Tipps

Meditation ist nicht gegen den Verstand, sondern geht darüber hinaus. Wenn sich die Freundschaft mit dem Verstand vertieft, dann wird dich nichts mehr stören. Kämpfe nicht mit dem Denken, es still werden zu lassen. Die erzwungene Stille wird dir vielleicht sogar einige Zeit gelingen, doch bald wird das Denken wieder zurückkehren. Schließlich benötigst du deinen Verstand im Alltag. Wenn du eine freundliche Beziehung zum Verstand aufbaust wird er zu einer Unterstützung für Meditation werden. Er ist der Boden aus dem die Rosen der Stille wachsen.

Kümmere dich um deinen Verstand, wie du dich um deinen Körper kümmerst. Halte ihn lebendig und sauber. Schmücke ihn mit Gedichten, mit Musik, mit Kunst oder großartiger Literatur. Fülle ihn mit den Größen dieser Kultur. Dann bekommt dein Denken eine eigene Schönheit. Das Denken ist eine Stufe, die zu höheren Gipfeln der Meditation führt: Du bekommst tiefe Einsichten in das Mysterium des Lebens und entdeckst neue Welten und Universen. Der Verstand ist kein Hindernis, du weißt ihn nur nicht richtig zu benutzen.

Osho

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Gefährliches Wünschen?!

August 11, 2009

Unsicherheit-meditation

Glaube daran und du wirst reich werden!

Jeder weiß, dass das kompletter Unsinn ist.
Es ist schädlich und gefährlich, so zu denken.
Die negativen Gedanken deines Verstandes müssen losgelassen
und nicht etwa durch positive Gedanken unterdrückt werden.
Du musst ein Bewusstsein erschaffen,
das weder positiv noch negativ ist.
Das wird das reine Bewusstsein sein.
In diesem reinen Bewusstsein wirst du
ein ganz natürliches und glückliches Leben führen.

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Leere nicht zuschütten

Leere-meditation

„Die Leute sehnen sich nach Macht, denn tief drinnen sind sie leer. Sie möchten die Leere mit irgendetwas zustopfen – das kann Geld sein oder Macht, Anerkennung, Prestige, Charakter, Tugendhaftigkeit. Egal was, alles, was die Leere zuschüttet ist gut…

Zu welchem Typ gehörst du?

Es gibt nur zwei Arten von Menschen in der Welt:

Diejenigen, die versuchen, ihre innere Leere zuzustopfen und jene wertvollen, seltenen Wesen, die versuchen, ihre innere Leere zu sehen. Diejenigen, die sie zuschütten wollen, bleiben leer und frustriert. Sie häufen ihr Leben lang Schrott an, ihr ganzes Leben ist sinnlos und vergebens.

Nur die anderen werden zu Meditierenden, die versuchen, in ihre innere Leere zu schauen, ohne danach zu suchen, wie sie den inneren leeren Raum auffüllen können.

Die innere Leere genießen, sie ist voll

Meditation bedeutet, in deine Leere zu schauen, sie willkommen zu heißen, sie zu genießen und eins mit ihr zu werden, ohne irgendeinen Wunsch, sie zu füllen. Sie muss nicht gefüllt werden, sie ist schon voll. Sie sieht leer aus, denn du hast die richtige Art zu sehen noch nicht gefunden. Du schaust auf die Leere mit dem Verstand und das ist der falsche Weg.

Wenn du das Denken auf die Seite stellst und in deine Leere siehst, dann birgt sie eine ungeheure Schönheit in sich, sie ist göttlich und fließt über mit Freude.

Der Mensch braucht nicht über Geld nachzudenken, über Macht und über das Paradies…. Er ist schon im Paradies, er ist schon reich, er ist schon voller Macht.“

Osho, Zitat-Auszug aus The Book of Wisdom #28

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Meister haben ihren Eigenarten, so auch der jüdische Meister Baal Schem Tow. Er brauchte eine Brille, nicht etwa um besser zu sehen, sondern um aus der Welt der Meditation und Liebe zurück in die Welt von Gedanken und Differenzierungen zu gelangen.

Grenzenlose Weitsicht

Brille-meditation

„Es wird über den großen chassidischen Meister Baal Shem Tow gesagt, dass er normalerweise keine Brille benutzte, doch wann immer er mit einem Philosophen oder einem Wissenschaftler sprach, setzte er sich sofort die Brille auf. Das war ungewöhnlich und seine Schüler fragten sich, was wohl dahinter stecke.

„Was ist los?“ fragten sie. „Du benutzt doch sonst keine Brille?“

Der Meister lachte. Was er antwortete, ist bedeutsam.
„Mit euch kann ich in meinem normalen Zustand bleiben, ich muss mich nicht von ihm entfernen. Meine Augen können nicht mehr unterscheiden. Ihr und der Baum und der Fels, ihr seid alle eins. Wenn ich mit einem Schüler spreche, dann brauche ich nichts auszugrenzen. Ich spreche zur gleichen Zeit zum Schüler, zum Baum, zum Felsen, zu den Sternen und dem Himmel. Alles ist eins. Denn ich spreche aus Liebe. Ich überschütte euch mit meiner Liebe und werde von eurer überschüttet.“

Eine Brille, um Grenzen wiederzufinden

Er fährt fort: „Doch wenn ein Philosoph kommt, dann muss ich von meiner normalen Art zu seinem Denken hinabsteigen. Ich muss mir eine Brille aufsetzen, damit ich blind werde, damit ich die große Vision verliere. Meine Augen werden durch die Brille eng gemacht, denn ein logischer Mensch besteht auf Unterscheidungen. Die Dinge sollen seiner Meinung nach eingeordnet und definiert werden. Liebe kennt keine Definition und keine Abgrenzung.““

Osho, Auszug aus The Perfect Master Vol.2 #5

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Leiden ist hässlich. Wenn jemand leidet, ist es menschlich, ihm aus dem Leid zu helfen, doch „Du-Armer-Schwarzer-Kater-Sympathie“ hilft ihm nicht. Im Gegenteil, solche Sympathie unterstützt Leiden. Wer Meditation sucht, hält besser Ausschau nach Glückseligkeit, Wahrheit und Bewusstsein…

Glückliche Menschen verdienen Sympathie

Gluecklich-sein

„Schaue dir einmal den Zustand genau an, wenn du unglücklich bist. Du wirst etwas Grundlegendes dabei herausfinden. Unglücklichsein gibt dir Respekt von den Leuten. Die Menschen sind freundlicher zu dir, wenn du traurig bist und sie fühlen mehr mit dir mit. Du hast mehr Freunde, wenn du unglücklich bist.

Die Welt steht auf dem Kopf. Etwas Grundlegendes läuft schief. Nicht die unglückliche Person sollte mehr Freunde haben, sondern die glückliche. Doch sei glücklich und dann sind die Leute auf dich eifersüchtig, sie sind keine Freunde mehr. Sie fühlen sich betrogen. Du hast etwas, was sie nicht haben können.

Lernen, glücklich zu sein

Über die Jahrhunderte hinweg haben wir diesen subtilen Mechanismus gelernt: Glücklichsein zu unterdrücken und Unglücklichsein auszudrücken. Jemand, der meditiert, wird diesen ganzen Mechanismus loslassen. Du musst lernen, wie du glücklich sein kannst und du musst lernen, glückliche Menschen wertzuschätzen. Erinnnere dich daran, glücklichen Menschen mehr Aufmerksamkeit zu geben.

Das ist ein großer Dienst an der Menschheit. Sympathisiere nicht mehr so sehr mit Menschen, die unglücklich sind. Wenn jemand leidet, dann helfe ihm, doch sympathisiere nicht mit ihm. Vermittle ihm nicht das Gefühl, dass sich Leiden lohnt. Lasse ihn wissen, dass du ihm helfen wirst, jedoch „nicht weil ich dein Unglück schätze, sondern weil du leidest.“ Du tust also nichts anderes, als den Menschen von seinem Unglück zu befreien, denn Leiden ist hässlich. Lass die Person fühlen, dass Leiden hässlich ist und dass Unglücklichsein keine tugendhafte Eigenschaft ist.

Drei Eigenschaften von Göttlichkeit

Sei glücklich, schätze Fröhlichkeit und helfe den Menschen zu verstehen, dass Glück das Ziel im Leben ist. Östliche Mystiker haben gesagt, Göttlichkeit habe drei Eigenschaften:

• Wahrheit und Sein (Sat),
• Bewusstheit und Bewusstsein (Chit) und schließlich
• den Höhepunkt – Glückseligkeit (Anand).

Wo immer jemand glücklich ist, da ist Göttlichkeit zuhause. Wenn du einen glücklichen Menschen siehst, dann achte ihn mit Ehrfurcht, er ist heilig. Wann immer ein Treffen von Menschen festlich und glücklich ist, dann bist du an einem heiligen Ort.“
Osho, Zitat aus The Book of Wisdom #20

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Je tiefer Meditation im Leben zugelassen werden kann, desto weiter geht das Verständnis um den Tod. Sterben wird als Phase des Lebens erkannt – die tiefe, friedliche Entspannung nach der Aktivität des Lebens.

Hingebungsvoller Rückzug

Sterben-ohne-angst

„Wenn das Bewusstsein meditativ wird, dann kannst du den Tod akzeptieren, denn dann ist das Sterben nicht etwas, was anders ist als du, sondern dann gehört der Tod zu dir, er ist Teil von dir. Dann nimmst du den Tod als Ruhepol an, als die letztendliche große Entspannung. Dann akzeptierst du Sterben als stillen Rückzug. Du gehst in Pension. Den ganzen Tag über hast du hart gearbeitet und wenn du dann abends nach hause kommst, dann ziehst du dich zurück und gehst schlafen. Das Leben ist wie der Tag, der Tod wie die Nacht.

Viele Morgen werden noch kommen, du wirst in vielen verschiedenen Formen immer wieder kommen, bis der totale Tod passiert. Dieser völlige Tod ist für diejenigen, die ganz ohne Gedanken geworden sind. Er ist für diejenigen, die in der Tiefe erkannt haben, dass Sterben und Leben nur zwei Seiten der gleichen Münze sind. Sie haben keine Angst mehr vor dem Tod, nicht einmal ein ganz kleines bisschen. Und sie hängen auch nicht länger am Leben.

Es gibt also zwei Phasen, um letztendlich völlig zu vergehen: Als erstes fürchtet du das Sterben nicht mehr. Wenn du keine Angst mehr hast, dann geschieht der zweite Schritt, dass der große Durst zu leben verschwindet. Dann gehst du über den Tod hinaus.“
Osho, Zitat Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1

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Beobachten stärkt das Ego

Januar 24, 2009

Überall kann man lesen, dass Meditation bedeutet, zu beobachten. Die Instanz, die beobachtet, ist jedoch oft nur eine neue Schicht des Egos oder Ichgefühls. Bewusstheit ist eine subtile Sache, die noch dazu nicht geübt oder ‘herbeimeditiert’ werden kann. Was bedeutet dann meditieren?

Bewusstsein bedeutet Verschmelzen

Bewusstsein-beobachter

„Du kannst waches Wahrnehmen oder Bewusstsein nicht üben. Wenn du übst, aufmerksam wahrzunehmen, dann wirst du nur zu einem Beobachter. Zu beobachten ist nicht das gleiche, wie bewusst zu sein.

Was kannst du dann tun? Verschmelzen und sich total hingeben. Wenn du eine Rose ansiehst, dann vergiss völlig, dass du auf ein Objekt siehst und du das Subjekt bist, das sieht. Lasse die Schönheit dieses Moments, den Segen dieses Moments euch beide überwältigen, so dass du und die Rose nicht mehr getrennt voneinander seid. Ihr werdet zu einem gemeinsamen Rhythmus, zu einem Lied, zu einer einzigen Entzückung.

Verschmelzen so oft wie möglich erleben

Lieben, Musik zu hören, einem Sonnenuntergang zusehen…. lasse solche Situationen immer häufiger geschehen. Je öfter Verschmelzung passiert, desto besser. Bewusstsein ist keine Kunst, die man lernen kann, sondern mehr ein Kniff, den du herausfinden musst. Wenn du ihn einmal gefunden hast, dann kann alles Bewusstheit anregen, jeder Moment und ganz egal wo du gerade bist.

Wenn bewusstes Wahrnehmen geschieht, dann gibt es da niemanden, der wahrnimmt und nichts, was wahrzunehmen ist. Die Bewusstheit ist ein klarer Spiegel, der nichts widerspiegelt. Sogar Bewusstsein ‘Spiegel’ zu nennen, stimmt nicht. Es wäre besser, ‚spiegeln’ zu sagen. Bewusstsein ist eher ein dynamischer Prozess von verschmelzen und sich vereinigen. Es ist kein statisches Phänomen, sondern ein Fluss. Die Rose erreicht dich und du erreichst die Rose. Bewusstsein ist, sein Wesen zu teilen.

Der Beobachter verstärkt dein Ichgefühl

Vergiss die Vorstellung, dass Bewusstheit der Beobachter ist. Der Beobachter kann geübt werden, Bewusstheit geschieht. Der Beobachter ist eine Art Konzentration und der Beobachter hält dich abgetrennt. Der Beobachter wird dein Ichgefühl, dein Ego, stärken und vergrößern. Je mehr du zum Beobachter wirst, umso mehr wirst du dich wie eine Insel fühlen – abgetrennt, unnahbar, auf Distanz bedacht.

Über Jahrhunderte hinweg haben die Mönche in der ganzen Welt den Beobachter geübt. Sie mögen es Bewusstheit genannt haben, doch es ist keine Bewusstheit. Bewusstheit ist von ganz anderer Qualität.“

Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #23

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Die verwandten Artikel scheinen oberflächlich gesehen mit obigem Text in Konflikt zu stehen. Die folgenden Texte zeigen jedoch ebenso mit dem Finger auf das Unerklärliche…
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Es ist ein schönes Gesellschaftsspiel, sich gegenseitig Ratschläge zu geben, wie das Leben leichter, glücklicher und schöner werden könnte. Mache dies, tue das, verändere jenes. Buddha beendet das Spiel, wenn er sagt: Du brauchst dich nicht zu verändern, löse dich statt dessen völlig auf. Wenn es dich nicht mehr gibt, verschwinden auch die Probleme…

„Ich“, das Problem

Buddha-meditation-nichts

Buddha lehrte, wie man zu nichts wird. Die Leute fragten ihn: „Was soll denn das für eine Lehre sein? Jetzt sind wir zumindest jemand. Es mag sein, dass wir unglücklich sind oder Sorgen haben, aber zumindest gibt es uns. Lehre uns lieber, wie wir die Sorgen verlieren und wie wir glücklich werden können. Das wäre viel besser als zu verschwinden!“

Buddha weiß es besser. Er weiß, dass du, so lange wie du existierst, unglücklich sein wirst und Schwierigkeiten um dich herum haben wirst. Genau das Getrenntsein vom Universum als „Ich“ ist der Grund für dein ganzes Unglück. Die Abtrennung vom Ganzen mag verschiedene Formen annehmen, doch die Realität ist, dass du dich von diesem unglaublich weiten Dasein selbst abgetrennt hast.

Buddha antwortete also: „Ich tue das alles, damit ihr aus euren Schwierigkeiten herauskommt. Seid einfach nichts. Wie könnt ihr als Nichts unglücklich sein? Wer würde leiden?“

Er hat die größte Wahrheit gefunden, die jemals erkannt wurde. Du und dein Leiden ihr seid keine zwei verschiedenen Angelegenheiten. Du selbst bist das Problem, du selbst bist das Unglück. Dein Verstand sagt dir, dass dies nicht stimmt. „Alles Leid lässt sich verändern.“ Ja, das stimmt. Du kannst das Unglück verändern, doch daraus wird neues Leid entstehen. Du veränderst und veränderst – jeder tut das – und du gehst von einer Schierigkeit in die nächste. So erkennst du nie, dass das wirkliche Leid in deinem Getrenntsein besteht. Du, als Einzelwesen des Lebens bist das Problem.

Buddha sagt harte Worte, doch sind sie völlig wahr. Außer, du löst dich im Ganzen auf, wirst du Schwierigkeiten haben. Genau die Vereinzelung ist der Grund für deine Hölle.
Osho, The Buddha: The Emptiness of the Heart #4

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The Buddha: The Emptiness of the Heart. Talks on Zen: Emptiness of the Heart

Es ist kaum zu glauben, Wahrnehmen an sich soll die ganze Dunkelheit des Verstandes umkrempeln? Meditation bringt Licht in die Dunkelheit und Dinge werden sichtbar, die dort nicht vermutet wurden.

Meditation bringt Licht in Dunkelheit

Tipps

Beobachten, wahrnehmen, wachsam sein .. das scheinen unbedeutende Worte zu sein, um die ganze Komplexität des Verstandes aufzulösen. Millionen Jahre von Vererbungen, Traditionen, Konditionierung, Vorurteilen… wie sollen die durch einfaches Wahrnehmen verschwinden?

Doch sie verschwinden wirklich, denn wie Gautam Buddha immer sagte: „Wenn die Lichter im Haus angeschaltet sind, dann kommen die Diebe nicht ins Haus, denn sie wissen, dass der Herr des Hauses wach ist.“ Weil das Licht durch die Fenster scheint, durch die Türen, weil man sehen kann, dass das Licht an ist, ist es nicht die richtige Zeit, ins Haus einzubrechen. Wenn die Lichter aus sind, dann werden die Diebe angezogen. Dunkelheit wird zu einer Einladung. Genauso ist die Situation mit deinen Gedanken, deinen Vorstellungen, Träumen, Ängsten, deinem ganzen Verstand.

Wenn der Beobachter anwesend ist – der Beobachter ist fast wie Licht – dann beginnen sich diese Diebe zu zerstreuen. Wenn diese Diebe niemanden anwesend vorfinden, dann rufen sie ihre Brüder und anderen Verwandten: „Auf geht’s!“

Es ist ein einfaches Phänomen, ähnlich wie Licht. In dem Moment, in dem du Licht in einen Raum bringst, verschwindet die Dunkelheit. Du fragst dich nicht etwa „Ist da genug Licht, damit die Dunkelheit verschwinden kann?“ Oder: „Wenn wir das Licht da haben, müssen wir dann noch etwas anderes machen, damit die Dunkelheit verschwinden kann?“

Nein, alleine die Gegenwart von Licht bedeutet die Abwesenheit von Dunkelheit und die Abwesenheit von Licht bedeutet die Gegenwart von Dunkelheit. Die Gegenwart von Wahrnehmung ist die Abwesenheit des Verstandes und die Abwesenheit des Wahrnehmenden ist die Gegenwart des Verstandes.

Unnötige Gedanken verschwinden

In dem Moment, in dem du zu beobachten beginnst, wird, je stärker das Wahrnehmen wird, ganz langsam das Denken schwächer werden. In dem Moment, in dem der Verstand erkennt, dass der Beobachter eine bestimmte Reife erlangt hat, unterstellt sich der Verstand sofort und wird zu einem wunderbaren Diener. Das passiert ganz mechanisch.

Die Natur und Existenz möchten, dass du der Herr im Hause bist und der Verstand zum Diener wird. Dann ist alles in Harmonie. Dann kann der Verstand nicht mehr Falsches tun. Dann ist alles in tiefer Entspannung, in Stille und es bewegt sich zu seiner Vorbestimmung. Du musst nichts anderes tun, als zu beobachten.

Der Verstand hat sich daran gewöhnt, der Herr im Haus zu sein. Es wird eine Zeitlang dauern, ihn zur Vernunft zu bringen. Wahrnehmen ist genug. Es ist ein sehr stiller Prozess, doch die Auswirkungen sind unglaublich weitreichend.
Osho

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Bei Gedanken-Stress

Oktober 24, 2008

Manchmal rennen die Gedanken um die Wette: Sorgen, Ängste, Stress, Aggression und Fragen über Fragen… Meditation bedeutet, die Gedanken zu lassen, ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken.

Gedanken ignorieren

Tipps

Du fragst mich, wie man das ständige Geplapper der Gedanken beenden kann, die Unmenge idiotischer Fragen?

Sei unbeeindruckt. Ignoriere die Gedanken. Lasse sie vor sich hin plappern. So, als ob es keinen Unterschied macht, ob sie da sind oder nicht. Wenn du mit den Gedanken kämpfst, gibst du ihnen Energie. Du gibst Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit ist Nahrung. Noch nie ist es jemandem gelungen, seine Gedanken anzuhalten, indem er mit ihnen kämpfte.

Ignoriere die Gedanken, stehe abseits davon, und lass den Verstand tun, was er tun will. Wenn sich keiner für die Gedanken interessiert, dann macht es keinen Sinn, dass sie so laut schreien. Du hörst sie nicht, bist auch nicht neugierig darüber, was sie sich wieder ausdenken… Und dann halten sie an.

Alle Fragen werden verschwinden, denn sie sind völlig unbedeutend. Wenn das Geplapper der Gedanken verschwindet, dann entsteht Stille und Frieden. Und dann kannst du die stille, kleine Stimme deines Herzens wahrnehmen. Nur das Herz kennt die Antwort auf deine Fragen.

Wenn du ein wunderbares, stilles, fröhliches und glückliches Leben führen möchtest, dann ignoriere die Gedanken und lasse das Herz wieder Meister deines Lebens sein.
Osho, Beyond Enlightenment #8

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