein Ego beiseite, denn du brauchst es jetzt nicht. Das Meer wird dich nicht angreifen und der Regen und die Bäume auch nicht. Du brauchst dich nicht vor ihnen zu schützen. Sei einfach offen für das Leben und für die ganze Existenz. Dann werden diese Momente immer öfter kommen. Und bald wird dein ganzes Leben diese Qualität annehmen. Wo immer du auch bist, zu Hause, bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin – du kannst jedes Geräusch und sogar Lärm dazu nutzen, nach innen in einen Raum der Ruhe und Stille zu gehen.“
Osho, Zitat-Auszüge aus The Invitation, #14
Über den Unterschied von Hören und Zuhören
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