Essen ist kein Ersatz für Liebe

Tipps

Esssüchtigen Menschen fehlt Liebe. Sie ersetzen Liebe mit Essen. Wenn du dich wirklich geliebt fühlst, kannst du nicht zuviel essen. Menschen, die niemanden lieben, essen zuviel, denn Essen füllt und vermittelt das Gefühl, voll zu sein. Ohne Liebe fühlen sich diese Menschen sehr leer. Es gibt einen grundlegenden Zusammenhang von Essen und Lieben. Des Kindes erste Erfahrung war, dass beides zusammen zu ihm kommt und beides von der selben Quelle. Dadurch werden sie in der Psyche miteinander verbunden. Das ist ein Fall von konditioniertem Reflex.

Die Quelle des Lebens ist innen

Wenn das Kind die Brust der Mutter sucht, dann beginnt die Reise ins Außen. Das Kind hat nun eine Sache erfahren: Die Quelle seines Lebens ist außerhalb von ihm. Das ist das allem zugrunde liegende Missverständnis. Von nun an wird der Mensch versuchen, mehr Geld zu bekommen, mehr Macht und Ansehen … er wird versuchen, mehr Aufmerksamkeit von Leuten zu bekommen, denn er denkt, die Quelle seines Lebens ist außerhalb von ihm.

Tatsächlich ist die Quelle des Lebens Innen.
Osho, Philosophia Perennis, Vol. 2, #5

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Eine passive Meditationstechnik, wenn man krank ist und im Bett liegt:
Wenn Fieber tobt oder sonst eine Krankheit den Körper schüttelt, schaue aufmerksam hin. Nimm wahr, was Fieber ist, wie es sich anfühlt und was mit dem Körper geschieht.

Wie Fieber kühl wird…

Fieber-meditation

„Wenn du mit Fieber im Bett liegst und innerlich brennst, wenn der ganze Körper im Feuer steht, dann nimm diesen Zustand aufmerksam wahr. Wenn du beobachtest, dann zieht es dich gleichzeitig zu deiner inneren Quelle. Sonst brauchst du nichts zu tun, du nimmst einfach nur wahr.

Was kannst du auch sonst schon tun? Das Fieber tobt und du musst die Zeit überstehen. Es macht keinen Sinn, unnötigerweise gegen Fieber zu kämpfen. Wenn du gegen das Fieber ankämpfst, wirst du noch heißer werden. Du ruhst dich einfach aus und siehst aufmerksam zu. Indem du das Fieber beobachtest, wirst du kühl.

Nimm das Feuer noch ein wenig genauer wahr und du wirst noch kühler werden. Durch bloßes Wahrnehmen erreichst du einen derart kühlen Höhepunkt, dass sogar der Himalaya eifersüchtig sein könnte. Sogar die Gipfel des Himalayas sind nicht so kühl. Die Kühle im Beobachten ist der Gourishankar, der höchste Gipfel in dir.

Das Fieber ist an der Peripherie,
du bist der leere, kühle Raum

Das Fieber war eigentlich niemals wirklich da. Es besteht nur im Körper – der sehr weit weg ist. Ein riesiger Raum ist zwischen dir und deinem Körper. Es ist ein grenzenloser Zwischenraum, ein leerer Raum, der nicht zu überbrücken ist. Alles Leiden ist nur am Rande dieses Raumes. Wenn du Leiden beobachtest, dann bist zu plötzlich nicht mehr der, der leidet. Dann beginnst du, die Krankheit zu genießen. Wenn ich sage ‚Genieße deine Krankheit’, dann meine ich ‚Beobachte sie’. Gehe zurück zur inneren Quelle, werde zentriert. Dann gibt es plötzlich kein Leiden mehr, dann existiert nur noch Ekstase.

Im Zentrum gibt es dich nicht mehr, du bist nichts, nur ein großer Raum, der ewig kühl ist, still und glückselig. Wenn ich sage, genieße, dann meine ich, laufe nicht vor der Krankheit davon, sondern beobachte sie.“

Osho, Zitat-Auszug aus A Bird on the Wing, #1

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Tanzen und Wegfliegen

Februar 12, 2009

Wie ein Blatt im Wind, bewegt von einer unsichtbaren Kraft, den Körper kaum mehr spüren und innerlich in totalem Glück davonfliegen – das ist Nataraj – Tanzen und Davonfliegen…

Nataraj-tanz-meditation

Erlaube dem Tanz, in seiner eigenen Art zu fließen. Erzwinge nichts, sondern folge dem Körper, wie er sich bewegt. Lasse den Tanz zu. Der Tanz wird nicht von dir gemacht, er ist ein spontanes Ereignis. Während des Tanzens bleibe in Feierstimmung. Du machst nichts fürchterlich Ernstes, du spielst nur ein wenig mit deiner Lebensenergie herum, du spielst mit deiner Bio Energie und erlaubst ihr, sich in ihrer eigenen Weise auszudrücken. Wie der Wind bläst und der Fluss fließt, so tanzt du. Du wirst vom Wind bewegt und fließt in dem Strom deiner eigenen Energie. Fühle das. Und sei spielerisch dabei.

Osho, Meditation, the First and Last Freedom

Der Tänzer verschwindet

Wenn der Tänzer verschwindet und nur noch der Tanz übrigbleibt, dann ist das Meditation. Wenn der Tänzer weiterhin für sich selbst zu erkennen ist, dann ist das nur Tanz, keine Meditation. Wenn der, der singt, verschwindet und nur noch der Gesang da ist, dann ist das Meditation. Wenn der Musiker sich selbst nicht mehr findet und nur noch die Musik bleibt, dann ist das Meditation.

Osho, The Guest #6

Eins sein mit der Bewegung

Vergiss den Tänzer, der das Zentrum des Egos ist. Werde ein einziger Tanz. So funktioniert die Meditationstechnik: Tanze so vertieft, dass du völlig vergisst, dass du tanzt und beginne zu fühlen, dass du ein einziger Tanz bist. Die Trennung muss verschwinden.

Osho, The New Alchemy To Turn You On

Das Herz, das tanzt

Kabir sagt: „Tanze mein Herz!“ Mit „Herz“ meint er die gesamte Einheit des Organismus. Tanze heute mit Freude. Und tanze heute, nicht morgen. Sei in der Gegenwart, wenn du tanzt und lasse den Tanz mit deiner ganzen Energie zu. Du lässt dich selbst zurück und wirst zu einem Betrunkenen.

Osho, Ecstacy: The Forgotten Language #9

Große Wahrnehmung

Wenn nur noch das Tanzen da ist und kein Tänzer mehr zu finden ist, dann ist dieser Zustand das Allerhöchste; das ist Meditation, ein Geschmack von Süße, von Glückseligkeit, Göttlichkeit, Wahrheit, Ekstase und Freiheit, der Freiheit vom Ego, der Freiheit vom inneren Macher. Und wenn es kein Ego mehr gibt, keinen Macher und der Tanz weiter geht und weiter und niemand mehr vorhanden ist, dann entsteht eine große Fähigkeit zur Wahrnehmung, die dich umgibt, eine große Wolke von Licht.

Osho, Come, Come, Yet Again Come, #10

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Haiku-dunst-meditation
Bewegungsloser Dunstschleier
Mond, Frühling, Schlaf.

Mukai Kyorai

„Kyorai beschreibt das Leben: „Bewegungsloser Dunstschleier. Mond, Frühling, Schlaf“ – das Leben ist einfach, ohne Komplikationen.

Jemand, der meditiert, lebt sein Leben in Einfachheit: der Mond, der Frühling, der Schlaf – und der Mensch ist vollkommen erfüllt. Ein kleiner bewegungsloser Dunstschleier und dann geht der Mond auf und der Frühling kommt – es gibt Blüten – und dann kommt der Schlaf.

Wenn du das Leben in so einer einfachen Art erfahren kannst, mit ein bisschen Tanzen, mit ein wenig Lieben, mit ein bisschen Spielen, mit ein wenig Lachen und ein wenig Musik, und dann kommt der ewige Schlaf… Dann wird das Leben zu einem einfachen Spiel. Bald wird es vorbei sein.

Das Leben wird einfach, wenn wir akzeptieren können, dass das Drama aufhören wird. Wir sind nur die Spieler eines Spiels, das nicht ewig andauern wird. Wir müssen den Platz für andere Spieler freimachen. Durch diese Akzeptanz wird das Leben sehr einfach, ohne Komplexität und ohne Wettstreit mit anderen Menschen. Man lebt still und friedlich und bereitet sich auf den ewigen Frieden vor, die ewige Stille, den ewigen Schlaf.“
Osho, Auszug aus The Zen Manifesto: Freedom from Oneself #6

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Schüler eines Meisters sind meist auf dessen Aussehen, seinen Körper, seine Gesten und Mimik ausgerichtet. Irgendwann kommt die Zeit im Leben eines Schülers, wo die Präsenz des Meisters im Alltag wieder erkannt werden muss.

Ein mohammedanischer Meister und sein Schüler

Tipps

Ein mohammedanischer Mystiker lebte in einer Moschee. Er hatte einen Schüler, der ihm täglich das Essen brachte. Dieser kochte täglich für ihn und brachte ihm das Essen über eine Entfernung von fünf Kilometern.

Eines Tages sagte der Meister zu ihm: „Höre mal, du brauchst nicht immer zu mir zu kommen, ich kann auch zu dir kommen. Bereite morgen das Essen bei dir zuhause vor und ich werde kommen.“

Der Schüler kochte ein köstliches Mahl für den Meister. Schließlich würde er ihn zum ersten Mal besuchen. Er war aufgeregt und höchst erfreut darüber. Er schmückte das Haus, streute Blumen auf den Weg … doch niemand tauchte auf.

Nur ein Hund. Er verscheuchte den Hund, denn dieser wollte das gute Essen fressen. Doch der Hund kam immer wieder zurück und versuchte das Essen zu erwischen. Er hatte schon viele Hunde gesehen, doch dieser Hund war wirklich komisch. Er schlug den Hund, doch dieser kam trotzdem immer wieder. Als er ihn wirklich heftig schlug, sah er Tränen aus den Augen des Hundes kommen. Und dann verschwand er.

Der Schüler wartete bis in den späten Abend und dann dachte er: „Dieser verrückte Meister! Bestimmt hat er es vergessen.“ Also packte er das Essen ein und ging zur Moschee. Dort sah er den Meister mit Tränen in den Augen. Die gleichen Tränen wie beim Hund! Es verwirrte ihn und er fragte: „Warum weinst du?“
Der Meister antwortete: „Warum sollte ich nicht? Du hast mich so heftig geschlagen!“
Der Schüler sagte: „Wovon sprichst du? Ich, und dich schlagen? Du bist gar nicht zu mir gekommen, so wie du es versprochen hattest.“
Der Meister sagte: „Ich war da, und nicht nur einmal. Mindestens zwölf Mal!“ Da erinnerte sich der Schüler an den Hund, der genau zwölf Mal versucht hatte, in sein Haus einzudringen.

Der Meister fuhr fort:“ Du musst lernen, das Formlose zu sehen. Klebe nicht an der Form. Warum sollte ich nur in dieser Form erinnert werden, in diesem Körper? Warum kannst du mich nicht auch in anderen Formen finden?“
OSHO, The Perfect Master #1

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Fühle deine Brustwarzen

August 11, 2008

Die Brüste der Frau tragen ungeahnte Kreativität, die mit der folgenden Technik entlassen werden kann. Fühle deine Brustwarzen gleichzeitig. Mache die Übung zuerst abends, im Bett, und du wirst seligst einschlafen. Dann probiere die Meditation auch tagsüber im Alltag, in jedem Moment, in dem du daran denkst.

Meditationstechnik für Frauen

Tipps

Entspanne dich und bringe deine Aufmerksamkeit zu den Brüsten. Lasse deine Brüste zu deinem gesamten Sein werden. Lasse deinen gesamten Körper nur der Hintergrund sein, vor dem deine Brüste existieren können; der Rest des Körpers spielt keine Rolle mehr, die Brüste stehen ganz im Vordergrund. Du entspannst dich völlig in sie hinein, du bewegst dich mit deiner Aufmerksamkeit in sie hinein.

Dies ist der Moment, wenn deine Kreativität erwacht. Deine weibliche Kreativität erwacht nur, wenn deine Brüste aktiv werden. Verschmilzt du mit ihnen, dann spürst du, wie die Kreativität erwacht. Fühle beide Brustwarzen zur gleichen Zeit.

Die Brüste können zur Quelle eines sehr feinen Duftes werden, der nicht von dieser Welt stammt, der sich chemisch nicht herstellen lässt. Es werden Klänge vernehmbar, harmonische Klänge; sämtliche Königreiche der Kreativität offenbaren sich in neuer, vielfältiger Gestalt. Was berühmte Maler und Dichter erlebt haben, steht Frauen offen, wenn es ihnen gelingt, eins mit ihren Brüsten zu werden.

Dieses Erlebnis ist so real, dass es die Persönlichkeit der Frau von Grund auf verändert – sie wird nicht mehr dieselbe sein. Mache diese Methode lang genug, dann stellt sich die Vision früher oder später ein und es folgt ein Moment, in dem nichts geschieht, ein Moment der Leere – „Shunyata“ passiert. Shunyata ist die höchste Form der Meditation.

Osho, Book of Secrets

Diese Technik soll nicht von Männern praktiziert werden, es würde ihr energetisches Gleichgewicht stören.

—> Weitere Meditationstechniken rund ums Lieben

Die Osho Aktiven Meditationen, im besonderen die Osho Dynamische Meditation, können ziemlichen Muskelkater verursachen. Auch während der Meditation kann es zu leichten Unbehagen und Schmerzen kommen. Trotzdem weiter machen?

Schmerzen beim Meditieren

Tipps

Wenn du um deine körperliche Gesundheit besorgt bist, wenn du zum Beispiel einen schwachen Rücken oder ein schwaches Herz hast, dann sprich mit deinem Arzt, bevor du die aktiven Methoden ausprobierst. Wenn du drei Tage nach Beginn der Übung noch Schmerzen hast, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen.

Dies ist eine Antwort von Osho auf eine Frage über Schmerzen nach der Osho Dynamischen Meditation

Mach weiter – es wird vorbeigehen. Die Gründe für die Schmerzen sind offensichtlich. Es gibt zwei Gründe. Erstens ist es eine kraftvolle Übung und dein Körper muss sich daran gewöhnen. Daher wirst du drei oder vier Tage lang spüren, wie dein ganzer Körper weh tut. Das ist bei jeder neuen Übung der Fall, aber nach vier Tagen wird es vorbeigehen, und dein Körper wird stärker sein als je zuvor.

Doch das ist nicht das Wesentliche. Das Wesentliche geht tiefer, die modernen Psychologen haben es herausgefunden. Dein Körper hat nicht nur die körperliche Ebene. In deine Muskulatur, in die Struktur deines Körpers haben sich durch Unterdrückung viele Dinge eingenistet. Wenn du Wut unterdrückst, geht das Gift in deinen Körper. Es geht in die Muskeln, es geht ins Blut. Wenn du irgendetwas unterdrückst, ist es nicht nur eine mentale Angelegenheit, es ist auch körperlich, denn du bist nicht wirklich geteilt. Du bist nicht Körper und Denken; du bist ein Körper-Denk-System – psychosomatisch. Du bist beides zusammen. Alles was du also mit deinem Körper machst, kommt in deinem Denken an und was du denkst, erreicht den Körper, weil Körper und Denken zwei Pole derselben Einheit sind.

Wenn ein Tier wütend wird, wird es wütend. Es hat keine Moral, keine Lehre bezüglich der Wut. Es wird einfach wütend und damit ist die Wut freigesetzt. Wenn du wütend wirst, wirst du ähnlich wütend wie das Tier. Aber dann ist da die Gesellschaft, die Moral, die Etikette und tausenderlei Dinge. Du musst den Ärger herunter drücken. Du musst zeigen, dass du nicht wütend bist, du musst lächeln, ein aufgesetztes Lächeln! Was geschieht dabei im Körper? Der Körper war bereit zu kämpfen – entweder zu kämpfen oder zu fliehen, vor der Gefahr wegzulaufen. Der Körper wollte etwas tun, er wäre aggressiv, gewalttätig geworden.

Hätte er aggressiv und gewalttätig werden können, dann hätte sich die Energie entladen. Aber du kannst es nicht sein – es ist nicht angebracht, also unterdrückst du sie. Aber was geschieht mit all den Muskeln, die bereit waren anzugreifen? Sie werden verkrüppelt. Die Energie hat sie zu Aggressivität gedrängt und du drängst sie zurück. Es wird einen Konflikt geben. In deinen Muskeln in deinem Blut, in deinem Körpergewebe wird es einen Konflikt geben. Sie wollen sich ausdrücken aber du unterdrückst sie. Dadurch wird dein Körper verkrüppelt.

So ist es mit jeder Emotion und das geschieht jahrelang, Tag für Tag. Dadurch wird dein Körper überall verkrüppelt. Alle Nerven verkrüppeln. Sie fließen nicht, sie sind nicht flüssig, sie sind nicht lebendig. Sie sind abgestorben, sie sind vergiftetet, sie sind verknotet. Sie sind nicht natürlich. Wenn du nun anfängst zu meditieren, werden all diese Giftstoffe freigesetzt und überall, wo der Körper stagniert, muss es schmelzen, wird es wieder flüssig werden. Das ist eine große Anstrengung. Wenn du vierzig Jahre lang ein falsches Leben gelebt hast und dann plötzlich meditierst…

Der ganze Körper ist in einem Aufruhr. Du wirst überall im Körper Schmerzen haben. Aber diese Schmerzen sind gut und du musst sie willkommen heißen. Erlaube dem Körper, wieder zu fließen. Er wird wieder anmutig und kindlich werden. Du wirst deine Lebendigkeit wiedergewinnen. Aber ehe diese Lebendigkeit da ist, müssen die toten Teile gerade gebogen werden, und das tut ein bisschen weh.

Dein Körper muss viele Gifte freisetzen. Du bist vergiftet und du wirst Schmerzen haben, weil diese Gifte sich im Körper festgesetzt haben. Nun entsteht wieder ein Chaos. Diese Meditation soll ein Chaos in dir bewirken, damit du neu geordnet werden kannst, damit eine neue Ordnung möglich wird. So wie du bist, musst du zerstört werden; nur dann kann etwas Neues geschaffen werden. Es wird schmerzhaft sein, aber diese Schmerzen lohnen sich.

Mach also weiter mit der Meditation und erlaube dem Körper Schmerzen zu haben, erlaube dem Körper keinen Widerstand zu leisten, lass ihn in seine Agonie gehen. Diese Agonie kommt aus der Vergangenheit, aber sie wird verschwinden. Wenn du bereit bist, wird sie verschwinden. Und wenn sie verschwindet, dann hast du zum ersten Mal einen Körper. Was du jetzt hast, ist nur ein Gefängnis, eine Hülse…tot. Du bist eingeschlossen; du hast keinen beweglichen, lebendigen Körper. Selbst die Tiere haben einen schöneren, einen lebendigeren Körper als du.

Mache einfach mit der Meditation weiter. Ich habe hunderte von Menschen durch denselben Prozess gehen gesehen. In ein paar Tagen sind die Schmerzen verschwunden, und wenn sie weg sind, wird dein Körper von einer subtilen Freude umgeben sein.

Jetzt kannst du sie nicht haben, weil der Schmerz da ist. Ob du es weißt oder nicht, aber dieser Schmerz sitzt überall in deinem Körper. Es ist dir nur nicht mehr bewusst, weil du ihn immer hattest. Alles was immer da ist, verschwindet aus deinem Bewusstsein. Durch Meditation wirst du bewusst und dann sagt der Verstand: „Tu das nicht; der ganze Körper tut weh.“ Höre nicht auf den Verstand. Mach einfach weiter.

Innerhalb einer gewissen Zeit wird der Schmerz heraus geworfen sein und wenn dann der Körper wieder aufnahmebereit ist und keine Blocks mehr da sind, keine Gifte, dann wirst du ständig in ein subtiles Gefühl der Freude eingehüllt sein. Was immer du tust oder nicht tust, du wirst immer eine subtile Schwingung der Freude in deinem Körper empfinden.

Osho, The Supreme Doctrine

Die Sekunden Meditation von FindYourNose.com

Sich zu feiern macht Spaß und ist toll, wenn alles gut läuft. Doch was, wenn der Körper krank ist, wenn Schmerzen nach Linderung rufen und einem wirklich nicht nach feiern zumute ist. Was dann? Feiern natürlich!

Jeden Moment feiern

Tipps

Selbst wenn du krank wirst und du im Bett liegen musst, kannst du dich selbst feiern. Du kannst diese Zeit im Bett in Momente von Schönheit und Freude verwandeln, in Entspannung und Ruhe, in meditative stille Momente. In eine Zeit für Musik und Gedichte.

Du musst nicht traurig sein, wenn du krank bist. Du solltest dich glücklich schätzen! Jeder andere sitzt im Büro, während du wie ein König im Bett liegst. Du kannst dich entspannen, jemand macht dir einen Tee, die Thermoskanne singt dir ein Lied, ein Freund hat sich angeboten zu kommen und dir auf der Flöte vorzuspielen. All das ist viel wichtiger als jede Medizin.

Wenn du krank bist, hole einen Doktor. Viel wichtiger ist es jedoch, die zu rufen, die dich lieben. Denn es gibt keine bessere Medizin als Liebe. Rufe die zu dir, die Schönheit erschaffen können, die Musik machen, oder dir Gedichte vorlesen. Nichts heilt mehr als eine feierliche Stimmung. Medizin ist die niederste Form von Behandlung.

Sei kreativ, mache das Beste aus dem Schlechtesten – das nenne ich Kunst.

Wenn ein Mensch sein ganzes Leben damit verbracht hat, jeden Moment und jede Phase in Schönheit, in Liebe und Freude zu verwandeln, dann wird auch der Tod zum letzten freudigen Höhepunkt.

Osho, Beyond Enlightenment

Die Sekunden Meditation von FindYourNose.com

Wir kennen unseren Körper, unser Denken und unser Herz, vielleicht auch noch unser Selbst … Buddha geht über alles hinaus, zum Nicht-Selbst …

Über die menschlichen Kreise hinausgehen

Tipps

Die Persönlichkeit des Menschen ist in konzentrische Kreise aufgeteilt. Der erste Kreis ist der Körper. Innerhalb davon, der zweite Kreis – das Denken. Darin liegt ein weiterer Kreis, das Herz. Und innerhalb des dritten Kreises liegt das Selbst. Buddha geht darüber hinaus.

Atheisten glauben nur an den ersten Kreis. Sie verneinen die anderen Kreise als reine Vorstellung. Das Denken ist ihrer Meinung nach auch nur eine Funktion des Körpers. Die Theisten glauben an alle vier Kreise: den Körper, das Denken, das Herz und das Selbst. Sie bestehen darauf, dass die ersten drei Kreise unbedeutend und illusorisch sind, dass sie nicht deine wahre Realität ausmachen. Deine echte Wirklichkeit ist ihrer Meinung nach nur das vierte Zentrum.

Buddha geht völlig neue Wege. Er geht über den vierten Kreis hinaus, er geht über das Selbst hinaus zum Nicht-Selbst, „Anatta“. Das ist deine wahre Existenz. Wenn du nicht bist, dann bist du. Natürlich nicht in der gleichen Form, wie du dich selbst kennen gelernt hast. Du bist über den ganzen Kosmos verteilt.

Das ist etwas Einzigartiges, für das Buddha 42 Jahre lang gekämpft hat, denn jede Religion hält beim Selbst an, dem „Atma“. Buddha steht alleine, wenn er sagt, dass du nur ins Universelle, in den Kosmos eintreten kannst, wenn du über das Selbst hinaus gehst. Sonst kannst du nicht zum Regen werden, nicht zum Bambus und nicht zu Wolken und Wind …

Warum solltest du dich nur in dieser kleinen Hülle aufhalten? Warum nicht zum Ganzen werden? Nach Buddha bedeutet ganz zu sein, heilig zu sein.

Osho, The Emptiness of the Heart #4

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