Das tanzende Herz
November 5, 2009
Kabir sagt:
„Tanze mein Herz!“
Mit „Herz“ meint er die gesamte Einheit des Organismus.
Tanze heute mit Freude.
Und tanze heute, nicht morgen.
Sei in der Gegenwart, wenn du tanzt
und lasse den Tanz mit deiner ganzen Energie zu.
Du lässt dich selbst zurück
und wirst zu einem Betrunkenen.
Osho, Ecstacy: The Forgotten Language #9
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Durch Meditation lieben lernen
August 3, 2009
Wir wissen nicht, was wirkliche Liebe ist
„Der größte Teil der Menschheit leidet darunter, niemanden zu finden, von dem er wirklich geliebt wird. Jeder möchte bedingungslos angenommen werden, doch keiner weiß, was Liebe wirklich ist. Niemand weiß, wie man sich selbst lieben kann. Liebe ist die größte Kunst. Liebe ist ein Diamant. Ungeschliffen und unpoliert. Du musst die Liebe erst lernen.
Liebe – ein Herz voller Lieder
Lieben heißt, Musik in deinem eigenen Herzen zu spielen. Einen Tanz mit Energien in deiner tiefsten Seele zu tanzen. Wenn du mit großer Energie tanzt, dein Herz voll mit Liedern ist und deine Seele eine Symphonie bildet, dann wirst du fähig sein jemanden zu finden, der dich liebt.
Meditation ist die Kunst, sich selbst zu lieben
Wenn du dich selbst liebst, wirst du viele, viele Leute finden, die dich lieben. Eine Person, die sich selbst liebt wird liebenswert. Sie erhält Anmut und Würde. Jemand der sich nicht liebt, bleibt hässlich. Wenn sogar du dich nicht liebst, wie kannst du es dann von jemandem anderen erwarten?
Es gibt ein berühmtes Sprichwort des jüdischen Mystikers Hillel:
“Wenn du nicht für dich bist, wer wird dann für dich sein?
Die andere Hälfte des Spruches ist ebenfalls wunderbar:
„Wenn du NUR für dich bist, was hat dann dein Leben für eine Bedeutung?“
Du musst dich selbst lieben, das ist die erste Verpflichtung dir selbst gegenüber. Und die zweite ist, nicht in dieser Selbstliebe verloren zu gehen. Wenn du dich selbst lieben kannst, dann suche nach dem anderen. Du wirst ihn finden. Die ganze Welt ist voller liebenswerter und wunderschöner Menschen. Wenn du fähig bist, deine Energie zu verteilen, dann wirst du jemanden finden, der dich liebt.“
Osho, Zitat-Auszug aus Philosophia Perennis Vol.2 #9
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Sterben vor dem Tod
März 9, 2009
Im Leben noch die Liebe wählen
Im Zwischenraum der Türen von Geburt und Tod besteht noch eine andere Tür, die völlig unerklärlich ist.
Einer, der fähig ist, an der Türe des Todes neu geboren zu werden, verbringt sein ganzes Leben in Hingabe
„Zwischen den Türen von Geburt und Tod gibt es noch eine weitere Tür – die allumfassende Liebe. Ist dir das schon einmal aufgefallen? Zwischen Geburt und Tod passiert nur Liebe. Wenn du die Liebe verpasst, hast du die ganze Gelegenheit des Lebens versäumt.
Die erste Tür, die Geburt, ist nur eine Gelegenheit, durch die zweite zu gehen, die Türe der Liebe. Zwischen Geburt und Tod ist Liebe. Im Grunde kann man es so sehen: Das Leben besteht nur als einzige Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden. Wenn das versäumt ist, dann ist alles versäumt. Wenn du geliebt hast, dann hast du nichts verpasst in deinem Leben, selbst wenn du alles andere versäumt hast.
Liebe – der wahre Tod
Die Türe der Liebe ist ein wirklicher Tod. Der andere Tod, der am Ende des Lebens kommt, ist nicht wirklich, den wirst du überleben. Du wirst wieder neu geboren werden. So wie der Tod der Geburt folgt, so folgt die Geburt dem Tod. Das sind die zwei Seiten einer Münze. Aber, wenn du durch die Türe der Liebe gehst, dann stirbst du wirklich. Du stirbst ganz und gar, so sehr, dass es für dich keine Geburt mehr gibt und natürlich auch keinen Tod mehr. Liebe ist der wahre Tod, denn das Ego verschwindet völlig.
Im normalen Tod verschwindet der Körper, doch das Ego bleibt bestehen. Das Ego trägt dich in ein neues Leben. So funktioniert Wiedergeburt. Wenn du diese Verkettung des Egos aufgelöst hast, dann verschwindest du aus der materiellen Welt und gehst von der sichtbaren Welt in die unsichtbare, ins Jenseits.
Sich durch Liebe verwandeln
Das ist die wahre Tür des Todes: Stirb’ bevor du stirbst, sterbe während du noch lebst. Wenn du vor dem Tod sterben kannst, wenn du durch die Türe der Liebe gehen kannst, wenn du noch im Leben sterben kannst, dann gibt es keinen Tod für dich. Dann bist du unsterblich geworden, dann wirst du göttlich. Doch du wirst dich zuerst durch Liebe verwandeln müssen.“
Osho, Zitat Auszug aus The Beloved, Vol 2, #5
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Keine Sympathie für Leiden
Februar 9, 2009
Leiden ist hässlich. Wenn jemand leidet, ist es menschlich, ihm aus dem Leid zu helfen, doch „Du-Armer-Schwarzer-Kater-Sympathie“ hilft ihm nicht. Im Gegenteil, solche Sympathie unterstützt Leiden. Wer Meditation sucht, hält besser Ausschau nach Glückseligkeit, Wahrheit und Bewusstsein…
Glückliche Menschen verdienen Sympathie
„Schaue dir einmal den Zustand genau an, wenn du unglücklich bist. Du wirst etwas Grundlegendes dabei herausfinden. Unglücklichsein gibt dir Respekt von den Leuten. Die Menschen sind freundlicher zu dir, wenn du traurig bist und sie fühlen mehr mit dir mit. Du hast mehr Freunde, wenn du unglücklich bist.
Die Welt steht auf dem Kopf. Etwas Grundlegendes läuft schief. Nicht die unglückliche Person sollte mehr Freunde haben, sondern die glückliche. Doch sei glücklich und dann sind die Leute auf dich eifersüchtig, sie sind keine Freunde mehr. Sie fühlen sich betrogen. Du hast etwas, was sie nicht haben können.
Lernen, glücklich zu sein
Über die Jahrhunderte hinweg haben wir diesen subtilen Mechanismus gelernt: Glücklichsein zu unterdrücken und Unglücklichsein auszudrücken. Jemand, der meditiert, wird diesen ganzen Mechanismus loslassen. Du musst lernen, wie du glücklich sein kannst und du musst lernen, glückliche Menschen wertzuschätzen. Erinnnere dich daran, glücklichen Menschen mehr Aufmerksamkeit zu geben.
Das ist ein großer Dienst an der Menschheit. Sympathisiere nicht mehr so sehr mit Menschen, die unglücklich sind. Wenn jemand leidet, dann helfe ihm, doch sympathisiere nicht mit ihm. Vermittle ihm nicht das Gefühl, dass sich Leiden lohnt. Lasse ihn wissen, dass du ihm helfen wirst, jedoch „nicht weil ich dein Unglück schätze, sondern weil du leidest.“ Du tust also nichts anderes, als den Menschen von seinem Unglück zu befreien, denn Leiden ist hässlich. Lass die Person fühlen, dass Leiden hässlich ist und dass Unglücklichsein keine tugendhafte Eigenschaft ist.
Drei Eigenschaften von Göttlichkeit
Sei glücklich, schätze Fröhlichkeit und helfe den Menschen zu verstehen, dass Glück das Ziel im Leben ist. Östliche Mystiker haben gesagt, Göttlichkeit habe drei Eigenschaften:
• Wahrheit und Sein (Sat),
• Bewusstheit und Bewusstsein (Chit) und schließlich
• den Höhepunkt – Glückseligkeit (Anand).
Wo immer jemand glücklich ist, da ist Göttlichkeit zuhause. Wenn du einen glücklichen Menschen siehst, dann achte ihn mit Ehrfurcht, er ist heilig. Wann immer ein Treffen von Menschen festlich und glücklich ist, dann bist du an einem heiligen Ort.“
Osho, Zitat aus The Book of Wisdom #20
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Was ist wahre Männlichkeit, was wahre Weiblichkeit?
Januar 8, 2009
Beziehungen sind deshalb oft so schwierig, weil sich die negativen Eigenschaften des Mannes mit den negativen der Frau verbinden und umgekehrt. Die gleiche Energie der beiden Partner könnte auch positiv gelebt werden, wenn der Mann in seine natürliche Männlichkeit gehen würde und die Frau in ihre positive Weiblichkeit. Dann wird Beziehung zu einem erfüllenden Abenteuer, dann wird Liebe zu Meditation.
Die positiven Eigenschaften von Männlichkeit
„Männlichkeit kann zwei Richtungen haben, genau wie Weiblichkeit auch. Der männliche Verstand kann angriffslustig, gewalttätig und zerstörerisch sein. Die Männer haben diese Seite gelebt und die Menschheit hat dadurch viel gelitten. Wenn Männer in diese negative Seite ihrer Männlichkeit gehen, dann fallen die Frauen natürlicherweise in die negative Seite der Weiblichkeit, um mit den Männern sein zu können. Sonst wäre der Gegensatz nicht zu überbrücken. Die Frauen werden also passiv, lethargisch und gleichgültig. Negative Männlichkeit kann sich nur mit negativer Weiblichkeit verstehen.
Positive Männlichkeit:
Kreativität, Initiative, Abenteuerlust
Doch es gibt noch die positive Seite. Nichts kann nur negativ sein, alles hat auch einen positiven Gesichtspunkt. Die positive Seite der Männlichkeit ist Kreativität, Initiative und Abenteuerlust. Es sind die gleichen Attribute wie die negativen, nur in einer höheren Ebene gelebt. Der negative männliche Verstand wird zerstörerisch, der positive kreativ. Zerstören und Erschaffen sind zwei Aspekte einer einzigen Energie. Die gleiche Energie, die angriffslustig und aggressiv ist, kann zu Initiative werden. Dann hat Aggressivität eine ihr eigene Schönheit. Wenn Gewalttätigkeit Abenteuerlust wird, wenn Gewalt zu Forschergeist wird, die Kraft, Neues und Unbekanntes zu erforschen, dann ist das allen ungeheuer dienlich.
Positive Weiblichkeit:
Empfänglichkeit, Loslassen können und Energie sammeln
Das gleiche gilt für die weiblichen Qualitäten. Antriebslosigkeit ist negativ, Empfänglichkeit ist positiv. Sie sehen sich ähnlich, du wirst genau hinschauen müssen, um den Unterschied wahrzunehmen. Empfänglichkeit heißt willkommen, sie wartet ab und ist andächtig. Empfänglichkeit ist ein Gastgeber oder eine Gebärmutter. Antriebslosigkeit ist einfach nur Abgestumpftheit, Tod und Hoffnungslosigkeit. Da gibt es nichts, auf was zu warten wäre, nichts ist zu erhoffen, nichts wird jemals geschehen. Gleichgültigkeit und Lethargie sind Gift.
Doch genauso kann Gleichgültigkeit auch zur gesunden Loslösung von den Dingen werden. Gleichgültigkeit und losgelöst sein sehen gleich aus, sind es aber nicht. Gleichgültigkeit hat einfach kein Interesse. Sich von den Dingen zu lösen, ist keine Abwesenheit von Interesse, sondern das Gegenteil. Es ist totales Interesse und hat nur noch die Fähigkeit zusätzlich, sich nicht anzuklammern. Genieße den Moment, solange etwas besteht und wenn der Moment zu verschwinden beginnt – so wie das mit allem ist – dann lasse los. Das ist Loslösung.
Lethargie ist ein negativer Zustand. Man liegt wie ein Lehmklumpen da, ohne die Möglichkeit zu haben, zu wachsen und zu erblühen. Die gleiche Energie kann zu einem großen Pool von Energie werden. Sie geht nirgendswohin, sie unternimmt nichts, doch sie erhöht und vermehrt sich. Positive Weiblichkeit ist nicht lethargisch, sondern wie ein großes Becken vollgefüllt mit Energie. Während sich die Energie ansammelt und ansteigt, geht sie durch viele qualitative Veränderungen.
Ein abenteuerlustiger Mann mit einer Frau voller Energie
Ein wirklich maskuliner Mann muss abenteuerlustig und kreativ sein und so viele Initiativen wie möglich ergreifen. Die Frau soll das Energiereservoir hinter ihm bilden, damit so viel Energie wie möglich für das Abenteuer bereit steht. Die Energie wird benötigt, damit es voller Inspirationen sein kann und auch eine sensible Komponente mit dabei ist. Die abenteuerliche Seele kann sich in der Frau entspannen und wird wieder mit Leben aufgefüllt und erneuert.
Mann und Frau werden zu einer Einheit, wenn sie beide mit ihren positiven Eigenschaften zusammen sind. Die wahre Beziehung – und davon gibt es nicht viele – ist eine, in der sich ein Partner mit dem anderen in einer positiven Weise verbindet. Dann wird das Zusammensein zu Meditation. Dann ist es ein wirklich großartiges Abenteuer, zusammen zu sein.“
Osho, Auszug aus Book of Wisdom, #8
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Der Tod eines Geliebten
Januar 4, 2009
Setze dich neben den geliebten Menschen, der stirbt und fühle, was es heißt, zu sterben. Der Todesfall eines geliebten Menschen ist eine große Gelegenheit, Meditation zu erfahren.
Das gleiche wird auch dir geschehen
Setze dich neben den geliebten Menschen, der stirbt und fühle den Tod. Bedaure den Menschen nicht. Wenn du ihn bedauerst, dann verpasst du eine großartige Gelegenheit. Es gibt keinen Grund, den geliebten Menschen zu bedauern.
Wenn du an der Seite eines Sterbenden sitzt, bedaure dich selbst. Du sitzt im gleichen Boot. Der Tod wird bald auch an deine Türe klopfen. Mache dich dafür bereit. Bevor der Tod kommt, finde deine Wahrheit. Bevor der Tod an die Türe klopft, finde nach Hause, sonst wird dir das Leben im Todesfall wie ein Traum erscheinen, der dich in ungeheurer Armut, in großer innerer Armut zurücklässt.
Bald wird der geliebte Mensch verschwunden sein. Lass den Tod um dich herum präsent sein. Bekomme einen Geschmack von ihm. Fühle deine Hilflosigkeit und Verletzlichkeit. Wer fühlt sich hilflos? Es ist das Ego, denn es sieht, dass es nichts gegen den Tod tun kann. Du würdest deinem geliebten Menschen gerne helfen und doch kannst du es nicht. Du hättest es gerne, wenn er überleben würde, doch nichts kann daran verändert werden. Fühle diese Hilflosigkeit so deutlich wie möglich. Aus diesem Gefühl von Hilflosigkeit wird eine gewisse Bewusstheit entstehen, eine andächtige Stimmung, eine Meditation. Nutze den Tod des Freundes, es ist eine gute Gelegenheit.
Vielleicht kann sich der geliebte Mensch dem Tod hingeben. Das ist wunderbar. Wenn er kämpft, mag er zwar noch ein paar Tage länger leben, doch wenn jemand den Tod akzeptiert, dann muss er oder sie etwas erfahren haben, was über den Tod hinaus geht. Wenn jemand vor seinem Tod einen Geschmack von Unsterblichkeit bekommen hat, vielleicht nur eine kleine Ahnung davon, dann weiß er, dass er nicht sterben wird. Man wird sterben und doch stirbt man nicht. Wenn man das erfahren hat, dann entspannt man sich. Warum sollte man dann gegen den Tod kämpfen? Wozu?
Nach und nach wird der geliebte Mensch verschwinden. Nutze die Gelegenheit für dich. Sitze an seiner Seite. Lasse seinen Tod zum Fingerzeig für dich selbst werden, damit du dein Leben nicht verschwendest. Das gleiche wird auch dir geschehen.
Osho, The Search
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Für verletzte Herzen
November 5, 2008
Beziehungen sind eine Quelle für Verwundungen und Herzschmerzen. Der Partner sagt oder tut etwas und der Schmerz darüber scheint nicht zu ertragen zu sein. Ist er doch! Im Folgenden eine intensive, hilfreiche Meditationstechnik für verletzte Herzen.
Türe zu und Schmerz zulassen
Zuerst musst du mit dir beginnen. Wenn du dich unglücklich fühlst und leidest, dann lass das zu deiner Meditation werden. Schließe deine Türe und setze dich still hin. Fühle zuerst die Verletzung so tief wie möglich. Fühle deinen Schmerz. Jemand hat dich beleidigt. Der normale Weg, den Schmerz zu vermeiden, ist zu der Person zu gehen und sie ebenfalls zu beleidigen, dann beschäftigst du dich mit ihr und nicht mit deinem eigenen Leid. Das ist keine Meditation.
Wenn dich jemand beleidigt, sei ihm dankbar dafür, denn er gibt dir die Gelegenheit, eine tiefe Wunde zu fühlen. Mache also die Türe hinter dir zu, sitze still, ohne Ärger auf die Person, aber mit totaler Aufmerksamkeit für das Gefühl, das in dir aufsteigt. Das Gefühl eines Schmerzes, den du bisher abgewehrt hast. Du wirst überrascht sein, dass dann nicht nur die Person da sein wird, die dich gerade verletzt hat, sondern du wirst dich an alle Männer und Frauen erinnern, die dich jemals beleidigt haben. Du wirst dich nicht nur an alle erinnern, du wirst alle Verletzungen noch einmal erleben. Du wirst in eine Art Kindlichkeit zurückfallen. Fühle die Verletzung, fühle den Schmerz und vermeide ihn nicht.
Das erste ist also, die Türe zu schließen und jede Art von Beschäftigung sein zu lassen. Kein Fernsehen, kein Computer, kein Buch. Höre mit jeder Beschäftigung auf, denn Beschäftigung ist eine subtile Droge. Sei einfach still und total alleine. Bete noch nicht einmal, denn auch das ist eine subtile Droge, du bist mit Gott beschäftigt und kannst vor dir selbst entfliehen.
Herzschmerz in Freude verwandeln
Sei einfach wie du bist. Wie groß auch immer das Leiden ist und was immer dein Leid ist, lass es einfach sein. Die erste Erfahrung ist von totaler Intensität. Es wird schwierig sein und Herz zerreißend. Vielleicht beginnst du wie ein Kind zu weinen oder du rollst dich vor Schmerz auf dem Boden, dein Körper beginnt vielleicht zu zucken. Vielleicht wird dir bewusst, dass der Schmerz nicht nur im Herzen, sondern im ganzen Körper sitzt. Dass dein ganzer Körper nichts als Schmerz ist.
Wenn du das erfahren kannst, das ist das sehr bedeutsam. Dann beginne den Schmerz in dich aufzunehmen. Werfe ihn nicht von dir. Leiden ist so eine wertvolle Energie, wirf sie nicht weg. Absorbiere den Schmerz, trinke ihn, akzeptiere ihn, heiße ihn willkommen, fühle dich dankbar. Und sage dir: „Dieses Mal werden ich ihn nicht vermeiden, dieses Mal werde ich ihn nicht von mir weisen, dieses Mal werde ich ihn trinken, zu mir nehmen und ihn wie einen Gast willkommen heißen. Dieses Mal werde ich ihn verdauen.“
Es mag ein paar Tage dauern, bis du alles verdauen kannst, doch an dem Tag, an dem der Schmerz verdaut ist, bist du auf eine Tür gestoßen, die dich weit bringen wird. Eine neue Reise hat dann für dich begonnen, du bewegst dich in einer völlig neuen Art und Weise. Denn in dem Moment, in dem du Schmerz annimmst, ohne ihn irgendwie von dir zu weisen, verwandelt sich seine Energie und Beschaffenheit. Er ist dann kein Schmerz mehr.
Du wirst total überrascht sein, du wirst es nicht glauben können, denn es ist einfach unglaublich. Man kann es nicht glauben, dass Leiden in Ekstase verwandelt werden kann, dass Schmerz zu Freude werden kann.
Osho, The Book of Wisdom #5
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Das Herz, der eigentliche Meister
Oktober 10, 2008
Kennst du das? Wann immer du deinem Herzen folgen möchtest, flippen die Gedanken aus: „Das kannst du doch nicht machen… Was denken dann die Leute… Wozu soll das gut sein …?“ Warum hat der Verstand so große Angst vor dem Herzen?
Angst vor dem Herzen
Der Verstand fürchtet sich ständig. Im Grunde fürchtet er sich nur vor einem: dem Herzen. Denn der Verstand ist im Körper eigentlich nur als Hilfsdiener eingesetzt, doch hat er es geschafft, zum Geschäftsführer zu werden.
Das Herz, das eigentlich der Meister sein sollte, hat sich nicht darum gekümmert und hat nicht in die Situation eingegriffen. Es hat dem Denken erlaubt, der Anführer zu bleiben. Der Verstand ist sich darüber bewusst, dass jeden Moment, in dem das Herz es will, seine Vorherrschaft vorbei sein wird. Wann immer also das Herz spricht, fürchtet sich der Verstand.
Das Denken fürchtet sich sehr vor Liebe und Vertrauen. Es fürchtet sich vor allem, was mit dem Herzen zu tun hat, denn die Herrschaft des Denkens ist nicht seine Natur. Natürlicherweise ist das Herz der Meister.
Das genau ist das Problem: Da sich das Herz der eigenen Führung uneingeschränkt sicher fühlt, behauptet es seine Position nicht. Das scheint gar nicht nötig zu sein. Jedes Herz weiß innen, dass die Gedanken sofort auf die Seite geschoben werden können. Genau wie der Verstand weiß, dass er eigentlich nur ein Gehilfe für das Herz ist.
Wenn also das Herz etwas sagen möchte, dann erzittert das Denken. Es möchte, dass das Herz völlig abgestorben ist. Der Verstand möchte, dass der Mensch völlig herzlos lebt. Und es ist ihm über die ganze Welt hinweg gelungen, die Menschen vollkommen herzlos zu machen.
Doch hin und wieder flüchten einige Menschen aus der Sklaverei des Denkens und beginnen, die Rechte ihres Herzens durchzusetzen. Das ist die größte Revolution, die du tun kannst, die Revolution des Herzens gegen das Denken. Das ist das Wesen der Meditation.
Osho, Beyond Enlightenment #20
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Leidenschaftlich leben
September 8, 2008
Ein Leben mit Meditation bedeutet ein leidenschaftliches Leben zu führen. Lauwarme Worte der Liebe, die nicht gefühlt und gemeint sind, haben dort keinen Platz.
Worte der Liebe haben Flügel
Während des Tages sagst du zu deiner Frau so und so oft „Ich liebe dich“. Aber wenn du es nicht mit deinem Herzen tust, dann fühlst du selbst, wie tot diese Worte sind, sie haben keine Flügel. Du kennst auch den Moment, bei dem du wirklich liebst und „Ich liebe dich“ sagst. Was für ein Unterschied! Der Unterschied ist riesig. Die Worte sind die gleichen, da gibt es keinen Unterschied. Aber du selbst weißt es genau: Wenn du liebst, dann sind diese Worte nicht mehr gewöhnlich – sie strahlen, sie haben ein Leuchten um sich herum, sie sind eine Flamme. Dein Herz schlägt in ihnen, sie sind lebendig.
Wenn du diese Worte nur wiederholst, weil es von allen möglichen Ratgebern empfohlen wird, dann magst du vielleicht ein einfaches und gleichmäßiges Leben führen. Doch einfach nur reibungslos zu leben, das hat keinen Wert. Man muss ein Leben voller Leidenschaft, Andacht und Liebe leben, nicht nur gleichförmig dahinleben. Man muss das Leben total leben. Die Fackel muss von beiden Seiten brennen. Selbst wenn es nur für einen einzigen Moment ist – dieser Moment wird zur Ewigkeit. Wenn du am höchsten Punkt lebst, dann weißt du, was Leben ist. Und dann lernst du auch die Freudenfeste und Segnungen kennen, die im Leben stecken.
OSHO, The Perfect Master Vol.2 #7









