Eine Meditationstechnik für Liebende

Tipps

„Du Glückliche, wenn alle Sinne im Herzen aufgelöst sind,
erreiche das Zentrum des Lotus.“

Versuche zunächst, deine Sinne im Herzen zu empfangen. Stelle dir vor, dass jeder Sinn bis tief ins Herz eindringt und von ihm ganz aufgenommen und aufgelöst wird. Das Herz ist wie ein Lotus. Jedes Sinnesorgan öffnet den Lotus, jeder Sinn ist ein Blütenblatt des Lotus.

Reise vom Herzen in den Bauch

Dieser Lotus des Herzens wird dich zentrieren. Wenn du wirklich total im Herzen aufgehst und der Verstand aufgehört hat zu arbeiten, dann falle hinunter zum Nabel. Bist du erst einmal im Nabel aufgelöst, dann befindest du dich in einem Zustand jenseits des Herzens. Du bist nun im Hara, welches der Ursprung von Allem ist.

Anleitung zur Meditation für Liebende

Erste Phase:
Setzt euch gegenüber und hört etwa 10 Minuten lang sanfter Musik zu. Hört der Musik mit dem Herzen zu, so, als hättet ihr keinen Kopf mehr. Lasst den Oberkörper mit den Klängen leicht mitschwingen. Ihr könnt dabei das Herz mit der Hand berühren. Die Augen sind geschlossen.

Zweite Phase:
Öffnet die Augen und nehmt den Anderen mit allen Sinnen wahr. Seht ihn an, berührt ihn, riecht ihn. Was ihr wahrnehmt, lasst direkt ins Herz fließen. Fühlt wie die Hand das ausgestreckte Herz ist, das den Geliebten, die Geliebte berühren möchte. Nehmt euch Zeit.

Dritte Phase:
Steht auf und bewegt euch für etwa 10 Minuten zur Musik. Erlaubt den Sinneseindrücken durch das Herz zum Nabel zu wandern und sich in diesem allumfassenden Zentrum aufzulösen.

Vierte Phase:
Setzt oder legt euch hin. Bewegt euch nicht und seid 10 Minuten lang still.

Diese Meditation kann auch alleine gemacht werden. Anstelle eines geliebten Menschens berühre etwas Lebendiges, ein Tier, eine Blüte, einen Baum. Schließe die Augen und fühle eine Kommunikation vom Herzen zur Erde.

Osho, The Book of Secrets

Emotionen haben keinen Wert

Emotionen-liebe

Oft erfüllt mein Herz und mein ganzes Wesen ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Das passiert, wenn ich in tiefer Liebe bin. Doch ein ähnliches Gefühl habe ich auch in Angst, Sorge, Schmerz, Hilflosigkeit und Frustration.

„Tatsächlich steckt in den meisten Emotionen etwas Ähnliches:
das Gefühl, überwältigt zu werden. Es mag Liebe sein, es mag Hass sein oder Wut… es kann alles mögliche sein. Wenn eine Emotion zuviel wird, gibt sie dir das Gefühl, von etwas überwältigt worden zu sein. Auch Schmerz und Leiden können die gleiche Erfahrung erschaffen. Jedoch hat Überwältigt-sein keinen Wert, es zeigt nur, dass du emotional bist.

Nicht emotional handeln!

Das Gefühl von Überwältigt-sein ist typisch für eine emotionale Persönlichkeit. Wenn sie wütend ist, dann ist sie es total. Und wenn sie liebt, dann liebt sie vollkommen. Die emotionale Persönlichkeit wird von der Emotion fast betrunken und blind. Jede Handlung, die aus einer Emotion entsteht, ist verkehrt. Sogar wenn es überwältigende Liebe ist, die Handlung, die daraus entsteht, wird nicht richtig sein.

Grundlegend kann man sagen: Wenn du von einem Gefühl überwältigt wirst, dass du dann alle Vernunft verlierst, deine ganze Empfindsamkeit und auch dein Herz dabei verloren geht. Die Emotionen werden wie zu einer dunklen Wolke, in der du dich verlierst. Alles, was du daraus tust, ist verkehrt, was immer es auch sein mag.

Liebe ist keine Emotion

Liebe soll kein Teil deiner Emotionen sein. Normalerweise denken die Leute, Emotion sei Liebe, das ist ihre Erfahrung. Doch alles, was überwältigt, ist sehr instabil. Es kommt wie ein Wind, zieht vorbei und lässt dich leer, verstört, traurig und unglücklich hinter sich zurück.

Menschen, die das ganze Sein des Menschen erkannt haben, also Verstand, Herz und Wesen, sagen: Liebe muss der Ausdruck deines Wesens und nicht etwa eine Emotion sein. Eine Emotion ist sehr zerbrechlich und verändert sich schnell. Einen Moment lang sieht sie so aus, als ob sie alles im Leben sei. Im nächsten Moment bist du aber völlig leer.

Liebe ist Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit

Das erste, was es zu tun gibt, ist, Liebe aus der Menge der überwältigenden Emotionen herauszunehmen. Liebe ist nicht überwältigend. Im Gegenteil, Liebe ist ein tiefes Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit. Doch solch eine Liebe gibt es selten, denn es gibt nur wenige Menschen, die ihr Wesen erreichen.

Du musst deine Liebe aus dem emotionalen Zusammenhang herausnehmen, wo sie seit deiner Geburt steckt. Und du musst einen Weg zu deinem Wesen finden. Außer, deine Liebe wird Teil deines Wesens, ist sie nicht viel anders als Schmerz, Leiden und Traurigkeit. Emotionen werden dir nicht helfen, zu einem integrierten Individuum zu werden. Emotionen werden dir keine Seele aus Granit geben. Du wirst wie Treibholz im Fluss hin- und hergetrieben werden, ohne zu wissen, warum. Emotionen machen den Menschen genauso blind wie Alkohol.“

Osho, Zitat-Auszug aus Om Shantih, Shantih, Shantih, #17

Osho im Original zuhören: Love, an expression of being

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Meditation wird häufig als egoloser Zustand beschrieben. Doch was bedeutet das genau? Jeder weiß im Grunde seines Herzens, wie sich ‘egolos’ anfühlt, denn jeder hat schon einmal eine Erfahrung von Liebe in seinem Leben gemacht. Liebe löst das Ich-Gefühl auf. Übrig bleibt ein natürlicher Zustand von Meditation.

Egos, die sich in der Liebe auflösen

Liebende-meditation

„Liebe ist Meditation sehr ähnlich. Was passiert eigentlich wirklich, wenn du dich verliebst? Was ereignet sich zwischen den beiden, die sich ineinander verliebt haben?

Liebende lassen ihre Persönlichkeit, ihre Egos fallen – zumindest in Bezug zu einander. Sie lassen all ihre Scheinheiligkeit und ihre Masken fallen. Sie möchten sich so nahe sein, sie möchten zu einer Seele zu werden, die in zwei Körpern beheimatet ist. Das ist die Sehnsucht der Liebe.

Dieser Moment ist ein wunderschöner Moment, um ihn in Meditation zu verwandeln. Es ist den Liebenden nur noch niemals gesagt worden, dass dieser Zustand Meditation ist. Genau umgekehrt haben ihnen die Religionen das Gegenteil vorgemacht: Liebe sei gegen Meditation und Menschen, die sich verlieben, würden niemals meditieren können.

Meditation: Millionenfacher Orgasmus

Dabei verhält es sich ganz anders. Liebe hilft dir, zu entspannen und das ist ein Teil von Meditation. Liebe hilft dir – zumindest einen Moment lang – still zu sein, und auch das ist ein wesentlicher Teil von Meditation. Und schließlich gibt dir die sexuelle Vereinigung, wenn du einen Orgasmus erfährst, eine Ahnung von Meditation. Doch Meditation ist millionenfach größer als ein Orgasmus.

Liebe ist eine grundlegende Erfahrung, die dir dabei helfen kann, zu einem meditierenden Menschen zu werden. Liebe ist eine natürliche Art der Meditation. Und Meditation ist eine übernatürliche Art von Liebe.“
Osho, Auszug aus The Last Testament, Vol. 2, # 21

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Leiden ist hässlich. Wenn jemand leidet, ist es menschlich, ihm aus dem Leid zu helfen, doch „Du-Armer-Schwarzer-Kater-Sympathie“ hilft ihm nicht. Im Gegenteil, solche Sympathie unterstützt Leiden. Wer Meditation sucht, hält besser Ausschau nach Glückseligkeit, Wahrheit und Bewusstsein…

Glückliche Menschen verdienen Sympathie

Gluecklich-sein

„Schaue dir einmal den Zustand genau an, wenn du unglücklich bist. Du wirst etwas Grundlegendes dabei herausfinden. Unglücklichsein gibt dir Respekt von den Leuten. Die Menschen sind freundlicher zu dir, wenn du traurig bist und sie fühlen mehr mit dir mit. Du hast mehr Freunde, wenn du unglücklich bist.

Die Welt steht auf dem Kopf. Etwas Grundlegendes läuft schief. Nicht die unglückliche Person sollte mehr Freunde haben, sondern die glückliche. Doch sei glücklich und dann sind die Leute auf dich eifersüchtig, sie sind keine Freunde mehr. Sie fühlen sich betrogen. Du hast etwas, was sie nicht haben können.

Lernen, glücklich zu sein

Über die Jahrhunderte hinweg haben wir diesen subtilen Mechanismus gelernt: Glücklichsein zu unterdrücken und Unglücklichsein auszudrücken. Jemand, der meditiert, wird diesen ganzen Mechanismus loslassen. Du musst lernen, wie du glücklich sein kannst und du musst lernen, glückliche Menschen wertzuschätzen. Erinnnere dich daran, glücklichen Menschen mehr Aufmerksamkeit zu geben.

Das ist ein großer Dienst an der Menschheit. Sympathisiere nicht mehr so sehr mit Menschen, die unglücklich sind. Wenn jemand leidet, dann helfe ihm, doch sympathisiere nicht mit ihm. Vermittle ihm nicht das Gefühl, dass sich Leiden lohnt. Lasse ihn wissen, dass du ihm helfen wirst, jedoch „nicht weil ich dein Unglück schätze, sondern weil du leidest.“ Du tust also nichts anderes, als den Menschen von seinem Unglück zu befreien, denn Leiden ist hässlich. Lass die Person fühlen, dass Leiden hässlich ist und dass Unglücklichsein keine tugendhafte Eigenschaft ist.

Drei Eigenschaften von Göttlichkeit

Sei glücklich, schätze Fröhlichkeit und helfe den Menschen zu verstehen, dass Glück das Ziel im Leben ist. Östliche Mystiker haben gesagt, Göttlichkeit habe drei Eigenschaften:

• Wahrheit und Sein (Sat),
• Bewusstheit und Bewusstsein (Chit) und schließlich
• den Höhepunkt – Glückseligkeit (Anand).

Wo immer jemand glücklich ist, da ist Göttlichkeit zuhause. Wenn du einen glücklichen Menschen siehst, dann achte ihn mit Ehrfurcht, er ist heilig. Wann immer ein Treffen von Menschen festlich und glücklich ist, dann bist du an einem heiligen Ort.“
Osho, Zitat aus The Book of Wisdom #20

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Lieben fällt nicht leicht und enthüllt grausamst die sonst so gut versteckten Seiten der Persönlichkeit. Deshalb ist sie ja so wunderbar!

Eine intime Beziehung befriedigt

Tipps

Es gibt viele Leute, die die Liebe vermeiden nur um auf der sicheren Seite des Lebens zu stehen. Es gibt Leute, die sich auf keine Beziehung einlassen wollen, denn sie wissen, sobald sie sich anvertrauen und dem anderen näher kommen, dann beginnt das Kämpfen, der Widerstand und all die anderen hässlichen Dinge.

Wozu das alles? Höchstens sind sie noch an einer sexuellen Beziehung interessiert, aber nicht an Intimität und Nähe.

Nur wenn eine Beziehung voller Nähe ist und tief geht, wirst du wissen, was Beziehung ist. Eine sexuelle Beziehung ist ein oberflächliches Zusammensein und wird dich niemals befriedigen. Diese Dinge wie Ärger und Widerstände gegen den anderen sind natürlich.

Man muss sie akzeptieren und nach und nach über sie hinaus gehen.

Osho, Beloved of my Heart

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Beziehungen sind deshalb oft so schwierig, weil sich die negativen Eigenschaften des Mannes mit den negativen der Frau verbinden und umgekehrt. Die gleiche Energie der beiden Partner könnte auch positiv gelebt werden, wenn der Mann in seine natürliche Männlichkeit gehen würde und die Frau in ihre positive Weiblichkeit. Dann wird Beziehung zu einem erfüllenden Abenteuer, dann wird Liebe zu Meditation.

Die positiven Eigenschaften von Männlichkeit

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„Männlichkeit kann zwei Richtungen haben, genau wie Weiblichkeit auch. Der männliche Verstand kann angriffslustig, gewalttätig und zerstörerisch sein. Die Männer haben diese Seite gelebt und die Menschheit hat dadurch viel gelitten. Wenn Männer in diese negative Seite ihrer Männlichkeit gehen, dann fallen die Frauen natürlicherweise in die negative Seite der Weiblichkeit, um mit den Männern sein zu können. Sonst wäre der Gegensatz nicht zu überbrücken. Die Frauen werden also passiv, lethargisch und gleichgültig. Negative Männlichkeit kann sich nur mit negativer Weiblichkeit verstehen.

Positive Männlichkeit:
Kreativität, Initiative, Abenteuerlust

Doch es gibt noch die positive Seite. Nichts kann nur negativ sein, alles hat auch einen positiven Gesichtspunkt. Die positive Seite der Männlichkeit ist Kreativität, Initiative und Abenteuerlust. Es sind die gleichen Attribute wie die negativen, nur in einer höheren Ebene gelebt. Der negative männliche Verstand wird zerstörerisch, der positive kreativ. Zerstören und Erschaffen sind zwei Aspekte einer einzigen Energie. Die gleiche Energie, die angriffslustig und aggressiv ist, kann zu Initiative werden. Dann hat Aggressivität eine ihr eigene Schönheit. Wenn Gewalttätigkeit Abenteuerlust wird, wenn Gewalt zu Forschergeist wird, die Kraft, Neues und Unbekanntes zu erforschen, dann ist das allen ungeheuer dienlich.

Positive Weiblichkeit:
Empfänglichkeit, Loslassen können und Energie sammeln

Das gleiche gilt für die weiblichen Qualitäten. Antriebslosigkeit ist negativ, Empfänglichkeit ist positiv. Sie sehen sich ähnlich, du wirst genau hinschauen müssen, um den Unterschied wahrzunehmen. Empfänglichkeit heißt willkommen, sie wartet ab und ist andächtig. Empfänglichkeit ist ein Gastgeber oder eine Gebärmutter. Antriebslosigkeit ist einfach nur Abgestumpftheit, Tod und Hoffnungslosigkeit. Da gibt es nichts, auf was zu warten wäre, nichts ist zu erhoffen, nichts wird jemals geschehen. Gleichgültigkeit und Lethargie sind Gift.

Doch genauso kann Gleichgültigkeit auch zur gesunden Loslösung von den Dingen werden. Gleichgültigkeit und losgelöst sein sehen gleich aus, sind es aber nicht. Gleichgültigkeit hat einfach kein Interesse. Sich von den Dingen zu lösen, ist keine Abwesenheit von Interesse, sondern das Gegenteil. Es ist totales Interesse und hat nur noch die Fähigkeit zusätzlich, sich nicht anzuklammern. Genieße den Moment, solange etwas besteht und wenn der Moment zu verschwinden beginnt – so wie das mit allem ist – dann lasse los. Das ist Loslösung.

Lethargie ist ein negativer Zustand. Man liegt wie ein Lehmklumpen da, ohne die Möglichkeit zu haben, zu wachsen und zu erblühen. Die gleiche Energie kann zu einem großen Pool von Energie werden. Sie geht nirgendswohin, sie unternimmt nichts, doch sie erhöht und vermehrt sich. Positive Weiblichkeit ist nicht lethargisch, sondern wie ein großes Becken vollgefüllt mit Energie. Während sich die Energie ansammelt und ansteigt, geht sie durch viele qualitative Veränderungen.

Ein abenteuerlustiger Mann mit einer Frau voller Energie

Ein wirklich maskuliner Mann muss abenteuerlustig und kreativ sein und so viele Initiativen wie möglich ergreifen. Die Frau soll das Energiereservoir hinter ihm bilden, damit so viel Energie wie möglich für das Abenteuer bereit steht. Die Energie wird benötigt, damit es voller Inspirationen sein kann und auch eine sensible Komponente mit dabei ist. Die abenteuerliche Seele kann sich in der Frau entspannen und wird wieder mit Leben aufgefüllt und erneuert.

Mann und Frau werden zu einer Einheit, wenn sie beide mit ihren positiven Eigenschaften zusammen sind. Die wahre Beziehung – und davon gibt es nicht viele – ist eine, in der sich ein Partner mit dem anderen in einer positiven Weise verbindet. Dann wird das Zusammensein zu Meditation. Dann ist es ein wirklich großartiges Abenteuer, zusammen zu sein.“
Osho, Auszug aus Book of Wisdom, #8

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Oft bewegt sich eine Beziehung von sich streiten zu „Liebe machen“ und wieder zurück. Meditation durchbricht diesen Kreislauf, die Liebenden werden fähig, sich im innersten Kern zu begegnen.

Das Bewusstsein des Partners fühlen

Tipps

Du bist nicht mit deinem Ehemann in Meditation verbunden. Nicht mal eine Stunde lang sitzt ihr still beieinander, einfach nur, um das Bewusstsein des anderen zu fühlen. Entweder ihr streitet euch oder ihr schlaft miteinander, aber in beiden Fällen bezieht ihr euch nur auf den Körper – auf den physischen Teil, die Biologie, die Hormone. Du beziehst dich nicht auf den tiefsten Kern des anderen. Du bist nicht mit dem tiefsten Kern des anderen verbunden. Eure Seelen bleiben voneinander getrennt. In den Kirchen und Standesämtern werden nur die Körper verheiratet. Eure Seelen sind kilometerweit voneinander entfernt.

Selbst wenn ihr miteinander schlaft, sogar in diesen Momenten bist weder du, noch dein Partner wirklich da. Selbst in diesen wunderschönen Momenten, die heilig und meditativ sein sollten, mit einer tiefen Stille… selbst dann bist du nicht wirklich mit deinem/r Geliebten. Du denkst an jemanden anders, genau wie dein Partner auch.

Wenn du in einer harmonischen Beziehung mit einem Menschen sein möchtest, dann wirst du lernen müssen, meditativer zu sein. Liebe alleine ist nicht genug. Liebe allein ist blind, Meditation gibt ihr Augen. Meditation gibt ihr Verstehen.

Deine Liebe wird sich vertiefen, wenn sich deine Meditation vertieft und umgekehrt: Sobald deine Meditation erblüht, wird auch deine Liebe erblühen.

Wenn einmal eure Liebe beides ist, Liebe und Meditation, dann werdet ihr zu Weggefährten. Dann ist Liebe nicht länger eine gewöhnliche Beziehung zwischen Mann und Frau. Dann wird sie zu Freundlichkeit füreinander auf dem Weg, die Mysterien des Lebens zu erforschen.
OSHO, Beyond Enlightenment #16


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Das, was wir an unserem Partner nicht mögen, liegt an der Art, wie wir selbst erzogen worden sind. Es sind unsere eigenen Vorstellungen, die das Leben miteinander erschweren und nicht die Eigenarten des Partners.

Liebe umfasst jede Eigenart

Tipps

Nimm jeden so an, wie er ist. Stelle keine Forderungen, dass er oder sie irgendeines deiner Ideale oder Konditionierungen erfüllen soll. Dass er oder sie nach deinen Vorlieben sein sollen. Das ist nicht der Weg der Liebe. Das ist noch nicht einmal der Weg von Menschlichkeit.

Liebe akzeptiert den Anderen wie er ist.

Wenn sich jemand vollständig angenommen fühlt, dann verursacht das große Veränderungen in ihm. Aber die Veränderungen können nicht eingefordert werden. Sie passieren von selbst.
Osho, The New Dawn

Die kostenlosen Sekunden Meditationen von FindYourNose.com

Liebe ist normalerweise mit Ängsten durchsetzt. Die Angst, der Partner könnte gehen, sich abwenden oder jemand anderes lieben … Solche Ängste sagen hauptsächlich eines: Wir haben nicht gelernt, was Liebe ist. Liebe kennt keine Angst.

Wir wissen nicht, was Liebe ist

Tipps

Ich fürchte mich sehr vor meiner Frau. Warum nur? Es ist wirklich nichts falsch an ihr. Sie ist eine der perfektesten Frauen, die jemand nur finden kann.

Die Liebe ist immer mit Angst vergiftet. Die Frau fürchtet sich vor ihrem Mann, der Mann fürchtet sich vor seiner Frau. Die Kinder fürchten die Eltern und die Eltern fürchten die Kinder. Wir leben in Angst. Sogar in der Liebe zersetzt die Angst unsere Beziehungen.

Du fragst: Ich fürchte mich sehr vor meiner Frau. Warum nur?

Wer fürchtet sich nicht? Kennst du einen Mann, der keine Angst vor seiner Frau hat? Jeder hat Angst. Wir kennen keine Liebe ohne Angst.

Liebe muss erlernt werden. Es ist eine Kunst zu lieben. Sie benötigt große Intelligenz. Du liebst gar nicht. Deshalb besteht die Angst. Wenn wirklich Liebe da ist, dann zerstreut sie die Angst.

Wenn Furcht da ist, dann bedeutet das lediglich, dass etwas anderes vorgibt, Liebe zu sein. Vielleicht ist es sexuelle Lust, die sich als Liebe ausgibt. Lust unterstützt die Angst, denn in der Lust nutzt du die Frau für deine eigenen Zwecke aus. Dann ist immer die Angst da, sie könnte dich verlassen. Oder vielleicht wird sie dich ablehnen oder nein zu dir sagen. Und weil da nur sexuelle Lust ist, bist du immer in der Angst, dass deine sexuellen Bedürfnisse unerfüllt bleiben könnten.

Frauen gehen sehr schlau mit dieser Situation um. In dem Moment, in dem sie sehen, dass ihr Mann an ihnen sexuell interessiert ist, ziehen sie sich zurück. Sie wollen nicht als Mittel zum Zweck benutzt werden. Sie wollen nicht wie ein Gegenstand benutzt werden. Deshalb gehen sie in den Widerstand. Sie kämpfen….

Osho, Philosophia Perennis, Vol 2, #2

… In der Fortsetzung geht es um Liebe ohne Angst. Demnächst hier …

–> Wer nicht warten will, kann die Fortsetzung von Osho über Liebe ohne Angst gleich hier weiter lesen

Eigentlich wollen sich zwei, die sich lieben, ja gar nicht dominieren. Und trotzdem kommt es immer wieder dazu. Ein verbreitetes Spiel geht so: Ich habe alles für dich aufgegeben und das musst du jetzt auch tun …

Hingabe nicht an den Partner, sondern an die Liebe

Tipps

Ihr könnt euch beide der Liebe hingeben, doch nicht für einander aufgeben. Und wenn du das möchtest, dich deinem Geliebten oder deiner Geliebten völlig hinzugeben, dann steuerst du auf Schwierigkeiten zu. Das ist einer der größten Fehler, die Liebende begehen – und fast alle Liebenden begehen ihn. Sie denken, dass man sich für einander aufgeben muss. Dann passiert im Namen von Hingabe eine subtile Dominierung.

Die Hingabe soll an den Gott der Liebe geschehen, und sonst niemanden…

Osho, For Madman Only, #4

Fortsetzung hier