Das eigene Zentrum finden

Eigener-weg-meditation

Deine Haltung zu verbalen Lehren der Buddhas
und der großen Meister
muss genauso feindlich gesinnt sein,
wie zu einem Todfeind.

Zen Weisheit

„Das bedeutet, du sollst nicht den Worten glauben, sondern nach Erfahrung suchen. Das Wort mag von einem der größten Meister kommen, deswegen ist es jedoch immer noch nur ein Wort. Wie auch immer sich Buddha gefunden haben mag, das was ihn unterstützt und genährt hat ist nicht deine Nahrung. Wenn er seinen Durst gelöscht hat, dann kann er nichts anderes sagen als „Wasser hat mir geholfen, den Durst zu löschen“. Du kannst ‚H2O’ als dein Mantra wiederholen, doch dein Durst wird nicht gelöscht werden.

Den innersten Kern selbst finden

Zen sagt: Betrachte alle großen Worte und großen Lehren als deinen Todfeind. Vermeide sie, denn du musst deine eigene Quelle finden. Du darfst kein Mitläufer sein oder den Meister imitieren. Du musst ein ursprüngliches Individuum sein. Du musst deinen innersten Kern selbst finden, ohne Anleitung von Lehrbüchern.

Verzehrende Suche

Die Nacht ist dunkel, doch mit dem intensiven Feuer der Suche wirst du auf jeden Fall zum Sonnenaufgang kommen. Jeder, den diese feurige Suche verbrannt hat, hat den Sonnenaufgang gefunden. Die anderen glauben nur. Diejenigen, die glauben, sind nicht religiös, sie vermeiden nur das große Abenteuer von Religion, indem sie glauben.

Alles für das Unbekannte riskieren

Die Welt der Religion ist nicht die Welt von Geschäftsmännern. Sie ist die Welt von Spielern, die alles für das Unbekannte riskieren. Der Suchende weiß nicht, was passieren wird. Ein religiöser Mensch ist einer, der alles für ein unbekanntes Ergebnis aufs Spiel setzt. Man lässt alle Schriften und die Worte der großen Meister gehen, und wendet sich nach innen, ohne einen Führer, ohne eine Landkarte, ohne einen Gefährten, völlig alleine, auf einem Weg, den niemand anders je gegangen ist. Dein innerer Weg ist dein Weg. Niemand sonst kann auf ihm gehen.“

Osho, Zitat-Auszug aus Turning In #6

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Leben wie ein Buddha

Februar 27, 2009

Früher ist man Sonntags in die Kirche gegangen und damit war das religiöse Bedürfnis abgedeckt. Der Rest der Woche wurde wie gewohnt gelebt. In ähnlicher Weise genügt es nicht, Meditation nur eine Stunde lang als ein Technik zu praktizieren. Meditation muss im Alltag gelebt werden, damit sich die volle Blüte entwickelt.

Im Alltag wach und achtsam sein

Meditationsferien

Es ist unbedingt notwendig, dass du den Buddha in deine äußere Umgebung bringst. Dass er in deinen alltäglichen Handlungen und deiner normalen Arbeit lebt. Es geht nicht darum, sich von der Welt zurückzuziehen. Sei total in der Welt, doch erlaube die Welt nicht in dir.

Das ist nur möglich, wenn du beobachtest und wahrnimmst. Lebe wie ein Buddha. Und denke nur an eines: Bleibe im Zuschauen. Das Wahrnehmen ist der Hauptschlüssel. Tausende von Meistern haben immer wieder das Gleiche gesagt: Sei in deinem Zentrum und nehme wahr, dadurch wirst du zu einem Buddha, dem Erwachten.

Langsam, ganz langsam, überrede den Buddha, in dein normales Leben mit zu kommen. Bringe ihn von den versteckten Quellen zu deinen äußeren Angelegenheiten. Wenn das Innere und das Äußere eins werden, dann ist das Wunder geschehen.
Osho, Joshu: The Lion´s Roar #6

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Die meiste Zeit des Alltags handeln wir wie ein Roboter – ganz mechanisch. Das Unterbewusstsein hat die Steuerung übernommen: beim Autofahren, beim Essen, Kochen, Gehen…. Meditation bedeutet, bewusst zu bleiben, auch wenn die Dinge ‘automatisch’ getan werden können.

Langsam, langsam!

Auto-wachsam-meditation

Bringe ein wenig Bewusstheit in dein Leben. Jede Handlung sollte weniger automatisch als bisher ausgeführt werden. Du hast den Schlüssel für Bewusstheit in dir. Wenn du gehst, dann gehe nicht wie ein Roboter. Gehe nicht so, wie du schon immer gegangen bist, gehe nicht automatisch. Gehe ein wenig langsamer und sei aufmerksam, wenn du gehst. Lasse jeden Schritt mit voller Bewusstheit geschehen.

Versuche in kleinen Handlungen bewusst zu sein. Es brauchen keine großen Dinge zu sein: essen, sich waschen, schwimmen, gehen, sprechen, zuhören, kochen, die Wäsche erledigen… De-automatisiere jeden Vorgang. Erinnere dich an das Wort ‚De-Automatisieren’, es birgt das ganze Geheimnis, wie du bewusst werden kannst.

Wach, wie beim ersten Mal…

Das Denken ist ein Roboter, der auf seine eigene Weise nützlich ist. Er funktioniert so: Zum Beispiel lernst du etwas Neues. Am Anfang bist du total aufmerksam und bewusst. Nehmen wir einmal an, du lernst schwimmen. Dann bist du ganz wach und aufmerksam, denn es geht um dein Leben. Oder, wenn du deinen Führerschein machst, dann bist du hellwach. Du musst ganz gehörig aufpassen. Du musst dich um viele Dinge kümmern, das Steuer, die Straße, die Leute, die die Straße überqueren, das Gaspedal, die Bremse, die Kupplung… Du musst dir über alles zur gleichen Zeit bewusst sein. Es gibt da so viele Dinge, an die du denken musst. Deshalb wirst du nervös, denn es ist gefährlich, einen Fehler zu begehen. Weil es so gefährlich ist, deshalb musst du so aufmerksam sein. In dem Moment, in dem du das Autofahren gelernt hast, wird die Bewusstheit nicht mehr gebraucht. Dann übernimmt der roboterähnliche Teil deines Verstandes die Steuerung.

Können macht unbewusst

Diesen Vorgang nennen wir Lernen. Wenn man etwas gelernt hat, dann wird es vom Bewusstsein in den Roboter-Zustand überführt. Wenn etwas einmal gelernt wurde, dann ist es nicht mehr Teil von wachsamer Aufmerksamkeit. Dann wird es ins Unterbewusstsein gestellt. Jetzt steuert das Unterbewusstsein und das Bewusstsein ist frei, etwas Neues dazu zu lernen.

Es ist sehr wichtig, diesen Mechanismus zu verstehen. Erinnere dich daran, auch bewusst zu sein, wenn du etwas gelernt hast.

Osho, Auszug aus The Book of Wisdom #14

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Gleichgültig, wie ausweglos eine Situation auch aussehen mag, der meditierende Mensch hat immer eine Zuflucht. So auch der Zen-Meister in der folgenden Geschichte. Während eines Erdbebens rennt er ebenso wie die anderen – zum immer bestehenden Zentrum der Stille.

„Ich flüchte auch – nach innen!“

Erdbeben-meditation

Einmal wurde ein Zen Meister zu einem Treffen eingeladen. Ein paar Freunde saßen miteinander und aßen gemeinsam, als plötzlich ein Erdebeben geschah. Das Haus, in dem sie saßen, war sieben Stockwerke hoch und sie befanden sich im obersten Stock. Ihr Leben war in Gefahr. Jeder versuchte, zu fliehen. Während der Gastgeber entfloh, warf er noch einen schnellen Blick auf den Zen Meister. Der saß, ohne der geringsten Ängstlichkeit im Gesicht mit geschlossenen Augen auf seinem Stuhl, ganz genauso, wie er vorher dort gesessen hatte.

Der Gastgeber fühlte sich ein wenig schuldig und wie ein Feigling, denn es sah komisch für ihn aus, dass der Gast da blieb und der Gastgeber wegrannte. Die anderen zwanzig Gäste waren alle die Treppen hinunter gelaufen. Obwohl er vor Angst zitterte, hielt er an und setzte sich neben den Meister.

So, als ob nichts geschehen wäre…

Das Erdbeben kam und verschwand wieder. Der Meister öffnete die Augen und begann in seiner Unterhaltung fortzufahren, die er wegen des Erdbebens unterbrechen hatten müssen. Er fuhr genau mit dem gleichen Satz fort, so, als ob es das Erdbeben überhaupt nicht gegeben hätte.

Der Gastgeber war wirklich nicht in der Stimmung, ihm zuzuhören, denn sein ganzes Wesen war tief erschüttert und voller Angst. Obwohl das Erdbeben jetzt vorüber war, hatte er immer noch Angst. Er bat den Meister, mit dem Sprechen aufzuhören. „Ich kann dir nicht zuhören, ich bin nicht ich selbst. Das Erdbeben hat mich zu sehr erschüttert. Aber ich habe eine Frage an dich: Alle anderen Gäste sind geflüchtet, doch du bist, so ungestört und so gelassen hier gesessen, dass ich mir wie ein Feigling vorkam. Wir alle versuchten, dem Beben zu entkommen. Was war mit dir?“

Der Meister sagte: „Ich flüchtete auch, doch ihr seid nach außen gerannt, ich bin nach innen geflüchtet. Eure Flucht macht keinen Sinn, denn wo auch immer ihr hingeht, da ist das Erdbeben. Ihr mögt den 6. Stock erreichen oder den 5. oder den 4… Doch überall bebt die Erde. Ich bin dorthin geflüchtet, wo das Erdbeben niemals hinkommt, ja niemals hinkommen kann. Ich rannte in mein inneres Zentrum.

Halte dich an Stille fest

Das ist, worauf Laotse hinweist, wenn er sagt: „Halte dich am Urgrund der Stille fest.“ Wenn du passiv bist, dann wirst du dir nach und nach deines Zentrums bewusst werden. Du hast es schon immer mit dir getragen, es war immer da, du weißt es bloß nicht, du lenkst keine Aufmerksamkeit darauf. Wenn dir die Stille einmal bewusst wird, dann verändert sich dein ganzes Leben. Dann kannst du in der Welt sein und dabei immer in Kontakt mit deinem Zentrum bleiben. Du kannst dich in einem Erdbeben bewegen und völlig gelassen dabei sein, denn in deinem Zentrum bleibst du unberührt.
Osho, Auszug aus Tao: The Three Treasures Vol.2 #1

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Das stille Zentrum im Leben

Dezember 7, 2008

Meditation bedeutet einfach nur zu sein. Nichts zu tun, völlig ohne Aktvität zu sein, ohne Gedanken und ohne Gefühle. Einfach nur da zu sein und das ist die reine Freude.

Mitten im Wirbelsturm

Stilles-zentrum

Wenn du überhaupt nichts tust, weder körperlich, noch geistig oder auf irgendeiner anderen Ebene, wenn jede Aktivität aufgehört hat und du bist einfach nur, dann ist das Meditation. Du kannst diesen Zustand nicht herbei organisieren oder ihn durch regelmäßige Übung aufbauen. Du brauchst ihn nur zu verstehen.

Wann immer du Zeit hast, tue nichts mehr. Denken ist auch ein Tun, sich konzentrieren ist ein Tun und auch schönen Gedanken nachhängen. Selbst wenn du nur einen kleinen Augenblick überhaupt nichts tust und du genau in deinem Zentrum bist, total entspannt, ist das Meditation. Wenn du einmal den Trick raushast, kannst du in diesem Zustand bleiben, so lange zu willst. Dann bist du in einem Zustand von 24-stündiger Meditation.

Wenn du dir einmal bewusst geworden bist, wie es ist, wenn du völlig ungestört in deinem Wesen sein kannst, dann kannst du langsam beginnen, Dinge zu tun und dabei gleichzeitig aufpassen, dass der Zustand nicht verloren geht. Das ist die zweite Phase der Meditation. Erst lernen, wie es ist, einfach nur zu sein und dann das Gleiche während kleiner Tätigkeiten erfahren: abspülen, sich duschen … und immer dabei zentriert bleiben.

Wenn du in den kleinen Tätigkeiten ungestört bist, dann kannst du zu komplizierteren Dingen übergehen. Unterhalte dich mit jemandem und lasse dabei deine Meditation ungestört sein. Während du sprichst, bleibt im Zentrum alles still, da ist nicht der Hauch einer Veränderung.

Meditation ist also nicht gegen Aktivität. Du brauchst dem Leben nicht zu entfliehen. Sie lehrt dich eine neue Art zu leben. Du wirst zum stillen Zentrum im Wirbelsturm. Dein Leben geht weiter und es wird viel intensiver als bisher, mit mehr Freude, mehr Klarheit, einer größeren Vision, mit mehr Kreativität … Doch du lässt Abstand, bleibst der Beobachter auf dem Berg, der allem nur zusieht, was um ihn herum passiert.

Das ist das ganze Geheimnis der Meditation: Du beobachtest, was geschieht.
Osho, Meditation, The First and Last Freedom

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Keine Angst vor Alleinsein

September 4, 2008

Die Liebe kann manchmal nicht tiefer gehen, weil die Partner Angst vor dem Alleinsein haben. Aus Angst werden Kompromisse gemacht und die Beziehung an der Oberfläche gehalten. Voraussetzung für eine hingebungsvolle Partnerschaft ist es, mit sich allein und dabei glücklich sein zu können.

Alleinsein üben

Tipps

Es gibt nur einen Weg aus der Angst und der ist, so oft wie möglich in dein Alleinsein zu gehen. Wann immer sich eine Gelegenheit zum Alleinsein findet, beschäftige dich nicht unnötig und schließe die Augen, sitze still, entspannt und schaue nach Innen. Langsam, langsam, wird sich die Unruhe legen, das Denken still werden und eine tiefere Stille überwiegen. Plötzlich fühlst du dein innerstes Sein, dein wirkliches Lebenszentrum, das alleine ist. Es gibt niemand anders dort und es wird niemals jemanden anders dort geben.

Niemand anders als du selbst kann sich dem Zentrum nähern. Es ist dein eigenes Hoheitsgebiet. Es ist der einzige Platz, der dir gehört. Niemand kann ihn wegnehmen, nicht einmal der Tod. Dieses Alleinsein, wenn du es einmal erkennst, nimmt alle Angst weg. Und es bringt dir eine neue Dimension von Glück. Anstatt sich vor dem Alleinsein zu fürchten, wirst du mehr und mehr von dessen Mysterium fasziniert sein. Du möchtest immer öfter alleine sein.

Mitten in der Nacht wirst du aufwachen und in deinem Bett sitzen und einfach nur in dein Alleinsein gehen. Indem du oft ins Alleinsein gehst, wird der Weg einfacher und klarer. Es wird ganz einfach. In irgendeinem Moment schließt du die Augen und bist in Sekundenschnelle im Zentrum. Dann kannst du auch auf dem Marktplatz alleine sein, mitten in der Menge. Und du wirst eine solche Freude in dir aufsteigen fühlen, solch einen Gesang, der aus deiner Stille kommt, so einen Duft, den du niemals vorher gekannt hast.

Osho, The New Dawn

—> Hier kann man mit anderen meditieren

Das Zentrum im großen Zeh

August 15, 2008

In der hinduistischen Tradition sucht man seine Nase, bei den Taoisten ist es der große Zeh. Im Grunde ist es egal, wo das Zentrum der Aufmerksamkeit liegt, Hauptsache, es ist nicht im Kopf.

Finde deinen großen Zeh

Tipps

Die Taoisten haben den großen Zeh als Zentrum benutzt. Bewege deine Bewusstheit hinunter zum großen Zeh. Bleibe dort, vergiss den ganzen Körper. Lass dein ganzes Bewusstsein zur Zehe gehen. Das klappt, denn im Grunde ist es egal, wohin du dich zentrierst. Du gehst in ein Zentrum – das ist das Wesentliche.

Osho, The Book of Secrets, Vol 1 #12


Chuang Tsu und Lao Tse sagten immer: Konzentriere dich auf den großen Zeh. Schließe deine Augen, gehe in den Zeh und bleibe dort. Das wird dich ins Gleichgewicht bringen. Der Kopf hat dir soviel Ungleichgewicht verursacht. In den großen Zeh? Es sieht aus, als ob sie Spaß machen würden, doch sie meinen es wirklich ernst. Sie haben recht. Gehe weg vom Kopf, denn unser Ursprung, unsere Wurzeln liegen nicht im Kopf. Wir sind viel zu sehr im Kopf.

Osho, The Empty Boat #10


Einmal, während Buddha sprach, saß ein Mann vor ihm, der ständig seine Zehe hin und her bewegte. Am Ende des Vortrags fragte ihn Buddha: “Was ist mit deinem Zeh los?“ In diesem Augenblick hörte der Mann mit dem Wackeln auf. Buddha sagte: „Ich sage dir, was los ist. Du bist dir deiner Zehe nicht bewusst. Du hast den Zeh nicht selbst bewegt, es geschah unbewusst. Es ist eine Gewohnheit, wahrscheinlich machst du das überall wo du sitzt. In dem Moment als ich dich fragte, hörte das Schaukeln auf. Als deine Aufmerksamkeit in den Zeh ging, hast du angehalten.“

Beginne Meditation im Alltag, indem du dir über solche kleinen Dinge bewusst wirst. Die Leute beginnen mit ihrem Ego, sie wollen ohne Ego sein. Damit beginnen sie mit einem großen Problem. Sie müssen daran scheitern. Es ist besser mit etwas Unbedeutendem, Kleinen zu beginnen, das keinen großen Unterschied macht. Aber die Schönheit daran ist, dass das kleinste Problem den gleichen Ursprung hat wie das größte und auch die gleiche Lösung. Alle Probleme sind gleich. Wenn du ein kleines Problem lösen kannst, es völlig loswerden kannst, dann hast du den Schlüssel kennen gelernt.

Der Schlüssel ist Wachheit und Aufmerksamkeit. Indem du ein kleines Problem löst, erfährst du die Grundlagen von Bewusstheit. Und dann kennst du das ganze Geheimnis, wie du dein verwickeltes Leben entwirren kannst.

Osho, From Misery to Enlightenment #19

–> Weitere Osho Zitate über Meister

—> Meditationsseminare

Wenn ich mich mies fühle, dann liegt das an meinem Kollegen, der (beliebiges einsetzen) getan hat, am Chef, an den wirtschaftlichen Umständen und der ganzen Situation in Deutschland … Wir lieben es, andere für unsere eigene Welt verantwortlich zu machen. Dabei verlieren wir das Wichtigste in unserem Leben — das Zentrum in uns selbst.

Die Anderen haben KEINE Schuld!

Tipps

Jemand, dessen Verstand unreif ist, wirft die Verantwortung immer auf die Anderen. Er fühlt sich unglücklich und denkt, die Anderen würden ihm diese Hölle verursachen. Wenn du gereift bist, dann wird der Andere für dich zum Himmel. Der Andere ist genau das, was du bist. Er spiegelt dich wider.

Wenn ich Reife sage, dann meine ich damit eine innere Integrität. Diese Integrität kommt nur, wenn du aufhörst, andere für dich verantwortlich zu machen. Wenn du zu erkennen beginnst, dass du selbst dir dein Leid erschaffst. Du fühlst dich traurig und fragst dich, habe ich das wirklich selbst verursacht? Du bist verantwortlich dafür. Nicht die Gesellschaft ist es oder deine Eltern oder die ökonomische Lage … Wirf die Verantwortung nicht auf jemanden anders. DU bist verantwortlich.

Am Anfang sieht das wie eine Belastung aus, denn nun kannst du die Last der Verantwortung nicht mehr weitergeben. Unser Denken möchte sich beklagen. Das fühlt sich gut an, denn wenn wir nicht verantwortlich sind, dann meinen wir frei zu sein. Aber diese Freiheit ist teuer erkauft. Die Wahrheit ist, dass du dich durch das Wegschieben von Verantwortung mehr und mehr belastest, du merkst es nur nicht. Die Leute leben 70 Jahre lang und wissen nicht, was es heißt, wirklich zu leben. Sie lebten nicht aufrichtig, nicht reif, nicht zentriert. Sie lebten nur an der Peripherie.

Wenn du einmal erkennst „Ich bin für mein Sein selbst verantwortlich. Was immer auch geschehen ist, ich bin der Grund dafür, ich habe es mir so erschaffen“, dann verschiebt sich die Bewusstheit von der Peripherie zum Zentrum. Jetzt wirst du zum ersten Mal zum Zentrum deiner Welt. Jetzt kann vieles verändert werden, denn was immer du nicht magst, das kannst du sein lassen. Was immer du magst, kannst du unterstützen. Was du als wahr erkennst, dem kannst du folgen und was unwahr ist, dem brauchst du nicht mehr zu nach zu rennen. Jetzt bist du zentriert und in dir selbst verwurzelt.

Osho, The Empty Boat #7

—> Weitere Tipps von Osho für stressfreies Arbeiten

Wem gefällt schon Veränderung? Wir wollen doch lieber sicher in die Zukunft schauen und Bewährtes wiederholen. Eines versäumen wir mit der Unbeweglichkeit allerdings ziemlich wahrscheinlich: das stille Zentrum in uns selbst. Denn Veränderung macht Meditation sichtbar.

Veränderung bringt Stille mit sich

Tipps

Kümmere dich nicht um Veränderung, die ganze Existenz besteht daraus. Veränderung ist ständig da, sie passiert ohne dein Zutun. Fließe mit ihr mit, ohne dich um die Zukunft zu sorgen. Mitten im ständigen Wechsel wirst du dir dann plötzlich deines inneren Zentrums bewusst werden. Es verändert sich nicht, es bleibt immer still.

Warum ist das so? Wenn du entspannt mit der Veränderung mitgehst, dann bildet der sich verändernde Hintergrund einen Kontrast und dadurch kannst du das sehen, was sich niemals verändert. Wenn du dich in irgendeiner Weise bemühst, die Welt oder dich zu verändern, dann kannst du das kleine, unbewegte Zentrum in dir nicht mehr wahrnehmen. Die Sucht, die Welt zu verändern macht dich so besessen, dass du nicht mehr sehen kannst, dass in Wirklichkeit in deinem Zentrum alles unverändert bleibt.

Veränderung ist überall und dauernd um uns herum. Der ständige Wechsel kann zum Hintergrund, zu einem guten Kontrast werden und dich entspannen. Du fließt so entspannt mit der Veränderung mit, dass es keine Sorgen oder Gedanken um die Zukunft mehr gibt. Du bist nur hier und jetzt. Dieser Moment ist alles. Alles verändert sich, du gehst leichten Schrittes mit und plötzlich nimmst du diesen bestimmten Punkt in dir wahr, der sich niemals verändert.

Wenn du dein stilles Zentrum bewusst wahrgenommen hast, dann wird es möglich, die Schönheit des sich ständig verändernden Flusses zu sehen. Du wirst dich nicht mehr nach Sicherheit sehnen und auch nicht danach, dass die Dinge so bleiben sollen, wie sie sind. Du wirst dich mit dem Fluss mitbewegen. Du wirst Teil des Flusses der Existenz. Dann beginnst du, Veränderung zu lieben.

Osho, Secret of Secrets #23

Die Sekunden Meditation von FindYourNose.com

Meditation im Alltag bedeutet, alles, was einem im Leben begegnet, als Weg zur Stille zu nutzen. So zum Beispiel Ärger. Setze dich mal mitten in der größten Wut hin und schaue sie dir genau an. „So, das ist also Ärger?!“ Als Belohnung gibts eine große Portion Stille.

Wut als Weg zum stillen Zentrum

TippsDu kennst nur zwei Arten mit Ärger umzugehen: ihn auf jemanden anderen zu werfen oder ihn zu unterdrücken. Die beste Art mit Wut umzugehen ist keine von beiden. Wenn du deinen Ärger ausdrückst, dann erschaffst du wiederum Ärger in deinem Gegenüber und dann kommt es zur Kettenreaktion … Aus Angst vor der Reaktion des Gegenübers ist die andere Strategie, Wut zu unterdrücken entstanden. Wut macht dich hässlich, und dann musst du für alles, was du um dich herum angerichtet hast, auch noch bezahlen. So unterdrückst du deinen Ärger lieber. Doch damit häufst du Gift in dir an, das irgendwann explodieren wird.

Der dritte Ansatz ist der, den alle Erleuchteten in der Welt vorschlagen: Wirf deinen Ärger nicht auf den anderen und unterdrücke ihn nicht, sondern beobachte ihn. Wenn Ärger hochkommt, setze dich still hin, lasse den Ärger in dir und um dich herum brodeln, lasse die wütende Wolke, die dich umgibt zu und sei ein stiller Beobachter. Schau sie dir genau an: So also sieht Wut in mir aus!

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