Bewusst zu sein ist deine Natur
September 16, 2009
Die richtige Meditationstechnik kann viel bewirken, jedoch besteht die Gefahr, die Technik über das Wesentliche von Meditation zu setzen: aufmerksam wahrzunehmen was gerade ist. Der Verstand liebt Techniken, bei der er sich noch ein wenig verbessern kann, die nur noch ein wenig mehr Disziplin und Intensität fordern, dann wird endlich….
Das Natürlichste in uns ist die Fähigkeit wahrzunehmen. Beobachten ist solch eine reine Angelegenheit. Sie steht über dem Verstand, auf reines Beobachten hat der Verstand keinen Zugriff. Nutze Meditationstechniken solange sie dir helfen wacher und sensibler zu werden. Lasse Wachsamkeit in dir wachsen. Wenn du dann wütend bist, dann bemerkst du das. Genauso, wenn du glücklich bist. Benutze deine wache Aufmerksamkeit ständig und auf wissenschaftliche Weise, um mit ganzer Kraft jede Phase des Verstandes wahrzunehmen.
Osho
Ist es hilfreich zu wissen, was in Meditation passiert?
September 4, 2009
Wahrnehmen und beobachten, das genügt. In dem Moment, wo du denkst: „Was passiert jetzt?“ kommt Denken zurück. Was immer du tust – mit Ausnahme von Beobachten – bringt Denken mit sich. Denken sollte nicht unterstützt werden. Wahrnehmen ist die einzige Zuflucht, denn wenn du ohne zu urteilen beobachtest, ist kein Platz für Denken.
Normalerweise tendiert man dazu, sich zu fragen: „Was passiert da gerade?“ und analysiert es. Dabei ist man sich dann nicht darüber bewusst, dass mit der Analyse und der Anstrengung, Erklärungen zu finden, das Denken durch die Hintertür wieder hereinkommt. Alle Aktivitäten beruhen auf Denken. Wenn wir nur einfach wahrnehmen, dann versuchen wir damit, nicht vom Denken eingefangen zu werden.
Du brauchst also nur zu beobachten. Gehe so tief ins Wahrnehmen wie du kannst. Gehe tiefer und tiefer, bis Denken Kilometer weit entfernt ist und nur reines Beobachten da ist. Das ist das reine Gold, das ist der Buddha in dir.
Osho, Rinzai: Master of the Irrational #4
Der Todfeind eines Meditierenden sind die Worte des Meisters
Meditation ist Nichtstun, Nichtstun ist schwierig
Ein bisschen verrückt sein!
Beim Sterben: Beobachten ist alles, was zu tun ist
August 30, 2009

Wenn wir Sterben, ist dann beobachten alles, was wir in diesem wichtigen Moment tun können, oder gibt es noch eine besondere Meditationstechnik dafür?
Wahrnehmen ist das Einzige, doch ist es keine Technik, es ist deine Natur, deine ganze Natur. Du bist nichts anderes als Wahrnehmen. Beobachten ist das reine Bewusstsein.
Nicht nur die Angst vor dem Sterben macht dich unbewusst. Überhaupt bist du zu unbewusst. Ein Zehntel von dir ist bewusst, der große Rest unbewusst. Die Angst vor dem Tod nimmt dir dieses eine Zehntel an Bewusstheit. Doch Angst hat nur einen geringen Effekt, denn generell sitzt Unbewusstheit sehr tief.
In der Meditation, wenn du wahrnimmst, dann zerstreust du nach und nach die Unbewusstheit, ohne dir darüber im Klaren zu sein. Du wirst nach und nach bewusster. Die dünne Schicht wird dicker und dicker und es kommt der Moment, wo dein ganzes Wesen voll von Bewusstsein ist. Bewusstsein ist das Selbe wie Wahrnehmen.
Osho, Yakusan: Straight to the Point of Enlightenment #2
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Gefährliches Wünschen?!
August 11, 2009
Glaube daran und du wirst reich werden!
Jeder weiß, dass das kompletter Unsinn ist.
Es ist schädlich und gefährlich, so zu denken.
Die negativen Gedanken deines Verstandes müssen losgelassen
und nicht etwa durch positive Gedanken unterdrückt werden.
Du musst ein Bewusstsein erschaffen,
das weder positiv noch negativ ist.
Das wird das reine Bewusstsein sein.
In diesem reinen Bewusstsein wirst du
ein ganz natürliches und glückliches Leben führen.
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Sterben braucht keine Meditationstechnik
Juli 30, 2009
Ist im Sterbeprozess beobachten alles, was wir in diesem wichtigen Moment tun können, oder gibt es noch eine besondere Meditationstechnik dafür?
Wahrnehmen ist alles, was benötigt wird
„Wahrnehmen ist das Einzige, doch ist es keine Technik, es ist deine Natur, deine ganze Natur. Du bist nichts anderes als Wahrnehmen. Beobachten ist das reine Bewusstsein.
Nicht nur die Angst vor dem Sterben macht dich unbewusst. Überhaupt bist du zu unbewusst. Ein Zehntel von dir ist bewusst, der große Rest unbewusst. Die Angst vor dem Tod nimmt dir dieses eine Zehntel an Bewusstheit. Doch Angst hat nur einen geringen Effekt, denn generell sitzt Unbewusstheit sehr tief.
In der Meditation, wenn du wahrnimmst, dann zerstreust du nach und nach die Unbewusstheit, ohne dir darüber im Klaren zu sein. Du wirst nach und nach bewusster. Die dünne Schicht wird dicker und dicker und es kommt der Moment, wo dein ganzes Wesen voll von Bewusstsein ist. Bewusstsein ist das Selbe wie Wahrnehmen.
Im Leben, das Leben beobachten
Im Tod, das Sterben beobachten
Wenn also der Tod kommt, dann beobachte den Tod. Als das Leben da war, hast du das Leben beobachtet. Es ist nichts Neues: Der Tod ist nur ein Objekt genauso wie das Leben ein Objekt war. Wenn du gelernt hast, wie man wahrnimmt, dann brauchst du dich vor nichts zu fürchten. Dann wirst du auch deinen Tod beobachten können.
Es gibt keine Technik fürs Sterben. Dein Wesen, dein Bewusstsein, muss alle dunklen Ecken in dir transformieren. Das Licht hat in jede kleinste Ecke zu gelangen. Das nennen wir Meditation. Langsam, ganz langsam, wird alle Unbewusstheit, alle Dunkelheit verschwinden. Dann kannst du in das kosmische Ganze schmelzen, in die absolute Stille, in eine große Ekstase.“
Osho, Zitat Auszug aus Yakusan: Straight to the Point of Enlightenment #2
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Sich nicht unnötig verspannen,
die eigenen Talente fördern und
lieben, was man tut
1. Sich nicht unnötig verspannen
„Beginne damit, bei alltäglichen Routinehandlungen aufmerksam zu sein. Während du die Alltagsarbeiten ausübst, bleibe dabei entspannt. Es gibt keinen Grund, angespannt zu sein. Wenn du den Boden putzt, warum solltest du dich da verspannen? Wenn du Essen kochst, worüber brauchst du da nervös sein? Es gibt keine einzige Situation im Leben, bei der du dich verspannen musst. Anspannung ist einfach nur deine Unaufmerksamkeit und Ungeduld.
Ich habe mich immer gefragt, warum sind die Leute nur so nervös? Es sieht so aus, dass es überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was außerhalb geschieht, es hat etwas mit dir innen zu tun. Du findest immer eine Entschuldigung von außen, doch nur, weil es so idiotisch aussieht, ohne Grund gestresst zu sein. Nur um deine Verspannung zu rationalisieren, findest du irgendeinen Grund außerhalb von dir, damit du erklären kannst, warum du so nervös bist.
Doch Nervosität ist nicht außerhalb von dir, Stress und Anspannung kommen von deinem falschen Lebensstil.
2. Die eigenen Talente fördern
Du lebst in Konkurrenzdenken – das erschafft Nervosität und Verspannung. Du lebst und vergleichst dich ständig – das erschafft Stress. Du denkst immer entweder über die Vergangenheit oder die Zukunft nach, und deine einzige Realität ist, die Wirklichkeit zu versäumen – auch das erschafft Anspannung.
Finde dein eigenes Talent. Die Natur schickt kein einziges Individuum auf die Welt, ohne ihm ein einzigartiges Geschenk mitzugeben. Suche einfach ein wenig danach… Was auch immer für Qualitäten und Talente du hast, nutze sie völlig aus. Dadurch wird die Energie, die sonst in Stress und Nervosität geht, beginnen, zu Anmut und Schönheit zu werden.
3. Lieben, was man tut
Was immer du tust, mache es mit solcher Liebe, mit solcher Sorgfalt, dass das kleinste Ding in der Welt zu einem Kunstwerk wird. Das wird dir große Freude bringen. Dann wirst du eine Welt erschaffen, die kein Konkurrenzdenken kennt, bei der niemand verglichen wird. Das wird allen Menschen Würde verleihen. Jede Handlung, die hundertprozentig ausgeführt wird, wird zur reinen Andacht.“
Osho, Zitat-Auszug aus The Hidden Splendor
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Überwältigende Emotionen
Mai 2, 2009
Emotionen haben keinen Wert
Oft erfüllt mein Herz und mein ganzes Wesen ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Das passiert, wenn ich in tiefer Liebe bin. Doch ein ähnliches Gefühl habe ich auch in Angst, Sorge, Schmerz, Hilflosigkeit und Frustration.
„Tatsächlich steckt in den meisten Emotionen etwas Ähnliches:
das Gefühl, überwältigt zu werden. Es mag Liebe sein, es mag Hass sein oder Wut… es kann alles mögliche sein. Wenn eine Emotion zuviel wird, gibt sie dir das Gefühl, von etwas überwältigt worden zu sein. Auch Schmerz und Leiden können die gleiche Erfahrung erschaffen. Jedoch hat Überwältigt-sein keinen Wert, es zeigt nur, dass du emotional bist.
Nicht emotional handeln!
Das Gefühl von Überwältigt-sein ist typisch für eine emotionale Persönlichkeit. Wenn sie wütend ist, dann ist sie es total. Und wenn sie liebt, dann liebt sie vollkommen. Die emotionale Persönlichkeit wird von der Emotion fast betrunken und blind. Jede Handlung, die aus einer Emotion entsteht, ist verkehrt. Sogar wenn es überwältigende Liebe ist, die Handlung, die daraus entsteht, wird nicht richtig sein.
Grundlegend kann man sagen: Wenn du von einem Gefühl überwältigt wirst, dass du dann alle Vernunft verlierst, deine ganze Empfindsamkeit und auch dein Herz dabei verloren geht. Die Emotionen werden wie zu einer dunklen Wolke, in der du dich verlierst. Alles, was du daraus tust, ist verkehrt, was immer es auch sein mag.
Liebe ist keine Emotion
Liebe soll kein Teil deiner Emotionen sein. Normalerweise denken die Leute, Emotion sei Liebe, das ist ihre Erfahrung. Doch alles, was überwältigt, ist sehr instabil. Es kommt wie ein Wind, zieht vorbei und lässt dich leer, verstört, traurig und unglücklich hinter sich zurück.
Menschen, die das ganze Sein des Menschen erkannt haben, also Verstand, Herz und Wesen, sagen: Liebe muss der Ausdruck deines Wesens und nicht etwa eine Emotion sein. Eine Emotion ist sehr zerbrechlich und verändert sich schnell. Einen Moment lang sieht sie so aus, als ob sie alles im Leben sei. Im nächsten Moment bist du aber völlig leer.
Liebe ist Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit
Das erste, was es zu tun gibt, ist, Liebe aus der Menge der überwältigenden Emotionen herauszunehmen. Liebe ist nicht überwältigend. Im Gegenteil, Liebe ist ein tiefes Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit. Doch solch eine Liebe gibt es selten, denn es gibt nur wenige Menschen, die ihr Wesen erreichen.
Du musst deine Liebe aus dem emotionalen Zusammenhang herausnehmen, wo sie seit deiner Geburt steckt. Und du musst einen Weg zu deinem Wesen finden. Außer, deine Liebe wird Teil deines Wesens, ist sie nicht viel anders als Schmerz, Leiden und Traurigkeit. Emotionen werden dir nicht helfen, zu einem integrierten Individuum zu werden. Emotionen werden dir keine Seele aus Granit geben. Du wirst wie Treibholz im Fluss hin- und hergetrieben werden, ohne zu wissen, warum. Emotionen machen den Menschen genauso blind wie Alkohol.“
Osho, Zitat-Auszug aus Om Shantih, Shantih, Shantih, #17
Osho im Original zuhören: Love, an expression of being
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Passive Meditationstechnik bei Fieber
März 13, 2009
Eine passive Meditationstechnik, wenn man krank ist und im Bett liegt:
Wenn Fieber tobt oder sonst eine Krankheit den Körper schüttelt, schaue aufmerksam hin. Nimm wahr, was Fieber ist, wie es sich anfühlt und was mit dem Körper geschieht.
Wie Fieber kühl wird…
„Wenn du mit Fieber im Bett liegst und innerlich brennst, wenn der ganze Körper im Feuer steht, dann nimm diesen Zustand aufmerksam wahr. Wenn du beobachtest, dann zieht es dich gleichzeitig zu deiner inneren Quelle. Sonst brauchst du nichts zu tun, du nimmst einfach nur wahr.
Was kannst du auch sonst schon tun? Das Fieber tobt und du musst die Zeit überstehen. Es macht keinen Sinn, unnötigerweise gegen Fieber zu kämpfen. Wenn du gegen das Fieber ankämpfst, wirst du noch heißer werden. Du ruhst dich einfach aus und siehst aufmerksam zu. Indem du das Fieber beobachtest, wirst du kühl.
Nimm das Feuer noch ein wenig genauer wahr und du wirst noch kühler werden. Durch bloßes Wahrnehmen erreichst du einen derart kühlen Höhepunkt, dass sogar der Himalaya eifersüchtig sein könnte. Sogar die Gipfel des Himalayas sind nicht so kühl. Die Kühle im Beobachten ist der Gourishankar, der höchste Gipfel in dir.
Das Fieber ist an der Peripherie,
du bist der leere, kühle Raum
Das Fieber war eigentlich niemals wirklich da. Es besteht nur im Körper – der sehr weit weg ist. Ein riesiger Raum ist zwischen dir und deinem Körper. Es ist ein grenzenloser Zwischenraum, ein leerer Raum, der nicht zu überbrücken ist. Alles Leiden ist nur am Rande dieses Raumes. Wenn du Leiden beobachtest, dann bist zu plötzlich nicht mehr der, der leidet. Dann beginnst du, die Krankheit zu genießen. Wenn ich sage ‚Genieße deine Krankheit’, dann meine ich ‚Beobachte sie’. Gehe zurück zur inneren Quelle, werde zentriert. Dann gibt es plötzlich kein Leiden mehr, dann existiert nur noch Ekstase.
Im Zentrum gibt es dich nicht mehr, du bist nichts, nur ein großer Raum, der ewig kühl ist, still und glückselig. Wenn ich sage, genieße, dann meine ich, laufe nicht vor der Krankheit davon, sondern beobachte sie.“
Osho, Zitat-Auszug aus A Bird on the Wing, #1
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Kopfweh und Meditation
Februar 18, 2009
Du hast Kopfweh und leidest… eine gute Gelegenheit für Meditation! Es muss nicht Kopfweh sein, jeder Moment ist Gelegenheit, Bewusstheit zu erfahren.
Wer erkennt den Schmerz?
Wenn du Kopfweh hast, woher weißt du das? Es muss Bewusstheit hinter dem Kopf geben, die das Kopfweh erkennt. Das Kopfweh selbst kann es nicht wissen. Es muss einen Beobachter geben, jemanden, der das Kopfweh wahrnimmt oder das Magenweh, eine Bewusstheit, die Emotionen fühlt und die jene Gefühle beobachten kann.
Wenn du voller Wut bist, dann setze dich hin und nimm’ die Wut wahr. Du kannst die Ärgerwolken und die Dunkelheit um dich herum erkennen. Wenn du verliebt bist, dann kannst du einen bestimmten Duft um dich herum wahrnehmen, eine bestimmte Schönheit und Glückseligkeit.
In jedem Moment des alltäglichen Lebens begegnest du Bewusstheit, doch du erkennst sie nicht, du nimmst einfach keine Notiz davon. In diesem Moment liest du diese Zeilen. Schaue einfach ein wenig mehr hinter dich. Dort sitzt Bewusstheit, die weiß, dass du liest. Diese Bewusstheit ist deine Ewigkeit.
Osho, Auszug aus The Language of Existence #7
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Frei sein – Begrenzungen auflösen
Januar 30, 2009
Wir halten daran fest, das Leben zu kontrollieren, es sicher zu machen und überschaubar, ohne zu verstehen, dass wir damit das Gegenteil erschaffen: Angst, Sorge, Druck – das bringen sichere Grenzen mit sich. Die folgende Meditationstechnik löst alle Begrenzungen auf.
Breite Dich in alle Richtungen aus
Fühle, wie du dich in alle Richtungen ausbreitest,
weit entfernt, nah.
“Erinnere dich an ein grundsätzliches Gesetz; Leben bedeutet Unsicherheit. Nur wenn du bereit bist, in Unsicherheit zu leben, wirst du lebendig sein. Unsicherheit bedeutet Freiheit. Wenn du bereit bist, dich unsicher zu fühlen und ständig unsicher zu sein, dann wirst du frei sein.”
Osho, Auszug aus dem Buch der Geheimnisse
Anleitung zur Meditation
Erste Phase: Löse Begrenzungen auf
Fühle, dass das Leben unsicher ist. Sitze mit geschlossenen Augen. Fühle, wie sich deine Mauern und Begrenzungen, die du um dich geschaffen hast, auflösen. Erlaube dir zu fühlen, dass das Leben unsicher und unbekannt ist, dass es sich ständig verändert und unvorhersagbar ist. Dass der Tod zu uns allen kommen wird.
Zweite Phase: Ausdehnung des Herzens
Wenn du diese Unsicherheit tief in dir wahrnehmen kannst, dann stehe auf und erlaube ein Gefühl von Ausdehnung hochkommen. Die Augen sind geschlossen. Du kannst die Arme sanft bewegen. Beginne die Ausdehnung im Herzen und durchdringe alle Richtungen. Bis ins Universum.
Wenn du Musik möchtest, lege sanfte Musik auf. Georg Deuters Musik eignet sich gut, oder auch jede andere, die dein Herz berührt.
Dritte Phase: Durchdringe dich selbst
Nach der Übung sitze oder liege still, entspanne in dich selbst. Durchdringe dich selbst. Nah.
Du kannst diese Übung vor dem Schlafen gehen machen, aber auch zu jeder anderer Zeit. Wenn du sie ein paar Mal gemacht hast, kannst du dich jederzeit an diesen Zustand unbegrenzter Freiheit erinnern.
Musikempfehlung:
Sea & Silence
Selbst geschaffene Zwänge
„Tantra und Yoga sind sich beide darüber einig, dass deine Engstirnigkeit das Problem ist. Du hast dich selbst so eng gemacht, so richtig eng, dass du dich immer eingeengt fühlst. Die Unfreiheit kommt nicht von irgend woanders her: Die Gebundenheit kommt von deinem engen Verstand. Und er wird immer enger und enger, du fühlst dich sehr unter Zwang. Dieser Druck gibt dir das Gefühl von Einengung. Du hast eine unendliche Seele und ein unendliches Sein, doch das unendliche Sein fühlt sich eingesperrt. Was immer du tust, du wirst überall auf Einschränkungen stoßen. Wo immer du dich hinbewegst, du wirst in einer Sackgasse landen. Du kannst nicht über sie hinausgehen. Dort gibt es nur Beschränkung. Dort gibt es keinen offenen Himmel zum Fliegen. Aber diese einengenden Zwänge sind von dir selbst erschaffen — du hast sie dir selbst geschaffen aus ganz bestimmten Gründen heraus: um sicher und gefahrlos zu leben.
Wenn du Freiheit möchtest, wirst du Sicherheit und Absicherungen verlieren müssen — sowieso ist Sicherheit nur eine Illusion, es gibt sie nicht wirklich. Der Tod wird eintreten — was immer du auch tust, sterben wirst du auf jeden Fall. All deine Sicherheiten und Absicherungen sind nur Fassade, nichts wird helfen.“
Die Qualität des Lebens: Unsicherheit
„Wann immer du etwas sicher machst, verschwindet das Leben. Bleibe in Unsicherheit, das ist die wesentliche Qualität des Lebens selbst. Nichts kann dagegen getan werden. Und es ist wunderschön so!
Wenn es keine Mauern mehr um dich herum gibt, wird es einfach für dich sein, alles zu durchdringen. Dann gibt es keinen Punkt mehr, wo du endest. Du beginnst einfach im Herzen und endest nirgendwo. Du hast ein Zentrum im Herzen aber keine Umgebung. Die Umgebung dehnt sich aus — weiter und weiter. Der ganze Raum ist von ihr umgeben. Die Sterne bewegen sich mit ihr. Welten werden geboren und lösen sich auf. Planeten entstehen und vergehen. Der ganze Kosmos wird zu deiner Umgebung. Wo wird dein Ego in dieser Weite bleiben?“
Osho, Auszug aus dem „Buch der Geheimnisse“
Über das Buch der Geheimnisse
Das tantrische Buch der Geheimnisse (Book of Secrets), auch Vigyan Bhairav Tantra genannt, beinhaltet hinduistische Weisheiten, die über Jahrhunderte überliefert wurden. Osho hat sie für den modernen Menschen übersetzt. Die tiefgehenden Techniken aus dem Buch der Geheimnisse erlauben es, auf einfache Weise Meditation in den Alltag zu bringen.
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