Wir wissen nicht, was wirkliche Liebe ist

Nicht-geliebt-meditation

„Der größte Teil der Menschheit leidet darunter, niemanden zu finden, von dem er wirklich geliebt wird. Jeder möchte bedingungslos angenommen werden, doch keiner weiß, was Liebe wirklich ist. Niemand weiß, wie man sich selbst lieben kann. Liebe ist die größte Kunst. Liebe ist ein Diamant. Ungeschliffen und unpoliert. Du musst die Liebe erst lernen.

Liebe – ein Herz voller Lieder

Lieben heißt, Musik in deinem eigenen Herzen zu spielen. Einen Tanz mit Energien in deiner tiefsten Seele zu tanzen. Wenn du mit großer Energie tanzt, dein Herz voll mit Liedern ist und deine Seele eine Symphonie bildet, dann wirst du fähig sein jemanden zu finden, der dich liebt.

Meditation ist die Kunst, sich selbst zu lieben

Wenn du dich selbst liebst, wirst du viele, viele Leute finden, die dich lieben. Eine Person, die sich selbst liebt wird liebenswert. Sie erhält Anmut und Würde. Jemand der sich nicht liebt, bleibt hässlich. Wenn sogar du dich nicht liebst, wie kannst du es dann von jemandem anderen erwarten?

Es gibt ein berühmtes Sprichwort des jüdischen Mystikers Hillel:

“Wenn du nicht für dich bist, wer wird dann für dich sein?

Die andere Hälfte des Spruches ist ebenfalls wunderbar:

„Wenn du NUR für dich bist, was hat dann dein Leben für eine Bedeutung?“
Du musst dich selbst lieben, das ist die erste Verpflichtung dir selbst gegenüber. Und die zweite ist, nicht in dieser Selbstliebe verloren zu gehen. Wenn du dich selbst lieben kannst, dann suche nach dem anderen. Du wirst ihn finden. Die ganze Welt ist voller liebenswerter und wunderschöner Menschen. Wenn du fähig bist, deine Energie zu verteilen, dann wirst du jemanden finden, der dich liebt.“
Osho,  Zitat-Auszug aus  Philosophia Perennis Vol.2 #9

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Liebe ist wie der Atem

Prana-atem-meditation

Liebe ist immer neu. Sie wird niemals alt, denn sie sammelt nichts an, sie kennt keine Vergangenheit. Sie ist immer frisch, so frisch wie die Tautropfen. Sie lebt von Moment zu Moment. Sie ist nicht teilbar. Sie hat keine Kontinuität, sie kennt keine Tradition. Jeden Moment stirbt die Liebe und jeden Moment ist sie neu geboren. Sie ist wie der Atem: Du atmest ein, du atmest aus. Dann atmest du wieder ein und atmest wieder aus. Du sammelst innen nichts an.

Liebe atmet ein und aus…

Wenn du den Atem anhältst, dann wirst du sterben, der Atem wird abgestanden und leblos sein. Er wird alle Vitalität verlieren, die Eigenschaft des Lebens. Genauso verhält es sich mit Liebe. Sie ist Atmen. In jedem Moment erneuert sie sich selbst. Wenn jemand also in der Liebe festgefahren ist und zu atmen aufgehört hat, dann verliert das Leben seine ganze Bedeutung.

So geschieht es den Menschen: Der Verstand dominiert derartig, dass er das Herz beeinflusst und sogar das Herz besitzergreifend macht. Das Herz kennt kein Besitzdenken, doch der Verstand verunreinigt und vergiftet es.

Liebe, die mit dem Atem hinein und herausfließt

Denke daran: Liebe die Existenz! Und lasse Liebe wie Atmen sein. Atme ein und atme aus, doch lasse es Liebe sein, die hereinkommt und wieder herausgeht. Nach und nach, mit jedem Atemzug, wirst du das Wunder der Liebe erschaffen.

Anleitung zur Meditation „Liebe atmen“

•  Beim Ausatmen fühlst du, wie deine Liebe in die Existenz hinausströmt

•  Beim Einatmen gießt die Existenz ihre Liebe in dich hinein

Bald wirst du bemerken, wie sich die Qualität deines Atems verändert. Der Atem wird zu etwas völlig anderem, etwas das du noch nie erfahren hast. Deshalb wird der Atem in Indien ‚Prana’ genannt, ‚Leben’ und nicht einfach nur Atem. Es ist nicht einfach nur Sauerstoff. Etwas anderes ist da, das Leben selbst.

Osho,  Zitat-Auszug aus  The Open Door #13

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Essen ist kein Ersatz für Liebe

Tipps

Esssüchtigen Menschen fehlt Liebe. Sie ersetzen Liebe mit Essen. Wenn du dich wirklich geliebt fühlst, kannst du nicht zuviel essen. Menschen, die niemanden lieben, essen zuviel, denn Essen füllt und vermittelt das Gefühl, voll zu sein. Ohne Liebe fühlen sich diese Menschen sehr leer. Es gibt einen grundlegenden Zusammenhang von Essen und Lieben. Des Kindes erste Erfahrung war, dass beides zusammen zu ihm kommt und beides von der selben Quelle. Dadurch werden sie in der Psyche miteinander verbunden. Das ist ein Fall von konditioniertem Reflex.

Die Quelle des Lebens ist innen

Wenn das Kind die Brust der Mutter sucht, dann beginnt die Reise ins Außen. Das Kind hat nun eine Sache erfahren: Die Quelle seines Lebens ist außerhalb von ihm. Das ist das allem zugrunde liegende Missverständnis. Von nun an wird der Mensch versuchen, mehr Geld zu bekommen, mehr Macht und Ansehen … er wird versuchen, mehr Aufmerksamkeit von Leuten zu bekommen, denn er denkt, die Quelle seines Lebens ist außerhalb von ihm.

Tatsächlich ist die Quelle des Lebens Innen.
Osho, Philosophia Perennis, Vol. 2, #5

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Tipps

„Du Glückliche, wenn alle Sinne im Herzen aufgelöst sind,
erreiche das Zentrum des Lotus.“

Versuche zunächst, deine Sinne im Herzen zu empfangen. Stelle dir vor, dass jeder Sinn bis tief ins Herz eindringt und von ihm ganz aufgenommen und aufgelöst wird. Das Herz ist wie ein Lotus. Jedes Sinnesorgan öffnet den Lotus, jeder Sinn ist ein Blütenblatt des Lotus.

Reise vom Herzen in den Bauch

Dieser Lotus des Herzens wird dich zentrieren. Wenn du wirklich total im Herzen aufgehst und der Verstand aufgehört hat zu arbeiten, dann falle hinunter zum Nabel. Bist du erst einmal im Nabel aufgelöst, dann befindest du dich in einem Zustand jenseits des Herzens. Du bist nun im Hara, welches der Ursprung von Allem ist.

Anleitung zur Meditation für Liebende

Erste Phase:
Setzt euch gegenüber und hört etwa 10 Minuten lang sanfter Musik zu. Hört der Musik mit dem Herzen zu, so, als hättet ihr keinen Kopf mehr. Lasst den Oberkörper mit den Klängen leicht mitschwingen. Ihr könnt dabei das Herz mit der Hand berühren. Die Augen sind geschlossen.

Zweite Phase:
Öffnet die Augen und nehmt den Anderen mit allen Sinnen wahr. Seht ihn an, berührt ihn, riecht ihn. Was ihr wahrnehmt, lasst direkt ins Herz fließen. Fühlt wie die Hand das ausgestreckte Herz ist, das den Geliebten, die Geliebte berühren möchte. Nehmt euch Zeit.

Dritte Phase:
Steht auf und bewegt euch für etwa 10 Minuten zur Musik. Erlaubt den Sinneseindrücken durch das Herz zum Nabel zu wandern und sich in diesem allumfassenden Zentrum aufzulösen.

Vierte Phase:
Setzt oder legt euch hin. Bewegt euch nicht und seid 10 Minuten lang still.

Diese Meditation kann auch alleine gemacht werden. Anstelle eines geliebten Menschens berühre etwas Lebendiges, ein Tier, eine Blüte, einen Baum. Schließe die Augen und fühle eine Kommunikation vom Herzen zur Erde.

Osho, The Book of Secrets

Sich nicht unnötig verspannen,
die eigenen Talente fördern und
lieben, was man tut

Ohne-stress-meditation

1. Sich nicht unnötig verspannen

„Beginne damit, bei alltäglichen Routinehandlungen aufmerksam zu sein. Während du die Alltagsarbeiten ausübst, bleibe dabei entspannt. Es gibt keinen Grund, angespannt zu sein. Wenn du den Boden putzt, warum solltest du dich da verspannen? Wenn du Essen kochst, worüber brauchst du da nervös sein? Es gibt keine einzige Situation im Leben, bei der du dich verspannen musst. Anspannung ist einfach nur deine Unaufmerksamkeit und Ungeduld.

Ich habe mich immer gefragt, warum sind die Leute nur so nervös? Es sieht so aus, dass es überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was außerhalb geschieht, es hat etwas mit dir innen zu tun. Du findest immer eine Entschuldigung von außen, doch nur, weil es so idiotisch aussieht, ohne Grund gestresst zu sein. Nur um deine Verspannung zu rationalisieren, findest du irgendeinen Grund außerhalb von dir, damit du erklären kannst, warum du so nervös bist.

Doch Nervosität ist nicht außerhalb von dir, Stress und Anspannung kommen von deinem falschen Lebensstil.

2. Die eigenen Talente fördern

Du lebst in Konkurrenzdenken – das erschafft Nervosität und Verspannung. Du lebst und vergleichst dich ständig – das erschafft Stress. Du denkst immer entweder über die Vergangenheit oder die Zukunft nach, und deine einzige Realität ist, die Wirklichkeit zu versäumen – auch das erschafft Anspannung.

Finde dein eigenes Talent. Die Natur schickt kein einziges Individuum auf die Welt, ohne ihm ein einzigartiges Geschenk mitzugeben. Suche einfach ein wenig danach… Was auch immer für Qualitäten und Talente du hast, nutze sie völlig aus. Dadurch wird die Energie, die sonst in Stress und Nervosität geht, beginnen, zu Anmut und Schönheit zu werden.

3. Lieben, was man tut

Was immer du tust, mache es mit solcher Liebe, mit solcher Sorgfalt, dass das kleinste Ding in der Welt zu einem Kunstwerk wird. Das wird dir große Freude bringen. Dann wirst du eine Welt erschaffen, die kein Konkurrenzdenken kennt, bei der niemand verglichen wird. Das wird allen Menschen Würde verleihen. Jede Handlung, die hundertprozentig ausgeführt wird, wird zur reinen Andacht.“
Osho, Zitat-Auszug aus The Hidden Splendor

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Emotionen haben keinen Wert

Emotionen-liebe

Oft erfüllt mein Herz und mein ganzes Wesen ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Das passiert, wenn ich in tiefer Liebe bin. Doch ein ähnliches Gefühl habe ich auch in Angst, Sorge, Schmerz, Hilflosigkeit und Frustration.

„Tatsächlich steckt in den meisten Emotionen etwas Ähnliches:
das Gefühl, überwältigt zu werden. Es mag Liebe sein, es mag Hass sein oder Wut… es kann alles mögliche sein. Wenn eine Emotion zuviel wird, gibt sie dir das Gefühl, von etwas überwältigt worden zu sein. Auch Schmerz und Leiden können die gleiche Erfahrung erschaffen. Jedoch hat Überwältigt-sein keinen Wert, es zeigt nur, dass du emotional bist.

Nicht emotional handeln!

Das Gefühl von Überwältigt-sein ist typisch für eine emotionale Persönlichkeit. Wenn sie wütend ist, dann ist sie es total. Und wenn sie liebt, dann liebt sie vollkommen. Die emotionale Persönlichkeit wird von der Emotion fast betrunken und blind. Jede Handlung, die aus einer Emotion entsteht, ist verkehrt. Sogar wenn es überwältigende Liebe ist, die Handlung, die daraus entsteht, wird nicht richtig sein.

Grundlegend kann man sagen: Wenn du von einem Gefühl überwältigt wirst, dass du dann alle Vernunft verlierst, deine ganze Empfindsamkeit und auch dein Herz dabei verloren geht. Die Emotionen werden wie zu einer dunklen Wolke, in der du dich verlierst. Alles, was du daraus tust, ist verkehrt, was immer es auch sein mag.

Liebe ist keine Emotion

Liebe soll kein Teil deiner Emotionen sein. Normalerweise denken die Leute, Emotion sei Liebe, das ist ihre Erfahrung. Doch alles, was überwältigt, ist sehr instabil. Es kommt wie ein Wind, zieht vorbei und lässt dich leer, verstört, traurig und unglücklich hinter sich zurück.

Menschen, die das ganze Sein des Menschen erkannt haben, also Verstand, Herz und Wesen, sagen: Liebe muss der Ausdruck deines Wesens und nicht etwa eine Emotion sein. Eine Emotion ist sehr zerbrechlich und verändert sich schnell. Einen Moment lang sieht sie so aus, als ob sie alles im Leben sei. Im nächsten Moment bist du aber völlig leer.

Liebe ist Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit

Das erste, was es zu tun gibt, ist, Liebe aus der Menge der überwältigenden Emotionen herauszunehmen. Liebe ist nicht überwältigend. Im Gegenteil, Liebe ist ein tiefes Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit. Doch solch eine Liebe gibt es selten, denn es gibt nur wenige Menschen, die ihr Wesen erreichen.

Du musst deine Liebe aus dem emotionalen Zusammenhang herausnehmen, wo sie seit deiner Geburt steckt. Und du musst einen Weg zu deinem Wesen finden. Außer, deine Liebe wird Teil deines Wesens, ist sie nicht viel anders als Schmerz, Leiden und Traurigkeit. Emotionen werden dir nicht helfen, zu einem integrierten Individuum zu werden. Emotionen werden dir keine Seele aus Granit geben. Du wirst wie Treibholz im Fluss hin- und hergetrieben werden, ohne zu wissen, warum. Emotionen machen den Menschen genauso blind wie Alkohol.“

Osho, Zitat-Auszug aus Om Shantih, Shantih, Shantih, #17

Osho im Original zuhören: Love, an expression of being

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Sterben vor dem Tod

März 9, 2009

Im Leben noch die Liebe wählen

Meditation-liebe-tod

Im Zwischenraum der Türen von Geburt und Tod besteht noch eine andere Tür, die völlig unerklärlich ist.
Einer, der fähig ist, an der Türe des Todes neu geboren zu werden, verbringt sein ganzes Leben in Hingabe

„Zwischen den Türen von Geburt und Tod gibt es noch eine weitere Tür – die allumfassende Liebe. Ist dir das schon einmal aufgefallen? Zwischen Geburt und Tod passiert nur Liebe. Wenn du die Liebe verpasst, hast du die ganze Gelegenheit des Lebens versäumt.

Die erste Tür, die Geburt, ist nur eine Gelegenheit, durch die zweite zu gehen, die Türe der Liebe. Zwischen Geburt und Tod ist Liebe. Im Grunde kann man es so sehen: Das Leben besteht nur als einzige Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden. Wenn das versäumt ist, dann ist alles versäumt. Wenn du geliebt hast, dann hast du nichts verpasst in deinem Leben, selbst wenn du alles andere versäumt hast.

Liebe – der wahre Tod

Die Türe der Liebe ist ein wirklicher Tod. Der andere Tod, der am Ende des Lebens kommt, ist nicht wirklich, den wirst du überleben. Du wirst wieder neu geboren werden. So wie der Tod der Geburt folgt, so folgt die Geburt dem Tod. Das sind die zwei Seiten einer Münze. Aber, wenn du durch die Türe der Liebe gehst, dann stirbst du wirklich. Du stirbst ganz und gar, so sehr, dass es für dich keine Geburt mehr gibt und natürlich auch keinen Tod mehr. Liebe ist der wahre Tod, denn das Ego verschwindet völlig.

Im normalen Tod verschwindet der Körper, doch das Ego bleibt bestehen. Das Ego trägt dich in ein neues Leben. So funktioniert Wiedergeburt. Wenn du diese Verkettung des Egos aufgelöst hast, dann verschwindest du aus der materiellen Welt und gehst von der sichtbaren Welt in die unsichtbare, ins Jenseits.

Sich durch Liebe verwandeln

Das ist die wahre Tür des Todes: Stirb’ bevor du stirbst, sterbe während du noch lebst. Wenn du vor dem Tod sterben kannst, wenn du durch die Türe der Liebe gehen kannst, wenn du noch im Leben sterben kannst, dann gibt es keinen Tod für dich. Dann bist du unsterblich geworden, dann wirst du göttlich. Doch du wirst dich zuerst durch Liebe verwandeln müssen.“
Osho, Zitat Auszug aus The Beloved, Vol 2, #5

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Leiden ist hässlich. Wenn jemand leidet, ist es menschlich, ihm aus dem Leid zu helfen, doch „Du-Armer-Schwarzer-Kater-Sympathie“ hilft ihm nicht. Im Gegenteil, solche Sympathie unterstützt Leiden. Wer Meditation sucht, hält besser Ausschau nach Glückseligkeit, Wahrheit und Bewusstsein…

Glückliche Menschen verdienen Sympathie

Gluecklich-sein

„Schaue dir einmal den Zustand genau an, wenn du unglücklich bist. Du wirst etwas Grundlegendes dabei herausfinden. Unglücklichsein gibt dir Respekt von den Leuten. Die Menschen sind freundlicher zu dir, wenn du traurig bist und sie fühlen mehr mit dir mit. Du hast mehr Freunde, wenn du unglücklich bist.

Die Welt steht auf dem Kopf. Etwas Grundlegendes läuft schief. Nicht die unglückliche Person sollte mehr Freunde haben, sondern die glückliche. Doch sei glücklich und dann sind die Leute auf dich eifersüchtig, sie sind keine Freunde mehr. Sie fühlen sich betrogen. Du hast etwas, was sie nicht haben können.

Lernen, glücklich zu sein

Über die Jahrhunderte hinweg haben wir diesen subtilen Mechanismus gelernt: Glücklichsein zu unterdrücken und Unglücklichsein auszudrücken. Jemand, der meditiert, wird diesen ganzen Mechanismus loslassen. Du musst lernen, wie du glücklich sein kannst und du musst lernen, glückliche Menschen wertzuschätzen. Erinnnere dich daran, glücklichen Menschen mehr Aufmerksamkeit zu geben.

Das ist ein großer Dienst an der Menschheit. Sympathisiere nicht mehr so sehr mit Menschen, die unglücklich sind. Wenn jemand leidet, dann helfe ihm, doch sympathisiere nicht mit ihm. Vermittle ihm nicht das Gefühl, dass sich Leiden lohnt. Lasse ihn wissen, dass du ihm helfen wirst, jedoch „nicht weil ich dein Unglück schätze, sondern weil du leidest.“ Du tust also nichts anderes, als den Menschen von seinem Unglück zu befreien, denn Leiden ist hässlich. Lass die Person fühlen, dass Leiden hässlich ist und dass Unglücklichsein keine tugendhafte Eigenschaft ist.

Drei Eigenschaften von Göttlichkeit

Sei glücklich, schätze Fröhlichkeit und helfe den Menschen zu verstehen, dass Glück das Ziel im Leben ist. Östliche Mystiker haben gesagt, Göttlichkeit habe drei Eigenschaften:

• Wahrheit und Sein (Sat),
• Bewusstheit und Bewusstsein (Chit) und schließlich
• den Höhepunkt – Glückseligkeit (Anand).

Wo immer jemand glücklich ist, da ist Göttlichkeit zuhause. Wenn du einen glücklichen Menschen siehst, dann achte ihn mit Ehrfurcht, er ist heilig. Wann immer ein Treffen von Menschen festlich und glücklich ist, dann bist du an einem heiligen Ort.“
Osho, Zitat aus The Book of Wisdom #20

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Je tiefer Meditation im Leben zugelassen werden kann, desto weiter geht das Verständnis um den Tod. Sterben wird als Phase des Lebens erkannt – die tiefe, friedliche Entspannung nach der Aktivität des Lebens.

Hingebungsvoller Rückzug

Sterben-ohne-angst

„Wenn das Bewusstsein meditativ wird, dann kannst du den Tod akzeptieren, denn dann ist das Sterben nicht etwas, was anders ist als du, sondern dann gehört der Tod zu dir, er ist Teil von dir. Dann nimmst du den Tod als Ruhepol an, als die letztendliche große Entspannung. Dann akzeptierst du Sterben als stillen Rückzug. Du gehst in Pension. Den ganzen Tag über hast du hart gearbeitet und wenn du dann abends nach hause kommst, dann ziehst du dich zurück und gehst schlafen. Das Leben ist wie der Tag, der Tod wie die Nacht.

Viele Morgen werden noch kommen, du wirst in vielen verschiedenen Formen immer wieder kommen, bis der totale Tod passiert. Dieser völlige Tod ist für diejenigen, die ganz ohne Gedanken geworden sind. Er ist für diejenigen, die in der Tiefe erkannt haben, dass Sterben und Leben nur zwei Seiten der gleichen Münze sind. Sie haben keine Angst mehr vor dem Tod, nicht einmal ein ganz kleines bisschen. Und sie hängen auch nicht länger am Leben.

Es gibt also zwei Phasen, um letztendlich völlig zu vergehen: Als erstes fürchtet du das Sterben nicht mehr. Wenn du keine Angst mehr hast, dann geschieht der zweite Schritt, dass der große Durst zu leben verschwindet. Dann gehst du über den Tod hinaus.“
Osho, Zitat Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1

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Lieben fällt nicht leicht und enthüllt grausamst die sonst so gut versteckten Seiten der Persönlichkeit. Deshalb ist sie ja so wunderbar!

Eine intime Beziehung befriedigt

Tipps

Es gibt viele Leute, die die Liebe vermeiden nur um auf der sicheren Seite des Lebens zu stehen. Es gibt Leute, die sich auf keine Beziehung einlassen wollen, denn sie wissen, sobald sie sich anvertrauen und dem anderen näher kommen, dann beginnt das Kämpfen, der Widerstand und all die anderen hässlichen Dinge.

Wozu das alles? Höchstens sind sie noch an einer sexuellen Beziehung interessiert, aber nicht an Intimität und Nähe.

Nur wenn eine Beziehung voller Nähe ist und tief geht, wirst du wissen, was Beziehung ist. Eine sexuelle Beziehung ist ein oberflächliches Zusammensein und wird dich niemals befriedigen. Diese Dinge wie Ärger und Widerstände gegen den anderen sind natürlich.

Man muss sie akzeptieren und nach und nach über sie hinaus gehen.

Osho, Beloved of my Heart

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