Über die Leichtigkeit des Lebens
Juli 22, 2009
Das Leben ist aus Sand gebaut
„Gautam Buddha kam in ein Dorf. Am Rand des Dorfes floss ein Fluss vorbei, an dessen Ufer mehrere Kinder mit Sand spielten. Sie bauten Sandburgen und waren total ernst bei der Sache. Wenn einer der Kinder die Sandburg eines anderen durcheinander brachte, dann schrieen sie sich an und waren furchtbar wütend aufeinander. Das passierte schnell, denn Sandburgen sind nicht stabil, ein kleiner Stein geworfen und sie sind hinüber.
Buddha stand da und schaute zu. Dann wurde es Abend und die Mütter der Kinder riefen sie nach Hause: „Kommt jetzt heim, es ist Zeit fürs Abendessen.“ Da sprangen sie alle auf ihren eigenen Burgen herum, genau denen, die sie kurze Zeit vorher so energisch verteidigt hatten. Sie hüpften auf ihnen herum und gingen einfach nach Hause – ohne sich noch einmal umzudrehen.
Buddha sagte zu seinen Schülern: „Das Leben ist nicht viel anders.“
Deine ganze Ernsthaftigkeit bezieht sich auf Sandburgen. Eines Tages wirst du sie verlassen müssen, du wirst sie einstürzen und nicht mehr zurückschauen. Die Leute, die alles ernst nehmen, verpassen die Schönheit, die in der Leichtigkeit des Lebens liegt.“
Osho, Nansen: The Point of Departure #6
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Buddhas Geschichte über die blinden Gelehrten
April 24, 2009
Buddha war ein wahrer Meister, die Inhalte von Meditation verständlich zu machen. In seinen einfachen Geschichten wird alles gesagt, man braucht eigentlich nur wirklich zuzuhören…
Meditation bedeutet sehen
(nicht reden)
„In dem Hofstaat eines Königs begannen die Gelehrten über Göttlichkeit zu debattieren. Der König war kein normaler König, er war ein echter König – ein König der inneren Welt. Sein Königreich im Außen war ihm nur durch einen Zufall gegeben worden.
Damals lag ein großer König im Sterben. Er hatte keinen Sohn. Noch vor seinem Tod verfasste er seinen letzten Willen, dass, wer auch immer am nächsten Morgen als erstes die Stadt betrete, König werden sollte.’ Es war nur ein Zufall, dass dieser meditierende Mann der erste war, der durch das Tor ging. Er wurde also König. Schon vorher war er König seiner inneren Welt geworden.
Was ist ein Elefant?
In seinem Hofstaat diskutierten die Gelehrten über Göttlichkeit. Der König lachte und sagte: „Passt einmal auf, sammelt alle blinden Leute in der Stadt“. Das geschah und der König fragte die Blinden: „Wisst ihr, was ein Elefant ist?“ Und sie antworteten: „Ja“.
Dann gab es eine große Diskussion. Der eine Blinde sagte „Ein Elefant sieht so aus,“ ein anderer sagte: „Ein Elefant sieht doch so aus…“ Ihre Aussagen widersprachen sich völlig. Einer der Blinden hatte nur den Körper berührt, der andere hatte das Ohr angefasst, der dritte nur das Bein getastet… und so weiter. Ihre Beschreibungen waren so unterschiedlich, wie man es sich nur vorstellen kann.
Was ist Göttlichkeit?
Der König sagte zu seinen Gelehrten: „Hört zu, diese blinden Leute können sich nicht darüber einigen, was ein Elefant ist. Sie haben alle etwas vom Elefant wahrgenommen – und ihr? Die Blinden haben zumindest etwas von einem Elefanten berührt… doch ihr habt noch nicht einmal einen Teil von Gott mitbekommen und streitet euch darüber. Ihr seid blinder als diese blinden Leute. Was ihr auch sagt, es ist alles Unsinn. Ihr könnt die Heiligen Schriften zitieren, doch das hilft nicht.
Nur sehen hilft!
Du weißt überhaupt nichts, außer du hast Göttlichkeit wirklich gesehen.“
Osho, Zitat-Auszug aus The Perfect Master Vol.2 #1
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Was Mystiker schon seit 2500 Jahren sagen…
März 25, 2009
… wurde in den letzten Jahren in der Wissenschaft entdeckt: Das universelle Leben besteht aus unerklärlichen Paradoxien, nichts ist sicher und bestimmt, alles ist im Fluss und in Bewegung. Ein Osho Zitat über die Wissenschaft der Buddhas.
Physiker entdecken Buddhas Weisheiten
„Die Menschheit geht in eine neue Phase, ein neues Bewusstsein wird kommen. Was Bewusstsein anbelangt, so ist in den letzten 10.000 Jahren nichts mehr Neues passiert. Es gab Buddhas und Albert Einsteins, doch wir warten immer noch auf einen Buddha, der auch ein Albert Einstein ist. Oder einen Albert Einstein, der auch ein Buddha ist. Dieser Tag rückt immer näher.
Albert Einstein war in seinen letzten Tagen sehr an Meditation interessiert, an Religion. Seine letzten Tage waren voller Wunder. Im Alter sagte er: „Ich dachte immer als ich jung war, dass früher oder später das Unbekannte im Universum erforscht sein wird und so arbeitete ich hart daran. Aber jetzt kann ich sagen, je mehr wir wissen, desto mysteriöser wird das gesamte Leben. Je mehr wir wissen, desto weniger wissen wir und umso mehr werden wir uns der unermesslichen Weite bewusst…“
Alles ist Energie
Die Wissenschaft hat es nicht geschafft, das universelle Leben zu entmystifizieren, sondern, im Gegenteil, sie hat die Dinge noch mysteriöser gemacht. Zum Beispiel war es vor nur einem Jahrhundert für Wissenschaftler so einfach zu sagen, dass alles Materie ist. In der heutigen Zeit ist die Materie verschwunden. In der Neo-Physik gibt es keine Einheit, die Materie heißt. Je tiefer der Physiker in die Welt der Materie eintauchte, umso weniger Materie wurde gefunden. Alles ist reine Energie.
Wie soll man Energie definieren? Ist sie aus Materie? Energie kann nicht materiell sein, Energie ist etwas ganz anderes als Materie. Materie ist statisch, Energie ist dynamisch. Materie ist ein Substantiv, Energie ein Verb. Materie ist messbar, Energie ist nicht zu messen. Als der Physiker in die Welt der Energie einstieg, wurde er mehr und mehr verwirrt. Niemals vorher war er so verwirrt.
Ein Kieselstein – Universum aus vielen Welten
Mystiker waren immer in Ehrfurcht vor dem universellen Leben. Der Physiker ist zum ersten Mal ehrfürchtig, denn er hat etwas sehr Wesentliches berührt. Bisher hatte er die Dinge nur von Außen erforscht. Ein Stein ist von außen gesehen einfach nur ein Stein. Heute weiß der Physiker, dass der Stein nicht einfach nur ein Stein ist. Er enthält viele Welten in sich. Ein kleiner Kieselstein, den du in der Hand hältst, enthält soviel Atomenergie, dass das gesamte Universum daraus entstehen kann. Ein Kieselstein enthält so viele Atomenergie, dass das gesamte Universum damit zerstört werden kann. Er ist nicht einfach nur ein Kieselstein, er ist kein fester Gegenstand. Du hältst ihn in der Hand und weißt, dass er ein Gegenstand ist, aber das ist nicht mehr wissenschaftlich. Der Kieselstein sieht nur so aus, als ob er kompakt wäre, er ist flüssig. Er sieht so aus, als ob du Dinge mit ihm machen könntest und er manipulierbar wäre. Doch du kennst sein Mysterium nicht, das nicht zu manipulieren ist. Die Mysterien eines Kieselsteins sind unermesslich gro0, fast so wie das Mysterium von Göttlichkeit selbst.
Verblüffte Wissenschaftler
Eher Bewusstsein als Materie
Zum ersten Mal benutzt der moderne Physiker die Sprache der Mystiker. Eddington sagte: „Das Universum sieht nicht mehr wie ein Ding aus, sondern eher wie ein Gedanke.“ Und das aus dem Munde eine Wissenschaftlers, eines Nobelpreis-Trägers. Das Universum sieht eher wie ein Gedanke als ein Ding aus? Das bedeutet, das Universum ist eher Bewusstsein als Materie. Materie wurde analysiert, wir drangen tiefer in die Materie ein. Wir entdeckten Atome, Elektronen, Neutronen… und wir sind völlig verblüfft und wissen nicht mehr, wie wir ausdrücken sollen, was uns begegnet. Wir haben keine Sprache dafür, denn wir haben das noch nie gesehen.
Die richtige Sprache wird in den Worten der Mystiker gefunden werden: Buddha wird hilfreich sein oder Laotse. Wissenschaftler schauen schon in den Worten Buddhas nach, um die richtige Sprache zu finden, denn die Mystiker sind diejenigen, die schon immer über Paradoxien und Mysterien gesprochen haben. Jetzt begegnet die Wissenschaft diesen Paradoxien.
Eine Welt von Paradoxien
Das größte Paradox ist, dass sich das Elektron in einer ganz unglaublichen Weise verhält, so unglaublich, dass es kaum ausgedrückt werden kann. Es verhält sich gleichzeitig wie ein Teilchen und wie eine Welle. Das ist unmöglich für den Verstand zu begreifen. Entweder, etwas ist ein Teilchen, oder, es ist eine Welle. Beides kann es nicht gleichzeitig sein.
Der Wissenschaftler steht vor einem Rätsel. Heute erkennt er, dass die Mystiker, die schon immer in Paradoxien gesprochen haben, aus ihrer Erfahrung erklärt haben. Mystiker sagen, Göttlichkeit ist weit entfernt und gleichzeitig ganz nahe. Leben und Tod sind eins, nicht zwei und das bekommt zum ersten Mal für den Verstand des Wissenschaftlers bedeutungsvoll. Es entsteht eine neue Art Wissenschaft, eine Wissenschaft der Unsicherheit. Keine Sicherheit mehr! Sichere Aussagen erscheinen zu grob zu sein.
Mahaviras Weisheit – ‘vielleicht…!’
Vor 25 Jahrhunderten begann der indische Mystiker Mahavira jede Aussage mit „vielleicht“. Wenn man ihn gefragt hat: „Gibt es Göttlichkeit?“, dann antwortete er mit „Vielleicht.“ Damals verstand das niemand, denn wie konnte er „vielleicht“ antworten? Entweder es gibt Göttlichkeit oder nicht. Was also soll das Vielleicht?
Heutzutage kann es verstanden werden. Mahavira benutzte die gleiche Sprache, die von Albert Einstein benutzt wurde. Albert Einstein nannte sie die Relativitätstheorie, genau wie Mahavira seine Philosophie nannte: Sapekshawad – die Theorie von Relativität. Nicht ist sicher, alles ist flexibel und flüssig. In dem Moment in dem du etwas gesagt hast, ist es nicht mehr das gleiche. Dinge gibt es nicht, sagt Mahavir, sondern nur Ereignisse.
Wissenschaft im ständigen Wandel
Genau das beschreibt die moderne Wissenschaft. Wir können nichts mehr absolut beschreiben und sagen: „So genau ist das!“ Wann immer jemand mit Bestimmtheit sagt: „Genau so ist es“ benimmt er sich dumm. Früher hat man von so einem Menschen gedacht, er sei ein Mensch der Bescheid weiß. Je sicherer jemand war, desto mehr dachte man, er sei kompetent. Ein unbestimmter Mensch, der zögerte, wurde für unwissend gehalten.
Mahavira kam zu früh in die Welt, er kam vor seiner Zeit an. Heute ist die Zeit reif, heute wird er von Wissenschaftlern verstanden werden, von der höchsten Intelligenz in der Welt. Versuche nicht, Dinge unter einen Hut zu bringen, das ist ein falscher Ansatz. Beobachte einfach und schaue tief in die Dinge, so wie sie sind. Sie sind schon unter einem Hut. Es gibt im Leben keinen Konflikt. Alle Gegensätze ergänzen sich.“
Osho, Zitat-Auszug aus Be Still and Know
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Leben wie ein Buddha
Februar 27, 2009
Früher ist man Sonntags in die Kirche gegangen und damit war das religiöse Bedürfnis abgedeckt. Der Rest der Woche wurde wie gewohnt gelebt. In ähnlicher Weise genügt es nicht, Meditation nur eine Stunde lang als ein Technik zu praktizieren. Meditation muss im Alltag gelebt werden, damit sich die volle Blüte entwickelt.
Im Alltag wach und achtsam sein
Es ist unbedingt notwendig, dass du den Buddha in deine äußere Umgebung bringst. Dass er in deinen alltäglichen Handlungen und deiner normalen Arbeit lebt. Es geht nicht darum, sich von der Welt zurückzuziehen. Sei total in der Welt, doch erlaube die Welt nicht in dir.
Das ist nur möglich, wenn du beobachtest und wahrnimmst. Lebe wie ein Buddha. Und denke nur an eines: Bleibe im Zuschauen. Das Wahrnehmen ist der Hauptschlüssel. Tausende von Meistern haben immer wieder das Gleiche gesagt: Sei in deinem Zentrum und nehme wahr, dadurch wirst du zu einem Buddha, dem Erwachten.
Langsam, ganz langsam, überrede den Buddha, in dein normales Leben mit zu kommen. Bringe ihn von den versteckten Quellen zu deinen äußeren Angelegenheiten. Wenn das Innere und das Äußere eins werden, dann ist das Wunder geschehen.
Osho, Joshu: The Lion´s Roar #6
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Schockdämpfer gehen lassen
Januar 12, 2009
Wahrheit tut weh. Wir haben uns alle möglichen Schutzhüllen zugelegt, um uns vor dem Schmerz zu bewahren – ohne zu ahnen, dass hinter dem Schmerz das wahre Glück steckt. „Am Anfang ist die Wahrheit bitter, am Ende süß“, sagt Buddha. Meditation bedeutet, sich der Wahrheit in diesem Moment zu stellen.
Wahrheit befreit
„Der Mensch hat um sich herum viele Schockdämpfer geschaffen. Du wirst niemals frei sein, wenn du diese Schutzhüllen nicht fallen lässt. Nur die Wahrheit befreit. Am Anfang schockiert die Wahrheit sehr – doch das ist nun einmal so, so sind die Dinge. So funktioniert die Natur. Du musst dich für alle Schocks im Leben öffnen und verletzlich machen. Es wird weh tun, es wird dich verletzen und du wirst weinen. Du wirst das Leben verdammen. Aber nach und nach wirst du sehen, dass die Wahrheit die Wahrheit ist und dass es keinen Sinn hat, sich dagegen aufzulehnen. Wenn sich die Wut gegen das Leben einmal gelegt hat, enthüllt die Wahrheit ihre eigene Schönheit. Die Wahrheit befreit.
Es wird dich erschrecken, es macht Angst, doch das ist der einzige Weg, zu wachsen. Wachstum geschieht in Einklang mit der Realität und nicht gegen sie. Wenn du einmal die Wirklichkeit gespürt hast, wie sie ist, wirst du dir nie mehr Schockdämpfer um dich herum erschaffen.“
Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #12
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Meditation ist leicht
Januar 10, 2009
Meditation ist ein Paradox: Wir suchen, was wir schon lange sind. Wie absurd! Quäle dich nicht beim Meditieren, nimm’ es leicht.
Die Dinge leicht nehmen
Indem du die Dinge leicht nimmst und nichts zu erzwingen versuchst, flaut der Gedankenstrom nach einiger Zeit ab, innen wie außen, und es zeigt sich das wahre Gesicht.
Zitat von Meister Bukko
„Es ist nicht schwierig, zum inneren Buddha zu werden. Es ist das einfachste in der Welt, denn es ist dir schon passiert, ohne dass du es weißt. Der innere Buddha atmet schon in dir. Es braucht nur noch ein kleines Wiedererkennen, du musst dich nur ein wenig nach innen wenden…. Die Innenschau darf nicht mit Gewalt erzwungen werden. Wenn du dich mit Druck und Gewalt nach innen wendest, dann verpasst du den Punkt. Es ist eine sehr feine Angelegenheit. Du musst spielerisch nach innen gehen und ohne Ernst. Das meint Bukko, wenn er sagt: „Indem du die Dinge leicht nimmst.“ Nimm überhaupt nichts ernst.
Das Leben ist sehr einfach. Du hast dein Leben ohne Anstrengung bekommen und du lebst es, ohne dich dafür anstrengen zu müssen. Du atmest ganz einfach, ohne dich ständig daran erinnern zu müssen. Dein Herzschlag geht auch im Schlaf weiter. Das Leben macht es dir so leicht! Nur du machst es dir schwer. Du bist sehr engstirnig, du möchtest, dass sich alles in ein Ziel verwandelt, das du erreichen kannst.
Wie kann das, was du schon bist, zu einem Ziel werden? Es ist einfach und ohne Risiko, wenn man die Dinge leicht nimmt. Doch die Leute machen sich alles schwer. Sie nehmen die Dinge sehr ernst und das verdirbt das ganze Spiel. Denke daran, dass das Leben ein Spiel ist. Wenn du das einmal verstanden hast, dann wirst du wie von selbst gerne spielen. Es geht nicht darum, jemanden zu besiegen, sondern darum, völlig im Spiel aufzugehen, voller Freude und tanzend zu spielen. Verspieltheit ist ein wesentlicher Faktor auf der Suche nach deinem Sein.“
Osho, Auszug aus The Buddha: The Emptiness of the Heart #1
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Therapie als Vorstufe zur Meditation
Dezember 27, 2008
Zu Buddhas Zeiten wurde keine Therapie gebraucht, die Menschen hatten einen natürlichen Zugang zu Meditation. Wir haben es heute schwerer, der Zugang zu Natürlichkeit ist durch die alltäglichen Belastungen und den ständigen Gedankenstrom verloren gegangen. Therapie hilft, ihn wieder zu gewinnen.
Den Kontakt zum Leben wieder herstellen
„Buddha brauchte keine Psychotherapie für seine Schüler. Die Leute damals hatten eine natürliche Unschuld in sich. In diesem Jahrhundert haben die Leute ihr unschuldiges Wesen verloren, sie haben zuviele Gedanken und Wissen angehäuft.
Die Leute haben den Kontakt zum Leben verloren. Sie wurden entwurzelt. Der neue Ansatz ist, Therapie zu benutzen, doch mit dem eigentlichen Interesse an Meditation. Das Interesse an Meditation ist das gleiche, wie bei Chuang Tzu oder Gautam Buddha. Sie haben keine Therapie benutzt, weil es damals nicht notwendig war.
Die Leute waren einfach bereit dazu, wie Rosen zu erblühen, es musste kein Boden dafür bearbeitet werden. In dem heutigen Zeitalter wurde der Mensch mit soviel Zeugs belastet, so viel Unkraut ist in seinem Wesen gewachsen, dass Therapie notwendig ist, um den Boden freizumachen. Das Unkraut wird mitsamt den Wurzeln gejätent, damit es keinen Unterschied vom damaligen Menschen zum heutigen mehr gibt. Der moderne Mensch muss wieder so unschuldig werden wie damals. Genauso einfach und natürlich. Er hat diese vielen großen Qualitäten verloren. Der Therapeut muss ihm helfen. Doch seine Arbeit ist nur eine Vorbereitung. Sie ist nicht das Ende. Das Ende wird Meditation sein.“
Osho, Auszug aus The Great Pilgrimage From Here to Here
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Raus aus der Routine
September 22, 2008
Bewusstheit kann man so einfach und überall üben! Beim Gehen zum Beispiel. Du gehst zum Mittagessen und sagst bei jedem Schritt innerlich links und dann rechts und wieder links… Klingt einfach, nicht?
Bewusstes, aufmerksames Gehen
Das einzige, was ein Mensch tun muss, um aus seinem Unglück heraus zu kommen, das seine Unbewusstheit verursacht hat, ist, bewusster zu werden. Verlasse deine Gewohnheiten. Du gehst zum Beispiel ganz automatisch, das ist eine Gewohnheit. Es ist nicht nötig, beim Gehen aufmerksam zu sein. Bringe einmal die Aufmerksamkeit zu dir, gehe völlig bewusst. Es wird dich überraschen: Wenn du einen Vorgang nicht mehr automatisch machst, wird viel Bewusstheit freigesetzt. Von überall her wird Bewusstsein in dich einfließen.
Buddha sagt:
Wenn du aufstehst, stehe bewusst auf. Wenn du dich hinsetzt, setze dich bewusst hin. Wenn du etwas sagst, sage es bewusst. Wenn du etwas hörst, höre bewusst zu. Wenn du etwas isst, esse bewusst.
Armstrong steht vor Gericht, weil er keinen Unterhalt für seine Frau zahlt. „Junger Mann,“ sagt der Richter, „deine Frau sagt, du hättest 12 Kinder mit ihr und du würdest keinen Unterhalt zahlen. Wie kann ein Mann, der seine Familie nicht unterstützt so viele Kinder bekommen?“ „Euer Ehren,“ sagt Armstrong, „wenn dieses bestimmte Gefühl aufsteigt, dann fühle ich mich, als ob ich die ganze Welt unterstützen könnte!“
Zwei einfache Techniken
• Gehe eine halbe Stunde lang bewusst und du wirst erstaunt darüber sein, wie friedlich und ruhig du aussehen wirst und dich fühlst.
• Sitze einfach nur in deinem Sessel und beobachte still den Atem, wie er ein- und ausgeht. Der Atem kommt herein und du bemerkst es, du nimmst es wahr, wie er einströmt. Jede Stelle, die der Atem berührt, nimmst du wahr: Wie er an den Nasenflügeln vorbeizieht, nach Innen in die Nase geht, sich weiter bewegt, deine Kehle berührt, sich weiter nach unten bewegt, tief in die Lungen fließt und du fühlst, wie sich dein Bauch hebt. Dann fühlst du einen Moment, wie er anhält. Es gibt keine Bewegung mehr. Und dann geht die Reise wieder rückwärts hinaus: Der Bauch fällt zurück, die Luft geht hinaus und du fühlst die gleiche Reise wieder. Die Luft verlässt dich durch die Nasenflügel … und wieder ein kleiner Moment von Nichts. Und dann kommt wieder frische Luft herein.
Nur eine Stunde den Atem beobachten wird dir so viel Stille und Wachsamkeit geben, wie du sie sonst niemals in deinem Leben erfahren hast. Bewusstheit macht den Unterschied, der dein Leben langsam, langsam verwandeln wird.
OSHO, The Perfect Master #7
Was passiert, wenn man meditiert? Antworten im Noseletter
Buddhas rebellischer Ansatz
Juli 14, 2008
Wir kennen unseren Körper, unser Denken und unser Herz, vielleicht auch noch unser Selbst … Buddha geht über alles hinaus, zum Nicht-Selbst …
Über die menschlichen Kreise hinausgehen
Die Persönlichkeit des Menschen ist in konzentrische Kreise aufgeteilt. Der erste Kreis ist der Körper. Innerhalb davon, der zweite Kreis – das Denken. Darin liegt ein weiterer Kreis, das Herz. Und innerhalb des dritten Kreises liegt das Selbst. Buddha geht darüber hinaus.
Atheisten glauben nur an den ersten Kreis. Sie verneinen die anderen Kreise als reine Vorstellung. Das Denken ist ihrer Meinung nach auch nur eine Funktion des Körpers. Die Theisten glauben an alle vier Kreise: den Körper, das Denken, das Herz und das Selbst. Sie bestehen darauf, dass die ersten drei Kreise unbedeutend und illusorisch sind, dass sie nicht deine wahre Realität ausmachen. Deine echte Wirklichkeit ist ihrer Meinung nach nur das vierte Zentrum.
Buddha geht völlig neue Wege. Er geht über den vierten Kreis hinaus, er geht über das Selbst hinaus zum Nicht-Selbst, „Anatta“. Das ist deine wahre Existenz. Wenn du nicht bist, dann bist du. Natürlich nicht in der gleichen Form, wie du dich selbst kennen gelernt hast. Du bist über den ganzen Kosmos verteilt.
Das ist etwas Einzigartiges, für das Buddha 42 Jahre lang gekämpft hat, denn jede Religion hält beim Selbst an, dem „Atma“. Buddha steht alleine, wenn er sagt, dass du nur ins Universelle, in den Kosmos eintreten kannst, wenn du über das Selbst hinaus gehst. Sonst kannst du nicht zum Regen werden, nicht zum Bambus und nicht zu Wolken und Wind …
Warum solltest du dich nur in dieser kleinen Hülle aufhalten? Warum nicht zum Ganzen werden? Nach Buddha bedeutet ganz zu sein, heilig zu sein.
Osho, The Emptiness of the Heart #4
Der einzige Weg zur Wahrheit
Juni 21, 2008
Allen Wegen, die zur Wahrheit führen, ist eines gemeinsam: Sie lösen die Bindung mit dem Körper und dem Denken auf. Genau genommen, gibt es nur einen einzigen Weg: zu einem Spiegel zu werden.
Buddhas Weg zur Erleuchtung
Es gibt nur einen absoluten Weg zur Wahrheit. Einfach beschrieben ist das, sich vom Körper und dem Denken zu entfernen. Sich selbst bewusst zu sein und wahrzunehmen, ohne etwas an sich zu beurteilen, ohne etwas wertzuschätzen, ohne irgendeine Aktivität von irgendeiner Seite. Wie ein Spiegel zu sein, der nichts anderes tut, als widerzuspiegeln. Das ist der absolute Weg und das ist auch der einzig wirkliche Weg. Es werden Tausende anderer Wege vorgeschlagen, doch diese führen nicht zur Wahrheit, sondern irgend woanders hin…
Wenn jemand zum Beispiel Buddhas Namen rezitiert… Gautama Buddha wurde nicht zu einem Buddha, weil er seinen eigenen Namen rezitierte. Er folgte dem absoluten Weg. Er wählte eine ungewöhnliche Situation, denn er hatte keinen Meister. Er stolperte und irrte sechs Jahre herum, von Tür zu Tür, von Meister zu Meister, doch nichts befriedigte seine Sehnsucht. Die Meister sprachen über großartige Dinge, aber er konnte nicht sehen, dass wirklich etwas mit ihnen passiert war. Sie waren wie die Papageien, die Weisheiten nur wiederholten. Sie waren gute Schüler, doch keine erfahrenen, weisen Menschen.
Nach sechs Jahren dauernder, anstrengender Suche, setzte er sich in einer Vollmondnacht unter einen Baum in der Nähe von Bodhgaya (kleine Stadt in Indien). Die Suche hatte ihn total erschöpft. Der Weg zu seiner Erleuchtung wurde von den Schülern komplett missverstanden. Sie erkannten nicht, dass er einfach so müde vom Suchen war, er die Nase voll hatte und dachte: „Ich habe mich aus der Welt zurückgezogen, jetzt lasse ich auch noch die Suche zurück. Ich bin so müde. Ich will überhaupt nichts mehr machen.“
In dieser Nacht schlief er das erste Mal in sechs Jahren ohne Anspannung, ohne Sorgen und völlig friedlich. Irgendwann öffnete er seine Augen und der letzte Morgenstern war gerade am Himmel verschwunden. Er sah den Stern verschwinden – er wollte nichts mehr, er suchte nichts mehr, nicht einmal mehr Wahrheit, keine Erleuchtung … und plötzlich wurde er zu einem Spiegel. In dem Spiegel, in dem der Stern im Himmel verschwand, in diesem Spiegel verschwand alles andere mit. Er wurde erleuchtet, nicht weil er danach suchte, er wurde in dem Moment erleuchtet, als er alles Suchen losließ. Jede Suche, jede Sehnsucht gehört dem Denken an, und das ist das einzige Hindernis.
Was ist also der letztendliche Weg, der GROßE WEG? Sich von dem Denken und dem Körper zu lösen. Diese beiden sind deine Gefängnisse. Wenn du mehr Abstand gewonnen hast – mehr und mehr, weiter und weiter – siehst du plötzlich, dass du aus reinem Bewusstsein bestehst. Dein Bewusstsein war in einer bestimmten Form des Körpers und des Denkens festgehalten. Du bist darin seit Jahrhunderten gefangen. Du brauchst nur einen kleinen Augenblick jenseits davon zu gehen und das Herz wird in einer neuen Freude klopfen. Ein Tanz wird in dir aufsteigen. Das Leben wird zu einer Feier, einem Festival, das sich in jedem Moment erneuert. Jetzt bist du nicht mehr länger ein Gefangener oder Sklave. Du bist die Freiheit selbst.
Osho, The Original Man #6









