Tipps

Alles braucht seine Zeit, kümmere dich nicht um die Ergebnisse, es passiert alles wie es sein soll. Für was immer du bereit bist, das wird passieren. Sei mehr und mehr im Einklang mit deinem Inneren. Wenn das Herz und die Energie miteinander harmonieren, dann folgt das Ergebnis automatisch.

Es ist so ähnlich, wie einen Samen in die Erde zu pflanzen. Er braucht Fürsorge, du musst ihn wässern und düngen und dann wird eines Tages das Wunder geschehen: Zwei kleine Blättchen werden aus dem Boden herauswachsen… Ähnlich verhält es sich mit der Meditation.

Osho

Müdigkeit in der Meditation
Meditation kommt, wenn du glücklich bist
Was ist Meditation?

Ist im Sterbeprozess beobachten alles, was wir in diesem wichtigen Moment tun können, oder gibt es noch eine besondere Meditationstechnik dafür?

Wahrnehmen ist alles, was benötigt wird

Tipps

„Wahrnehmen ist das Einzige, doch ist es keine Technik, es ist deine Natur, deine ganze Natur. Du bist nichts anderes als Wahrnehmen. Beobachten ist das reine Bewusstsein.

Nicht nur die Angst vor dem Sterben macht dich unbewusst. Überhaupt bist du zu unbewusst. Ein Zehntel von dir ist bewusst, der große Rest unbewusst. Die Angst vor dem Tod nimmt dir dieses eine Zehntel an Bewusstheit. Doch Angst hat nur einen geringen Effekt, denn generell sitzt Unbewusstheit sehr tief.

In der Meditation, wenn du wahrnimmst, dann zerstreust du nach und nach die Unbewusstheit, ohne dir darüber im Klaren zu sein. Du wirst nach und nach bewusster. Die dünne Schicht wird dicker und dicker und es kommt der Moment, wo dein ganzes Wesen voll von Bewusstsein ist. Bewusstsein ist das Selbe wie Wahrnehmen.

Im Leben, das Leben beobachten
Im Tod, das Sterben beobachten

Wenn also der Tod kommt, dann beobachte den Tod. Als das Leben da war, hast du das Leben beobachtet. Es ist nichts Neues: Der Tod ist nur ein Objekt genauso wie das Leben ein Objekt war. Wenn du gelernt hast, wie man wahrnimmt, dann brauchst du dich vor nichts zu fürchten. Dann wirst du auch deinen Tod beobachten können.

Es gibt keine Technik fürs Sterben. Dein Wesen, dein Bewusstsein, muss alle dunklen Ecken in dir transformieren. Das Licht hat in jede kleinste Ecke zu gelangen. Das nennen wir Meditation. Langsam, ganz langsam, wird alle Unbewusstheit, alle Dunkelheit verschwinden. Dann kannst du in das kosmische Ganze schmelzen, in die absolute Stille, in eine große Ekstase.“
Osho, Zitat Auszug aus Yakusan: Straight to the Point of Enlightenment #2

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Wahrheit braucht Zeit

Juni 18, 2009

Wahrheit ist kein Fast Food Artikel, es braucht ein wenig Zeit, den Boden vorzubereiten. Osho erzählt von Begegnungen auf seinen Reisen durch Indien.

Ein wenig länger als 5 Minuten…

Meditation-messen

„Ich bin mehr als 30 Jahre durch Indien gefahren und habe Menschen getroffen … Einmal war ich grade dabei, in einen Zug ein zu steigen. Der Zug hielt nur zehn Minuten lang im Bahnhof und jemand ergriff meine Hand und fragte: „Sag mir, was ist WAHRHEIT?“

Ich antwortete, dass es etwas Zeit benötigte und ich meinen Zug verpassen würde. „Das ist nichts, was ich dir in diesem Moment vermitteln kann. Es wird ein bestimmter Hintergrund in dir benötigt und selbst wenn dieser da ist, kann ich nur auf Wahrheit hinweisen. Das ist unmöglich zu tun, während mein Zug wegfährt. Lass mich bitte los.“

Ich habe Leute auf der Straße gefunden, die anhielten und zu mir sagten:“Wir haben keine Zeit zu meditieren aber kannst du uns nicht ganz kurz sagen, was Meditation ist?“ Auf der ganzen Welt gibt es Leute, die es eilig haben und die die höchste Erfahrung erleben möchten, während sie von einem zum anderen rennen.“

Osho, Hyakujo: The Everest of Zen, with Basho´s Haikus #8

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Entspanntes Handeln

Mai 19, 2009

Gelassen und total wachsam arbeiten

Tipps

„Entspannte Wachsamkeit – diese beiden Worte sehen widersprüchlich aus, und sie sind es normalerweise auch. Denn immer wenn du entspannt bist, verlierst du die Wachsamkeit. Und immer wenn du wach bist, verlierst du die Entspannung.

Wenn du nur wachsam bist, dann wirst du dich früher oder später total erschöpft fühlen. Du kannst keine 24 Stunden wachsam sein, du wirst einen Urlaub brauchen. Den bekommst du dann durch Alkohol oder Drogen. Du tust alles, um aus dieser anstrengenden Wachsamkeit herauszukommen.

Die Arbeitswelt ist geprägt von hartem Wettbewerb und wenn du Erfolg haben willst, dann musst du sehr wach sein. Aber das ermüdet dich auch. Dann lastet alle Anspannung auf dem Kopf. Das macht dich neurotisch.

Wenn du entspannt bist ohne wach zu sein, dann wirst du lethargisch. Du wirst passiv und abgestumpft. Aus diesem Grunde blieben die Menschen im Osten arm, ohne wissenschaftlichen Fortschritt, ohne Technologie, nahe am Verhungern.

Jedoch ist beides zur gleichen Zeit möglich. Du kannst völlig und total entspannt und dabei gleichzeitig aufmerksam sein. Und nur dieser Zustand wird dich zu einem ganzen Menschen machen, einem heilen Menschen. Ansonsten wirst du unvollständig bleiben. Ein unvollständiger Mensch ist immer in der einen oder anderen Art unglücklich.“

Osho, Take it Easy

Verstehen als Meditation

März 29, 2009

Unglück und Leiden sind nicht gottgegeben und auch nicht von dem Verhalten anderer abhängig, sondern Leiden hat eine Ursache, die in uns selbst liegt. Versuche zu verstehen – nicht nur das Leid, sondern auch das, was dich glücklich macht. Dann wird beides verschwinden. Was bleibt, ist eine völlig neue Art von Bewusstsein.

Tief in Leid und Glück schauen

Verstehen-meditation

„Versuche, deine Unzufriedenheit und Leiden zu verstehen. Lebe es, gehe tief ins Leiden hinein, finde die Ursache heraus, warum es da ist.

Versuche zu verstehen. Lasse das zu deiner ständigen Meditation werden.

Verstehen, was wirklich ist und was nicht

Versuche auch den Zustand zu verstehen, wenn du zufrieden und glücklich bist. Du wirst erkennen, wie oberflächlich Zufriedenheit und Glück eigentlich sind. Wenn du einmal in der Tiefe erkannt hast, dass dein Glück oberflächlich ist und du es auf jeden Fall verändern möchtest, dann kannst du bewusst anders leben. Es liegt in deiner Hand.

Zufriedenheit und Erfüllung kann zu deinem ganzen Wesen werden. Fürs Unglücklichsein bleibt dann nicht einmal ein kleiner Raum übrig. Deine Liebe wird zu deinem ganzen Leben. Und das bleibt so. Die Zeit verstreicht, aber was du erreicht hast, vertieft sich. Mehr und mehr Blüten entstehen und neue Lieder werden geboren.“
Osho, Zitat-Auszug aus Beyond Enlightenment #5

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Eine passive Meditationstechnik, wenn man krank ist und im Bett liegt:
Wenn Fieber tobt oder sonst eine Krankheit den Körper schüttelt, schaue aufmerksam hin. Nimm wahr, was Fieber ist, wie es sich anfühlt und was mit dem Körper geschieht.

Wie Fieber kühl wird…

Fieber-meditation

„Wenn du mit Fieber im Bett liegst und innerlich brennst, wenn der ganze Körper im Feuer steht, dann nimm diesen Zustand aufmerksam wahr. Wenn du beobachtest, dann zieht es dich gleichzeitig zu deiner inneren Quelle. Sonst brauchst du nichts zu tun, du nimmst einfach nur wahr.

Was kannst du auch sonst schon tun? Das Fieber tobt und du musst die Zeit überstehen. Es macht keinen Sinn, unnötigerweise gegen Fieber zu kämpfen. Wenn du gegen das Fieber ankämpfst, wirst du noch heißer werden. Du ruhst dich einfach aus und siehst aufmerksam zu. Indem du das Fieber beobachtest, wirst du kühl.

Nimm das Feuer noch ein wenig genauer wahr und du wirst noch kühler werden. Durch bloßes Wahrnehmen erreichst du einen derart kühlen Höhepunkt, dass sogar der Himalaya eifersüchtig sein könnte. Sogar die Gipfel des Himalayas sind nicht so kühl. Die Kühle im Beobachten ist der Gourishankar, der höchste Gipfel in dir.

Das Fieber ist an der Peripherie,
du bist der leere, kühle Raum

Das Fieber war eigentlich niemals wirklich da. Es besteht nur im Körper – der sehr weit weg ist. Ein riesiger Raum ist zwischen dir und deinem Körper. Es ist ein grenzenloser Zwischenraum, ein leerer Raum, der nicht zu überbrücken ist. Alles Leiden ist nur am Rande dieses Raumes. Wenn du Leiden beobachtest, dann bist zu plötzlich nicht mehr der, der leidet. Dann beginnst du, die Krankheit zu genießen. Wenn ich sage ‚Genieße deine Krankheit’, dann meine ich ‚Beobachte sie’. Gehe zurück zur inneren Quelle, werde zentriert. Dann gibt es plötzlich kein Leiden mehr, dann existiert nur noch Ekstase.

Im Zentrum gibt es dich nicht mehr, du bist nichts, nur ein großer Raum, der ewig kühl ist, still und glückselig. Wenn ich sage, genieße, dann meine ich, laufe nicht vor der Krankheit davon, sondern beobachte sie.“

Osho, Zitat-Auszug aus A Bird on the Wing, #1

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Leiden ist hässlich. Wenn jemand leidet, ist es menschlich, ihm aus dem Leid zu helfen, doch „Du-Armer-Schwarzer-Kater-Sympathie“ hilft ihm nicht. Im Gegenteil, solche Sympathie unterstützt Leiden. Wer Meditation sucht, hält besser Ausschau nach Glückseligkeit, Wahrheit und Bewusstsein…

Glückliche Menschen verdienen Sympathie

Gluecklich-sein

„Schaue dir einmal den Zustand genau an, wenn du unglücklich bist. Du wirst etwas Grundlegendes dabei herausfinden. Unglücklichsein gibt dir Respekt von den Leuten. Die Menschen sind freundlicher zu dir, wenn du traurig bist und sie fühlen mehr mit dir mit. Du hast mehr Freunde, wenn du unglücklich bist.

Die Welt steht auf dem Kopf. Etwas Grundlegendes läuft schief. Nicht die unglückliche Person sollte mehr Freunde haben, sondern die glückliche. Doch sei glücklich und dann sind die Leute auf dich eifersüchtig, sie sind keine Freunde mehr. Sie fühlen sich betrogen. Du hast etwas, was sie nicht haben können.

Lernen, glücklich zu sein

Über die Jahrhunderte hinweg haben wir diesen subtilen Mechanismus gelernt: Glücklichsein zu unterdrücken und Unglücklichsein auszudrücken. Jemand, der meditiert, wird diesen ganzen Mechanismus loslassen. Du musst lernen, wie du glücklich sein kannst und du musst lernen, glückliche Menschen wertzuschätzen. Erinnnere dich daran, glücklichen Menschen mehr Aufmerksamkeit zu geben.

Das ist ein großer Dienst an der Menschheit. Sympathisiere nicht mehr so sehr mit Menschen, die unglücklich sind. Wenn jemand leidet, dann helfe ihm, doch sympathisiere nicht mit ihm. Vermittle ihm nicht das Gefühl, dass sich Leiden lohnt. Lasse ihn wissen, dass du ihm helfen wirst, jedoch „nicht weil ich dein Unglück schätze, sondern weil du leidest.“ Du tust also nichts anderes, als den Menschen von seinem Unglück zu befreien, denn Leiden ist hässlich. Lass die Person fühlen, dass Leiden hässlich ist und dass Unglücklichsein keine tugendhafte Eigenschaft ist.

Drei Eigenschaften von Göttlichkeit

Sei glücklich, schätze Fröhlichkeit und helfe den Menschen zu verstehen, dass Glück das Ziel im Leben ist. Östliche Mystiker haben gesagt, Göttlichkeit habe drei Eigenschaften:

• Wahrheit und Sein (Sat),
• Bewusstheit und Bewusstsein (Chit) und schließlich
• den Höhepunkt – Glückseligkeit (Anand).

Wo immer jemand glücklich ist, da ist Göttlichkeit zuhause. Wenn du einen glücklichen Menschen siehst, dann achte ihn mit Ehrfurcht, er ist heilig. Wann immer ein Treffen von Menschen festlich und glücklich ist, dann bist du an einem heiligen Ort.“
Osho, Zitat aus The Book of Wisdom #20

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Die meiste Zeit des Alltags handeln wir wie ein Roboter – ganz mechanisch. Das Unterbewusstsein hat die Steuerung übernommen: beim Autofahren, beim Essen, Kochen, Gehen…. Meditation bedeutet, bewusst zu bleiben, auch wenn die Dinge ‘automatisch’ getan werden können.

Langsam, langsam!

Auto-wachsam-meditation

Bringe ein wenig Bewusstheit in dein Leben. Jede Handlung sollte weniger automatisch als bisher ausgeführt werden. Du hast den Schlüssel für Bewusstheit in dir. Wenn du gehst, dann gehe nicht wie ein Roboter. Gehe nicht so, wie du schon immer gegangen bist, gehe nicht automatisch. Gehe ein wenig langsamer und sei aufmerksam, wenn du gehst. Lasse jeden Schritt mit voller Bewusstheit geschehen.

Versuche in kleinen Handlungen bewusst zu sein. Es brauchen keine großen Dinge zu sein: essen, sich waschen, schwimmen, gehen, sprechen, zuhören, kochen, die Wäsche erledigen… De-automatisiere jeden Vorgang. Erinnere dich an das Wort ‚De-Automatisieren’, es birgt das ganze Geheimnis, wie du bewusst werden kannst.

Wach, wie beim ersten Mal…

Das Denken ist ein Roboter, der auf seine eigene Weise nützlich ist. Er funktioniert so: Zum Beispiel lernst du etwas Neues. Am Anfang bist du total aufmerksam und bewusst. Nehmen wir einmal an, du lernst schwimmen. Dann bist du ganz wach und aufmerksam, denn es geht um dein Leben. Oder, wenn du deinen Führerschein machst, dann bist du hellwach. Du musst ganz gehörig aufpassen. Du musst dich um viele Dinge kümmern, das Steuer, die Straße, die Leute, die die Straße überqueren, das Gaspedal, die Bremse, die Kupplung… Du musst dir über alles zur gleichen Zeit bewusst sein. Es gibt da so viele Dinge, an die du denken musst. Deshalb wirst du nervös, denn es ist gefährlich, einen Fehler zu begehen. Weil es so gefährlich ist, deshalb musst du so aufmerksam sein. In dem Moment, in dem du das Autofahren gelernt hast, wird die Bewusstheit nicht mehr gebraucht. Dann übernimmt der roboterähnliche Teil deines Verstandes die Steuerung.

Können macht unbewusst

Diesen Vorgang nennen wir Lernen. Wenn man etwas gelernt hat, dann wird es vom Bewusstsein in den Roboter-Zustand überführt. Wenn etwas einmal gelernt wurde, dann ist es nicht mehr Teil von wachsamer Aufmerksamkeit. Dann wird es ins Unterbewusstsein gestellt. Jetzt steuert das Unterbewusstsein und das Bewusstsein ist frei, etwas Neues dazu zu lernen.

Es ist sehr wichtig, diesen Mechanismus zu verstehen. Erinnere dich daran, auch bewusst zu sein, wenn du etwas gelernt hast.

Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #14

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Beobachten stärkt das Ego

Januar 24, 2009

Überall kann man lesen, dass Meditation bedeutet, zu beobachten. Die Instanz, die beobachtet, ist jedoch oft nur eine neue Schicht des Egos oder Ichgefühls. Bewusstheit ist eine subtile Sache, die noch dazu nicht geübt oder ‘herbeimeditiert’ werden kann. Was bedeutet dann meditieren?

Bewusstsein bedeutet Verschmelzen

Bewusstsein-beobachter

„Du kannst waches Wahrnehmen oder Bewusstsein nicht üben. Wenn du übst, aufmerksam wahrzunehmen, dann wirst du nur zu einem Beobachter. Zu beobachten ist nicht das gleiche, wie bewusst zu sein.

Was kannst du dann tun? Verschmelzen und sich total hingeben. Wenn du eine Rose ansiehst, dann vergiss völlig, dass du auf ein Objekt siehst und du das Subjekt bist, das sieht. Lasse die Schönheit dieses Moments, den Segen dieses Moments euch beide überwältigen, so dass du und die Rose nicht mehr getrennt voneinander seid. Ihr werdet zu einem gemeinsamen Rhythmus, zu einem Lied, zu einer einzigen Entzückung.

Verschmelzen so oft wie möglich erleben

Lieben, Musik zu hören, einem Sonnenuntergang zusehen…. lasse solche Situationen immer häufiger geschehen. Je öfter Verschmelzung passiert, desto besser. Bewusstsein ist keine Kunst, die man lernen kann, sondern mehr ein Kniff, den du herausfinden musst. Wenn du ihn einmal gefunden hast, dann kann alles Bewusstheit anregen, jeder Moment und ganz egal wo du gerade bist.

Wenn bewusstes Wahrnehmen geschieht, dann gibt es da niemanden, der wahrnimmt und nichts, was wahrzunehmen ist. Die Bewusstheit ist ein klarer Spiegel, der nichts widerspiegelt. Sogar Bewusstsein ‘Spiegel’ zu nennen, stimmt nicht. Es wäre besser, ‚spiegeln’ zu sagen. Bewusstsein ist eher ein dynamischer Prozess von verschmelzen und sich vereinigen. Es ist kein statisches Phänomen, sondern ein Fluss. Die Rose erreicht dich und du erreichst die Rose. Bewusstsein ist, sein Wesen zu teilen.

Der Beobachter verstärkt dein Ichgefühl

Vergiss die Vorstellung, dass Bewusstheit der Beobachter ist. Der Beobachter kann geübt werden, Bewusstheit geschieht. Der Beobachter ist eine Art Konzentration und der Beobachter hält dich abgetrennt. Der Beobachter wird dein Ichgefühl, dein Ego, stärken und vergrößern. Je mehr du zum Beobachter wirst, umso mehr wirst du dich wie eine Insel fühlen – abgetrennt, unnahbar, auf Distanz bedacht.

Über Jahrhunderte hinweg haben die Mönche in der ganzen Welt den Beobachter geübt. Sie mögen es Bewusstheit genannt haben, doch es ist keine Bewusstheit. Bewusstheit ist von ganz anderer Qualität.“

Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #23

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Die verwandten Artikel scheinen oberflächlich gesehen mit obigem Text in Konflikt zu stehen. Die folgenden Texte zeigen jedoch ebenso mit dem Finger auf das Unerklärliche…
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Bewegungsloser Dunstschleier
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Mukai Kyorai

„Kyorai beschreibt das Leben: „Bewegungsloser Dunstschleier. Mond, Frühling, Schlaf“ – das Leben ist einfach, ohne Komplikationen.

Jemand, der meditiert, lebt sein Leben in Einfachheit: der Mond, der Frühling, der Schlaf – und der Mensch ist vollkommen erfüllt. Ein kleiner bewegungsloser Dunstschleier und dann geht der Mond auf und der Frühling kommt – es gibt Blüten – und dann kommt der Schlaf.

Wenn du das Leben in so einer einfachen Art erfahren kannst, mit ein bisschen Tanzen, mit ein wenig Lieben, mit ein bisschen Spielen, mit ein wenig Lachen und ein wenig Musik, und dann kommt der ewige Schlaf… Dann wird das Leben zu einem einfachen Spiel. Bald wird es vorbei sein.

Das Leben wird einfach, wenn wir akzeptieren können, dass das Drama aufhören wird. Wir sind nur die Spieler eines Spiels, das nicht ewig andauern wird. Wir müssen den Platz für andere Spieler freimachen. Durch diese Akzeptanz wird das Leben sehr einfach, ohne Komplexität und ohne Wettstreit mit anderen Menschen. Man lebt still und friedlich und bereitet sich auf den ewigen Frieden vor, die ewige Stille, den ewigen Schlaf.“
Osho, Auszug aus The Zen Manifesto: Freedom from Oneself #6

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