Meditation-freundlich

Die richtige Meditationstechnik kann viel bewirken, jedoch besteht die Gefahr, die Technik über das Wesentliche von Meditation zu setzen: aufmerksam wahrzunehmen was gerade ist. Der Verstand liebt Techniken, bei der er sich noch ein wenig verbessern kann, die nur noch ein wenig mehr Disziplin und Intensität fordern, dann wird endlich….

Das Natürlichste in uns ist die Fähigkeit wahrzunehmen. Beobachten ist solch eine reine Angelegenheit. Sie steht über dem Verstand, auf reines Beobachten hat der Verstand keinen Zugriff. Nutze Meditationstechniken solange sie dir helfen wacher und sensibler zu werden. Lasse Wachsamkeit in dir wachsen. Wenn du dann wütend bist, dann bemerkst du das. Genauso, wenn du glücklich bist. Benutze deine wache Aufmerksamkeit ständig und auf wissenschaftliche Weise, um mit ganzer Kraft jede Phase des Verstandes wahrzunehmen.

Osho

Tipps

Wahrnehmen und beobachten, das genügt. In dem Moment, wo du denkst: „Was passiert jetzt?“ kommt Denken zurück. Was immer du tust – mit Ausnahme von Beobachten – bringt Denken mit sich. Denken sollte nicht unterstützt werden. Wahrnehmen ist die einzige Zuflucht, denn wenn du ohne zu urteilen beobachtest, ist kein Platz für Denken.

Normalerweise tendiert man dazu, sich zu fragen: „Was passiert da gerade?“ und analysiert es. Dabei ist man sich dann nicht darüber bewusst, dass mit der Analyse und der Anstrengung, Erklärungen zu finden, das Denken durch die Hintertür wieder hereinkommt. Alle Aktivitäten beruhen auf Denken. Wenn wir nur einfach wahrnehmen, dann versuchen wir damit, nicht vom Denken eingefangen zu werden.

Du brauchst also nur zu beobachten. Gehe so tief ins Wahrnehmen wie du kannst. Gehe tiefer und tiefer, bis Denken Kilometer weit entfernt ist und nur reines Beobachten da ist. Das ist das reine Gold, das ist der Buddha in dir.

Osho, Rinzai: Master of the Irrational #4

99 Gründe für Meditation

Der Todfeind eines Meditierenden sind die Worte des Meisters
Meditation ist Nichtstun, Nichtstun ist schwierig
Ein bisschen verrückt sein!


Tipps

Wenn wir Sterben, ist dann beobachten alles, was wir in diesem wichtigen Moment tun können, oder gibt es noch eine besondere Meditationstechnik dafür?

Wahrnehmen ist das Einzige, doch ist es keine Technik, es ist deine Natur, deine ganze Natur. Du bist nichts anderes als Wahrnehmen. Beobachten ist das reine Bewusstsein.

Nicht nur die Angst vor dem Sterben macht dich unbewusst. Überhaupt bist du zu unbewusst. Ein Zehntel von dir ist bewusst, der große Rest unbewusst. Die Angst vor dem Tod nimmt dir dieses eine Zehntel an Bewusstheit. Doch Angst hat nur einen geringen Effekt, denn generell sitzt Unbewusstheit sehr tief.

In der Meditation, wenn du wahrnimmst, dann zerstreust du nach und nach die Unbewusstheit, ohne dir darüber im Klaren zu sein. Du wirst nach und nach bewusster. Die dünne Schicht wird dicker und dicker und es kommt der Moment, wo dein ganzes Wesen voll von Bewusstsein ist. Bewusstsein ist das Selbe wie Wahrnehmen.

Osho, Yakusan: Straight to the Point of Enlightenment #2

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Wann immer Befriedigung gefunden wird – in welcher Aktion auch immer – verwirkliche sie.

Tipps

Du bist durstig und trinkst Wasser. Eine zarte Befriedigung ist erreicht. Vergiss das Wasser, vergiss den Durst. Bleibe bei der feinfühligen Befriedigung, die du wahrnimmst. Sei total mit ihr ausgefüllt. Fühle dich einfach befriedigt.

Diese Technik gibt dir einen positiven Ansatz, eine totale Umkehrung des normalen Denkens. Wann immer Zufriedenheit gefunden wird, in welchem Akt auch immer, nimm sie wahr. Fühle sie, werde eins damit. Nimm einen befriedigten Zustand nicht lediglich als ein vorbei fliegendes Ereignis. Die Befriedigung kann zum Beginn einer größeren positiven Erfahrung werden.

Du siehst einen Freund –
bemerke dass du dich freust

Wann immer Befriedigung gefunden wird – wann immer! Nimm sie wahr. Du siehst einen Freund und du freust dich. Du triffst deinen Geliebten oder deine Geliebte und du fühlst dich glücklich. Nimm das wahr. Sei ganz das Glück in diesem Moment. Dadurch veränderst du dein Denken und du wirst beginnen Glück anzusammeln. Dein Denken wird sich ins Positive verändern und damit wird die ganze Welt anders aussehen.

Von Morgen Früh an und den ganzen Tag über, erinnere dich daran: Wann immer du etwas schönes fühlst, etwas das dich befriedigt, etwas das dich glücklich macht, bemerke es.

Es gibt viele Momente, sich zu freuen

Es gibt viele dieser Momente in einem 24 Stunden Tag. Es gibt viele Momente am Tag, wo der Himmel dir nahe ist, doch du bist so mit der Hölle beschäftigt, dass du ihn verpasst. Die Sonne geht auf, die Blüten öffnen sich, die Vögel zwitschern und eine sanfte Brise zieht durch die Bäume. Ein kleines Kind sieht dich mit seinen unschuldigen Augen an und ein subtiles Gefühl von Glück ist in dir. Jemand lächelt dir zu und du fühlst dich gut.

Schau dich um und versuche das Glück zu finden. Sei völlig davon ausgefüllt. Vergiss alles in diesen glücklichen Momenten. Schmecke Glück und erlaube es, dein ganzes Wesen auszufüllen. Der Duft des Glücks wird dir folgen. Es wird in dir den ganzen Tag über vibrieren.

Glück kann man üben

Glück wird größer. Wenn du morgens beginnst, dann wirst du abends offen für die Sterne und den Mond sein, für die Nacht. Für die Dunkelheit. Probier´s aus für nur 24 Stunden. Nur um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Osho, Book of Secrets, Vol 1 #35

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Wahrnehmen ist alles, was benötigt wird

Tipps

„Wahrnehmen ist das Einzige, doch ist es keine Technik, es ist deine Natur, deine ganze Natur. Du bist nichts anderes als Wahrnehmen. Beobachten ist das reine Bewusstsein.

Nicht nur die Angst vor dem Sterben macht dich unbewusst. Überhaupt bist du zu unbewusst. Ein Zehntel von dir ist bewusst, der große Rest unbewusst. Die Angst vor dem Tod nimmt dir dieses eine Zehntel an Bewusstheit. Doch Angst hat nur einen geringen Effekt, denn generell sitzt Unbewusstheit sehr tief.

In der Meditation, wenn du wahrnimmst, dann zerstreust du nach und nach die Unbewusstheit, ohne dir darüber im Klaren zu sein. Du wirst nach und nach bewusster. Die dünne Schicht wird dicker und dicker und es kommt der Moment, wo dein ganzes Wesen voll von Bewusstsein ist. Bewusstsein ist das Selbe wie Wahrnehmen.

Im Leben, das Leben beobachten
Im Tod, das Sterben beobachten

Wenn also der Tod kommt, dann beobachte den Tod. Als das Leben da war, hast du das Leben beobachtet. Es ist nichts Neues: Der Tod ist nur ein Objekt genauso wie das Leben ein Objekt war. Wenn du gelernt hast, wie man wahrnimmt, dann brauchst du dich vor nichts zu fürchten. Dann wirst du auch deinen Tod beobachten können.

Es gibt keine Technik fürs Sterben. Dein Wesen, dein Bewusstsein, muss alle dunklen Ecken in dir transformieren. Das Licht hat in jede kleinste Ecke zu gelangen. Das nennen wir Meditation. Langsam, ganz langsam, wird alle Unbewusstheit, alle Dunkelheit verschwinden. Dann kannst du in das kosmische Ganze schmelzen, in die absolute Stille, in eine große Ekstase.“
Osho, Zitat Auszug aus Yakusan: Straight to the Point of Enlightenment #2

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Latihan Meditation

Juli 18, 2009

Entspannende, aktive Meditationstechnik

Latihan-meditation

„Latihan ist eine empfehlenswerte Meditationstechnik aus Indonesien, die der Dynamischen Meditation nahe kommt. Im Latihan gibst du dich völlig der Existenz hin. Du lässt deinen Körper von selbst bewegen – nicht, indem du ihn über Gedanken steuerst, sondern, indem er sich durch eine universelle Kraft bewegen lässt.“

Anleitung zur Latihan Meditation

40 Minuten den Körper von selbst bewegen lassen

„Stehe entspannt in einem leeren Raum, die Augen sind geschlossen. Warte. Plötzlich fühlst du, wie sich deine Hand bewegt. Oder dein Kopf. Verhindere es nicht, gehe mit der Bewegung mit. Mache die Bewegung aber auch nicht größer als sie ist, sonst wirst du wieder zum Macher.

Latihan ist Loslassen. Deine Körperenergie fällt in Harmonie mit der universellen Energie und dadurch geschehen bestimmte Dinge in deinem Körper: Du magst zu tanzen beginnen, du magst dich im Kreis drehen, deine Hände bewegen sich vielleicht oder deine Beine. Vielleicht beginnst du Worte zu sprechen, deren Bedeutung du nicht verstehst oder die überhaupt keine Bedeutung haben.

Sich nicht einmischen, wie verrückt sein

Du mischt dich nicht ein, weder um den Prozess zu kontrollieren, noch, um ihn zu unterstützen. Alles würde stören. Du lässt alles sein. Beim ersten Mal wird es verrückt aussehen. Genauso, wie du immer vor Verrücktsein Angst hattest, so wirst du dich auch jetzt fürchten, denn du wirst wirklich wie verrückt sein. Plötzlich streckst du ohne Grund deine Zunge heraus, du bewegst deinen Kopf ohne Absicht, du springst und tanzst und machst lauter komische Dinge, von denen du niemals gedacht hättest, dass du sie jemals tun würdest.

Unbedingt im Beobachten bleiben

Nur 40 Minuten lang in diesem gelösten Zustand werden dir ein großartiges Wohlgefühl geben. Nichts sonst kann dich so gut fühlen lassen.

Doch du musst noch etwas hinzufügen. Dynamische Meditation ist Latihan plus noch etwas mit dabei. In Latihan bist du völlig weg, ohne Bewusstsein. In der Dynamischen Meditation bleibst du im Beobachten. Das ist etwas anderes, als ein Macher zu sein. Dränge dich nicht zu irgendeiner Handlung, zwinge dich zu nichts und verhindere nichts, nimm einfach nur wahr, was passiert. Das fehlt im traditionellen Latihan, das Beobachten. Ohne bewusst zu bleiben kann Latihan gefährlich sein.

Gefahren der Latihan Meditation

Nicht mehr aufhören können, sich erschöpfen, verrückt werden

Wenn du in der Latihan Meditation unbewusst wirst, kannst du nach 40 Minuten vielleicht nicht mehr aufhören. Der energetische Wirbelwind mag zu überwältigend sein. Vielleicht wirst du dich völlig ausbrennen, wenn du es länger als 40 Minuten machst. Wenn du dich so erschöpfst, dann wird es dich ohnmächtig werden lassen, anstatt dir ein Wohlgefühl zu geben. Wenn du aus der Unbewusstheit aufwachst, wird dich der Körper schmerzen und du fühlst dich, als ob du dich übergeben müsstest. Du wirst dich nicht gestärkt wieder finden, sondern geschwächt. Und manchmal werden die Leute verrückt dabei – sie können nicht mehr damit aufhören.

Wenn du während der 40 Minuten Latihan nicht bewusst beobachtet hast, dann passiert dir Latihan vielleicht plötzlich auf der Straße, in einem Geschäft oder irgendwo sonst. Dann bist du nicht mehr Herr der Meditationstechnik, denn du bist nicht bewusst geblieben. Latihan ist eine gute Methode, doch das Beobachten muss mit dabei sein, damit du aufhören kannst, wenn du möchtest und es nicht irgendwann und irgendwo einfach passieren kann. Wenn Bewusstsein mit dabei ist, dann entlässt der Körper durch Latihan die Anspannungen, die er angesammelt hat.

Die zweite Wohltat der Meditationstechnik

Klar zu sehen: Ich bin nicht der Körper!

Diese 40 Minuten Beobachten sind noch aus einem weiteren Grund wichtig:
Du wirst einfacher sehen können, dass du nicht der Körper bist. Du kontrollierst den Körper nicht, du tust gar nichts. So kannst du sehen, dass seine Bewegungen nichts mit dir zu tun haben, er verhält sich auf seine eigene Weise. Wenn du das siehst, kannst du dich leichter von der Idee ablösen, dass du der Körper bist. Das passiert in der Dynamischen Meditation, darum steht die Dynamische Meditation über der Latihan Meditation.

Latihan ist eine alte Methode. Sie kann jemandem helfen, der nicht viel Anspannung in seinem Körper hat und der kaum Gedanken unterdrückt, doch heutzutage gibt es solche Menschen nur selten. Heutzutage ist jeder voller Spannungen. Latihan war noch vor wenigen Jahren eine weltweite Bewegung, doch ist sie nun nach und nach wieder verschwunden. Sie musste verschwinden, denn sie erschuf mehr Probleme als sie löste. Latihan machte mehr Leute verrückt als ihnen zu helfen.

Totale Entspannung des Körpers und Erfahrung von Bewusstheit

Es ist gut, den Beobachter beizubehalten, der dich jederzeit davon abhalten kann, verrückt zu werden. Bewusstheit ermöglicht dir, mit Meisterschaft die Kontrolle zu behalten, damit Latihan nicht irgendwo, an einem beliebigen Ort passiert. Mit Bewusstheit ausgeführt, wird Latihan deinem Körper sehr gut tun. Und für dich sind 40 Minuten bewusstes Wahrnehmen eine große Wohltat.

Latihan wird bald vergessen sein, doch Bewusstheit wird für immer bleiben. Sie ist deine Natur.“

Osho, Zitat-Auszug aus The Path of the Mystic #3

Meditationstechniken mit Phasen von Latihan

OSHO Devavani Meditation
OSHO Gourishankar Meditation
OSHO Dynamische Meditation
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Liebe ist wie der Atem

Prana-atem-meditation

Liebe ist immer neu. Sie wird niemals alt, denn sie sammelt nichts an, sie kennt keine Vergangenheit. Sie ist immer frisch, so frisch wie die Tautropfen. Sie lebt von Moment zu Moment. Sie ist nicht teilbar. Sie hat keine Kontinuität, sie kennt keine Tradition. Jeden Moment stirbt die Liebe und jeden Moment ist sie neu geboren. Sie ist wie der Atem: Du atmest ein, du atmest aus. Dann atmest du wieder ein und atmest wieder aus. Du sammelst innen nichts an.

Liebe atmet ein und aus…

Wenn du den Atem anhältst, dann wirst du sterben, der Atem wird abgestanden und leblos sein. Er wird alle Vitalität verlieren, die Eigenschaft des Lebens. Genauso verhält es sich mit Liebe. Sie ist Atmen. In jedem Moment erneuert sie sich selbst. Wenn jemand also in der Liebe festgefahren ist und zu atmen aufgehört hat, dann verliert das Leben seine ganze Bedeutung.

So geschieht es den Menschen: Der Verstand dominiert derartig, dass er das Herz beeinflusst und sogar das Herz besitzergreifend macht. Das Herz kennt kein Besitzdenken, doch der Verstand verunreinigt und vergiftet es.

Liebe, die mit dem Atem hinein und herausfließt

Denke daran: Liebe die Existenz! Und lasse Liebe wie Atmen sein. Atme ein und atme aus, doch lasse es Liebe sein, die hereinkommt und wieder herausgeht. Nach und nach, mit jedem Atemzug, wirst du das Wunder der Liebe erschaffen.

Anleitung zur Meditation „Liebe atmen“

•  Beim Ausatmen fühlst du, wie deine Liebe in die Existenz hinausströmt

•  Beim Einatmen gießt die Existenz ihre Liebe in dich hinein

Bald wirst du bemerken, wie sich die Qualität deines Atems verändert. Der Atem wird zu etwas völlig anderem, etwas das du noch nie erfahren hast. Deshalb wird der Atem in Indien ‚Prana’ genannt, ‚Leben’ und nicht einfach nur Atem. Es ist nicht einfach nur Sauerstoff. Etwas anderes ist da, das Leben selbst.

Osho,  Zitat-Auszug aus  The Open Door #13

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OSHO Dynamische Meditation

Wer viel mit dem Kopf arbeitet, wer lernen will, wie er mitten im größten Chaos still und innerlich entspannt und trotzdem total aktiv dabei sein kann, für den gibt es eine geniale Meditationstechnik, die man alleine und auch mit mehreren zusammen machen kann…

Orte-meditation

Warum solltest du ein stilles Wasser sein? Wie ein schaler Teich, ohne Bewegung und abgestanden?

Sei dynamisch. Ich bestehe auf dynamischen Meditationstechniken. „Meditation“ und „dynamisch“ scheinen rein wortmäßig total gegensätzlich zu sein. In der dynamischen Meditation wird jedoch die Verbindung vom Extrovertierten mit dem Introvertierten geschaffen.

Meditation bedeutet, passiv zu sein. Meditation heißt, einfach du selbst zu sein. Und dynamisch zu sein bedeutet viele Dinge zu tun, aktiv zu sein, beweglich und fließend. Die Worte „Dynamische Meditation“ bergen oberflächlich gesehen einen Widerspruch. In Wahrheit ist es möglich, beides gleichzeitig zu sein: dynamisch und passiv.
Osho, Dance Your Way to God

Während der Meditation wach und bewusst sein

Die OSHO Dynamische Meditation ist eine Technik bei der du ständig wach, bewusst und aufmerksam bist, während du sie tust. Schaue dir selbst zu. Und wenn du dann in der vierten Phase total unbeweglich und wie eingefroren dastehst, dann erreicht die Wachheit ihren Höhepunkt.

Man kann sie alleine machen, aber die Energie wird viel stärker, wenn man sie mit anderen zusammen macht. Sie ist eine individuelle Erfahrung, deshalb solltest du während der ganzen Meditation die anderen um dich herum total vergessen und deine Augen geschlossen halten; am besten trägst du eine Augenbinde. Mache die Dynamische mit nüchternem Magen und trage bequeme, weite Kleidung.

Dies ist eine Meditation, bei der du hellwach und achtsam sein musst. Bleibe Zuschauer, verliere dich nicht. Während du atmest kann es leicht passieren, dass du das vergisst. Du kannst so sehr mit dem Atem eins werden, dass du den Beobachter vergisst. Aber dann entgeht dir das Wesentliche. Atme so schnell und so tief wie möglich, setze deine ganze Kraft ein, bleibe aber dennoch ein Beobachter. Beobachte, was geschieht – so als ob du ein Zuschauer wärst, und es mit jemand anderem geschähe, als ob das alles nur im Körper vor sich geht und das Bewusstsein ist einfach zentriert und schaut zu.

Osho

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Eine Meditationstechnik für Liebende

Tipps

„Du Glückliche, wenn alle Sinne im Herzen aufgelöst sind,
erreiche das Zentrum des Lotus.“

Versuche zunächst, deine Sinne im Herzen zu empfangen. Stelle dir vor, dass jeder Sinn bis tief ins Herz eindringt und von ihm ganz aufgenommen und aufgelöst wird. Das Herz ist wie ein Lotus. Jedes Sinnesorgan öffnet den Lotus, jeder Sinn ist ein Blütenblatt des Lotus.

Reise vom Herzen in den Bauch

Dieser Lotus des Herzens wird dich zentrieren. Wenn du wirklich total im Herzen aufgehst und der Verstand aufgehört hat zu arbeiten, dann falle hinunter zum Nabel. Bist du erst einmal im Nabel aufgelöst, dann befindest du dich in einem Zustand jenseits des Herzens. Du bist nun im Hara, welches der Ursprung von Allem ist.

Anleitung zur Meditation für Liebende

Erste Phase:
Setzt euch gegenüber und hört etwa 10 Minuten lang sanfter Musik zu. Hört der Musik mit dem Herzen zu, so, als hättet ihr keinen Kopf mehr. Lasst den Oberkörper mit den Klängen leicht mitschwingen. Ihr könnt dabei das Herz mit der Hand berühren. Die Augen sind geschlossen.

Zweite Phase:
Öffnet die Augen und nehmt den Anderen mit allen Sinnen wahr. Seht ihn an, berührt ihn, riecht ihn. Was ihr wahrnehmt, lasst direkt ins Herz fließen. Fühlt wie die Hand das ausgestreckte Herz ist, das den Geliebten, die Geliebte berühren möchte. Nehmt euch Zeit.

Dritte Phase:
Steht auf und bewegt euch für etwa 10 Minuten zur Musik. Erlaubt den Sinneseindrücken durch das Herz zum Nabel zu wandern und sich in diesem allumfassenden Zentrum aufzulösen.

Vierte Phase:
Setzt oder legt euch hin. Bewegt euch nicht und seid 10 Minuten lang still.

Diese Meditation kann auch alleine gemacht werden. Anstelle eines geliebten Menschens berühre etwas Lebendiges, ein Tier, eine Blüte, einen Baum. Schließe die Augen und fühle eine Kommunikation vom Herzen zur Erde.

Osho, The Book of Secrets

Sich nicht unnötig verspannen,
die eigenen Talente fördern und
lieben, was man tut

Ohne-stress-meditation

1. Sich nicht unnötig verspannen

„Beginne damit, bei alltäglichen Routinehandlungen aufmerksam zu sein. Während du die Alltagsarbeiten ausübst, bleibe dabei entspannt. Es gibt keinen Grund, angespannt zu sein. Wenn du den Boden putzt, warum solltest du dich da verspannen? Wenn du Essen kochst, worüber brauchst du da nervös sein? Es gibt keine einzige Situation im Leben, bei der du dich verspannen musst. Anspannung ist einfach nur deine Unaufmerksamkeit und Ungeduld.

Ich habe mich immer gefragt, warum sind die Leute nur so nervös? Es sieht so aus, dass es überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was außerhalb geschieht, es hat etwas mit dir innen zu tun. Du findest immer eine Entschuldigung von außen, doch nur, weil es so idiotisch aussieht, ohne Grund gestresst zu sein. Nur um deine Verspannung zu rationalisieren, findest du irgendeinen Grund außerhalb von dir, damit du erklären kannst, warum du so nervös bist.

Doch Nervosität ist nicht außerhalb von dir, Stress und Anspannung kommen von deinem falschen Lebensstil.

2. Die eigenen Talente fördern

Du lebst in Konkurrenzdenken – das erschafft Nervosität und Verspannung. Du lebst und vergleichst dich ständig – das erschafft Stress. Du denkst immer entweder über die Vergangenheit oder die Zukunft nach, und deine einzige Realität ist, die Wirklichkeit zu versäumen – auch das erschafft Anspannung.

Finde dein eigenes Talent. Die Natur schickt kein einziges Individuum auf die Welt, ohne ihm ein einzigartiges Geschenk mitzugeben. Suche einfach ein wenig danach… Was auch immer für Qualitäten und Talente du hast, nutze sie völlig aus. Dadurch wird die Energie, die sonst in Stress und Nervosität geht, beginnen, zu Anmut und Schönheit zu werden.

3. Lieben, was man tut

Was immer du tust, mache es mit solcher Liebe, mit solcher Sorgfalt, dass das kleinste Ding in der Welt zu einem Kunstwerk wird. Das wird dir große Freude bringen. Dann wirst du eine Welt erschaffen, die kein Konkurrenzdenken kennt, bei der niemand verglichen wird. Das wird allen Menschen Würde verleihen. Jede Handlung, die hundertprozentig ausgeführt wird, wird zur reinen Andacht.“
Osho, Zitat-Auszug aus The Hidden Splendor

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