Überwältigende Emotionen
Mai 2, 2009
Emotionen haben keinen Wert
Oft erfüllt mein Herz und mein ganzes Wesen ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Das passiert, wenn ich in tiefer Liebe bin. Doch ein ähnliches Gefühl habe ich auch in Angst, Sorge, Schmerz, Hilflosigkeit und Frustration.
„Tatsächlich steckt in den meisten Emotionen etwas Ähnliches:
das Gefühl, überwältigt zu werden. Es mag Liebe sein, es mag Hass sein oder Wut… es kann alles mögliche sein. Wenn eine Emotion zuviel wird, gibt sie dir das Gefühl, von etwas überwältigt worden zu sein. Auch Schmerz und Leiden können die gleiche Erfahrung erschaffen. Jedoch hat Überwältigt-sein keinen Wert, es zeigt nur, dass du emotional bist.
Nicht emotional handeln!
Das Gefühl von Überwältigt-sein ist typisch für eine emotionale Persönlichkeit. Wenn sie wütend ist, dann ist sie es total. Und wenn sie liebt, dann liebt sie vollkommen. Die emotionale Persönlichkeit wird von der Emotion fast betrunken und blind. Jede Handlung, die aus einer Emotion entsteht, ist verkehrt. Sogar wenn es überwältigende Liebe ist, die Handlung, die daraus entsteht, wird nicht richtig sein.
Grundlegend kann man sagen: Wenn du von einem Gefühl überwältigt wirst, dass du dann alle Vernunft verlierst, deine ganze Empfindsamkeit und auch dein Herz dabei verloren geht. Die Emotionen werden wie zu einer dunklen Wolke, in der du dich verlierst. Alles, was du daraus tust, ist verkehrt, was immer es auch sein mag.
Liebe ist keine Emotion
Liebe soll kein Teil deiner Emotionen sein. Normalerweise denken die Leute, Emotion sei Liebe, das ist ihre Erfahrung. Doch alles, was überwältigt, ist sehr instabil. Es kommt wie ein Wind, zieht vorbei und lässt dich leer, verstört, traurig und unglücklich hinter sich zurück.
Menschen, die das ganze Sein des Menschen erkannt haben, also Verstand, Herz und Wesen, sagen: Liebe muss der Ausdruck deines Wesens und nicht etwa eine Emotion sein. Eine Emotion ist sehr zerbrechlich und verändert sich schnell. Einen Moment lang sieht sie so aus, als ob sie alles im Leben sei. Im nächsten Moment bist du aber völlig leer.
Liebe ist Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit
Das erste, was es zu tun gibt, ist, Liebe aus der Menge der überwältigenden Emotionen herauszunehmen. Liebe ist nicht überwältigend. Im Gegenteil, Liebe ist ein tiefes Verstehen, Klarheit, Empfindsamkeit und Wachheit. Doch solch eine Liebe gibt es selten, denn es gibt nur wenige Menschen, die ihr Wesen erreichen.
Du musst deine Liebe aus dem emotionalen Zusammenhang herausnehmen, wo sie seit deiner Geburt steckt. Und du musst einen Weg zu deinem Wesen finden. Außer, deine Liebe wird Teil deines Wesens, ist sie nicht viel anders als Schmerz, Leiden und Traurigkeit. Emotionen werden dir nicht helfen, zu einem integrierten Individuum zu werden. Emotionen werden dir keine Seele aus Granit geben. Du wirst wie Treibholz im Fluss hin- und hergetrieben werden, ohne zu wissen, warum. Emotionen machen den Menschen genauso blind wie Alkohol.“
Osho, Zitat-Auszug aus Om Shantih, Shantih, Shantih, #17
Osho im Original zuhören: Love, an expression of being
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Verstehen als Meditation
März 29, 2009
Unglück und Leiden sind nicht gottgegeben und auch nicht von dem Verhalten anderer abhängig, sondern Leiden hat eine Ursache, die in uns selbst liegt. Versuche zu verstehen – nicht nur das Leid, sondern auch das, was dich glücklich macht. Dann wird beides verschwinden. Was bleibt, ist eine völlig neue Art von Bewusstsein.
Tief in Leid und Glück schauen
„Versuche, deine Unzufriedenheit und Leiden zu verstehen. Lebe es, gehe tief ins Leiden hinein, finde die Ursache heraus, warum es da ist.
Versuche zu verstehen. Lasse das zu deiner ständigen Meditation werden.
Verstehen, was wirklich ist und was nicht
Versuche auch den Zustand zu verstehen, wenn du zufrieden und glücklich bist. Du wirst erkennen, wie oberflächlich Zufriedenheit und Glück eigentlich sind. Wenn du einmal in der Tiefe erkannt hast, dass dein Glück oberflächlich ist und du es auf jeden Fall verändern möchtest, dann kannst du bewusst anders leben. Es liegt in deiner Hand.
Zufriedenheit und Erfüllung kann zu deinem ganzen Wesen werden. Fürs Unglücklichsein bleibt dann nicht einmal ein kleiner Raum übrig. Deine Liebe wird zu deinem ganzen Leben. Und das bleibt so. Die Zeit verstreicht, aber was du erreicht hast, vertieft sich. Mehr und mehr Blüten entstehen und neue Lieder werden geboren.“
Osho, Zitat-Auszug aus Beyond Enlightenment #5
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Passive Meditationstechnik bei Fieber
März 13, 2009
Eine passive Meditationstechnik, wenn man krank ist und im Bett liegt:
Wenn Fieber tobt oder sonst eine Krankheit den Körper schüttelt, schaue aufmerksam hin. Nimm wahr, was Fieber ist, wie es sich anfühlt und was mit dem Körper geschieht.
Wie Fieber kühl wird…
„Wenn du mit Fieber im Bett liegst und innerlich brennst, wenn der ganze Körper im Feuer steht, dann nimm diesen Zustand aufmerksam wahr. Wenn du beobachtest, dann zieht es dich gleichzeitig zu deiner inneren Quelle. Sonst brauchst du nichts zu tun, du nimmst einfach nur wahr.
Was kannst du auch sonst schon tun? Das Fieber tobt und du musst die Zeit überstehen. Es macht keinen Sinn, unnötigerweise gegen Fieber zu kämpfen. Wenn du gegen das Fieber ankämpfst, wirst du noch heißer werden. Du ruhst dich einfach aus und siehst aufmerksam zu. Indem du das Fieber beobachtest, wirst du kühl.
Nimm das Feuer noch ein wenig genauer wahr und du wirst noch kühler werden. Durch bloßes Wahrnehmen erreichst du einen derart kühlen Höhepunkt, dass sogar der Himalaya eifersüchtig sein könnte. Sogar die Gipfel des Himalayas sind nicht so kühl. Die Kühle im Beobachten ist der Gourishankar, der höchste Gipfel in dir.
Das Fieber ist an der Peripherie,
du bist der leere, kühle Raum
Das Fieber war eigentlich niemals wirklich da. Es besteht nur im Körper – der sehr weit weg ist. Ein riesiger Raum ist zwischen dir und deinem Körper. Es ist ein grenzenloser Zwischenraum, ein leerer Raum, der nicht zu überbrücken ist. Alles Leiden ist nur am Rande dieses Raumes. Wenn du Leiden beobachtest, dann bist zu plötzlich nicht mehr der, der leidet. Dann beginnst du, die Krankheit zu genießen. Wenn ich sage ‚Genieße deine Krankheit’, dann meine ich ‚Beobachte sie’. Gehe zurück zur inneren Quelle, werde zentriert. Dann gibt es plötzlich kein Leiden mehr, dann existiert nur noch Ekstase.
Im Zentrum gibt es dich nicht mehr, du bist nichts, nur ein großer Raum, der ewig kühl ist, still und glückselig. Wenn ich sage, genieße, dann meine ich, laufe nicht vor der Krankheit davon, sondern beobachte sie.“
Osho, Zitat-Auszug aus A Bird on the Wing, #1
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Unnötige Schutzmechanismen fallen lassen
Februar 24, 2009
Es gab eine Zeit, da haben wir sie gebraucht, die Schutzmechanismen des Egos. Das Überleben war in Gefahr, also lernten wir uns zu schützen. Verlassensängste, Ärger und Enttäuschung, Bitterkeit, Verurteilung anderer Menschen und Einsamkeit, das sind solche Schutzmechanismen und ihre Folgen. Hier eine Meditationstechnik, die dabei hilft, alte, verrostete und belastende Schutzmechanismen los zu lassen.
Die Rüstung verlieren
„Das Ego ist nur ein Schutzmechanismus, eine Rüstung, sie ist nicht fest mit dir verhaftet. Du haftest an ihr! Wenn du dir deiner Schutzmeachnismen bewusst wirst, kannst du sie einfach ablegen. Die Rüstung selbst hat keine Kraft. Trägst du sie nicht mehr, verschwindet sie. Nicht nur, dass du sie trägst, du nährst und fütterst sie auch noch ständig.
Tue einfach drei Dinge…
Meditationstechnik: Lege deine Rüstung ab
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1. Wann immer du Zeit hast
Atme tief aus
Wann immer du gehst oder sitzt oder gerade nichts tust, atme tief aus. Die Betonung liegt auf dem Ausatmen, nicht auf dem Einatmen. Atme also tief aus – lasse so viel Luft hinaus, wie du kannst. Atme durch den Mund aus. Atme langsam, damit es eine Weile dauert… Je länger du brauchst, umso besser, denn dann geht es tiefer. Hast du alle Luft im Körper hinausgeworfen, atmet der Körper von selbst ein. ‘Du’ sollst nicht einatmen. Atme langsam und tief aus und schnell ein. Dies wird deinen Schutzmechanismus sowohl im Brust- als auch im Halsbereich öffnen.
2. Jogging Meditation
Renne um dein Leben
Solltest du in der Lage sein, ein wenig zu joggen, so wird dir das bei der Auflösung unnötiger Schutzmechanismen sehr helfen. Du musst dazu nicht viele Kilometer laufen, ein Kilometer genügt schon. Stelle dir beim Joggen einfach vor, wie eine Last aus deinen Beinen weicht, als würde jede Belastung abfallen.
Wurdest du in deiner Freiheit zu sehr eingeschränkt, dann tragen die Beine einen Schutzmechanismus in sich. In deiner Kindheit hat man dich vielleicht dazu angehalten, dieses zu tun und jenes zu lassen, auf diese Weise zu sein, aber nicht auf jene, hierhin zu gehen, aber nicht dorthin.
Beginne also mit dem Joggen, und richte währenddessen deine Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die Ausatmung. Hast du deine Beine und ihre Leichtigkeit zu laufen erst wieder zurückgewonnen, wirst du einen großen Fluss von Energie in dir aufsteigen fühlen.
3. Meditationstechnik vor dem Schlafengehen
Die Rüstung mit den Kleidern ablegen
Wenn du dich abends ausziehst, um ins Bett zu gehen, dann stelle dir vor, dass du nicht nur deine Kleidung, sondern auch deine Rüstung ausziehst. Mache es genau so! Lege deine Kleider ab und atme tief ein – dann lege dich schlafen, so als ob du ohne Rüstung und ohne Schutzmechanismus wärest. Du hast nichts mehr am Körper und bist ohne eingrenzende Beschränkung.“
Osho, Zitat Auszug aus ‘Hammer on the Rock’
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Kopfweh und Meditation
Februar 18, 2009
Du hast Kopfweh und leidest… eine gute Gelegenheit für Meditation! Es muss nicht Kopfweh sein, jeder Moment ist Gelegenheit, Bewusstheit zu erfahren.
Wer erkennt den Schmerz?
Wenn du Kopfweh hast, woher weißt du das? Es muss Bewusstheit hinter dem Kopf geben, die das Kopfweh erkennt. Das Kopfweh selbst kann es nicht wissen. Es muss einen Beobachter geben, jemanden, der das Kopfweh wahrnimmt oder das Magenweh, eine Bewusstheit, die Emotionen fühlt und die jene Gefühle beobachten kann.
Wenn du voller Wut bist, dann setze dich hin und nimm’ die Wut wahr. Du kannst die Ärgerwolken und die Dunkelheit um dich herum erkennen. Wenn du verliebt bist, dann kannst du einen bestimmten Duft um dich herum wahrnehmen, eine bestimmte Schönheit und Glückseligkeit.
In jedem Moment des alltäglichen Lebens begegnest du Bewusstheit, doch du erkennst sie nicht, du nimmst einfach keine Notiz davon. In diesem Moment liest du diese Zeilen. Schaue einfach ein wenig mehr hinter dich. Dort sitzt Bewusstheit, die weiß, dass du liest. Diese Bewusstheit ist deine Ewigkeit.
Osho, Auszug aus The Language of Existence #7
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Tiefe Entspannung beim Sterben
Februar 6, 2009
Je tiefer Meditation im Leben zugelassen werden kann, desto weiter geht das Verständnis um den Tod. Sterben wird als Phase des Lebens erkannt – die tiefe, friedliche Entspannung nach der Aktivität des Lebens.
Hingebungsvoller Rückzug
„Wenn das Bewusstsein meditativ wird, dann kannst du den Tod akzeptieren, denn dann ist das Sterben nicht etwas, was anders ist als du, sondern dann gehört der Tod zu dir, er ist Teil von dir. Dann nimmst du den Tod als Ruhepol an, als die letztendliche große Entspannung. Dann akzeptierst du Sterben als stillen Rückzug. Du gehst in Pension. Den ganzen Tag über hast du hart gearbeitet und wenn du dann abends nach hause kommst, dann ziehst du dich zurück und gehst schlafen. Das Leben ist wie der Tag, der Tod wie die Nacht.
Viele Morgen werden noch kommen, du wirst in vielen verschiedenen Formen immer wieder kommen, bis der totale Tod passiert. Dieser völlige Tod ist für diejenigen, die ganz ohne Gedanken geworden sind. Er ist für diejenigen, die in der Tiefe erkannt haben, dass Sterben und Leben nur zwei Seiten der gleichen Münze sind. Sie haben keine Angst mehr vor dem Tod, nicht einmal ein ganz kleines bisschen. Und sie hängen auch nicht länger am Leben.
Es gibt also zwei Phasen, um letztendlich völlig zu vergehen: Als erstes fürchtet du das Sterben nicht mehr. Wenn du keine Angst mehr hast, dann geschieht der zweite Schritt, dass der große Durst zu leben verschwindet. Dann gehst du über den Tod hinaus.“
Osho, Zitat Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1
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Zen Meister Basui beendet jedes Leid
Januar 28, 2009
Normalerweise sind wir uns darüber nicht bewusst, doch leiden wir an einem großen Schmerz: Nicht zu wissen, wer wir sind. Alles was wir tun, unsere Wünsche und das Sehnen nach Glück und Liebe kommen aus der Suche nach sich selbst. Um sich zu finden, muss man nicht um die Welt gehen. Augen zu und ich bin da.
Sehnen nach sich selbst
Du musst nicht die ganze Welt aufsuchen. Es ist genug, sich ein kleines bisschen umzudrehen und alles, wonach du dich immer zutiefst gesehnt hast, wird sich plötzlich deinem Selbst eröffnen. Du hast nach dir gesucht und das war dein ganzes Leiden, denn du konntest dich nicht finden.
Du hast dich nicht im Wohlstand gefunden und auch nicht in der Macht über Andere. Du konntest deine so genannte Liebe nicht finden. Du hast überall gesucht, du bist Tausende von Wegen gegangen in Tausenden von Leben, aber du hast dich nie erreicht. Das ist der grundlegende Schmerz: Nicht zu wissen, wer man ist. Sich nicht über die eigene Ewigkeit bewusst zu sein, das ist das einzige Leid. Alle anderen Leiden sind nur kleine Ausläufer davon.
Zen Meister Basui sagt, dass es einen direkten Weg zu sich gibt. Dieser ist die Augen zu schließen und sich nach Innen zu wenden. Vergiss die Welt. Betrachte sie wie einen Traum. Das soll nicht heißen, dass sie wirklich ein Traum ist, die Methode ist nur ein Mittel, seine ganze Lebensenergie nach Innen zu richten.
Vergiss die ganze Welt, so, als ob sie ein Traum ist, als ob sie nicht bestehen würde. Nur du bist. Dann beginnt die ganze Energie in dein Zentrum zu fließen.
Osho, The Original Man #7
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Osho Zen Tarot: Osho Zen Tarot. Buch und 79 Karten.
Das Zen-Prinzip. Der Weg des Paradoxes
Einfach leben, einfach sterben
Januar 20, 2009

Bewegungsloser Dunstschleier
Mond, Frühling, Schlaf.
„Kyorai beschreibt das Leben: „Bewegungsloser Dunstschleier. Mond, Frühling, Schlaf“ – das Leben ist einfach, ohne Komplikationen.
Jemand, der meditiert, lebt sein Leben in Einfachheit: der Mond, der Frühling, der Schlaf – und der Mensch ist vollkommen erfüllt. Ein kleiner bewegungsloser Dunstschleier und dann geht der Mond auf und der Frühling kommt – es gibt Blüten – und dann kommt der Schlaf.
Wenn du das Leben in so einer einfachen Art erfahren kannst, mit ein bisschen Tanzen, mit ein wenig Lieben, mit ein bisschen Spielen, mit ein wenig Lachen und ein wenig Musik, und dann kommt der ewige Schlaf… Dann wird das Leben zu einem einfachen Spiel. Bald wird es vorbei sein.
Das Leben wird einfach, wenn wir akzeptieren können, dass das Drama aufhören wird. Wir sind nur die Spieler eines Spiels, das nicht ewig andauern wird. Wir müssen den Platz für andere Spieler freimachen. Durch diese Akzeptanz wird das Leben sehr einfach, ohne Komplexität und ohne Wettstreit mit anderen Menschen. Man lebt still und friedlich und bereitet sich auf den ewigen Frieden vor, die ewige Stille, den ewigen Schlaf.“
Osho, Auszug aus The Zen Manifesto: Freedom from Oneself #6
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Schockdämpfer gehen lassen
Januar 12, 2009
Wahrheit tut weh. Wir haben uns alle möglichen Schutzhüllen zugelegt, um uns vor dem Schmerz zu bewahren – ohne zu ahnen, dass hinter dem Schmerz das wahre Glück steckt. „Am Anfang ist die Wahrheit bitter, am Ende süß“, sagt Buddha. Meditation bedeutet, sich der Wahrheit in diesem Moment zu stellen.
Wahrheit befreit
„Der Mensch hat um sich herum viele Schockdämpfer geschaffen. Du wirst niemals frei sein, wenn du diese Schutzhüllen nicht fallen lässt. Nur die Wahrheit befreit. Am Anfang schockiert die Wahrheit sehr – doch das ist nun einmal so, so sind die Dinge. So funktioniert die Natur. Du musst dich für alle Schocks im Leben öffnen und verletzlich machen. Es wird weh tun, es wird dich verletzen und du wirst weinen. Du wirst das Leben verdammen. Aber nach und nach wirst du sehen, dass die Wahrheit die Wahrheit ist und dass es keinen Sinn hat, sich dagegen aufzulehnen. Wenn sich die Wut gegen das Leben einmal gelegt hat, enthüllt die Wahrheit ihre eigene Schönheit. Die Wahrheit befreit.
Es wird dich erschrecken, es macht Angst, doch das ist der einzige Weg, zu wachsen. Wachstum geschieht in Einklang mit der Realität und nicht gegen sie. Wenn du einmal die Wirklichkeit gespürt hast, wie sie ist, wirst du dir nie mehr Schockdämpfer um dich herum erschaffen.“
Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #12
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Der Tod eines Geliebten
Januar 4, 2009
Setze dich neben den geliebten Menschen, der stirbt und fühle, was es heißt, zu sterben. Der Todesfall eines geliebten Menschen ist eine große Gelegenheit, Meditation zu erfahren.
Das gleiche wird auch dir geschehen
Setze dich neben den geliebten Menschen, der stirbt und fühle den Tod. Bedaure den Menschen nicht. Wenn du ihn bedauerst, dann verpasst du eine großartige Gelegenheit. Es gibt keinen Grund, den geliebten Menschen zu bedauern.
Wenn du an der Seite eines Sterbenden sitzt, bedaure dich selbst. Du sitzt im gleichen Boot. Der Tod wird bald auch an deine Türe klopfen. Mache dich dafür bereit. Bevor der Tod kommt, finde deine Wahrheit. Bevor der Tod an die Türe klopft, finde nach Hause, sonst wird dir das Leben im Todesfall wie ein Traum erscheinen, der dich in ungeheurer Armut, in großer innerer Armut zurücklässt.
Bald wird der geliebte Mensch verschwunden sein. Lass den Tod um dich herum präsent sein. Bekomme einen Geschmack von ihm. Fühle deine Hilflosigkeit und Verletzlichkeit. Wer fühlt sich hilflos? Es ist das Ego, denn es sieht, dass es nichts gegen den Tod tun kann. Du würdest deinem geliebten Menschen gerne helfen und doch kannst du es nicht. Du hättest es gerne, wenn er überleben würde, doch nichts kann daran verändert werden. Fühle diese Hilflosigkeit so deutlich wie möglich. Aus diesem Gefühl von Hilflosigkeit wird eine gewisse Bewusstheit entstehen, eine andächtige Stimmung, eine Meditation. Nutze den Tod des Freundes, es ist eine gute Gelegenheit.
Vielleicht kann sich der geliebte Mensch dem Tod hingeben. Das ist wunderbar. Wenn er kämpft, mag er zwar noch ein paar Tage länger leben, doch wenn jemand den Tod akzeptiert, dann muss er oder sie etwas erfahren haben, was über den Tod hinaus geht. Wenn jemand vor seinem Tod einen Geschmack von Unsterblichkeit bekommen hat, vielleicht nur eine kleine Ahnung davon, dann weiß er, dass er nicht sterben wird. Man wird sterben und doch stirbt man nicht. Wenn man das erfahren hat, dann entspannt man sich. Warum sollte man dann gegen den Tod kämpfen? Wozu?
Nach und nach wird der geliebte Mensch verschwinden. Nutze die Gelegenheit für dich. Sitze an seiner Seite. Lasse seinen Tod zum Fingerzeig für dich selbst werden, damit du dein Leben nicht verschwendest. Das gleiche wird auch dir geschehen.
Osho, The Search
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