Sterben vor dem Tod

März 9, 2009

Im Leben noch die Liebe wählen

Meditation-liebe-tod

Im Zwischenraum der Türen von Geburt und Tod besteht noch eine andere Tür, die völlig unerklärlich ist.
Einer, der fähig ist, an der Türe des Todes neu geboren zu werden, verbringt sein ganzes Leben in Hingabe

„Zwischen den Türen von Geburt und Tod gibt es noch eine weitere Tür – die allumfassende Liebe. Ist dir das schon einmal aufgefallen? Zwischen Geburt und Tod passiert nur Liebe. Wenn du die Liebe verpasst, hast du die ganze Gelegenheit des Lebens versäumt.

Die erste Tür, die Geburt, ist nur eine Gelegenheit, durch die zweite zu gehen, die Türe der Liebe. Zwischen Geburt und Tod ist Liebe. Im Grunde kann man es so sehen: Das Leben besteht nur als einzige Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden. Wenn das versäumt ist, dann ist alles versäumt. Wenn du geliebt hast, dann hast du nichts verpasst in deinem Leben, selbst wenn du alles andere versäumt hast.

Liebe – der wahre Tod

Die Türe der Liebe ist ein wirklicher Tod. Der andere Tod, der am Ende des Lebens kommt, ist nicht wirklich, den wirst du überleben. Du wirst wieder neu geboren werden. So wie der Tod der Geburt folgt, so folgt die Geburt dem Tod. Das sind die zwei Seiten einer Münze. Aber, wenn du durch die Türe der Liebe gehst, dann stirbst du wirklich. Du stirbst ganz und gar, so sehr, dass es für dich keine Geburt mehr gibt und natürlich auch keinen Tod mehr. Liebe ist der wahre Tod, denn das Ego verschwindet völlig.

Im normalen Tod verschwindet der Körper, doch das Ego bleibt bestehen. Das Ego trägt dich in ein neues Leben. So funktioniert Wiedergeburt. Wenn du diese Verkettung des Egos aufgelöst hast, dann verschwindest du aus der materiellen Welt und gehst von der sichtbaren Welt in die unsichtbare, ins Jenseits.

Sich durch Liebe verwandeln

Das ist die wahre Tür des Todes: Stirb’ bevor du stirbst, sterbe während du noch lebst. Wenn du vor dem Tod sterben kannst, wenn du durch die Türe der Liebe gehen kannst, wenn du noch im Leben sterben kannst, dann gibt es keinen Tod für dich. Dann bist du unsterblich geworden, dann wirst du göttlich. Doch du wirst dich zuerst durch Liebe verwandeln müssen.“
Osho, Zitat Auszug aus The Beloved, Vol 2, #5

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Je tiefer Meditation im Leben zugelassen werden kann, desto weiter geht das Verständnis um den Tod. Sterben wird als Phase des Lebens erkannt – die tiefe, friedliche Entspannung nach der Aktivität des Lebens.

Hingebungsvoller Rückzug

Sterben-ohne-angst

„Wenn das Bewusstsein meditativ wird, dann kannst du den Tod akzeptieren, denn dann ist das Sterben nicht etwas, was anders ist als du, sondern dann gehört der Tod zu dir, er ist Teil von dir. Dann nimmst du den Tod als Ruhepol an, als die letztendliche große Entspannung. Dann akzeptierst du Sterben als stillen Rückzug. Du gehst in Pension. Den ganzen Tag über hast du hart gearbeitet und wenn du dann abends nach hause kommst, dann ziehst du dich zurück und gehst schlafen. Das Leben ist wie der Tag, der Tod wie die Nacht.

Viele Morgen werden noch kommen, du wirst in vielen verschiedenen Formen immer wieder kommen, bis der totale Tod passiert. Dieser völlige Tod ist für diejenigen, die ganz ohne Gedanken geworden sind. Er ist für diejenigen, die in der Tiefe erkannt haben, dass Sterben und Leben nur zwei Seiten der gleichen Münze sind. Sie haben keine Angst mehr vor dem Tod, nicht einmal ein ganz kleines bisschen. Und sie hängen auch nicht länger am Leben.

Es gibt also zwei Phasen, um letztendlich völlig zu vergehen: Als erstes fürchtet du das Sterben nicht mehr. Wenn du keine Angst mehr hast, dann geschieht der zweite Schritt, dass der große Durst zu leben verschwindet. Dann gehst du über den Tod hinaus.“
Osho, Zitat Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1

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Das Auf und Ab des Lebens

Februar 4, 2009

Heute gehen die Geschäfte schlecht, morgen wieder gut und dann wieder nicht. Heute vertragen wir uns gut mit den Kollegen, morgen nicht und dann wieder doch … Das Leben geht rauf und runter und wieder rauf. Meditation im Alltag bedeutet, den ständigen Wechsel zu genießen.

Veränderung genießen

Tipps

Ein Mann flog in einem Flugzeug.

:( Unglücklicherweise fiel er aus dem Flugzeug.
:) Glücklicherweise trug er einen Fallschirm.
:( Unglücklicherweise war der Fallschirm nicht richtig gepackt worden und öffnete sich nicht.
:) Glücklicherweise war ein großer Heuballen in dem Feld unter ihm.
:( Unglücklicherweise stach eine spitze Heugabel genau nach oben aus dem Heu.
:) Glücklicherweise fiel der Mann nicht auf die Heugabel.
:( Unglücklicherweise fiel er auch nicht ins Heu!

So geht das Leben voran. Man muss sich keine Sorgen machen. Genieße deine Lebensenergie. Manchmal passieren Dinge, die dich glücklich machen und manchmal Dinge, die unangenehm sind. Akzeptiere beides. Wenn du immer nur glückliche Umstände suchst, dann verlangst du das Unmögliche. Das ist unmöglich in dieser Welt, die sich ständig verändert.

Alles geht immer wieder hoch und dann wieder hinunter. Wenn du also oben bist, dann genieße das. Wenn du unten bist, dann ruhe dich aus und warte, denn bald wirst du wieder oben sein. Die Phasen, wo du unten bist, sollten die Ruhe Phasen sein und die, wo du oben bist, sollten zum Tanzen genutzt werden. Dieses Tragik-Komik-Drama – einen Moment ist es eine Tragödie, den anderen Moment eine Komödie – dieses Auf und Ab macht das Leben erfüllter und gibt ihm mehr Lebendigkeit und Würze.

Sag einfach jedes Mal, wenn sich etwas ändert: „Großartig!“ Das ist das ganze Geheimnis.

Osho, The New Dawn, #8

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Lieben fällt nicht leicht und enthüllt grausamst die sonst so gut versteckten Seiten der Persönlichkeit. Deshalb ist sie ja so wunderbar!

Eine intime Beziehung befriedigt

Tipps

Es gibt viele Leute, die die Liebe vermeiden nur um auf der sicheren Seite des Lebens zu stehen. Es gibt Leute, die sich auf keine Beziehung einlassen wollen, denn sie wissen, sobald sie sich anvertrauen und dem anderen näher kommen, dann beginnt das Kämpfen, der Widerstand und all die anderen hässlichen Dinge.

Wozu das alles? Höchstens sind sie noch an einer sexuellen Beziehung interessiert, aber nicht an Intimität und Nähe.

Nur wenn eine Beziehung voller Nähe ist und tief geht, wirst du wissen, was Beziehung ist. Eine sexuelle Beziehung ist ein oberflächliches Zusammensein und wird dich niemals befriedigen. Diese Dinge wie Ärger und Widerstände gegen den anderen sind natürlich.

Man muss sie akzeptieren und nach und nach über sie hinaus gehen.

Osho, Beloved of my Heart

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Die meiste Zeit des Alltags handeln wir wie ein Roboter – ganz mechanisch. Das Unterbewusstsein hat die Steuerung übernommen: beim Autofahren, beim Essen, Kochen, Gehen…. Meditation bedeutet, bewusst zu bleiben, auch wenn die Dinge ‘automatisch’ getan werden können.

Langsam, langsam!

Auto-wachsam-meditation

Bringe ein wenig Bewusstheit in dein Leben. Jede Handlung sollte weniger automatisch als bisher ausgeführt werden. Du hast den Schlüssel für Bewusstheit in dir. Wenn du gehst, dann gehe nicht wie ein Roboter. Gehe nicht so, wie du schon immer gegangen bist, gehe nicht automatisch. Gehe ein wenig langsamer und sei aufmerksam, wenn du gehst. Lasse jeden Schritt mit voller Bewusstheit geschehen.

Versuche in kleinen Handlungen bewusst zu sein. Es brauchen keine großen Dinge zu sein: essen, sich waschen, schwimmen, gehen, sprechen, zuhören, kochen, die Wäsche erledigen… De-automatisiere jeden Vorgang. Erinnere dich an das Wort ‚De-Automatisieren’, es birgt das ganze Geheimnis, wie du bewusst werden kannst.

Wach, wie beim ersten Mal…

Das Denken ist ein Roboter, der auf seine eigene Weise nützlich ist. Er funktioniert so: Zum Beispiel lernst du etwas Neues. Am Anfang bist du total aufmerksam und bewusst. Nehmen wir einmal an, du lernst schwimmen. Dann bist du ganz wach und aufmerksam, denn es geht um dein Leben. Oder, wenn du deinen Führerschein machst, dann bist du hellwach. Du musst ganz gehörig aufpassen. Du musst dich um viele Dinge kümmern, das Steuer, die Straße, die Leute, die die Straße überqueren, das Gaspedal, die Bremse, die Kupplung… Du musst dir über alles zur gleichen Zeit bewusst sein. Es gibt da so viele Dinge, an die du denken musst. Deshalb wirst du nervös, denn es ist gefährlich, einen Fehler zu begehen. Weil es so gefährlich ist, deshalb musst du so aufmerksam sein. In dem Moment, in dem du das Autofahren gelernt hast, wird die Bewusstheit nicht mehr gebraucht. Dann übernimmt der roboterähnliche Teil deines Verstandes die Steuerung.

Können macht unbewusst

Diesen Vorgang nennen wir Lernen. Wenn man etwas gelernt hat, dann wird es vom Bewusstsein in den Roboter-Zustand überführt. Wenn etwas einmal gelernt wurde, dann ist es nicht mehr Teil von wachsamer Aufmerksamkeit. Dann wird es ins Unterbewusstsein gestellt. Jetzt steuert das Unterbewusstsein und das Bewusstsein ist frei, etwas Neues dazu zu lernen.

Es ist sehr wichtig, diesen Mechanismus zu verstehen. Erinnere dich daran, auch bewusst zu sein, wenn du etwas gelernt hast.

Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #14

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Gleichgültig, wie ausweglos eine Situation auch aussehen mag, der meditierende Mensch hat immer eine Zuflucht. So auch der Zen-Meister in der folgenden Geschichte. Während eines Erdbebens rennt er ebenso wie die anderen – zum immer bestehenden Zentrum der Stille.

„Ich flüchte auch – nach innen!“

Erdbeben-meditation

Einmal wurde ein Zen Meister zu einem Treffen eingeladen. Ein paar Freunde saßen miteinander und aßen gemeinsam, als plötzlich ein Erdebeben geschah. Das Haus, in dem sie saßen, war sieben Stockwerke hoch und sie befanden sich im obersten Stock. Ihr Leben war in Gefahr. Jeder versuchte, zu fliehen. Während der Gastgeber entfloh, warf er noch einen schnellen Blick auf den Zen Meister. Der saß, ohne der geringsten Ängstlichkeit im Gesicht mit geschlossenen Augen auf seinem Stuhl, ganz genauso, wie er vorher dort gesessen hatte.

Der Gastgeber fühlte sich ein wenig schuldig und wie ein Feigling, denn es sah komisch für ihn aus, dass der Gast da blieb und der Gastgeber wegrannte. Die anderen zwanzig Gäste waren alle die Treppen hinunter gelaufen. Obwohl er vor Angst zitterte, hielt er an und setzte sich neben den Meister.

So, als ob nichts geschehen wäre…

Das Erdbeben kam und verschwand wieder. Der Meister öffnete die Augen und begann in seiner Unterhaltung fortzufahren, die er wegen des Erdbebens unterbrechen hatten müssen. Er fuhr genau mit dem gleichen Satz fort, so, als ob es das Erdbeben überhaupt nicht gegeben hätte.

Der Gastgeber war wirklich nicht in der Stimmung, ihm zuzuhören, denn sein ganzes Wesen war tief erschüttert und voller Angst. Obwohl das Erdbeben jetzt vorüber war, hatte er immer noch Angst. Er bat den Meister, mit dem Sprechen aufzuhören. „Ich kann dir nicht zuhören, ich bin nicht ich selbst. Das Erdbeben hat mich zu sehr erschüttert. Aber ich habe eine Frage an dich: Alle anderen Gäste sind geflüchtet, doch du bist, so ungestört und so gelassen hier gesessen, dass ich mir wie ein Feigling vorkam. Wir alle versuchten, dem Beben zu entkommen. Was war mit dir?“

Der Meister sagte: „Ich flüchtete auch, doch ihr seid nach außen gerannt, ich bin nach innen geflüchtet. Eure Flucht macht keinen Sinn, denn wo auch immer ihr hingeht, da ist das Erdbeben. Ihr mögt den 6. Stock erreichen oder den 5. oder den 4… Doch überall bebt die Erde. Ich bin dorthin geflüchtet, wo das Erdbeben niemals hinkommt, ja niemals hinkommen kann. Ich rannte in mein inneres Zentrum.

Halte dich an Stille fest

Das ist, worauf Laotse hinweist, wenn er sagt: „Halte dich am Urgrund der Stille fest.“ Wenn du passiv bist, dann wirst du dir nach und nach deines Zentrums bewusst werden. Du hast es schon immer mit dir getragen, es war immer da, du weißt es bloß nicht, du lenkst keine Aufmerksamkeit darauf. Wenn dir die Stille einmal bewusst wird, dann verändert sich dein ganzes Leben. Dann kannst du in der Welt sein und dabei immer in Kontakt mit deinem Zentrum bleiben. Du kannst dich in einem Erdbeben bewegen und völlig gelassen dabei sein, denn in deinem Zentrum bleibst du unberührt.
Osho, Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1

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Haiku-dunst-meditation
Bewegungsloser Dunstschleier
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Mukai Kyorai

„Kyorai beschreibt das Leben: „Bewegungsloser Dunstschleier. Mond, Frühling, Schlaf“ – das Leben ist einfach, ohne Komplikationen.

Jemand, der meditiert, lebt sein Leben in Einfachheit: der Mond, der Frühling, der Schlaf – und der Mensch ist vollkommen erfüllt. Ein kleiner bewegungsloser Dunstschleier und dann geht der Mond auf und der Frühling kommt – es gibt Blüten – und dann kommt der Schlaf.

Wenn du das Leben in so einer einfachen Art erfahren kannst, mit ein bisschen Tanzen, mit ein wenig Lieben, mit ein bisschen Spielen, mit ein wenig Lachen und ein wenig Musik, und dann kommt der ewige Schlaf… Dann wird das Leben zu einem einfachen Spiel. Bald wird es vorbei sein.

Das Leben wird einfach, wenn wir akzeptieren können, dass das Drama aufhören wird. Wir sind nur die Spieler eines Spiels, das nicht ewig andauern wird. Wir müssen den Platz für andere Spieler freimachen. Durch diese Akzeptanz wird das Leben sehr einfach, ohne Komplexität und ohne Wettstreit mit anderen Menschen. Man lebt still und friedlich und bereitet sich auf den ewigen Frieden vor, die ewige Stille, den ewigen Schlaf.“
Osho, Auszug aus The Zen Manifesto: Freedom from Oneself #6

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Es ist an der Zeit, dass meditative Leute, die ihr Leben verändert haben, aufstehen und ihre Erfahrungen weitergeben. Nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch ihre Präsenz. Menschen mit Meditation und Verständnis beweisen den neuen Morgen der Menschheit

Die Welt steht vor einem neuen Morgen

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Die fortschrittlichsten Nationen in der Welt, diejenigen, die am mächtigsten, am weitesten wissenschaftlich und technologisch entwickelt sind, werden durch die dunkelste Zeit in der ganzen menschlichen Geschichte gehen. Diese Tendenz des Unterbewusstseins kann nur verhindert werden, wenn diejenigen, für die das Leben zu Meditation geworden ist und deren Leben Liebe und Mitgefühl ausstrahlt, wenn diese Menschen beginnen, andere schlafende Menschen wach zu rütteln. „Los, es ist Zeit. Mache dich bereit. Wenn die Nacht dunkler wird, dann kommt die Morgenröte näher. Wenn du aber weiter schläfst, dann ist es egal, ob der Morgen kommt oder nicht, deine Nacht wird einfach weiter bestehen bleiben.“

Ein neues goldenes Zeitalter ist möglich. Ein neuer Morgen für die gesamte Menschlichkeit, eine neue Unschuld… ein Zeitalter von Wahrheit ist möglich. Doch die positiven Menschen müssen einen deutlichen Schritt machen und sich ausdrücken. Das ist in der ganzen Menschheits-Geschichte nicht geschehen. Bisher genossen meditative Menschen einfach ihre Erfahrung und dachten, damit sei ihre Arbeit beendet.

Wenn du etwas mitzuteilen hast, dann behalte es nicht für dich. Teile es mit. Die ganze Menschheit braucht es so sehr, wie noch nie zuvor. Sie braucht Menschen, die eine neue Hoffnung für einen neuen Morgen erschaffen können.

Die Leute in der Welt brauchen einige ausdrucksfähige, positive und durchsetzungsfähige Menschen. Nicht nur deine Worte werden hilfreich sein, sondern deine ganze Präsenz. Denn deine Worte könne nur durch deine Präsenz, deine Handlungen, deine Antworten Bedeutung bekommen. Es gibt keinen anderen Beweis. Wenn die Menschen sehen, dass du wirklich im Frieden lebst und dein Leben ein Lied der Stille ist, das sich in jeder Aktion zeigt, dann ist es möglich, die ganze negative und kranke Psychologie der Menschen zu verändern.
Osho, Auszug aus The New Dawn #14

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Es ist ein schönes Gesellschaftsspiel, sich gegenseitig Ratschläge zu geben, wie das Leben leichter, glücklicher und schöner werden könnte. Mache dies, tue das, verändere jenes. Buddha beendet das Spiel, wenn er sagt: Du brauchst dich nicht zu verändern, löse dich statt dessen völlig auf. Wenn es dich nicht mehr gibt, verschwinden auch die Probleme…

„Ich“, das Problem

Buddha-meditation-nichts

Buddha lehrte, wie man zu nichts wird. Die Leute fragten ihn: „Was soll denn das für eine Lehre sein? Jetzt sind wir zumindest jemand. Es mag sein, dass wir unglücklich sind oder Sorgen haben, aber zumindest gibt es uns. Lehre uns lieber, wie wir die Sorgen verlieren und wie wir glücklich werden können. Das wäre viel besser als zu verschwinden!“

Buddha weiß es besser. Er weiß, dass du, so lange wie du existierst, unglücklich sein wirst und Schwierigkeiten um dich herum haben wirst. Genau das Getrenntsein vom Universum als „Ich“ ist der Grund für dein ganzes Unglück. Die Abtrennung vom Ganzen mag verschiedene Formen annehmen, doch die Realität ist, dass du dich von diesem unglaublich weiten Dasein selbst abgetrennt hast.

Buddha antwortete also: „Ich tue das alles, damit ihr aus euren Schwierigkeiten herauskommt. Seid einfach nichts. Wie könnt ihr als Nichts unglücklich sein? Wer würde leiden?“

Er hat die größte Wahrheit gefunden, die jemals erkannt wurde. Du und dein Leiden ihr seid keine zwei verschiedenen Angelegenheiten. Du selbst bist das Problem, du selbst bist das Unglück. Dein Verstand sagt dir, dass dies nicht stimmt. „Alles Leid lässt sich verändern.“ Ja, das stimmt. Du kannst das Unglück verändern, doch daraus wird neues Leid entstehen. Du veränderst und veränderst – jeder tut das – und du gehst von einer Schierigkeit in die nächste. So erkennst du nie, dass das wirkliche Leid in deinem Getrenntsein besteht. Du, als Einzelwesen des Lebens bist das Problem.

Buddha sagt harte Worte, doch sind sie völlig wahr. Außer, du löst dich im Ganzen auf, wirst du Schwierigkeiten haben. Genau die Vereinzelung ist der Grund für deine Hölle.
Osho, The Buddha: The Emptiness of the Heart #4

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Der Tod eines Geliebten

Januar 4, 2009

Setze dich neben den geliebten Menschen, der stirbt und fühle, was es heißt, zu sterben. Der Todesfall eines geliebten Menschen ist eine große Gelegenheit, Meditation zu erfahren.

Das gleiche wird auch dir geschehen

Todesfall-meditation

Setze dich neben den geliebten Menschen, der stirbt und fühle den Tod. Bedaure den Menschen nicht. Wenn du ihn bedauerst, dann verpasst du eine großartige Gelegenheit. Es gibt keinen Grund, den geliebten Menschen zu bedauern.

Wenn du an der Seite eines Sterbenden sitzt, bedaure dich selbst. Du sitzt im gleichen Boot. Der Tod wird bald auch an deine Türe klopfen. Mache dich dafür bereit. Bevor der Tod kommt, finde deine Wahrheit. Bevor der Tod an die Türe klopft, finde nach Hause, sonst wird dir das Leben im Todesfall wie ein Traum erscheinen, der dich in ungeheurer Armut, in großer innerer Armut zurücklässt.

Bald wird der geliebte Mensch verschwunden sein. Lass den Tod um dich herum präsent sein. Bekomme einen Geschmack von ihm. Fühle deine Hilflosigkeit und Verletzlichkeit. Wer fühlt sich hilflos? Es ist das Ego, denn es sieht, dass es nichts gegen den Tod tun kann. Du würdest deinem geliebten Menschen gerne helfen und doch kannst du es nicht. Du hättest es gerne, wenn er überleben würde, doch nichts kann daran verändert werden. Fühle diese Hilflosigkeit so deutlich wie möglich. Aus diesem Gefühl von Hilflosigkeit wird eine gewisse Bewusstheit entstehen, eine andächtige Stimmung, eine Meditation. Nutze den Tod des Freundes, es ist eine gute Gelegenheit.

Vielleicht kann sich der geliebte Mensch dem Tod hingeben. Das ist wunderbar. Wenn er kämpft, mag er zwar noch ein paar Tage länger leben, doch wenn jemand den Tod akzeptiert, dann muss er oder sie etwas erfahren haben, was über den Tod hinaus geht. Wenn jemand vor seinem Tod einen Geschmack von Unsterblichkeit bekommen hat, vielleicht nur eine kleine Ahnung davon, dann weiß er, dass er nicht sterben wird. Man wird sterben und doch stirbt man nicht. Wenn man das erfahren hat, dann entspannt man sich. Warum sollte man dann gegen den Tod kämpfen? Wozu?

Nach und nach wird der geliebte Mensch verschwinden. Nutze die Gelegenheit für dich. Sitze an seiner Seite. Lasse seinen Tod zum Fingerzeig für dich selbst werden, damit du dein Leben nicht verschwendest. Das gleiche wird auch dir geschehen.
Osho, The Search

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