Über die Sehnsucht nach Liebe
Juni 1, 2009
Essen ist kein Ersatz für Liebe
Esssüchtigen Menschen fehlt Liebe. Sie ersetzen Liebe mit Essen. Wenn du dich wirklich geliebt fühlst, kannst du nicht zuviel essen. Menschen, die niemanden lieben, essen zuviel, denn Essen füllt und vermittelt das Gefühl, voll zu sein. Ohne Liebe fühlen sich diese Menschen sehr leer. Es gibt einen grundlegenden Zusammenhang von Essen und Lieben. Des Kindes erste Erfahrung war, dass beides zusammen zu ihm kommt und beides von der selben Quelle. Dadurch werden sie in der Psyche miteinander verbunden. Das ist ein Fall von konditioniertem Reflex.
Die Quelle des Lebens ist innen
Wenn das Kind die Brust der Mutter sucht, dann beginnt die Reise ins Außen. Das Kind hat nun eine Sache erfahren: Die Quelle seines Lebens ist außerhalb von ihm. Das ist das allem zugrunde liegende Missverständnis. Von nun an wird der Mensch versuchen, mehr Geld zu bekommen, mehr Macht und Ansehen … er wird versuchen, mehr Aufmerksamkeit von Leuten zu bekommen, denn er denkt, die Quelle seines Lebens ist außerhalb von ihm.
Tatsächlich ist die Quelle des Lebens Innen.
Osho, Philosophia Perennis, Vol. 2, #5
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Liebe – ein natürlicher Zustand von Meditation
März 5, 2009
Meditation wird häufig als egoloser Zustand beschrieben. Doch was bedeutet das genau? Jeder weiß im Grunde seines Herzens, wie sich ‘egolos’ anfühlt, denn jeder hat schon einmal eine Erfahrung von Liebe in seinem Leben gemacht. Liebe löst das Ich-Gefühl auf. Übrig bleibt ein natürlicher Zustand von Meditation.
Egos, die sich in der Liebe auflösen
„Liebe ist Meditation sehr ähnlich. Was passiert eigentlich wirklich, wenn du dich verliebst? Was ereignet sich zwischen den beiden, die sich ineinander verliebt haben?
Liebende lassen ihre Persönlichkeit, ihre Egos fallen – zumindest in Bezug zu einander. Sie lassen all ihre Scheinheiligkeit und ihre Masken fallen. Sie möchten sich so nahe sein, sie möchten zu einer Seele zu werden, die in zwei Körpern beheimatet ist. Das ist die Sehnsucht der Liebe.
Dieser Moment ist ein wunderschöner Moment, um ihn in Meditation zu verwandeln. Es ist den Liebenden nur noch niemals gesagt worden, dass dieser Zustand Meditation ist. Genau umgekehrt haben ihnen die Religionen das Gegenteil vorgemacht: Liebe sei gegen Meditation und Menschen, die sich verlieben, würden niemals meditieren können.
Meditation: Millionenfacher Orgasmus
Dabei verhält es sich ganz anders. Liebe hilft dir, zu entspannen und das ist ein Teil von Meditation. Liebe hilft dir – zumindest einen Moment lang – still zu sein, und auch das ist ein wesentlicher Teil von Meditation. Und schließlich gibt dir die sexuelle Vereinigung, wenn du einen Orgasmus erfährst, eine Ahnung von Meditation. Doch Meditation ist millionenfach größer als ein Orgasmus.
Liebe ist eine grundlegende Erfahrung, die dir dabei helfen kann, zu einem meditierenden Menschen zu werden. Liebe ist eine natürliche Art der Meditation. Und Meditation ist eine übernatürliche Art von Liebe.“
Osho, Auszug aus The Last Testament, Vol. 2, # 21
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Auf der Suche nach Befriedigung
Februar 2, 2009
Lieben fällt nicht leicht und enthüllt grausamst die sonst so gut versteckten Seiten der Persönlichkeit. Deshalb ist sie ja so wunderbar!
Eine intime Beziehung befriedigt
Es gibt viele Leute, die die Liebe vermeiden nur um auf der sicheren Seite des Lebens zu stehen. Es gibt Leute, die sich auf keine Beziehung einlassen wollen, denn sie wissen, sobald sie sich anvertrauen und dem anderen näher kommen, dann beginnt das Kämpfen, der Widerstand und all die anderen hässlichen Dinge.
Wozu das alles? Höchstens sind sie noch an einer sexuellen Beziehung interessiert, aber nicht an Intimität und Nähe.
Nur wenn eine Beziehung voller Nähe ist und tief geht, wirst du wissen, was Beziehung ist. Eine sexuelle Beziehung ist ein oberflächliches Zusammensein und wird dich niemals befriedigen. Diese Dinge wie Ärger und Widerstände gegen den anderen sind natürlich.
Man muss sie akzeptieren und nach und nach über sie hinaus gehen.
Osho, Beloved of my Heart
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Angestaute, sexuelle Energie entladen
Januar 14, 2009
Um Meditation zu erfahren und die gewohnten Muster loszulassen, braucht es normalerweise sehr viel Kraft und Lebensenergie. Wenn die sexuelle Energie unterdrückt wird, ist Meditation nahezu unmöglich. Im Folgenden eine einfache Methode, zu einem sexuellen Gleichgewicht zu gelangen.
Den Körper genussvoll schütteln
Wenn die sexuelle Energie nicht so fließt, wie sie sollte, dann bringt das im Leben viele Probleme mit sich. Wenn die sexuelle Energie dagegen fließt und alles im Körper summt und brummt, dann bleibt alles im Einklang. Dann bist du einfach in Harmonie und es entsteht ein natürliches Gleichgewicht. Wenn die sexuelle Energie irgendwo stecken bleibt, dann gibt es im ganzen Körper Rückwirkungen.
Zuerst wird es sich auf den Kopf auswirken, weil Sex und der Kopf zwei gegensätzliche Pole sind. Deshalb verlieren Menschen, die zu stark im Kopf sind, ihre Fähigkeit einen Orgasmus zu erlangen. Sie vergessen ihre sexuellen Energien, die entweder vernachlässigt oder unterdrückt werden. Sexuell unterdrückte Menschen bleiben im Kopf, ihre ganze Freude sitzt dort. Wenn der Kopf zu einer Art Diktator wird, dann leidet der ganze Körper darunter,.
Anleitung zum orgastischen Schütteln
Jeden Morgen, gleich nach dem Aufwachen, stelle dich in die Mitte des Raumes und beginne deinen ganzen Körper zu schütteln. Sei wie ein Mixbecher, ein Shaker – schüttle den ganzen Körper, von der Zehe bis zum Kopf und fühle, wie nahezu orgastisch sich das anfühlt… so, als ob du einen sexuellen Orgasmus bekommst. Genieße das Schütteln, unterstütze es, und wenn du magst, mache auch ein paar Töne dazu. Genieße einfach, dich 10 Minuten lang zu schütteln.
Dann rubble den ganzen Körper mit einem trockenen Handtuch ab und dusche dich. Mache das jeden Morgen und schon nach zwei oder drei Wochen, wird sich ein Gleichgewicht im Körper einstellen.
Osho, Auszug aus Far Beyond the Stars, #8
Sexuellen Ausgleich verschafft auch die OSHO Kundalini Meditation sowie die meisten der Aktiven OSHO Meditationstechniken
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Was ist wahre Männlichkeit, was wahre Weiblichkeit?
Januar 8, 2009
Beziehungen sind deshalb oft so schwierig, weil sich die negativen Eigenschaften des Mannes mit den negativen der Frau verbinden und umgekehrt. Die gleiche Energie der beiden Partner könnte auch positiv gelebt werden, wenn der Mann in seine natürliche Männlichkeit gehen würde und die Frau in ihre positive Weiblichkeit. Dann wird Beziehung zu einem erfüllenden Abenteuer, dann wird Liebe zu Meditation.
Die positiven Eigenschaften von Männlichkeit
„Männlichkeit kann zwei Richtungen haben, genau wie Weiblichkeit auch. Der männliche Verstand kann angriffslustig, gewalttätig und zerstörerisch sein. Die Männer haben diese Seite gelebt und die Menschheit hat dadurch viel gelitten. Wenn Männer in diese negative Seite ihrer Männlichkeit gehen, dann fallen die Frauen natürlicherweise in die negative Seite der Weiblichkeit, um mit den Männern sein zu können. Sonst wäre der Gegensatz nicht zu überbrücken. Die Frauen werden also passiv, lethargisch und gleichgültig. Negative Männlichkeit kann sich nur mit negativer Weiblichkeit verstehen.
Positive Männlichkeit:
Kreativität, Initiative, Abenteuerlust
Doch es gibt noch die positive Seite. Nichts kann nur negativ sein, alles hat auch einen positiven Gesichtspunkt. Die positive Seite der Männlichkeit ist Kreativität, Initiative und Abenteuerlust. Es sind die gleichen Attribute wie die negativen, nur in einer höheren Ebene gelebt. Der negative männliche Verstand wird zerstörerisch, der positive kreativ. Zerstören und Erschaffen sind zwei Aspekte einer einzigen Energie. Die gleiche Energie, die angriffslustig und aggressiv ist, kann zu Initiative werden. Dann hat Aggressivität eine ihr eigene Schönheit. Wenn Gewalttätigkeit Abenteuerlust wird, wenn Gewalt zu Forschergeist wird, die Kraft, Neues und Unbekanntes zu erforschen, dann ist das allen ungeheuer dienlich.
Positive Weiblichkeit:
Empfänglichkeit, Loslassen können und Energie sammeln
Das gleiche gilt für die weiblichen Qualitäten. Antriebslosigkeit ist negativ, Empfänglichkeit ist positiv. Sie sehen sich ähnlich, du wirst genau hinschauen müssen, um den Unterschied wahrzunehmen. Empfänglichkeit heißt willkommen, sie wartet ab und ist andächtig. Empfänglichkeit ist ein Gastgeber oder eine Gebärmutter. Antriebslosigkeit ist einfach nur Abgestumpftheit, Tod und Hoffnungslosigkeit. Da gibt es nichts, auf was zu warten wäre, nichts ist zu erhoffen, nichts wird jemals geschehen. Gleichgültigkeit und Lethargie sind Gift.
Doch genauso kann Gleichgültigkeit auch zur gesunden Loslösung von den Dingen werden. Gleichgültigkeit und losgelöst sein sehen gleich aus, sind es aber nicht. Gleichgültigkeit hat einfach kein Interesse. Sich von den Dingen zu lösen, ist keine Abwesenheit von Interesse, sondern das Gegenteil. Es ist totales Interesse und hat nur noch die Fähigkeit zusätzlich, sich nicht anzuklammern. Genieße den Moment, solange etwas besteht und wenn der Moment zu verschwinden beginnt – so wie das mit allem ist – dann lasse los. Das ist Loslösung.
Lethargie ist ein negativer Zustand. Man liegt wie ein Lehmklumpen da, ohne die Möglichkeit zu haben, zu wachsen und zu erblühen. Die gleiche Energie kann zu einem großen Pool von Energie werden. Sie geht nirgendswohin, sie unternimmt nichts, doch sie erhöht und vermehrt sich. Positive Weiblichkeit ist nicht lethargisch, sondern wie ein großes Becken vollgefüllt mit Energie. Während sich die Energie ansammelt und ansteigt, geht sie durch viele qualitative Veränderungen.
Ein abenteuerlustiger Mann mit einer Frau voller Energie
Ein wirklich maskuliner Mann muss abenteuerlustig und kreativ sein und so viele Initiativen wie möglich ergreifen. Die Frau soll das Energiereservoir hinter ihm bilden, damit so viel Energie wie möglich für das Abenteuer bereit steht. Die Energie wird benötigt, damit es voller Inspirationen sein kann und auch eine sensible Komponente mit dabei ist. Die abenteuerliche Seele kann sich in der Frau entspannen und wird wieder mit Leben aufgefüllt und erneuert.
Mann und Frau werden zu einer Einheit, wenn sie beide mit ihren positiven Eigenschaften zusammen sind. Die wahre Beziehung – und davon gibt es nicht viele – ist eine, in der sich ein Partner mit dem anderen in einer positiven Weise verbindet. Dann wird das Zusammensein zu Meditation. Dann ist es ein wirklich großartiges Abenteuer, zusammen zu sein.“
Osho, Auszug aus Book of Wisdom, #8
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Im Liebesakt zum Ozean werden
August 31, 2008
Für Liebende ist die folgende Meditationstechnik aus dem Tantra ein Schritt in die Meditation während des Sexaktes. Die Technik ist allerdings nicht nur für zwei, auch alleine ist sie wertvoll: Fühle, du bist nur eine Welle, die vom Ozean bewegt wird…
Wie die Wellen im weiten Meer
So wie die Wellen mit Wasser und
die Flammen mit Feuer daherkommen,
so wogt das Universelle mit uns.
Du bist nicht,
nur das Universelle ist
und es wogt durch dich hindurch.
Fühle es, versenke dich hinein, lasse dieses Gefühl tief in dich eindringen. Lasse es zu, dass es dir widerfährt – in vieler verschiedener Art und Weise.
Ein sexuelles Verlangen regt sich in dir: Fühle es – nicht als Verlangen, sondern nur als Ozean, der in dir wogt, einfach als Leben, das da pulsiert, einfach als Leben, das in dir eine Woge schlägt. Was immer dir geschieht, empfinde es nicht so, als würde es dir geschehen, sondern so, als würde es dem Kosmos geschehen. Du bist nur ein Teil von ihm – nur eine Welle an der Oberfläche. Überlasse alles dem All.
Ihr begegnet euch im Liebesakt: Stellt euch nicht vor, dass da zwei einzelne Wellen zusammenkommen, sondern seht sie lieber als zwei, die miteinander verschmelzen. Sie sind nicht mehr zwei Individuen. Die Wellen sind verschwunden, nur der Ozean ist geblieben. Dann wird der Sexakt zur Meditation.
OSHO, Buch der Geheimnisse
„Du liebst mich nicht mehr!“ und andere Dummheiten
Juni 12, 2008
Ein heftiger Schmerz in der Liebe ist, sich abgelehnt zu fühlen. Es ist, als ob das verletzte Ego nur darauf wartet, zu sagen: „Aha, du liebst mich nicht mehr!“ – mit allen darauf folgenden Konsequenzen. Das ist unintelligent. Statt dessen: den Rhythmus von Miteinander und Alleinsein verstehen.
Respektvoll miteinander sein

Normalerweise denkst du schnell, dass du abgelehnt wirst. Du gehst zu deiner Frau und wenn sie nicht bereit ist, mit dir zu sein oder sie nicht besonders liebevoll mit dir ist, dann fühlst du dich zurück gewiesen. Dein Ego ist verletzt. Dieses Ego ist kein besonders intelligentes Ding. Alle Egos sind idiotisch.
Intelligenz kennt kein Ego. Intelligenz sieht einfach, was passiert. Intelligenz versucht zu verstehen, warum die Frau jetzt nicht mit dir sein will. Sie weist dich nicht zurück – du weißt das, denn sie hat dich so geliebt, sie liebt dich immer noch so sehr – aber in diesem Moment möchte sie gerne alleine sein. Wenn du sie liebst, dann wirst du sie alleine lassen. Du wirst sie nicht erpressen, du wirst sie nicht dazu zwingen, mit dir zu schlafen.
Wenn der Mann alleine sein will, dann wird sich die Frau nicht denken: „Jetzt ist er nicht mehr an mir interessiert. Wahrscheinlich ist er mit einer anderen Frau …“ Eine intelligente Frau wird den Mann alleine lassen, damit er sich sammeln kann und wieder Energie zum Teilen bekommt.
Dieser Rhythmus ist wie Tag und Nacht, Sommer und Winter. Es verändert sich ständig. Wenn zwei Menschen miteinander respektvoll umgehen – und Liebe ist immer respektvoll, sie schätzt den anderen, sie verehrt den anderen, wie während eines Gebets – dann werdet ihr euch langsam aber sicher verstehen. Dir wird der Rhythmus des anderen bewusst sein, ebenso wie dein eigener.
Bald werdet ihr bemerken, dass mit der Liebe sich eure beiden Rhythmen annähern. Wenn du dich liebevoll fühlst, fühlst sie es auch. Die Beziehung wird von selbst stabil. Sie wird synchron.
Osho , Philosophia Perennis, Vol. 1, #5
Der größte Fehler in der Liebe
April 26, 2008
Eigentlich wollen sich zwei, die sich lieben, ja gar nicht dominieren. Und trotzdem kommt es immer wieder dazu. Ein verbreitetes Spiel geht so: Ich habe alles für dich aufgegeben und das musst du jetzt auch tun …
Hingabe nicht an den Partner, sondern an die Liebe

Ihr könnt euch beide der Liebe hingeben, doch nicht für einander aufgeben. Und wenn du das möchtest, dich deinem Geliebten oder deiner Geliebten völlig hinzugeben, dann steuerst du auf Schwierigkeiten zu. Das ist einer der größten Fehler, die Liebende begehen – und fast alle Liebenden begehen ihn. Sie denken, dass man sich für einander aufgeben muss. Dann passiert im Namen von Hingabe eine subtile Dominierung.
Die Hingabe soll an den Gott der Liebe geschehen, und sonst niemanden…
Osho, For Madman Only, #4
Fortsetzung: Orgasmus – mehr als nur ein Nieser
April 21, 2008
Orgasmus ist keine Erleichterung, Orgasmus ist ein Fest.
Orgasmus ist immer göttlich. Orgasmus ist eine Begegnung von dir selbst mit dem Universum. Der andere hilft dir dabei. Der andere wird zur Tür und du trittst in das Göttliche ein.
Orgasmus ist immer spirituell, niemals sexuell. Diejenigen, die Orgasmus für etwas Sexuelles halten, verstehen nichts davon. Sie wissen nichts über Sex und verstehen überhaupt nichts von orgiastischen Erfahrungen.
Orgasmus ist der höchste Zustand, er ist die reine Ekstase. Aber die Leute wissen das nicht, denn sie begegnen sich aus einer Notwendigkeit heraus und nicht, weil ihre Energien überfließen.
Osho, The Fish in the Sea is not Thirsty #2






