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Viele Menschen meditieren, weil es die anderen tun. Der eine erzählt von großartigen Erlebnissen im Stillsitzen, der andere von berührenden Erfahrungen mit Satsang-Lehrern oder wieder ein anderer berichtet von der Dynamischen Meditation und wie gut sie ihm tut. Du denkst, du verpasst etwas und beginnst, ebenfalls zu meditieren. Dann verschwendest du deine Zeit.

Meditiere wenn du eine tiefe Sehnsucht in dir verspürst. Die ganze Welt scheint bedeutungslos zu sein und du möchtest wirklich wissen, wer du bist. Nicht, weil die anderen danach suchen, sondern weil in deinem Herzen die Sehnsucht nach Erkennen klopft. Dann wird Meditieren ganz einfach. Dann ist es so einfach wie atmen.

Osho

99 Gründe für Meditation

Der Leere auf der Spur
Alleinsein – der erste Tod vor dem Sterben
Probleme – Aus Maulwurfshügeln Berge machen?

Meditation-freundlich

Die richtige Meditationstechnik kann viel bewirken, jedoch besteht die Gefahr, die Technik über das Wesentliche von Meditation zu setzen: aufmerksam wahrzunehmen was gerade ist. Der Verstand liebt Techniken, bei der er sich noch ein wenig verbessern kann, die nur noch ein wenig mehr Disziplin und Intensität fordern, dann wird endlich….

Das Natürlichste in uns ist die Fähigkeit wahrzunehmen. Beobachten ist solch eine reine Angelegenheit. Sie steht über dem Verstand, auf reines Beobachten hat der Verstand keinen Zugriff. Nutze Meditationstechniken solange sie dir helfen wacher und sensibler zu werden. Lasse Wachsamkeit in dir wachsen. Wenn du dann wütend bist, dann bemerkst du das. Genauso, wenn du glücklich bist. Benutze deine wache Aufmerksamkeit ständig und auf wissenschaftliche Weise, um mit ganzer Kraft jede Phase des Verstandes wahrzunehmen.

Osho

Eine der sanften, aktiven Meditationen ist die OSHO Devavani Meditation. Am besten macht man sie abends, denn das einfühlsame Baby-Brabbeln entspannt so tief, dass man danach gut schlafen kann.

Göttlichkeit durch eine lockere Zunge erfahren

Devavani-meditation

„Es gibt zwei Arten von Anspannung, die körperlichen Verspannungen und die des Verstandes. Beide müssen gelöst werden, bevor du so entspannt sein kannst, dass Bewusstheit ganz natürlich ist.“

Osho

Devavani bedeutet „Göttliche Stimme“. In dieser einfühlsamen Meditationstechnik bewegt sich diese göttliche Stimme durch den Meditierenden hindurch. Er wird zu einem leeren Kanal, einem leeren Gefäß. Im Christentum kennt man den Ausdruck: „In Zungen sprechen“ und ganz ähnlich funktioniert diese Meditationsmethode in einer Art ‘Latihan’ der Zunge. Latihan bedeutet, nichts zu tun und sich von Energie bewegen zu lassen. Normalerweise mit dem ganzen Körper gemacht, wird in der Devavani zunächst nur die Zunge zum Vehikel. Eine dermaßen entspannte und lockere Zunge entspannt den Verstand so sehr, dass es nach der Meditation einfach ist, in tiefen Schlaf zu sinken.

==> Zur Anleitung der Meditation

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Die meiste Zeit des Alltags handeln wir wie ein Roboter – ganz mechanisch. Das Unterbewusstsein hat die Steuerung übernommen: beim Autofahren, beim Essen, Kochen, Gehen…. Meditation bedeutet, bewusst zu bleiben, auch wenn die Dinge ‘automatisch’ getan werden können.

Langsam, langsam!

Auto-wachsam-meditation

Bringe ein wenig Bewusstheit in dein Leben. Jede Handlung sollte weniger automatisch als bisher ausgeführt werden. Du hast den Schlüssel für Bewusstheit in dir. Wenn du gehst, dann gehe nicht wie ein Roboter. Gehe nicht so, wie du schon immer gegangen bist, gehe nicht automatisch. Gehe ein wenig langsamer und sei aufmerksam, wenn du gehst. Lasse jeden Schritt mit voller Bewusstheit geschehen.

Versuche in kleinen Handlungen bewusst zu sein. Es brauchen keine großen Dinge zu sein: essen, sich waschen, schwimmen, gehen, sprechen, zuhören, kochen, die Wäsche erledigen… De-automatisiere jeden Vorgang. Erinnere dich an das Wort ‚De-Automatisieren’, es birgt das ganze Geheimnis, wie du bewusst werden kannst.

Wach, wie beim ersten Mal…

Das Denken ist ein Roboter, der auf seine eigene Weise nützlich ist. Er funktioniert so: Zum Beispiel lernst du etwas Neues. Am Anfang bist du total aufmerksam und bewusst. Nehmen wir einmal an, du lernst schwimmen. Dann bist du ganz wach und aufmerksam, denn es geht um dein Leben. Oder, wenn du deinen Führerschein machst, dann bist du hellwach. Du musst ganz gehörig aufpassen. Du musst dich um viele Dinge kümmern, das Steuer, die Straße, die Leute, die die Straße überqueren, das Gaspedal, die Bremse, die Kupplung… Du musst dir über alles zur gleichen Zeit bewusst sein. Es gibt da so viele Dinge, an die du denken musst. Deshalb wirst du nervös, denn es ist gefährlich, einen Fehler zu begehen. Weil es so gefährlich ist, deshalb musst du so aufmerksam sein. In dem Moment, in dem du das Autofahren gelernt hast, wird die Bewusstheit nicht mehr gebraucht. Dann übernimmt der roboterähnliche Teil deines Verstandes die Steuerung.

Können macht unbewusst

Diesen Vorgang nennen wir Lernen. Wenn man etwas gelernt hat, dann wird es vom Bewusstsein in den Roboter-Zustand überführt. Wenn etwas einmal gelernt wurde, dann ist es nicht mehr Teil von wachsamer Aufmerksamkeit. Dann wird es ins Unterbewusstsein gestellt. Jetzt steuert das Unterbewusstsein und das Bewusstsein ist frei, etwas Neues dazu zu lernen.

Es ist sehr wichtig, diesen Mechanismus zu verstehen. Erinnere dich daran, auch bewusst zu sein, wenn du etwas gelernt hast.

Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #14

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Es ist an der Zeit, dass meditative Leute, die ihr Leben verändert haben, aufstehen und ihre Erfahrungen weitergeben. Nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch ihre Präsenz. Menschen mit Meditation und Verständnis beweisen den neuen Morgen der Menschheit

Die Welt steht vor einem neuen Morgen

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Die fortschrittlichsten Nationen in der Welt, diejenigen, die am mächtigsten, am weitesten wissenschaftlich und technologisch entwickelt sind, werden durch die dunkelste Zeit in der ganzen menschlichen Geschichte gehen. Diese Tendenz des Unterbewusstseins kann nur verhindert werden, wenn diejenigen, für die das Leben zu Meditation geworden ist und deren Leben Liebe und Mitgefühl ausstrahlt, wenn diese Menschen beginnen, andere schlafende Menschen wach zu rütteln. „Los, es ist Zeit. Mache dich bereit. Wenn die Nacht dunkler wird, dann kommt die Morgenröte näher. Wenn du aber weiter schläfst, dann ist es egal, ob der Morgen kommt oder nicht, deine Nacht wird einfach weiter bestehen bleiben.“

Ein neues goldenes Zeitalter ist möglich. Ein neuer Morgen für die gesamte Menschlichkeit, eine neue Unschuld… ein Zeitalter von Wahrheit ist möglich. Doch die positiven Menschen müssen einen deutlichen Schritt machen und sich ausdrücken. Das ist in der ganzen Menschheits-Geschichte nicht geschehen. Bisher genossen meditative Menschen einfach ihre Erfahrung und dachten, damit sei ihre Arbeit beendet.

Wenn du etwas mitzuteilen hast, dann behalte es nicht für dich. Teile es mit. Die ganze Menschheit braucht es so sehr, wie noch nie zuvor. Sie braucht Menschen, die eine neue Hoffnung für einen neuen Morgen erschaffen können.

Die Leute in der Welt brauchen einige ausdrucksfähige, positive und durchsetzungsfähige Menschen. Nicht nur deine Worte werden hilfreich sein, sondern deine ganze Präsenz. Denn deine Worte könne nur durch deine Präsenz, deine Handlungen, deine Antworten Bedeutung bekommen. Es gibt keinen anderen Beweis. Wenn die Menschen sehen, dass du wirklich im Frieden lebst und dein Leben ein Lied der Stille ist, das sich in jeder Aktion zeigt, dann ist es möglich, die ganze negative und kranke Psychologie der Menschen zu verändern.
Osho, Auszug aus The New Dawn #14

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Es ist ein schönes Gesellschaftsspiel, sich gegenseitig Ratschläge zu geben, wie das Leben leichter, glücklicher und schöner werden könnte. Mache dies, tue das, verändere jenes. Buddha beendet das Spiel, wenn er sagt: Du brauchst dich nicht zu verändern, löse dich statt dessen völlig auf. Wenn es dich nicht mehr gibt, verschwinden auch die Probleme…

„Ich“, das Problem

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Buddha lehrte, wie man zu nichts wird. Die Leute fragten ihn: „Was soll denn das für eine Lehre sein? Jetzt sind wir zumindest jemand. Es mag sein, dass wir unglücklich sind oder Sorgen haben, aber zumindest gibt es uns. Lehre uns lieber, wie wir die Sorgen verlieren und wie wir glücklich werden können. Das wäre viel besser als zu verschwinden!“

Buddha weiß es besser. Er weiß, dass du, so lange wie du existierst, unglücklich sein wirst und Schwierigkeiten um dich herum haben wirst. Genau das Getrenntsein vom Universum als „Ich“ ist der Grund für dein ganzes Unglück. Die Abtrennung vom Ganzen mag verschiedene Formen annehmen, doch die Realität ist, dass du dich von diesem unglaublich weiten Dasein selbst abgetrennt hast.

Buddha antwortete also: „Ich tue das alles, damit ihr aus euren Schwierigkeiten herauskommt. Seid einfach nichts. Wie könnt ihr als Nichts unglücklich sein? Wer würde leiden?“

Er hat die größte Wahrheit gefunden, die jemals erkannt wurde. Du und dein Leiden ihr seid keine zwei verschiedenen Angelegenheiten. Du selbst bist das Problem, du selbst bist das Unglück. Dein Verstand sagt dir, dass dies nicht stimmt. „Alles Leid lässt sich verändern.“ Ja, das stimmt. Du kannst das Unglück verändern, doch daraus wird neues Leid entstehen. Du veränderst und veränderst – jeder tut das – und du gehst von einer Schierigkeit in die nächste. So erkennst du nie, dass das wirkliche Leid in deinem Getrenntsein besteht. Du, als Einzelwesen des Lebens bist das Problem.

Buddha sagt harte Worte, doch sind sie völlig wahr. Außer, du löst dich im Ganzen auf, wirst du Schwierigkeiten haben. Genau die Vereinzelung ist der Grund für deine Hölle.
Osho, The Buddha: The Emptiness of the Heart #4

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Drei Arten von Liebe

Dezember 5, 2008

Liebe beginnt innig und wird irgendwann zu Eifersucht, Unterdrückung, Machtkampf und Hass. Oder die Partner leben unabhängig voneinander hin. Die dritte Version ist die Türe zum Paradies…

Zwei Körper, eine Seele

Interdependenz-lieben

Liebe kann drei Dimensionen haben.

1. Eine ist die der Abhängigkeit. Diese Art von Liebe ist bei den meisten Menschen vorrangig. Der Mann ist von der Frau abhängig und die Frau von dem Mann. Sie nutzen einander aus, dominieren sich, sind besitzergreifend und betrachten den anderen als Gegenstand. Das passiert zu 99 Prozent in den Beziehungen der Welt. So öffnet die Liebe, die eigentlich das Tor zum Paradies ist, nur die Tore zur Hölle.

2. Die zweite Möglichkeit ist, die Liebe zweier unabhängigen Menschen. Das passiert auch manchmal. Eine solche Liebe bringt zwar auch Leiden mit sich, denn dann gibt es dauernd Konflikte. Keine Anpassung ist möglich. Beide sind so unabhängig und keiner ist zu einem Kompromiss bereit oder dazu, sich an den anderen anzupassen.

Dichter, Künstler, Philosophen, Wissenschaftler, diejenigen, die in einer Art Unabhängigkeit leben – zumindest in ihren Köpfen – sind Menschen, mit denen man unmöglich zusammen leben kann. Sie sind zu egozentrisch. Sie geben dem anderen Freiheit, doch sieht deren Freiheit mehr wie Gleichgültigkeit aus, so als ob es ihnen egal wäre, was passiert. Sie lassen sich gegenseitig in ihrer eigenen Welt. Die Beziehung ist nur oberflächlich, denn sie fürchten sich davor, miteinander tiefer zu gehen. Sie sind mehr an ihrer eigenen Freiheit interessiert als an Liebe und sie wollen keine Kompromisse machen.

3. Die dritte Möglichkeit der Liebe ist die von Interdependenz. Das passiert sehr selten, doch wenn es geschieht, dann fällt ein Teil des Paradieses auf die Erde. Zwei Personen, die weder abhängig, noch unabhängig sind, sondern sich in einem unglaublichen Gleichklang befinden, so, als würden sie füreinander atmen, eine Seele in zwei Körpern…

Wenn das passiert, geschieht Liebe. Nur das kann man Liebe nennen. Die anderen zwei sind keine wirkliche Liebe, sie sind mehr Abmachungen – soziale, psychologische, biologische Absprachen. Das dritte ist spirituell.
Osho, The Book of Wisdom #12

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Die Rebellen dieser Welt haben FREIHEIT gerufen, dafür gemordet und Berge versetzt, um schließlich aus dem Käfig ihres Denkens die gleichen Strukturen wieder herzustellen. Man hängt an dem, was man kennt…

Vom Papagei, der die Wahl hat, frei zu sein

Tipps

Mitten in den Bergen stieg ein Mann in einem Hotel ab. Im Wirtshaus gab es einen wunderschönen Papagei, der von dem Eigentümer trainiert worden war. Ständig schrie er nach Freiheit … FREIHEIT! Das war ziemlich komisch.

Der Mann, der ein Meister war, traute seinen Augen nicht. Es ist schon befremdlich, dass man zuerst einen Papagei kauft, ihn dann einsperrt und ihm dann noch beibringt, ständig FREIHEIT zu schreien. Wenn der Besitzer ehrlich gewesen wäre, dann hätte er ihm die Freiheit schon lange gegeben.

In der Nacht konnte der Mann der Versuchung nicht widerstehen. Er wachte auf, öffnete das Türchen am Käfig des Papageis und sagte ihm: „Jetzt sind die Türen offen und der ganze Himmel gehört dir. Raus mit dir!“

Der Papagei hielt sich am Käfig fest und schrie immer noch lautstark nach FREIHEIT, FREIHEIT. Endlich sagte der Mann: „Das ist doch sehr komisch. Die Türe ist offen! Warum hältst du dich am Käfig fest?“ Er schob seine Hand in den Käfig und holte den Papagei heraus. Dieser wollte nicht und kämpfte gegen ihn, verletzte seine Hand. Doch der Mann nahm den Papagei heraus und warf ihn in den Himmel. Dann ging er zutiefst befriedigt ins Bett und schlief.

Das erste, was er am Morgen hörte, war – FREIHEIT! Er schaute hinaus und der Papagei war wieder in seinem Käfig. Die Türe stand immer noch offen.
Außerhalb des Käfigs ist das Leben so weit, es macht Angst. Da warten Feinde. Dann wird es Tage geben, die furchtbar kalt sind und Nächte, die zu heiß sind. Manchmal wird es nichts zu essen geben. Keiner wird da sein, der beständig beschützt.

Man hat sich daran gewöhnt, in einem Käfig zu leben, Freiheit wird als zu gefährlich angesehen.
Osho , The Buddha: The Emptiness of the Heart #8

Die Sekunden Meditationen von FindYourNose.com

Lieber alleine leben

Juni 28, 2008

Die freiheitsberaubenden Liebesspiele sind endlos: Dominierung, Eifersucht, Besitzdenken… Das ist wohl Teil unserer menschlichen Unbewusstheit. Es ist besser, getrennt von dem oder der Geliebten zu leben.

Hältst du deinen Mann an der langen Leine?

Tipps

Einer der weisesten Schritte, die du machen kannst, ist niemals mit der Frau zusammen zu ziehen, die du liebst. Lebt getrennt, damit du frei bist, alleine zu sein und sie frei ist, alleine zu sein. Macht keine Versprechungen und Verträge und verlange nicht danach, der Einzige zu sein, der von ihr geliebt werden soll. Im Gegenteil, wenn deine Frau oder dein Mann am Wochenende mit jemandem anders Freude hat, dann ist das ganz perfekt, um ein wenig Abwechslung zu bekommen. Nach der Abwechslung, wieder zurück in der Arbeit, fühlt sich alles besser an. Man hat sich ausgeruht, das Denken ist nicht mehr rastlos und man weiß, dass diese Frau oder jene, dieser Mann oder jener, dass sie alle das Gleiche sind. Wenn das Licht ausgeht, verschwinden alle Unterschiede.

Genieße dein Alleinsein. Das bedeutet nicht, dass du ohne Freunde sein sollst, aber mache es immer klar … Die ganze Welt hat soviel gelitten, nur weil die einfachsten Dinge nicht verstanden wurden und es ist schon fast zwanghaft, dass man immer mit dem gleichen Partner zusammen sein muss, wenn man sich einmal für ihn oder sie entschieden hat. Das geht gegen die menschliche Schwäche.

—-> Hier weiterlesen, warum man in einer Beziehung am besten alleine lebt

Osho, The New Dawn

Allen Wegen, die zur Wahrheit führen, ist eines gemeinsam: Sie lösen die Bindung mit dem Körper und dem Denken auf. Genau genommen, gibt es nur einen einzigen Weg: zu einem Spiegel zu werden.

Buddhas Weg zur Erleuchtung

Tipps

Es gibt nur einen absoluten Weg zur Wahrheit. Einfach beschrieben ist das, sich vom Körper und dem Denken zu entfernen. Sich selbst bewusst zu sein und wahrzunehmen, ohne etwas an sich zu beurteilen, ohne etwas wertzuschätzen, ohne irgendeine Aktivität von irgendeiner Seite. Wie ein Spiegel zu sein, der nichts anderes tut, als widerzuspiegeln. Das ist der absolute Weg und das ist auch der einzig wirkliche Weg. Es werden Tausende anderer Wege vorgeschlagen, doch diese führen nicht zur Wahrheit, sondern irgend woanders hin…

Wenn jemand zum Beispiel Buddhas Namen rezitiert… Gautama Buddha wurde nicht zu einem Buddha, weil er seinen eigenen Namen rezitierte. Er folgte dem absoluten Weg. Er wählte eine ungewöhnliche Situation, denn er hatte keinen Meister. Er stolperte und irrte sechs Jahre herum, von Tür zu Tür, von Meister zu Meister, doch nichts befriedigte seine Sehnsucht. Die Meister sprachen über großartige Dinge, aber er konnte nicht sehen, dass wirklich etwas mit ihnen passiert war. Sie waren wie die Papageien, die Weisheiten nur wiederholten. Sie waren gute Schüler, doch keine erfahrenen, weisen Menschen.

Nach sechs Jahren dauernder, anstrengender Suche, setzte er sich in einer Vollmondnacht unter einen Baum in der Nähe von Bodhgaya (kleine Stadt in Indien). Die Suche hatte ihn total erschöpft. Der Weg zu seiner Erleuchtung wurde von den Schülern komplett missverstanden. Sie erkannten nicht, dass er einfach so müde vom Suchen war, er die Nase voll hatte und dachte: „Ich habe mich aus der Welt zurückgezogen, jetzt lasse ich auch noch die Suche zurück. Ich bin so müde. Ich will überhaupt nichts mehr machen.“

In dieser Nacht schlief er das erste Mal in sechs Jahren ohne Anspannung, ohne Sorgen und völlig friedlich. Irgendwann öffnete er seine Augen und der letzte Morgenstern war gerade am Himmel verschwunden. Er sah den Stern verschwinden – er wollte nichts mehr, er suchte nichts mehr, nicht einmal mehr Wahrheit, keine Erleuchtung … und plötzlich wurde er zu einem Spiegel. In dem Spiegel, in dem der Stern im Himmel verschwand, in diesem Spiegel verschwand alles andere mit. Er wurde erleuchtet, nicht weil er danach suchte, er wurde in dem Moment erleuchtet, als er alles Suchen losließ. Jede Suche, jede Sehnsucht gehört dem Denken an, und das ist das einzige Hindernis.

Was ist also der letztendliche Weg, der GROßE WEG? Sich von dem Denken und dem Körper zu lösen. Diese beiden sind deine Gefängnisse. Wenn du mehr Abstand gewonnen hast – mehr und mehr, weiter und weiter – siehst du plötzlich, dass du aus reinem Bewusstsein bestehst. Dein Bewusstsein war in einer bestimmten Form des Körpers und des Denkens festgehalten. Du bist darin seit Jahrhunderten gefangen. Du brauchst nur einen kleinen Augenblick jenseits davon zu gehen und das Herz wird in einer neuen Freude klopfen. Ein Tanz wird in dir aufsteigen. Das Leben wird zu einer Feier, einem Festival, das sich in jedem Moment erneuert. Jetzt bist du nicht mehr länger ein Gefangener oder Sklave. Du bist die Freiheit selbst.

Osho, The Original Man #6

Weitere Osho Zitate über Meditation und Wahrheit