In Freundschaft mit dem Verstand sein
September 20, 2009
Meditation ist nicht gegen den Verstand, sondern geht darüber hinaus. Wenn sich die Freundschaft mit dem Verstand vertieft, dann wird dich nichts mehr stören. Kämpfe nicht mit dem Denken, es still werden zu lassen. Die erzwungene Stille wird dir vielleicht sogar einige Zeit gelingen, doch bald wird das Denken wieder zurückkehren. Schließlich benötigst du deinen Verstand im Alltag. Wenn du eine freundliche Beziehung zum Verstand aufbaust wird er zu einer Unterstützung für Meditation werden. Er ist der Boden aus dem die Rosen der Stille wachsen.
Kümmere dich um deinen Verstand, wie du dich um deinen Körper kümmerst. Halte ihn lebendig und sauber. Schmücke ihn mit Gedichten, mit Musik, mit Kunst oder großartiger Literatur. Fülle ihn mit den Größen dieser Kultur. Dann bekommt dein Denken eine eigene Schönheit. Das Denken ist eine Stufe, die zu höheren Gipfeln der Meditation führt: Du bekommst tiefe Einsichten in das Mysterium des Lebens und entdeckst neue Welten und Universen. Der Verstand ist kein Hindernis, du weißt ihn nur nicht richtig zu benutzen.
Osho
Jogging Meditation – Renne um dein Leben
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Der kauernde Tiger mit dem gefährlichen Drachen in sich
Erst aktiv sein, dann nichts tun
Bewusst zu sein ist deine Natur
September 16, 2009
Die richtige Meditationstechnik kann viel bewirken, jedoch besteht die Gefahr, die Technik über das Wesentliche von Meditation zu setzen: aufmerksam wahrzunehmen was gerade ist. Der Verstand liebt Techniken, bei der er sich noch ein wenig verbessern kann, die nur noch ein wenig mehr Disziplin und Intensität fordern, dann wird endlich….
Das Natürlichste in uns ist die Fähigkeit wahrzunehmen. Beobachten ist solch eine reine Angelegenheit. Sie steht über dem Verstand, auf reines Beobachten hat der Verstand keinen Zugriff. Nutze Meditationstechniken solange sie dir helfen wacher und sensibler zu werden. Lasse Wachsamkeit in dir wachsen. Wenn du dann wütend bist, dann bemerkst du das. Genauso, wenn du glücklich bist. Benutze deine wache Aufmerksamkeit ständig und auf wissenschaftliche Weise, um mit ganzer Kraft jede Phase des Verstandes wahrzunehmen.
Osho
Kümmere dich nicht um Ergebnisse
September 12, 2009
Alles braucht seine Zeit, kümmere dich nicht um die Ergebnisse, es passiert alles wie es sein soll. Für was immer du bereit bist, das wird passieren. Sei mehr und mehr im Einklang mit deinem Inneren. Wenn das Herz und die Energie miteinander harmonieren, dann folgt das Ergebnis automatisch.
Es ist so ähnlich, wie einen Samen in die Erde zu pflanzen. Er braucht Fürsorge, du musst ihn wässern und düngen und dann wird eines Tages das Wunder geschehen: Zwei kleine Blättchen werden aus dem Boden herauswachsen… Ähnlich verhält es sich mit der Meditation.
Osho
Müdigkeit in der Meditation
Meditation kommt, wenn du glücklich bist
Was ist Meditation?
Ist es hilfreich zu wissen, was in Meditation passiert?
September 4, 2009
Wahrnehmen und beobachten, das genügt. In dem Moment, wo du denkst: „Was passiert jetzt?“ kommt Denken zurück. Was immer du tust – mit Ausnahme von Beobachten – bringt Denken mit sich. Denken sollte nicht unterstützt werden. Wahrnehmen ist die einzige Zuflucht, denn wenn du ohne zu urteilen beobachtest, ist kein Platz für Denken.
Normalerweise tendiert man dazu, sich zu fragen: „Was passiert da gerade?“ und analysiert es. Dabei ist man sich dann nicht darüber bewusst, dass mit der Analyse und der Anstrengung, Erklärungen zu finden, das Denken durch die Hintertür wieder hereinkommt. Alle Aktivitäten beruhen auf Denken. Wenn wir nur einfach wahrnehmen, dann versuchen wir damit, nicht vom Denken eingefangen zu werden.
Du brauchst also nur zu beobachten. Gehe so tief ins Wahrnehmen wie du kannst. Gehe tiefer und tiefer, bis Denken Kilometer weit entfernt ist und nur reines Beobachten da ist. Das ist das reine Gold, das ist der Buddha in dir.
Osho, Rinzai: Master of the Irrational #4
Der Todfeind eines Meditierenden sind die Worte des Meisters
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Meditation ist die Erweiterung des Bewusstseins
Juli 10, 2009
Konzentration engt den Verstand ein
„Denke daran, dass mit Meditation niemals Konzentration gemeint ist. Konzentration und Meditation sind zwei gegensätzliche Dinge. Konzentration engt den Verstand ein, in der Konzentration wird sich auf einen Punk fokussiert. Konzentration beinhaltet etwas und schließt alles andere aus. Meditation bezieht alles mit ein, sie schließt nichts aus. In der Meditation wird der Verstand nicht eingeengt, Meditation ist die Ausdehnung von Bewusstsein.
Konzentration ermüdet, Meditation nicht
Konzentration hat mit dem Denken zu tun, Meditation mit Bewusstsein. Konzentration ist Denken, Meditation ist Nicht-Denken. Konzentration ist eine Anspannung, früher oder später wird dich Konzentration ermüden. Du kannst dich nicht lange konzentrieren, es ist zu anstrengend. Doch man kann 24 Stunden lang meditativ sein, denn Meditation ist Entspannung.“
Osho, Zitat-Auszug aus The Book of Wisdom #21
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Gier verhindert Meditation
Juni 5, 2009
Wiederholbare Meditationserlebnisse?
„Wenn Meditation das erste Mal wirklich in die Tiefe gegangen ist, dann verschwindet dieser tiefgehende Eindruck sofort für Monate. „Was ist passiert?“, fragen sich die Meditierenden dann, „Ich habe etwas Wunderbares in der Meditation gesehen. Warum ist es verschwunden? Was habe ich falsch gemacht?“
Du hast nichts falsch gemacht, du bist nur voller Gier. Als die tiefe Meditation das erste Mal geschah, hast du auch nicht gierig darauf gewartet. Das war gar nicht möglich, denn du kanntest die Erfahrung vorher ja nicht. Das tiefe Erleben kam aus dem Blauen heraus, es kam einfach. Die Erfahrung kam von selbst. Und jetzt möchtest du sie wieder haben. Damit erschaffst du dir das Problem.
Gier im Alltag entdecken
Sei aufmerksam. Während du isst, beobachte aufmerksam, ob du gierig bist. Am Morgen, wenn der Schlaf vorbei ist, dann möchtest du dich gerne noch ein wenig umdrehen und weiterdösen. Das ist Gier. Wenn dein Körper erfrischt ist und du dich gut fühlst und die Müdigkeit vorbei ist, dann beobachte das. Gier ist überall zu finden. Essen, schlafen, meditieren – sie ist überall da.
Meditation kommt unerwartet
Das ist das grundlegende Gesetz: Die Dinge geschehen von selbst, du kannst sie nicht herbeiorganisieren. Die großartigen Dinge im Leben können nicht von dir kontrolliert werden, sie sind jenseits von dir. Du kannst höchstens zulassen, dass sie dir geschehen. Du kannst deine Türen offen stehen lassen, dass sie geschehen können, doch du kannst nichts erzwingen. Wenn du Druck anwendest, dann geschieht nichts.
Die Leute kommen zu mir und sagen: „Seit Monaten passiert nichts in der Meditation“ und sie beginnen an Meditation zu zweifeln. Hatten sie sich das Erlebnis vorher vorgestellt? Nein, es war einfach geschehen. Jetzt möchten sie es wieder erleben und erschaffen um sich herum Ideen und Vorstellungen.
Was tun?
Den Verstand kennenlernen
Du musst dir aller Wege des Verstandes bewusst werden. Gier, Wünsche, Ehrgeiz, Eifersucht, Besitzdenken, Dominierung… du musst alles kennenlernen. Diese Dinge sind alle miteinander verbunden, denke daran. Wenn die Gier verschwindet, wird auch die Wut vergehen. Wenn die Wut vergeht, wird die Eifersucht verschwinden… Sie alle unterstützen die Persönlichkeit in dir, das Ego. Beobachte also, wie sie sich verhalten. Beobachten, aufmerksam sein, wahrnehmen … eines Tages werden sie nicht mehr da sein. Nur der Beobachter bleibt. Dieser Moment reiner Beobachtung ist der Moment der Verwandlung.“
Osho, Zitat-Auszug aus First Principle #2
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Buddhas Geschichte über die blinden Gelehrten
April 24, 2009
Buddha war ein wahrer Meister, die Inhalte von Meditation verständlich zu machen. In seinen einfachen Geschichten wird alles gesagt, man braucht eigentlich nur wirklich zuzuhören…
Meditation bedeutet sehen
(nicht reden)
„In dem Hofstaat eines Königs begannen die Gelehrten über Göttlichkeit zu debattieren. Der König war kein normaler König, er war ein echter König – ein König der inneren Welt. Sein Königreich im Außen war ihm nur durch einen Zufall gegeben worden.
Damals lag ein großer König im Sterben. Er hatte keinen Sohn. Noch vor seinem Tod verfasste er seinen letzten Willen, dass, wer auch immer am nächsten Morgen als erstes die Stadt betrete, König werden sollte.’ Es war nur ein Zufall, dass dieser meditierende Mann der erste war, der durch das Tor ging. Er wurde also König. Schon vorher war er König seiner inneren Welt geworden.
Was ist ein Elefant?
In seinem Hofstaat diskutierten die Gelehrten über Göttlichkeit. Der König lachte und sagte: „Passt einmal auf, sammelt alle blinden Leute in der Stadt“. Das geschah und der König fragte die Blinden: „Wisst ihr, was ein Elefant ist?“ Und sie antworteten: „Ja“.
Dann gab es eine große Diskussion. Der eine Blinde sagte „Ein Elefant sieht so aus,“ ein anderer sagte: „Ein Elefant sieht doch so aus…“ Ihre Aussagen widersprachen sich völlig. Einer der Blinden hatte nur den Körper berührt, der andere hatte das Ohr angefasst, der dritte nur das Bein getastet… und so weiter. Ihre Beschreibungen waren so unterschiedlich, wie man es sich nur vorstellen kann.
Was ist Göttlichkeit?
Der König sagte zu seinen Gelehrten: „Hört zu, diese blinden Leute können sich nicht darüber einigen, was ein Elefant ist. Sie haben alle etwas vom Elefant wahrgenommen – und ihr? Die Blinden haben zumindest etwas von einem Elefanten berührt… doch ihr habt noch nicht einmal einen Teil von Gott mitbekommen und streitet euch darüber. Ihr seid blinder als diese blinden Leute. Was ihr auch sagt, es ist alles Unsinn. Ihr könnt die Heiligen Schriften zitieren, doch das hilft nicht.
Nur sehen hilft!
Du weißt überhaupt nichts, außer du hast Göttlichkeit wirklich gesehen.“
Osho, Zitat-Auszug aus The Perfect Master Vol.2 #1
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Verstehen als Meditation
März 29, 2009
Unglück und Leiden sind nicht gottgegeben und auch nicht von dem Verhalten anderer abhängig, sondern Leiden hat eine Ursache, die in uns selbst liegt. Versuche zu verstehen – nicht nur das Leid, sondern auch das, was dich glücklich macht. Dann wird beides verschwinden. Was bleibt, ist eine völlig neue Art von Bewusstsein.
Tief in Leid und Glück schauen
„Versuche, deine Unzufriedenheit und Leiden zu verstehen. Lebe es, gehe tief ins Leiden hinein, finde die Ursache heraus, warum es da ist.
Versuche zu verstehen. Lasse das zu deiner ständigen Meditation werden.
Verstehen, was wirklich ist und was nicht
Versuche auch den Zustand zu verstehen, wenn du zufrieden und glücklich bist. Du wirst erkennen, wie oberflächlich Zufriedenheit und Glück eigentlich sind. Wenn du einmal in der Tiefe erkannt hast, dass dein Glück oberflächlich ist und du es auf jeden Fall verändern möchtest, dann kannst du bewusst anders leben. Es liegt in deiner Hand.
Zufriedenheit und Erfüllung kann zu deinem ganzen Wesen werden. Fürs Unglücklichsein bleibt dann nicht einmal ein kleiner Raum übrig. Deine Liebe wird zu deinem ganzen Leben. Und das bleibt so. Die Zeit verstreicht, aber was du erreicht hast, vertieft sich. Mehr und mehr Blüten entstehen und neue Lieder werden geboren.“
Osho, Zitat-Auszug aus Beyond Enlightenment #5
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Leben wie ein Buddha
Februar 27, 2009
Früher ist man Sonntags in die Kirche gegangen und damit war das religiöse Bedürfnis abgedeckt. Der Rest der Woche wurde wie gewohnt gelebt. In ähnlicher Weise genügt es nicht, Meditation nur eine Stunde lang als ein Technik zu praktizieren. Meditation muss im Alltag gelebt werden, damit sich die volle Blüte entwickelt.
Im Alltag wach und achtsam sein
Es ist unbedingt notwendig, dass du den Buddha in deine äußere Umgebung bringst. Dass er in deinen alltäglichen Handlungen und deiner normalen Arbeit lebt. Es geht nicht darum, sich von der Welt zurückzuziehen. Sei total in der Welt, doch erlaube die Welt nicht in dir.
Das ist nur möglich, wenn du beobachtest und wahrnimmst. Lebe wie ein Buddha. Und denke nur an eines: Bleibe im Zuschauen. Das Wahrnehmen ist der Hauptschlüssel. Tausende von Meistern haben immer wieder das Gleiche gesagt: Sei in deinem Zentrum und nehme wahr, dadurch wirst du zu einem Buddha, dem Erwachten.
Langsam, ganz langsam, überrede den Buddha, in dein normales Leben mit zu kommen. Bringe ihn von den versteckten Quellen zu deinen äußeren Angelegenheiten. Wenn das Innere und das Äußere eins werden, dann ist das Wunder geschehen.
Osho, Joshu: The Lion´s Roar #6
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Meister Baal Schem Tow und die Brille
Februar 21, 2009
Meister haben ihren Eigenarten, so auch der jüdische Meister Baal Schem Tow. Er brauchte eine Brille, nicht etwa um besser zu sehen, sondern um aus der Welt der Meditation und Liebe zurück in die Welt von Gedanken und Differenzierungen zu gelangen.
Grenzenlose Weitsicht
„Es wird über den großen chassidischen Meister Baal Shem Tow gesagt, dass er normalerweise keine Brille benutzte, doch wann immer er mit einem Philosophen oder einem Wissenschaftler sprach, setzte er sich sofort die Brille auf. Das war ungewöhnlich und seine Schüler fragten sich, was wohl dahinter stecke.
„Was ist los?“ fragten sie. „Du benutzt doch sonst keine Brille?“
Der Meister lachte. Was er antwortete, ist bedeutsam.
„Mit euch kann ich in meinem normalen Zustand bleiben, ich muss mich nicht von ihm entfernen. Meine Augen können nicht mehr unterscheiden. Ihr und der Baum und der Fels, ihr seid alle eins. Wenn ich mit einem Schüler spreche, dann brauche ich nichts auszugrenzen. Ich spreche zur gleichen Zeit zum Schüler, zum Baum, zum Felsen, zu den Sternen und dem Himmel. Alles ist eins. Denn ich spreche aus Liebe. Ich überschütte euch mit meiner Liebe und werde von eurer überschüttet.“
Eine Brille, um Grenzen wiederzufinden
Er fährt fort: „Doch wenn ein Philosoph kommt, dann muss ich von meiner normalen Art zu seinem Denken hinabsteigen. Ich muss mir eine Brille aufsetzen, damit ich blind werde, damit ich die große Vision verliere. Meine Augen werden durch die Brille eng gemacht, denn ein logischer Mensch besteht auf Unterscheidungen. Die Dinge sollen seiner Meinung nach eingeordnet und definiert werden. Liebe kennt keine Definition und keine Abgrenzung.““
Osho, Auszug aus The Perfect Master Vol.2 #5
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