Wiederholbare Meditationserlebnisse?

Gierig-meditation

„Wenn Meditation das erste Mal wirklich in die Tiefe gegangen ist, dann verschwindet dieser tiefgehende Eindruck sofort für Monate. „Was ist passiert?“, fragen sich die Meditierenden dann, „Ich habe etwas Wunderbares in der Meditation gesehen. Warum ist es verschwunden? Was habe ich falsch gemacht?“

Du hast nichts falsch gemacht, du bist nur voller Gier. Als die tiefe Meditation das erste Mal geschah, hast du auch nicht gierig darauf gewartet. Das war gar nicht möglich, denn du kanntest die Erfahrung vorher ja nicht. Das tiefe Erleben kam aus dem Blauen heraus, es kam einfach. Die Erfahrung kam von selbst. Und jetzt möchtest du sie wieder haben. Damit erschaffst du dir das Problem.

Gier im Alltag entdecken

Sei aufmerksam. Während du isst, beobachte aufmerksam, ob du gierig bist. Am Morgen, wenn der Schlaf vorbei ist, dann möchtest du dich gerne noch ein wenig umdrehen und weiterdösen. Das ist Gier. Wenn dein Körper erfrischt ist und du dich gut fühlst und die Müdigkeit vorbei ist, dann beobachte das. Gier ist überall zu finden. Essen, schlafen, meditieren – sie ist überall da.

Meditation kommt unerwartet

Das ist das grundlegende Gesetz: Die Dinge geschehen von selbst, du kannst sie nicht herbeiorganisieren. Die großartigen Dinge im Leben können nicht von dir kontrolliert werden, sie sind jenseits von dir. Du kannst höchstens zulassen, dass sie dir geschehen. Du kannst deine Türen offen stehen lassen, dass sie geschehen können, doch du kannst nichts erzwingen. Wenn du Druck anwendest, dann geschieht nichts.

Die Leute kommen zu mir und sagen: „Seit Monaten passiert nichts in der Meditation“ und sie beginnen an Meditation zu zweifeln. Hatten sie sich das Erlebnis vorher vorgestellt? Nein, es war einfach geschehen. Jetzt möchten sie es wieder erleben und erschaffen um sich herum Ideen und Vorstellungen.

Was tun?
Den Verstand kennenlernen

Du musst dir aller Wege des Verstandes bewusst werden. Gier, Wünsche, Ehrgeiz, Eifersucht, Besitzdenken, Dominierung… du musst alles kennenlernen. Diese Dinge sind alle miteinander verbunden, denke daran. Wenn die Gier verschwindet, wird auch die Wut vergehen. Wenn die Wut vergeht, wird die Eifersucht verschwinden… Sie alle unterstützen die Persönlichkeit in dir, das Ego. Beobachte also, wie sie sich verhalten. Beobachten, aufmerksam sein, wahrnehmen … eines Tages werden sie nicht mehr da sein. Nur der Beobachter bleibt. Dieser Moment reiner Beobachtung ist der Moment der Verwandlung.“
Osho,  Zitat-Auszug aus First Principle #2

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Emotionen haben keinen Wert

Emotionen-liebe

Oft erfüllt mein Herz und mein ganzes Wesen ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Das passiert, wenn ich in tiefer Liebe bin. Doch ein ähnliches Gefühl habe ich auch in Angst, Sorge, Schmerz, Hilflosigkeit und Frustration.

„Tatsächlich steckt in den meisten Emotionen etwas Ähnliches:
das Gefühl, überwältigt zu werden. Es mag Liebe sein, es mag Hass sein oder Wut… es kann alles mögliche sein. Wenn eine Emotion zuviel wird, gibt sie dir das Gefühl, von etwas überwältigt worden zu sein. Auch Schmerz und Leiden können die gleiche Erfahrung erschaffen. Jedoch hat Überwältigt-sein keinen Wert, es zeigt nur, dass du emotional bist.

Nicht emotional handeln!

Das Gefühl von Überwältigt-sein ist typisch für eine emotionale Persönlichkeit. Wenn sie wütend ist, dann ist sie es total. Und wenn sie liebt, dann liebt sie vollkommen. Die emotionale Persönlichkeit wird von der Emotion fast betrunken und blind. Jede Handlung, die aus einer Emotion entsteht, ist verkehrt. Sogar wenn es überwältigende Liebe ist, die Handlung, die daraus entsteht, wird nicht richtig sein.

Grundlegend kann man sagen: Wenn du von einem Gefühl überwältigt wirst, dass du dann alle Vernunft verlierst, deine ganze Empfindsamkeit und auch dein Herz dabei verloren geht. Die Emotionen werden wie zu einer dunklen Wolke, in der du dich verlierst. Alles, was du daraus tust, ist verkehrt, was immer es auch sein mag.

Liebe ist keine Emotion

Liebe soll kein Teil deiner Emotionen sein. Normalerweise denken die Leute, Emotion sei Liebe, das ist ihre Erfahrung. Doch alles, was überwältigt, ist sehr instabil. Es kommt wie ein Wind, zieht vorbei und lässt dich leer, verstört, traurig und unglücklich hinter sich zurück.

Menschen, die das ganze Sein des Menschen erkannt haben, also Verstand, Herz und Wesen, sagen: Liebe muss der Ausdruck deines Wesens und nicht etwa eine Emotion sein. Eine Emotion ist sehr zerbrechlich und verändert sich schnell. Einen Moment lang sieht sie so aus, als ob sie alles im Leben sei. Im nächsten Moment bist du aber völlig leer.

Liebe ist Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit

Das erste, was es zu tun gibt, ist, Liebe aus der Menge der überwältigenden Emotionen herauszunehmen. Liebe ist nicht überwältigend. Im Gegenteil, Liebe ist ein tiefes Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit. Doch solch eine Liebe gibt es selten, denn es gibt nur wenige Menschen, die ihr Wesen erreichen.

Du musst deine Liebe aus dem emotionalen Zusammenhang herausnehmen, wo sie seit deiner Geburt steckt. Und du musst einen Weg zu deinem Wesen finden. Außer, deine Liebe wird Teil deines Wesens, ist sie nicht viel anders als Schmerz, Leiden und Traurigkeit. Emotionen werden dir nicht helfen, zu einem integrierten Individuum zu werden. Emotionen werden dir keine Seele aus Granit geben. Du wirst wie Treibholz im Fluss hin- und hergetrieben werden, ohne zu wissen, warum. Emotionen machen den Menschen genauso blind wie Alkohol.“

Osho, Zitat-Auszug aus Om Shantih, Shantih, Shantih, #17

Osho im Original zuhören: Love, an expression of being

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Das Auf und Ab des Lebens

Februar 4, 2009

Heute gehen die Geschäfte schlecht, morgen wieder gut und dann wieder nicht. Heute vertragen wir uns gut mit den Kollegen, morgen nicht und dann wieder doch … Das Leben geht rauf und runter und wieder rauf. Meditation im Alltag bedeutet, den ständigen Wechsel zu genießen.

Veränderung genießen

Tipps

Ein Mann flog in einem Flugzeug.

:( Unglücklicherweise fiel er aus dem Flugzeug.
:) Glücklicherweise trug er einen Fallschirm.
:( Unglücklicherweise war der Fallschirm nicht richtig gepackt worden und öffnete sich nicht.
:) Glücklicherweise war ein großer Heuballen in dem Feld unter ihm.
:( Unglücklicherweise stach eine spitze Heugabel genau nach oben aus dem Heu.
:) Glücklicherweise fiel der Mann nicht auf die Heugabel.
:( Unglücklicherweise fiel er auch nicht ins Heu!

So geht das Leben voran. Man muss sich keine Sorgen machen. Genieße deine Lebensenergie. Manchmal passieren Dinge, die dich glücklich machen und manchmal Dinge, die unangenehm sind. Akzeptiere beides. Wenn du immer nur glückliche Umstände suchst, dann verlangst du das Unmögliche. Das ist unmöglich in dieser Welt, die sich ständig verändert.

Alles geht immer wieder hoch und dann wieder hinunter. Wenn du also oben bist, dann genieße das. Wenn du unten bist, dann ruhe dich aus und warte, denn bald wirst du wieder oben sein. Die Phasen, wo du unten bist, sollten die Ruhe Phasen sein und die, wo du oben bist, sollten zum Tanzen genutzt werden. Dieses Tragik-Komik-Drama – einen Moment ist es eine Tragödie, den anderen Moment eine Komödie – dieses Auf und Ab macht das Leben erfüllter und gibt ihm mehr Lebendigkeit und Würze.

Sag einfach jedes Mal, wenn sich etwas ändert: „Großartig!“ Das ist das ganze Geheimnis.

Osho, The New Dawn, #8

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Lieben fällt nicht leicht und enthüllt grausamst die sonst so gut versteckten Seiten der Persönlichkeit. Deshalb ist sie ja so wunderbar!

Eine intime Beziehung befriedigt

Tipps

Es gibt viele Leute, die die Liebe vermeiden nur um auf der sicheren Seite des Lebens zu stehen. Es gibt Leute, die sich auf keine Beziehung einlassen wollen, denn sie wissen, sobald sie sich anvertrauen und dem anderen näher kommen, dann beginnt das Kämpfen, der Widerstand und all die anderen hässlichen Dinge.

Wozu das alles? Höchstens sind sie noch an einer sexuellen Beziehung interessiert, aber nicht an Intimität und Nähe.

Nur wenn eine Beziehung voller Nähe ist und tief geht, wirst du wissen, was Beziehung ist. Eine sexuelle Beziehung ist ein oberflächliches Zusammensein und wird dich niemals befriedigen. Diese Dinge wie Ärger und Widerstände gegen den anderen sind natürlich.

Man muss sie akzeptieren und nach und nach über sie hinaus gehen.

Osho, Beloved of my Heart

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Beobachten stärkt das Ego

Januar 24, 2009

Überall kann man lesen, dass Meditation bedeutet, zu beobachten. Die Instanz, die beobachtet, ist jedoch oft nur eine neue Schicht des Egos oder Ichgefühls. Bewusstheit ist eine subtile Sache, die noch dazu nicht geübt oder ‘herbeimeditiert’ werden kann. Was bedeutet dann meditieren?

Bewusstsein bedeutet Verschmelzen

Bewusstsein-beobachter

„Du kannst waches Wahrnehmen oder Bewusstsein nicht üben. Wenn du übst, aufmerksam wahrzunehmen, dann wirst du nur zu einem Beobachter. Zu beobachten ist nicht das gleiche, wie bewusst zu sein.

Was kannst du dann tun? Verschmelzen und sich total hingeben. Wenn du eine Rose ansiehst, dann vergiss völlig, dass du auf ein Objekt siehst und du das Subjekt bist, das sieht. Lasse die Schönheit dieses Moments, den Segen dieses Moments euch beide überwältigen, so dass du und die Rose nicht mehr getrennt voneinander seid. Ihr werdet zu einem gemeinsamen Rhythmus, zu einem Lied, zu einer einzigen Entzückung.

Verschmelzen so oft wie möglich erleben

Lieben, Musik zu hören, einem Sonnenuntergang zusehen…. lasse solche Situationen immer häufiger geschehen. Je öfter Verschmelzung passiert, desto besser. Bewusstsein ist keine Kunst, die man lernen kann, sondern mehr ein Kniff, den du herausfinden musst. Wenn du ihn einmal gefunden hast, dann kann alles Bewusstheit anregen, jeder Moment und ganz egal wo du gerade bist.

Wenn bewusstes Wahrnehmen geschieht, dann gibt es da niemanden, der wahrnimmt und nichts, was wahrzunehmen ist. Die Bewusstheit ist ein klarer Spiegel, der nichts widerspiegelt. Sogar Bewusstsein ‘Spiegel’ zu nennen, stimmt nicht. Es wäre besser, ‚spiegeln’ zu sagen. Bewusstsein ist eher ein dynamischer Prozess von verschmelzen und sich vereinigen. Es ist kein statisches Phänomen, sondern ein Fluss. Die Rose erreicht dich und du erreichst die Rose. Bewusstsein ist, sein Wesen zu teilen.

Der Beobachter verstärkt dein Ichgefühl

Vergiss die Vorstellung, dass Bewusstheit der Beobachter ist. Der Beobachter kann geübt werden, Bewusstheit geschieht. Der Beobachter ist eine Art Konzentration und der Beobachter hält dich abgetrennt. Der Beobachter wird dein Ichgefühl, dein Ego, stärken und vergrößern. Je mehr du zum Beobachter wirst, umso mehr wirst du dich wie eine Insel fühlen – abgetrennt, unnahbar, auf Distanz bedacht.

Über Jahrhunderte hinweg haben die Mönche in der ganzen Welt den Beobachter geübt. Sie mögen es Bewusstheit genannt haben, doch es ist keine Bewusstheit. Bewusstheit ist von ganz anderer Qualität.“

Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #23

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Die verwandten Artikel scheinen oberflächlich gesehen mit obigem Text in Konflikt zu stehen. Die folgenden Texte zeigen jedoch ebenso mit dem Finger auf das Unerklärliche…
Das Mysterium des Wahrnehmens
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Gleichgültig, wie ausweglos eine Situation auch aussehen mag, der meditierende Mensch hat immer eine Zuflucht. So auch der Zen-Meister in der folgenden Geschichte. Während eines Erdbebens rennt er ebenso wie die anderen – zum immer bestehenden Zentrum der Stille.

„Ich flüchte auch – nach innen!“

Erdbeben-meditation

Einmal wurde ein Zen Meister zu einem Treffen eingeladen. Ein paar Freunde saßen miteinander und aßen gemeinsam, als plötzlich ein Erdebeben geschah. Das Haus, in dem sie saßen, war sieben Stockwerke hoch und sie befanden sich im obersten Stock. Ihr Leben war in Gefahr. Jeder versuchte, zu fliehen. Während der Gastgeber entfloh, warf er noch einen schnellen Blick auf den Zen Meister. Der saß, ohne der geringsten Ängstlichkeit im Gesicht mit geschlossenen Augen auf seinem Stuhl, ganz genauso, wie er vorher dort gesessen hatte.

Der Gastgeber fühlte sich ein wenig schuldig und wie ein Feigling, denn es sah komisch für ihn aus, dass der Gast da blieb und der Gastgeber wegrannte. Die anderen zwanzig Gäste waren alle die Treppen hinunter gelaufen. Obwohl er vor Angst zitterte, hielt er an und setzte sich neben den Meister.

So, als ob nichts geschehen wäre…

Das Erdbeben kam und verschwand wieder. Der Meister öffnete die Augen und begann in seiner Unterhaltung fortzufahren, die er wegen des Erdbebens unterbrechen hatten müssen. Er fuhr genau mit dem gleichen Satz fort, so, als ob es das Erdbeben überhaupt nicht gegeben hätte.

Der Gastgeber war wirklich nicht in der Stimmung, ihm zuzuhören, denn sein ganzes Wesen war tief erschüttert und voller Angst. Obwohl das Erdbeben jetzt vorüber war, hatte er immer noch Angst. Er bat den Meister, mit dem Sprechen aufzuhören. „Ich kann dir nicht zuhören, ich bin nicht ich selbst. Das Erdbeben hat mich zu sehr erschüttert. Aber ich habe eine Frage an dich: Alle anderen Gäste sind geflüchtet, doch du bist, so ungestört und so gelassen hier gesessen, dass ich mir wie ein Feigling vorkam. Wir alle versuchten, dem Beben zu entkommen. Was war mit dir?“

Der Meister sagte: „Ich flüchtete auch, doch ihr seid nach außen gerannt, ich bin nach innen geflüchtet. Eure Flucht macht keinen Sinn, denn wo auch immer ihr hingeht, da ist das Erdbeben. Ihr mögt den 6. Stock erreichen oder den 5. oder den 4… Doch überall bebt die Erde. Ich bin dorthin geflüchtet, wo das Erdbeben niemals hinkommt, ja niemals hinkommen kann. Ich rannte in mein inneres Zentrum.

Halte dich an Stille fest

Das ist, worauf Laotse hinweist, wenn er sagt: „Halte dich am Urgrund der Stille fest.“ Wenn du passiv bist, dann wirst du dir nach und nach deines Zentrums bewusst werden. Du hast es schon immer mit dir getragen, es war immer da, du weißt es bloß nicht, du lenkst keine Aufmerksamkeit darauf. Wenn dir die Stille einmal bewusst wird, dann verändert sich dein ganzes Leben. Dann kannst du in der Welt sein und dabei immer in Kontakt mit deinem Zentrum bleiben. Du kannst dich in einem Erdbeben bewegen und völlig gelassen dabei sein, denn in deinem Zentrum bleibst du unberührt.
Osho, Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1

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Wahrheit tut weh. Wir haben uns alle möglichen Schutzhüllen zugelegt, um uns vor dem Schmerz zu bewahren – ohne zu ahnen, dass hinter dem Schmerz das wahre Glück steckt. „Am Anfang ist die Wahrheit bitter, am Ende süß“, sagt Buddha. Meditation bedeutet, sich der Wahrheit in diesem Moment zu stellen.

Wahrheit befreit

Wahrheit-befreit-meditation

„Der Mensch hat um sich herum viele Schockdämpfer geschaffen. Du wirst niemals frei sein, wenn du diese Schutzhüllen nicht fallen lässt. Nur die Wahrheit befreit. Am Anfang schockiert die Wahrheit sehr – doch das ist nun einmal so, so sind die Dinge. So funktioniert die Natur. Du musst dich für alle Schocks im Leben öffnen und verletzlich machen. Es wird weh tun, es wird dich verletzen und du wirst weinen. Du wirst das Leben verdammen. Aber nach und nach wirst du sehen, dass die Wahrheit die Wahrheit ist und dass es keinen Sinn hat, sich dagegen aufzulehnen. Wenn sich die Wut gegen das Leben einmal gelegt hat, enthüllt die Wahrheit ihre eigene Schönheit. Die Wahrheit befreit.

Es wird dich erschrecken, es macht Angst, doch das ist der einzige Weg, zu wachsen. Wachstum geschieht in Einklang mit der Realität und nicht gegen sie. Wenn du einmal die Wirklichkeit gespürt hast, wie sie ist, wirst du dir nie mehr Schockdämpfer um dich herum erschaffen.“
Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #12

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Es ist ein schönes Gesellschaftsspiel, sich gegenseitig Ratschläge zu geben, wie das Leben leichter, glücklicher und schöner werden könnte. Mache dies, tue das, verändere jenes. Buddha beendet das Spiel, wenn er sagt: Du brauchst dich nicht zu verändern, löse dich statt dessen völlig auf. Wenn es dich nicht mehr gibt, verschwinden auch die Probleme…

„Ich“, das Problem

Buddha-meditation-nichts

Buddha lehrte, wie man zu nichts wird. Die Leute fragten ihn: „Was soll denn das für eine Lehre sein? Jetzt sind wir zumindest jemand. Es mag sein, dass wir unglücklich sind oder Sorgen haben, aber zumindest gibt es uns. Lehre uns lieber, wie wir die Sorgen verlieren und wie wir glücklich werden können. Das wäre viel besser als zu verschwinden!“

Buddha weiß es besser. Er weiß, dass du, so lange wie du existierst, unglücklich sein wirst und Schwierigkeiten um dich herum haben wirst. Genau das Getrenntsein vom Universum als „Ich“ ist der Grund für dein ganzes Unglück. Die Abtrennung vom Ganzen mag verschiedene Formen annehmen, doch die Realität ist, dass du dich von diesem unglaublich weiten Dasein selbst abgetrennt hast.

Buddha antwortete also: „Ich tue das alles, damit ihr aus euren Schwierigkeiten herauskommt. Seid einfach nichts. Wie könnt ihr als Nichts unglücklich sein? Wer würde leiden?“

Er hat die größte Wahrheit gefunden, die jemals erkannt wurde. Du und dein Leiden ihr seid keine zwei verschiedenen Angelegenheiten. Du selbst bist das Problem, du selbst bist das Unglück. Dein Verstand sagt dir, dass dies nicht stimmt. „Alles Leid lässt sich verändern.“ Ja, das stimmt. Du kannst das Unglück verändern, doch daraus wird neues Leid entstehen. Du veränderst und veränderst – jeder tut das – und du gehst von einer Schierigkeit in die nächste. So erkennst du nie, dass das wirkliche Leid in deinem Getrenntsein besteht. Du, als Einzelwesen des Lebens bist das Problem.

Buddha sagt harte Worte, doch sind sie völlig wahr. Außer, du löst dich im Ganzen auf, wirst du Schwierigkeiten haben. Genau die Vereinzelung ist der Grund für deine Hölle.
Osho, The Buddha: The Emptiness of the Heart #4

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Zu Buddhas Zeiten wurde keine Therapie gebraucht, die Menschen hatten einen natürlichen Zugang zu Meditation. Wir haben es heute schwerer, der Zugang zu Natürlichkeit ist durch die alltäglichen Belastungen und den ständigen Gedankenstrom verloren gegangen. Therapie hilft, ihn wieder zu gewinnen.

Den Kontakt zum Leben wieder herstellen

Therapie-meditation

„Buddha brauchte keine Psychotherapie für seine Schüler. Die Leute damals hatten eine natürliche Unschuld in sich. In diesem Jahrhundert haben die Leute ihr unschuldiges Wesen verloren, sie haben zuviele Gedanken und Wissen angehäuft.

Die Leute haben den Kontakt zum Leben verloren. Sie wurden entwurzelt. Der neue Ansatz ist, Therapie zu benutzen, doch mit dem eigentlichen Interesse an Meditation. Das Interesse an Meditation ist das gleiche, wie bei Chuang Tzu oder Gautam Buddha. Sie haben keine Therapie benutzt, weil es damals nicht notwendig war.

Die Leute waren einfach bereit dazu, wie Rosen zu erblühen, es musste kein Boden dafür bearbeitet werden. In dem heutigen Zeitalter wurde der Mensch mit soviel Zeugs belastet, so viel Unkraut ist in seinem Wesen gewachsen, dass Therapie notwendig ist, um den Boden freizumachen. Das Unkraut wird mitsamt den Wurzeln gejätent, damit es keinen Unterschied vom damaligen Menschen zum heutigen mehr gibt. Der moderne Mensch muss wieder so unschuldig werden wie damals. Genauso einfach und natürlich. Er hat diese vielen großen Qualitäten verloren. Der Therapeut muss ihm helfen. Doch seine Arbeit ist nur eine Vorbereitung. Sie ist nicht das Ende. Das Ende wird Meditation sein.“
Osho, Auszug aus The Great Pilgrimage From Here to Here

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Vom Liebesakt lernen

Dezember 11, 2008

Wir vereinigen uns mit unserem Partner im Liebesakt und denken gar nicht daran, dass es möglich ist, den Zustand des Höhepunkts nicht nur mit dem geliebten Menschen zu erleben. Es erfordert ein wenig Übung, doch letztlich ist es möglich, sich ganz ähnlich mit dem ganzen Universum zu vereinigen. Das ist Meditation.

Vereinigung mit dem Leben

Liebe-machen-ueberall

Während du mit deiner Frau oder deinem Mann schläfst, betrachte es als ein Gebet oder Meditation, als das Göttliche selbst. Wenn ihr euch zur Liebe trefft, sorge vorher für einen guten Duft im Raum, singt gemeinsam und tanzt miteinander. Euer Schlafzimmer sollte ein Tempel, ein heiliger Ort sein. Sich zu lieben sollte nicht in Eile geschehen. Gehe tief in den Akt hinein. Koste es so lange wie möglich aus und sei mit Anmut dabei. Du wirst überrascht sein, dann hast du einen Schlüssel für dein ganzes Leben gefunden.

Wir sind in diese Welt nicht ohne Schlüssel geboren worden. Doch müssen die Schlüssel auch benutzt werden, du musst ihn in ein Loch stecken und ihn umdrehen. Liebe ist eine dieser Erscheinungen, dieser Schlüssel, bei der das Ego verschwindet und du bewusst, total bewusst, pulsierend und voller Leben wirst. Du bist kein Individuum mehr, du hast dich in der Energie des Ganzen verloren.

Dann lasse diese Erfahrung nach und nach zu der Art und Weise werden, wie du dein ganzes Leben lebst. Was im Höhepunkt der Liebe geschieht, das sollte zu deiner Disziplin werden, nicht einfach nur eine Erfahrung bleiben, sondern eine Disziplin zu lernen werden. Was immer du dann tust und wo immer du auch gehst – früh am Morgen zum Beispiel, wenn die Sonne aufgeht – verspüre das Gleiche wie in der Liebe, verschmelze mit dem Universum. Wenn du auf der Erde liegst und der Himmel voller Sterne ist, verschmelze mit ihnen. Während du auf der Erde liegst, fühle, wie du dich mit ihr vereinst.

Langsam, langsam, sollte dir der Liebesakt eine Ahnung geben, wie du dich mit dem ganzen Universum vereinigen kannst.
Osho, The Book of Wisdom #16

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