Meditation in der Krise

Oktober 14, 2009

Stelle dir vor:
Die Welt ist nur ein Traum

Meditation-meditationen-krise

Jemand sagte, dass er durch eine ökonomische Krise ginge und er es seitdem aufgrund des äußeren Drucks schwierig fände, zu meditieren.

„Wann immer so etwas wie Druck von außen geschieht – und es wird viele Male im Leben geschehen – dann wird der direkte Einstieg in Meditation schwierig. Du solltest also etwas vor deiner Meditation tun, um den Druck wegzunehmen: Nur dann kannst du in Meditation gehen, vorher wahrscheinlich nicht.

Vorbereitung auf Meditation,
wenn man unter Druck ist

1. Denke daran: Die Welt ist ein Traum

15 Minuten lang sitze einfach still da und denke daran, dass die ganze Welt ein Traum ist – sie ist es tatsächlich! Betrachte die ganze Welt als einen Traum. Die Welt trägt nichts von wirklicher Bedeutung in sich. Das ist der erste Schritt.

2. Alles ist vergänglich,
auch die Krise und sogar du selbst

Früher oder später wird alles verschwinden – auch du! Du warst nicht immer hier und du wirst auch nicht für immer hier sein. Denn alles ist vergänglich.

3. Zum Beobachter werden

Du bist nur derjenige, der wahrnimmt. Dies ist ein vorüberziehender Traum, die Situation ist wie in einem Spielfilm.

Erinnere dich in der Tiefe daran, dass diese Welt nur ein Traum ist und alles vorbeigehen wird, auch du. Der Tod kommt näher und die einzige Wirklichkeit die es gibt, ist derjenige, der beobachtet und wahrnimmt. Du bist nur ein Beobachter.

Entspanne den Körper, dann beobachte 15 Minuten lang, und dann erst beginne zu meditieren. Du wirst jetzt in der Lage sein, in Meditation einzutreten, es wird keine Schwierigkeiten mehr geben.

Aufhören, wenn’s leicht geht

Wann immer du fühlst, dass diese Meditation einfach geworden ist, dann höre damit auf; denn sonst wird sie zur Gewohnheit. Sie sollte nur unter bestimmten schwierigen Umständen genutzt werden, dann, wenn es unmöglich erscheint, in Meditation zu gehen. Wenn du sie jeden Tag machst, wird sie ihre Wirkung verlieren, und dann wird sie nicht mehr funktionieren. Benutze sie also wie Medizin. Wenn die Dinge schlecht laufen und sehr unbequem werden, dann mache sie. Sie wird den Weg ebnen, und du wirst in der Lage sein, dich zu entspannen.“

Osho,  Zitat-Auszug aus  A Rose is a Rose is a Rose, # 11

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Du brauchst dich nicht zu beeilen und verzweifelt nach etwas rennen, was dann doch nicht geschieht. Wenn du heute scheiterst, dann ist das natürlich. Auch wenn du ein paar Tage lang scheiterst, ist das ganz normal. Wenn du in deine innere Welt eintauchst, musst du oft scheitern, denn du bist da vorher nie gewesen.

Wenn du einmal auf dem Weg bist, dich zu fragen, wer du bist, dann achte darauf, dass deine innere Reise entspannt ist. Mache sie nicht unnötigerweise kompliziert und unbequem. Nur ein entspanntes Bewusstsein kann tiefer und tiefer nach inner fließen.

In der normalen äußeren Reise sind die Menschen Sadisten, sie genießen es, sich gegenseitig zu quälen und Steine in den Weg zu legen; sie genießen es, miteinander im Wettbewerb zu sein und sich gegenseitig zu besiegen. Die ganze Freude liegt darin, die anderen unterlegen zu sehen. Wenn ein Mensch dann nach innen geht, entsteht das gleiche Problem: Er geht voller Ärger und Aggression nach innen und wird beginnen, sich selbst zu quälen.
Osho, Zitat-Auszug aus Secret of Secrets, Vol. II

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Tipps

Alles braucht seine Zeit, kümmere dich nicht um die Ergebnisse, es passiert alles wie es sein soll. Für was immer du bereit bist, das wird passieren. Sei mehr und mehr im Einklang mit deinem Inneren. Wenn das Herz und die Energie miteinander harmonieren, dann folgt das Ergebnis automatisch.

Es ist so ähnlich, wie einen Samen in die Erde zu pflanzen. Er braucht Fürsorge, du musst ihn wässern und düngen und dann wird eines Tages das Wunder geschehen: Zwei kleine Blättchen werden aus dem Boden herauswachsen… Ähnlich verhält es sich mit der Meditation.

Osho

Müdigkeit in der Meditation
Meditation kommt, wenn du glücklich bist
Was ist Meditation?

Meditation ist schwierig, nicht, weil etwas Schwieriges zu tun ist, sondern weil nichts zu tun ist! Das Schwierige daran ist, dass im Nichtstun Ängste und Unruhe hochkommen, die wir normalerweise vermeiden – durch Beschäftigung des Denkens mit Mantra-rezitieren, zum Beispiel. Ein rebellisches Zitat von Osho…

Nichts zudecken, einfach nur still sitzen

Still-sitzen-meditation

Die Menschen decken ihre Ängste mit Wünschen zu. Das ist ein Trick, eine Strategie des Denkens. Meditation ist die Kunst, die Decke wegzunehmen. Die Leute können noch nicht einmal ein paar Minuten lang still sitzen. Denn wenn sie still sind, dann schießen Sorgen und Ängste in den Kopf. Davor fürchten sie sich.

Mantren in der Meditation
- um Ängste zu vermeiden?

Deshalb fragen die Leute, sogar in der Meditation „Was sollen wir tun? Können wir nicht ein Mantra singen?“ Dann ist alles in Ordnung, dann deckt das Mantra die Ängste und Unruhe zu. Dann kannst du Ram, Ram, Ram wiederholen und nochmal und nochmal. Die ständige Wiederholung hält deine Unruhe unterdrückt.

Das Schwierigste in der Welt:
einfach nur still zu sitzen

Die wahre Meditationen sind Zen und Vipassana. Die wahre Meditation ist nichts anderes als still zu sitzen und nichts zu tun. Einfach nichts zu tun und still zu sein, das ist die wahre Meditation. Das ist keine Technik, da ist überhaupt keine Technik dabei. Kein Mantra muss wiederholt werden, nicht gebetet oder der Name Gottes angerufen werden. Du sitzt einfach nur… doch das ist das schwierigste Ding in der Welt. Es sieht so einfach aus!

Still sitzen
Nichts tun
Der Frühling kommt
Und das Gras wächst von selbst

Du denkst jetzt, dass das sehr einfach ist: „Ich kann mich einfach hinsetzen und der Frühling kommt und das Gras wächst von selbst“. Doch das ist das Schwierigste und Mühsamste in der Welt: still zu sitzen und nichts zu tun. Das ist die großartigeste aller Meditationen.

Was ist Meditation? Mediation ist, deine eigene Lebensexistenz zuzulassen, ohne sie in irgendeiner Weise abzudecken oder niederzuhalten.

Meditation: Still sitzen und Ängste zulassen

Wahre Meditation ist ohne Technik. Wahre Meditation ist einfach nur entspannen, still sitzen und zulassen, was immer auch ist. Meditation ist, den Ängsten und der Unruhe zu erlauben, an die Oberfläche zu steigen und sie wahrzunehmen. Nichts zu tun, um sie zu verändern. Wahrnehmen und beobachten, das ist wahre Meditation.

In diesem Wahrnehmen wird dein innerer Buddha immer stärker. Wahrzunehmen ist die Nahrung deines inneren Buddhas. Je stärker dein innerer Buddha wird, desto weniger werden die Ängste. An dem Tag, an dem dein innerer Buddha vollkommen ist, werden alle Ängste und Sorgen weg sein.

Osho, Zitat-Auszug aus The Perfect Master #8

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Verwandlung des Todes durch Meditation

Tod-text-sterben

„Gehe mit allem kreativ um, mache das Beste aus dem Schlechtesten – das ist, was ‚Kunst’ bedeutet. Wenn ein Mensch sein ganzes Leben lang das Beste aus dem Schlechtesten gemacht hat und aus jedem Moment und jeder Phase seines Lebens Meditation – Schönheit, Liebe und Freude – geworden ist, dann wird sein Tod ganz natürlich zum absoluten Höhepunkt seiner ganzen Kunst werden. Der letzte Schliff sozusagen…
Im Leben wie im Sterben – den Moment zum Besten wandeln

Der Tod eines solchermaßen kreativen und meditativen Menschen kann keinesfalls hässlich sein, so wie er für jeden normalerweise im täglichen Leben erscheint. Wenn der Tod hässlich ist, dann bedeutet das, dass das ganze Leben verschwendet wurde.

Der Tod kann voller friedlicher Akzeptanz sein, ein liebevoller Schritt ins Unbekannte, ein freudiger Abschied von alten Freunden und der alten Welt.“
Osho, Zitat-Text aus Beyond Enlightenment #28
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Verstehen als Meditation

März 29, 2009

Unglück und Leiden sind nicht gottgegeben und auch nicht von dem Verhalten anderer abhängig, sondern Leiden hat eine Ursache, die in uns selbst liegt. Versuche zu verstehen – nicht nur das Leid, sondern auch das, was dich glücklich macht. Dann wird beides verschwinden. Was bleibt, ist eine völlig neue Art von Bewusstsein.

Tief in Leid und Glück schauen

Verstehen-meditation

„Versuche, deine Unzufriedenheit und Leiden zu verstehen. Lebe es, gehe tief ins Leiden hinein, finde die Ursache heraus, warum es da ist.

Versuche zu verstehen. Lasse das zu deiner ständigen Meditation werden.

Verstehen, was wirklich ist und was nicht

Versuche auch den Zustand zu verstehen, wenn du zufrieden und glücklich bist. Du wirst erkennen, wie oberflächlich Zufriedenheit und Glück eigentlich sind. Wenn du einmal in der Tiefe erkannt hast, dass dein Glück oberflächlich ist und du es auf jeden Fall verändern möchtest, dann kannst du bewusst anders leben. Es liegt in deiner Hand.

Zufriedenheit und Erfüllung kann zu deinem ganzen Wesen werden. Fürs Unglücklichsein bleibt dann nicht einmal ein kleiner Raum übrig. Deine Liebe wird zu deinem ganzen Leben. Und das bleibt so. Die Zeit verstreicht, aber was du erreicht hast, vertieft sich. Mehr und mehr Blüten entstehen und neue Lieder werden geboren.“
Osho, Zitat-Auszug aus Beyond Enlightenment #5

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Sterben vor dem Tod

März 9, 2009

Im Leben noch die Liebe wählen

Meditation-liebe-tod

Im Zwischenraum der Türen von Geburt und Tod besteht noch eine andere Tür, die völlig unerklärlich ist.
Einer, der fähig ist, an der Türe des Todes neu geboren zu werden, verbringt sein ganzes Leben in Hingabe

„Zwischen den Türen von Geburt und Tod gibt es noch eine weitere Tür – die allumfassende Liebe. Ist dir das schon einmal aufgefallen? Zwischen Geburt und Tod passiert nur Liebe. Wenn du die Liebe verpasst, hast du die ganze Gelegenheit des Lebens versäumt.

Die erste Tür, die Geburt, ist nur eine Gelegenheit, durch die zweite zu gehen, die Türe der Liebe. Zwischen Geburt und Tod ist Liebe. Im Grunde kann man es so sehen: Das Leben besteht nur als einzige Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden. Wenn das versäumt ist, dann ist alles versäumt. Wenn du geliebt hast, dann hast du nichts verpasst in deinem Leben, selbst wenn du alles andere versäumt hast.

Liebe – der wahre Tod

Die Türe der Liebe ist ein wirklicher Tod. Der andere Tod, der am Ende des Lebens kommt, ist nicht wirklich, den wirst du überleben. Du wirst wieder neu geboren werden. So wie der Tod der Geburt folgt, so folgt die Geburt dem Tod. Das sind die zwei Seiten einer Münze. Aber, wenn du durch die Türe der Liebe gehst, dann stirbst du wirklich. Du stirbst ganz und gar, so sehr, dass es für dich keine Geburt mehr gibt und natürlich auch keinen Tod mehr. Liebe ist der wahre Tod, denn das Ego verschwindet völlig.

Im normalen Tod verschwindet der Körper, doch das Ego bleibt bestehen. Das Ego trägt dich in ein neues Leben. So funktioniert Wiedergeburt. Wenn du diese Verkettung des Egos aufgelöst hast, dann verschwindest du aus der materiellen Welt und gehst von der sichtbaren Welt in die unsichtbare, ins Jenseits.

Sich durch Liebe verwandeln

Das ist die wahre Tür des Todes: Stirb’ bevor du stirbst, sterbe während du noch lebst. Wenn du vor dem Tod sterben kannst, wenn du durch die Türe der Liebe gehen kannst, wenn du noch im Leben sterben kannst, dann gibt es keinen Tod für dich. Dann bist du unsterblich geworden, dann wirst du göttlich. Doch du wirst dich zuerst durch Liebe verwandeln müssen.“
Osho, Zitat Auszug aus The Beloved, Vol 2, #5

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Je tiefer Meditation im Leben zugelassen werden kann, desto weiter geht das Verständnis um den Tod. Sterben wird als Phase des Lebens erkannt – die tiefe, friedliche Entspannung nach der Aktivität des Lebens.

Hingebungsvoller Rückzug

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„Wenn das Bewusstsein meditativ wird, dann kannst du den Tod akzeptieren, denn dann ist das Sterben nicht etwas, was anders ist als du, sondern dann gehört der Tod zu dir, er ist Teil von dir. Dann nimmst du den Tod als Ruhepol an, als die letztendliche große Entspannung. Dann akzeptierst du Sterben als stillen Rückzug. Du gehst in Pension. Den ganzen Tag über hast du hart gearbeitet und wenn du dann abends nach hause kommst, dann ziehst du dich zurück und gehst schlafen. Das Leben ist wie der Tag, der Tod wie die Nacht.

Viele Morgen werden noch kommen, du wirst in vielen verschiedenen Formen immer wieder kommen, bis der totale Tod passiert. Dieser völlige Tod ist für diejenigen, die ganz ohne Gedanken geworden sind. Er ist für diejenigen, die in der Tiefe erkannt haben, dass Sterben und Leben nur zwei Seiten der gleichen Münze sind. Sie haben keine Angst mehr vor dem Tod, nicht einmal ein ganz kleines bisschen. Und sie hängen auch nicht länger am Leben.

Es gibt also zwei Phasen, um letztendlich völlig zu vergehen: Als erstes fürchtet du das Sterben nicht mehr. Wenn du keine Angst mehr hast, dann geschieht der zweite Schritt, dass der große Durst zu leben verschwindet. Dann gehst du über den Tod hinaus.“
Osho, Zitat Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1

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Das Auf und Ab des Lebens

Februar 4, 2009

Heute gehen die Geschäfte schlecht, morgen wieder gut und dann wieder nicht. Heute vertragen wir uns gut mit den Kollegen, morgen nicht und dann wieder doch … Das Leben geht rauf und runter und wieder rauf. Meditation im Alltag bedeutet, den ständigen Wechsel zu genießen.

Veränderung genießen

Tipps

Ein Mann flog in einem Flugzeug.

:( Unglücklicherweise fiel er aus dem Flugzeug.
:) Glücklicherweise trug er einen Fallschirm.
:( Unglücklicherweise war der Fallschirm nicht richtig gepackt worden und öffnete sich nicht.
:) Glücklicherweise war ein großer Heuballen in dem Feld unter ihm.
:( Unglücklicherweise stach eine spitze Heugabel genau nach oben aus dem Heu.
:) Glücklicherweise fiel der Mann nicht auf die Heugabel.
:( Unglücklicherweise fiel er auch nicht ins Heu!

So geht das Leben voran. Man muss sich keine Sorgen machen. Genieße deine Lebensenergie. Manchmal passieren Dinge, die dich glücklich machen und manchmal Dinge, die unangenehm sind. Akzeptiere beides. Wenn du immer nur glückliche Umstände suchst, dann verlangst du das Unmögliche. Das ist unmöglich in dieser Welt, die sich ständig verändert.

Alles geht immer wieder hoch und dann wieder hinunter. Wenn du also oben bist, dann genieße das. Wenn du unten bist, dann ruhe dich aus und warte, denn bald wirst du wieder oben sein. Die Phasen, wo du unten bist, sollten die Ruhe Phasen sein und die, wo du oben bist, sollten zum Tanzen genutzt werden. Dieses Tragik-Komik-Drama – einen Moment ist es eine Tragödie, den anderen Moment eine Komödie – dieses Auf und Ab macht das Leben erfüllter und gibt ihm mehr Lebendigkeit und Würze.

Sag einfach jedes Mal, wenn sich etwas ändert: „Großartig!“ Das ist das ganze Geheimnis.

Osho, The New Dawn, #8

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Wir halten daran fest, das Leben zu kontrollieren, es sicher zu machen und überschaubar, ohne zu verstehen, dass wir damit das Gegenteil erschaffen: Angst, Sorge, Druck – das bringen sichere Grenzen mit sich. Die folgende Meditationstechnik löst alle Begrenzungen auf.

Breite Dich in alle Richtungen aus

Sich-ausbreiten-meditation

Fühle, wie du dich in alle Richtungen ausbreitest,
weit entfernt, nah.

“Erinnere dich an ein grundsätzliches Gesetz; Leben bedeutet Unsicherheit. Nur wenn du bereit bist, in Unsicherheit zu leben, wirst du lebendig sein. Unsicherheit bedeutet Freiheit. Wenn du bereit bist, dich unsicher zu fühlen und ständig unsicher zu sein, dann wirst du frei sein.”

Osho, Auszug aus dem Buch der Geheimnisse

Anleitung zur Meditation

Erste Phase: Löse Begrenzungen auf

Fühle, dass das Leben unsicher ist. Sitze mit geschlossenen Augen. Fühle, wie sich deine Mauern und Begrenzungen, die du um dich geschaffen hast, auflösen. Erlaube dir zu fühlen, dass das Leben unsicher und unbekannt ist, dass es sich ständig verändert und unvorhersagbar ist. Dass der Tod zu uns allen kommen wird.

Zweite Phase: Ausdehnung des Herzens

Wenn du diese Unsicherheit tief in dir wahrnehmen kannst, dann stehe auf und erlaube ein Gefühl von Ausdehnung hochkommen. Die Augen sind geschlossen. Du kannst die Arme sanft bewegen. Beginne die Ausdehnung im Herzen und durchdringe alle Richtungen. Bis ins Universum.

Wenn du Musik möchtest, lege sanfte Musik auf. Georg Deuters Musik eignet sich gut, oder auch jede andere, die dein Herz berührt.

Dritte Phase: Durchdringe dich selbst

Nach der Übung sitze oder liege still, entspanne in dich selbst. Durchdringe dich selbst. Nah.
Du kannst diese Übung vor dem Schlafen gehen machen, aber auch zu jeder anderer Zeit. Wenn du sie ein paar Mal gemacht hast, kannst du dich jederzeit an diesen Zustand unbegrenzter Freiheit erinnern.

Musikempfehlung:
Sea & Silence

Wind & Mountain

Earth Blue

Celestial Classics

Selbst geschaffene Zwänge

„Tantra und Yoga sind sich beide darüber einig, dass deine Engstirnigkeit das Problem ist. Du hast dich selbst so eng gemacht, so richtig eng, dass du dich immer eingeengt fühlst. Die Unfreiheit kommt nicht von irgend woanders her: Die Gebundenheit kommt von deinem engen Verstand. Und er wird immer enger und enger, du fühlst dich sehr unter Zwang. Dieser Druck gibt dir das Gefühl von Einengung. Du hast eine unendliche Seele und ein unendliches Sein, doch das unendliche Sein fühlt sich eingesperrt. Was immer du tust, du wirst überall auf Einschränkungen stoßen. Wo immer du dich hinbewegst, du wirst in einer Sackgasse landen. Du kannst nicht über sie hinausgehen. Dort gibt es nur Beschränkung. Dort gibt es keinen offenen Himmel zum Fliegen. Aber diese einengenden Zwänge sind von dir selbst erschaffen — du hast sie dir selbst geschaffen aus ganz bestimmten Gründen heraus: um sicher und gefahrlos zu leben.

Wenn du Freiheit möchtest, wirst du Sicherheit und Absicherungen verlieren müssen — sowieso ist Sicherheit nur eine Illusion, es gibt sie nicht wirklich. Der Tod wird eintreten — was immer du auch tust, sterben wirst du auf jeden Fall. All deine Sicherheiten und Absicherungen sind nur Fassade, nichts wird helfen.“

Die Qualität des Lebens: Unsicherheit

„Wann immer du etwas sicher machst, verschwindet das Leben. Bleibe in Unsicherheit, das ist die wesentliche Qualität des Lebens selbst. Nichts kann dagegen getan werden. Und es ist wunderschön so!

Wenn es keine Mauern mehr um dich herum gibt, wird es einfach für dich sein, alles zu durchdringen. Dann gibt es keinen Punkt mehr, wo du endest. Du beginnst einfach im Herzen und endest nirgendwo. Du hast ein Zentrum im Herzen aber keine Umgebung. Die Umgebung dehnt sich aus — weiter und weiter. Der ganze Raum ist von ihr umgeben. Die Sterne bewegen sich mit ihr. Welten werden geboren und lösen sich auf. Planeten entstehen und vergehen. Der ganze Kosmos wird zu deiner Umgebung. Wo wird dein Ego in dieser Weite bleiben?“

Osho, Auszug aus dem „Buch der Geheimnisse“

Über das Buch der Geheimnisse

Das tantrische Buch der Geheimnisse (Book of Secrets), auch Vigyan Bhairav Tantra genannt, beinhaltet hinduistische Weisheiten, die über Jahrhunderte überliefert wurden. Osho hat sie für den modernen Menschen übersetzt. Die tiefgehenden Techniken aus dem Buch der Geheimnisse erlauben es, auf einfache Weise Meditation in den Alltag zu bringen.

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